PARSHIP ist seit Ende 2012 nicht mehr S.P.I.N.-Mitglied

Geschrieben von © Gebhard Roese •Donnerstag, 2. Mai 2013 • Kategorie: dating news


Eine der herausragenden Ideen der Dating-Branche war im Jahr 2012 die Einführung des S.P.I.N.-Kodex, einer Art Selbstverpflichtung nahezu aller führenden Unternehmen der deutschen Dating-Branche, sich an bestimmte, verbraucherfreundliche Normen zu halten.

Seit geraumer Zeit kursieren nun Gerüchte darüber, dass ein namhaftes Gründungsmitglied aus dem S.P.I.N-Verbund ausgetreten sei: PARSHIP.

Die Redaktion der Liebepur fragte bei PARSHIP an und erhielt folgende Antwort, die wir hier in der Gänze wiedergeben:

PARSHIP ist das Original der Online-Partnervermittlungen in Deutschland. Wir sind seit unserem Start vor über 12 Jahren ein zuverlässiger und seriöser Partner für unsere Kunden. Das werden wir bleiben. Trotzdem haben wir uns dafür entschlossen, zum Jahresende 2012 aus dem Kodex „Seriöse Partnersuche im Netz“ (S.P.I.N.-Kodex) auszutreten. Es ist uns mit dem S.P.I.N.-Kodex nicht gelungen, die gesamte Branche zu involvieren. Wir sind überzeugt, dass uns ein breiter Schulter¬schluss mit sämtlichen großen Anbietern auch in Zukunft nicht gelingen wird.
Wir können die sehr erfolgreiche Vermittlung unserer Mitglieder und die notwendigen fortlaufenden Innovationen nur leisten, wenn wir dauerhaft wettbewerbsfähig bleiben. Deshalb möchten wir künftig keine weiteren Ressourcen und Mittel auf dem Thema S.P.I.N.-Kodex binden. Mehr als 419.000 Singles*(1) haben bisher mit PARSHIP einen Partner gefunden, weil wir die richtigen Menschen auf die richtige Weise zusammen bringen – mit dem PARSHIP Prinzip®. Unsere Mitglieder wissen das und unsere Seriosität zu schätzen.
(1) Hochrechnung aus Nutzerbefragung nach Ende der Premium-Mitgliedschaft weltweit im Oktober 2012.


So bedauerlich dies auch ist, weil wir ja alle auch Verbraucher sind, so verständlich ist es auch. PARSHIP war nicht dafür verantwortlich, dass sich namhafte Konkurrenten weigerten, die einheitliche Verpflichtung mitzutragen.

Eine Frage allerdings bleibt offen: Als S.P.I.N. gegründet wurde, sagten viele, die Selbstverpflichtung sei ein Vorgriff auf eine möglicherweise bevorstehende Gesetzesänderung in Deutschland, die mit S.P.I.N. verhindert werden sollte – und aus dieser Sicht ist es eben doch schade, dass S.P.I.N. nun ein bedeutendes Mitglied weniger hat.

Wer bei S.P.I.N. noch Mitglied ist, können Sie der Webseite des BVDW entnehmen.




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Die Phantom-Mieze will endlich flirten …

Geschrieben von © Gebhard Roese •Donnerstag, 2. Mai 2013 • Kategorie: schwindel mit dating


Vor meinem Kollegen sitzt gerade eine junge Frau in exzessiver Flirtpose – nun genau genommen, in fünf ziemlich gewagten Flirtposen. Ja, und das Dumme ist, sie kann mit ihm keinen Kontakt aufnehmen, weil er auf seinem (übrigens noch gar nicht vorhandenen) Profil noch kein Foto hat … wie dumm von ihm, nicht wahr?

Das Ganze ist der ich-weiß-nicht-wie-vielte Versuch einer im Ausland befindlichen Dating- und Sexbörse, meinen Bekannten von einer Kundenkategorie in die nächste zu befördern, damit er endlich irgendwo Kohle abdrücken kann. Das Unternehmen tritt immer wieder unter neuem Namen auf, verspricht jedes Mal „heiße Mädchen“ - und hat doch immer nur diese mädchenhaften Dutzendgesichter in ihren nachgeäfften Flirtposen. Offenbar halten diese Leute Männer für bescheuert – und wahrscheinlich sind einige auch tatsächlich so blöd, darauf hereinzufallen.
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Online-Dating: nicht der Verursacher von „Partner-Abwrackprämien“

Geschrieben von © Gebhard Roese •Donnerstag, 2. Mai 2013 • Kategorie: partnersuche


Das Internet an sich und das seriöse Online-Dating sind nicht die Ursache für das „Abwracken“ von Partnern. Darin sind sich PARSHIP und der Paartherapeut Arnold Retzer noch einig. Unterschiede gibt es hingegen in der Beurteilung, wie weit das Internet dennoch dazu beiträgt, dass eine an Wahnsinn grenzende Partnersuche betrieben wird, die jeder rationalen Grundlage entbehrt.

Dazu meinte Retzer (zitiert nach der FAZ mit eingeschlossenem redaktionellen Text durch die FAZ).

Aber die gängige Illusion von der perfekten Paarung werde durch das Internet forciert: „Das erhöht den Anspruch an den Richtigen. Und das erhöht die Enttäuschungssensibilität. Kleinste Abweichungen vom Sollwert sind ein Beweis, dass es der Falsche ist.


An anderer stelle mildert Retzer die Vorwürfe gegen „das Internet“ aber wieder ab und sagt (nochmals Retzer und Redaktion FAZ):

Es wird nicht mehr toleriert, dass man sich über längere Zeit frustriert fühlt“, sagt Retzer. Aber das sei weniger eine Folge des Internets als ein Zeitgeistphänomen.


PARSHIP wird in seinem Blog deutlicher und sagt:

Man sollte das Pferd also nicht von hinten aufzäumen: Nicht Online-Portale sind schuld daran, dass sich manche Menschen vermeintlich nicht mehr festlegen möchten. Vielmehr sind Online-Plattformen das logische Resultat einer Gesellschaft, in welcher der Einzelne immer stärker beruflich eingespannt ist, viele nach Höher, Schneller, Weiter, Besser streben und die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit vor Zweisamkeit stellen.


Das ist soweit richtig, aber nicht ganz vollständig, denn gesellschaftliche Prozesse sind weder in der einen noch in der anderen Richtung eindimensional.

Was die Gesellschaftsordnung angeht, so gibt es einige ausgesprochen selbstherrliche Menschen, die sich als „Trendsetter“ sehen, weil sie in Großstädten leben, „zu den richtigen Leuten“ gehören und sich finanziell und sozial im Machtgefüge etabliert haben. Sie glauben, die Trends zu kennen und Vorreiter zu sein, wie es auch die FAZ im ersten Absatz des betreffenden Artikels darstellt:

Vor ein paar Jahren dann entdeckte er den Kontakthof Internet. Singlebörsen, Flirtseiten, Partnervermittlungen; Kandidatinnen wie Sand am Meer. „Vorher war mir gar nicht bewusst, was alles geht“, sagt … (er).

Was nun das Internet-Dating angeht, so werden dort nach wie vor Illusionen aller Art genährt – und die Begriffe der „unendlich großen Auswahl“ wie auch der „Traumpartner“, die man dort finden kann, täuschen einen Trend vor, der so gar nicht existiert.

Man kann die Situation derzeit so beschreiben: Einige wenige, meist großstädtische Menschen mit akademischer Bildung und hohen Einkommen glauben, im Internet über ein unendliches Jagdgebiet zu verfügen, in dem man am Ende man seinen „Traumpartner“ einfängt. Ob dies den Tatsachen entspricht, ist ihnen (und der Presse, die über sie berichtet) weitgehend gleichgültig, so nach dem Motto: „Die Jagd ist interessanter als die Beute.“

Doch dies hindert andere nicht, die weitaus weniger Chancen haben, sich der gleichen Illusion hinzugeben. Sie denken nunmehr: Wenn dies doch ein paar Trendsetter können, dann können wir es auch – eine krasse Fehlannahme. Kommt dann noch die effektheischende Werbung vieler Unternehmen dazu, die auch immer wieder von der großen Auswahl und dem Traumpartner spricht, dann beliebt diese Illusion eben erhalten.

Wilde Sexspielchen für mutige Frauen?

Geschrieben von © Ina Yanga •Donnerstag, 2. Mai 2013 • Kategorie: intime fragen


Relativ leicht zu spielen: Stripperin
Wir werden immer wieder gefragt:

Wie kann ich meinen Freund, Liebhaber oder Ehemann „heiß“ machen, sodass er „mal wieder richtig wild auf mich wird.


Die Ratschläge sind ja fast fast immer gleich: von extrem süß bis extrem hart ist alles drin. Doch immer wieder stößt uns eines auf: Du musst etwas spielen, was du nicht bist. Kannst du das?

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Die ersten Fragen, die du dir stellen solltest: Was kannst oder willst du spielen? Kannst du es aus dem Stand oder brauchst du Vorbereitung? Ist eine besondere Bekleidung für die Rolle notwendig, kannst oder willst du sie dir beschaffen? Vor welchen Rollen fürchtest du dich und warum? Und wie lange hältst du eine Rolle durch?

Iin der Jugend konnten wir alles spielen - und heute?

Als wir Kinder waren, haben wir alle etwas spielen können, was wir nicht waren, aber seit wir erwachsen sind, haben wird das Spielen verlernt. Na ja, vielleicht hat man es uns auch ausgetrieben, denn Erwachsene spielen ja nicht. Oder doch?

In Wirklichkeit spielen wir alle in der Liebe, jedenfalls ein bisschen. Wenn du aber eine richtige Rolle mit allem Drum und Dran spielen willst, musst du das auch können, und so viel Rollen gibt’s nicht, die du spielen kannst. Ganz abgesehen davon, dass nicht jedem Kerl jede Rolle gefällt.

Die Rollen im groben Überblick - was ER will - und was DU kannst

Die Naive, die Schüchterne

Das will er: eine naive, verführbare, mädchenhafte, zögerliche Frau, die „jugendliche Naive“ des Theaters. Dazu gehören auch alle Rollen, die „jugendliche Unterwürfigkeit“ verlangen.

Deine Rolle: Die Naivität ausspielen, den Mann nach und nach siegen lassen, etwas Widerstand leisten.

Das Luder

Das will er: ein freches Luder, das reizt und verweigert am Ende aber schamlos ist.

Deine Rolle: Wechselweise reizen und frustrieren, bis er restlos „heiß“ ist, dann gibst du dich wollüstig hin.

Seine Hure

Das will er: eine schamlose, frivole Frau, die ihm ihren Körper in nuttigen Dessous freizügig für Sex anbietet.

Deine Rolle: schamlose Sprache, sexy Dessous, jederzeit bereit zur Hingabe und zu sexuellen Spielchen aller Art ohne Schamgrenzen.

Stripperin

Das will er: eine Frau, die sich für ihn auszieht und die ihren Körper dabei zum Begaffen anbietet.

Deine Rolle: Du solltest ein bisschen tanzen können und passende Klamotten zum Ausziehen haben.

Soft-Sklavin

Das will er: ein bisschen Erniedrigung, ein bisschen Fesselung, ein bisschen Unterwerfung deinerseits.

Deine Rolle: Seine Sklavin spielen oder eine andere Rolle, die er für dich ausdenkt. Ihm gefällt zumeist, wenn du ein bisschen ängstlich tust. Typische Rolle: ungezogenes junges Mädchen.

Soft-Domina

Das will er: Du sollst ihn entwürdigen oder demütigen, wie es eine Erwachsene manchmal gegenüber einem Kind tut.

Deine Rolle: Lehrerin, Krankenschwester oder ähnlich, jedenfalls eine „strenge“ Erwachsene.

Sklavin, Masochistin

Das will er: Dich schlagen, demütigen, strafen und entwürdigen, dich wie eine Leibeigene behandeln.

Deine Rolle: Unterwürfige Sklavin oder Bedienstete, die eine Strafe verdient. Schmerz deutlich machen, dankbar für die Strafe sein.

Domina, Sadistin

Das will er: Unterworfen werden, geschlagen werden, „benutzt“ werden.

Deine Rolle: glaubwürdige Sadistin in Sprache und Verhalten. Keine Scheu davor haben, Körperstrafen aller Art auszuteilen.

Nun kommst DU ...

Überlege dir gut, ob du das wirklich willst, ertragen kannst und glaubwürdig spielen kannst. Wenn nicht, verweigere die Spiele.

Wenn dir die Rollen liegen, probiere aus, ob du sie wenigsten eine halbe Stunde lang durchhalten kannst – das ist so ungefähr die Zeit, die du brauchst, um einfache Szene zu spielen.

Einige Rollen erfordern Training, Kenntnisse über seinen Körper, besondere Instrumente, speziell ausgestattete Räume oder Verkleidungen. Tipp: Übe vor dem Spiegel, bevor du vor deinen Kerl auftrittst.
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Online Dating – warum sich der Mann nicht um die Frau bewirbt

Geschrieben von © Gebhard Roese •Donnerstag, 2. Mai 2013 • Kategorie: datingratgeber


Eines der Hauptprobleme, mit denen aufrichtige Online-Dating Berater zu kämpfen haben, ist die Behauptung, beim Online-Dating, vor allem aber beim Blind Date, würde sich der Mann um die Frau bewerben.

Wenn Sie jetzt verblüfft sind, müssen wir einen kurzen Blick auf die traditionelle Partnersuche werfen. Bis in die 1950er Jahre und darüber hinaus waren Frauen und Männer der unverbrüchlichen Überzeugung, der Mann müsse sich um die Frau bewerben, was man damals oft „den Hof machen“ nannte. Diese Tradition führte dazu, dass der Mann die Frau umschwärmt, umwarb und letztlich bedrängte, bis sie das Werben von sich aus durch einen „Korb“ beendete oder ihm (meist stufenweise) nachgab. Diese Rituale waren die Norm und wurden gegenseitig akzeptiert. Sie galten allerdings schon damals nicht mehr zu hundert Prozent, sondern nur für junge Menschen unter 25. Dennoch hat sich in der „besseren“, insbesondere in der bürgerlich orientierten Gesellschaft die Vorstellung gehalten, die Frau müsse durch intensives Umwerben gewonnen werden.

Die Balz beginnt mit Bewerben - aber beim Blind Date hört das Spiel auf

Beim Online-Dating beginnt die Balz ähnlich: Männer bewerben sich vehement um Frauen, während Frauen jeden Alters glauben, sie sollten „gefunden“ werden. Schon an dieser Stelle begehen viele Frauen den ersten Irrtum: Die eigene, selbstbestimmte Suche und spätere Auswahl führt in der Regel zu besseren Ergebnissen als das „Gesucht werden“. Mit jedem Lebensjahr über 35 wird die eigene Suche sogar bereits wichtig, um genügend gute Männer zu finden, ab 40 wird sie zur Notwendigkeit.

Phänomen Blind Date:Ärger mit der Bewerbungssituation

Die größten Probleme bei der Vorstellung, der Mann müsse um die Frau werben, entsteht aber beim Blind Date – und zwar durchaus auf beiden Seiten.

1. Der Mann glaubt, er müsse bestimmte Ziele erreichen: Die Frau von seiner Einzigartigkeit überzeugen, ein zweites Date zu bekommen oder mit ihr zu schlafen – je nach Ausgangssituation und Verlauf des Dates. Er bewirbt sich also bei ihr um die Position eines zukünftigen Ernährers, Gefährten oder Lovers.
2. Die Frau glaubt, sie müssen vor allem schön sein, ihm gut zuhören und sich entscheiden, ob er am Ende einen Korb bekommt, ein zweites Date oder eine Liebesnacht.

Aus vielen, vielen Blind Dates, die ich verfolgt habe, wird immer wieder deutlich, wie sehr sich Männer sich in die Situation des Bewerbers begeben, während Frauen sich als Entscheider fühlen. Der Mann will auf keinen Fall einen Korb, sondern er ist mit allem zufrieden, was besser ist. Neben einem zweiten Date auch Hoffnung, die ers aus sehr vagen Zusagen weiterer Dates schöpft, und sicherlich auch durch manchen ONS, der auf das Date folgt. Wenn Sie sich dies bildhaft vorstellen, dann wissen Sie, woraus die vielen Missverständnisse bei Blind Dates entstehen.

Männer sind zumeist auf einen "Korb" vorbereitet - Frauen selten

Während Männer trotz aller Hoffnungen und Erwartungen auf einen „Korb“ vorbereitet sind, sind es die meisten Frauen nicht. Sie reagieren oft betreten, manchmal auch deutlich verärgert darauf, wenn der Mann sie nicht wiedersehen will. Ihre Erwartung, der „Entscheider“ zu sein, und dem Mann „gnädigst“ ein zweites Date zu gewähren, wird enttäuscht. Sicher, es gibt ein paar Dutzend Methoden, einer Frau ein paar Blumen in den „Korb“ zu legen, aber bei den meisten Frauen bleibt dennoch die Frage zurück: „Warum will er mich nicht?“ oder „Was an mir ist falsch?“ oder oftmals auch „War ich nicht attraktiv genug?“

Rat vom Fachmann: Keine Bewerbungssituation aufkommen lassen

Die einseitige Bewerbungssituation entsteht immer dann, wenn sich einer der Partner als Bewerber fühlt, der andere als Entscheider. Sie entsteht auch, wenn einer der Partner den anderen in die Situation des Bewerbers hineindrängt.

Die Lösung dafür heißt „Offenheit“. Typisch für „Bewerbungen“ ist ja, dass der Bewerber nicht alles sagen oder fragen sollte, während der Entscheider sich das Recht zu jeder Frage herausnimmt.

Diese Situation kann entschärft werden, indem man keine geschlossenen Fragen oder Entscheidungsfragen stellt, sondern versucht, selber offen zu sein und dabei auch offene Fragen zu stellen. Offenheit erzeugt Offenheit, und offen Fragen steigern die Redelust.

Offene Fragen sind alle Fragen, die sich nicht mit „Ja“, „Nein“, einer Entscheidung oder einer Begründung beantworten lassen. Sie beginnen üblicherweise mit „wie“, „was“, „wo“, „wann“, aber nie mit „warum“.

Wichtig ist, das Gleichgewicht zu halten oder es umzukehren, wenn man selbst zu viel oder zu wenig redet. Kommunikationsfachleute gehen davon aus, dass man selber nur zu einem „gefühlten Drittel“ reden sollte und also zu „gefühlten“ zwei Dritteln zuhören sollte. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Zeit schneller zu vergehen schient, wenn man redet, als wenn man zuhört.

Übrigens gehen die meisten Bücher, in denen Dating-Ratschläge gegeben werden, von einer „Schieflage“ zwischen den Geschlechtern aus. In ihnen ist zu einem großen Teil immer noch von der Frau die Rede, die auswählen kann, während der Mann ihnen den Hof machen muss. Ich kann vor diesen Büchern (überwiegend aus der Feder von US-Autorinnen) nur warnen.

dating experte

Was ist eigentlich Dating? Was ist eigentlich "Dating"? Sie wollen es genau wissen? Dann sind Sie hier goldrichtig. Unser Autor und Dating-Experte Gebhard Roese erläutert Ihnen den Begriff.

Erfahrung zählt: der Dating-Experte
Dating ist eine aus dem englischen Sprachbereich stammende Bezeichnung, die aus dem Begriff des "Dates", also der Verabredung, abgeleitet wurde. Mit einem Date bezeichnet man im Englischen zunächst jede Art von Treffen. Im US-amerikanischen Sprachgebrauch wird das Wort "Dating" oft als das Treffen eines Paares zum gegenseitigen Kennenlernen benutzt. In den USA wurde das Zusammentreffen von Frauen und Männern in eine ganze Dating-Kultur verwandelt, die bis in die heutige Zeit nach festen Regeln abläuft. Allerdings halten sich die Bewohner von modernen Metropolen wie zum Beispiel New York immer weniger an die überkommenen Regeln.

Das Wort „Dating“ wurde in den deutschen Sprachgebrauch übernommen, wo es ausschließlich für das Treffen eines Paares zum Kennenlernen verwendet wird.

Dating in Deutsch

Das deutsche Wort für den Prozess des "Datings" ist die Partnersuche, für ein einzelnes Date sagt man "ein Treffen". Nach neuester Definition im Duden ist Dating im Deutschen immer das Verabreden mit wechselnden Partnern. Der Duden lässt offen, zu welchem Zweck solche Verabredungen stattfinden.

Man unterscheidet mittlerweile verschiedene Arten von Dating. Im nächsten Absatz werden zunächst zwei Arten nach der Vorgehensweise unterschieden.

Paralleldating oder Seriendating?

- Paralleldating ist eine Art, die aus den USA kommt und besagt, dass man sich parallel mit unterschiedlichen Partnern trifft. Es dürfen nach US-Vorstellung aber nicht zu viele sein und man sollte während des Parallel-Datings noch keinen Sex mit ihnen haben.
- Serielles Dating ist die in Europa übliche Art, eine Weile zuerproben, on man auch langfristig zueinanderpasst – oder wieder auseinanderzugehen, wenn sie sich keine dauerhafte Harmonie einstellt.

Neuer Begriff: Downdating

Downdating ist eine Sonderform der Partnersuche. Dabei entscheidet man sich bewusst, einen Partner auf der nächstniedrigeren sozialen/gesellschaftlichen/finanziellen Ebene zu suchen. Diese Art der Partnersuche entsteht überall dort, wo der Anteil weiblicher Akademiker am Partnermarkt zunimmt.

Dating nach dem Medium

Online-Dating oder Internet-Dating bezeichnet die Art, über das Medium „Internet“ zusammenzukommen. Alle anderen Dating-Formen heißen seither „Offline-Dating“ oder einfach nur „Dating“. Das deutsche Wort „Partnersuche“ ist hier allerdings bei Weitem aussagefähiger. Außerdem bezeichnen die Begriffe „Proximity Dating“, „Speed Dating“ und „Social Dating“ besondere Arten, die man mit den Medien oder Lokationen verbindet. Dabei ist:

- Speed Dating eine Veranstaltung „im richtigen Leben“, bei der sich mehrere interessierte Singles vorstellen – in der Regel hat man etwa sieben Minuten dazu Zeit.
- Proximity Dating ist Dating per Handy (Mobiltelefon), bei dem man den Ort, an dem sich der Partner befindet, per GPS lokalisieren kann.
- Social Dating bedeutet, sich innerhalb einer Internet-Gemeinschaft, also aufgrund künstlicher sozialer Verbindungen, kennenzulernen und später zu treffen.

Dating nach dem gewünschten Erfolg

Das gewöhnliche Online-Dating oder die Partnersuche an sich sollte als Ziel haben, einen dauerhaften Partner zu finden. Es wird nicht näher bezeichnet. Früher waren Begriffe wie „Ehegesuche“ oder „Suche nach einer dauerhaften Beziehung“ üblich. Im Englischen sagte man auch „Long Term“. Im Internet sind es „Online-Partnervermittler“ oder „Online-Partneragenturen“, die dergleichen dauerhafte Beziehung stiften wollen.
Andere Datingformen, die darauf abzielen, einen Partner für „kurze Zeit“ zu finden, heißen (in Europa, in den USA ist dies geringfügig anders) „Casual Dating“ oder „Sex Dating“. „Casual Dating“ zielt in der Regel auf auf Affären (kurze Beziehungen, die von Leidenschaft geprägt sind) , Sex Dating auf ONS (einmaligen Sex).

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