Fiese Kerle – viel mehr als ein PUA-Enthüllungsbuch

Geschrieben von © Gebhard Roese •Donnerstag, 16. Mai 2013 • Kategorie: männer und frauen


Hand drauf: da steckt Wahrheit drin
Clarissa Thorn ist eine Ausnahmefrau, praktizierende SM-Anhängerin und Feministin, hat sich in eine Szene hineinbegeben, in der Frauen normalerweise nicht gerne gesehen werden: in die PUA-Szene, also in die Szenerie notorischer Trickverführer. Sie zeigt die Szene ungeschönt, entwickelt aber dennoch Verständnis für die Männer, die eigentlich nicht die „fiesen“ Kerle sind, als die sie gehandelt werden. Man könnte sagen, sie seine alles von „armen Säuen“, die leider nichts im Kopf haben als „Frauen flachzulegen“ und cleveren Geschäftsleuten, die fast gar nichts als etwas „Großartiges“ und „Geheimnisvolles“ vermarkten.

Wer das Buch liest, wird PUAs am Ende entzaubert vorfinden, aber sie weder hassen noch verachten – und vermutlich auch weder lieben noch fürchten.

Die Autorin schreibt gleich zu Anfang von der Beschränktheit der Gesellschaft, wenn es um männliche Sexualität geht. Wir kennen das in Deutschland ja auch: „Männer denken mit dem Schwanz“, sie wollen „viele heiße Weiber vögeln“, sind unersättlich beim Sex und wetteifern um die Qualitäten ihres Gehänges.

Natürlich ist davon nichts „wirklich wahr“. Es ist das, was Männer heraushängen lassen, wenn sie „unter Kerlen“ sind, wenn sie zeigen wollen, dass sie „Eier haben“. Leider ist es auch das, was von manchen Wissenschaftlern immer wieder behauptet wird. Männer sind unermüdliche Samenstreuer, die aus ihrem Steinzeittrieb heraus möglichst viele Frauen flachlegen wollen.

Nun ist es nur so: So falsch wie das Männerbild ist auch das Frauenbild, das in ähnlicher Wiese hie und da in der Wissenschaft, aber auch in Etepetete-Frauenkreisen gepflegt wird. Da ist die Frau die Edle, die Bewahrerin, die Hüterin ihres Unterleibs, an den sie kaum jemanden heranlässt, wenn sie klug ist.

Die Autorin stellt fest: Trotz aller Fortschritte sind unsere gesellschaftlichen Ansichten über Sexualität problematisch – und wie problematisch. Zitiert wird Thomas MacAulay Miller, der schreibt:

Wir leben in einer Kultur, die Sex nicht als Akt, sondern als Sache versteht, in diesem Modell ist Sex wie eine Handelsware; Frauen haben sie und Männer versuchen, sie zu bekommen.


Er folgert, dass Frauen dadurch zugleich Verkäuferinnen von Sex und Beschützerinnen und Bewahrerinnen der Sexualität degradiert würden – eine Rolle, der niemand auf Dauer standhält.

Das Buch zeigt an vielen Beispielen auf, dass es in Wahrheit gar nicht um PUAs und ihre oft etwas verschrobenen Ansichten geht, sondern um Klischees, die Frauen von Männern haben und Männer von Frauen. Wer das Buch sorgsam liest, wird finden, dass sich diese Klischees auflösen lassen – denn so unterschiedlich sind die Ansichten jener Menschen nicht, die Sex als etwas Positives ansehen.

Ja, und was ist nun mit den PUAs? Ganz klar – sie werden überschätzt, aber viele von ihnen wissen das auch. Nur sagen dürfen sie es nicht – es schadet dem Geschäft. Denn die Gurus der Szene wollen vor allem Geld machen – das ist der Grund, alles andere ist Showgeschäft. Dazu gehört auch die ständige Beteuerung, dass der neueste Guru ganz anders sei als alle vor ihm, dass er ein völlig neues Geheimnis entdeckt habe und dass die anderen Gurus nicht den Weg der Erleuchtung gefundene hätten, den er gefunden hat.

In Deutschland, so wollte ein Berliner PUA wissen, sei die Szene ohnehin völlig anders, da würde viel mehr auf das „Inner Game“ geachtet (Inner Game=Selbstmanipulation). Frau Thorn lächelte daraufhin und sagte: „Das sagen sie alle, dass sie ganz anders sind.“
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Partnersuche – für heute, drei Monate oder ein Leben?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Donnerstag, 16. Mai 2013 • Kategorie: partnersuche


Braut oder Bett?
Partnersuche – für heute, drei Monate oder ein Leben? Dieser Beitrag enthält 10 Tipps zur Wahl der "richtigen" Singlebörse, die zuvor noch nie auf diese Art veröffentlicht wurden.

Sie suchen im schönen Frühling einen Partner oder eine Partnerin? Dann haben Sie die Wahl zwischen drei Kategorien, in denen Sie den richtigen Partner oder die richtige Partnerin finden. Sie heißen Casual Dating, Singlebörsen und Online-Partnervermittler – jedenfalls, soweit sie „Online“ suchen wollen.

Alle, was es gibt - und was Sie meiden sollten

Die Unterschiede sind oft beschrieben worden – doch was bedeutet dies für Sie? Als Erstes empfehle ich Ihnen, die Frage „was kostet es?“ erst am Schluss zu stellen, denn die Frage „was will ich?“ ist viel, viel wichtiger.

1. Sie wollen eine Liebschaft, eine Affäre oder eine besondere Beziehung. In all diesen Fällen ist Casual Dating die erste Wahl, aber auch Singlebörsen bieten sich an. Causal Dating ist eine nach wie vor etwas undurchsichtige Branche, die durchaus auch Schmuddelelemente enthält. Als berauchbar und relativ sicher wurden bisher nach Ansicht von Branchenbeobachtern vor allem C-Date und Secret eingestuft. Es gibt aber weitere Anbieter, die teils in der „etwa härteren“ Sparte mitmischen. Casual Dating ist übrigens nicht gleichbedeutend mit Sex-Dating, bei denen von vornherein nichts, als die „schnelle Nummer“ gefragt ist. Eines der Probleme beim Casual Dating ist nach wie vor die Frauenquote: Sie kann wahr, halbwahr oder vollständig erlogen sein. Mehr dazu später.
2. Sie wollen offen für alles bleiben, suchen aber vorrangig eine schöne Beziehung. Wenn sie dies alles wollen, und etwas Mut haben, dann sind Singlebörsen einfach wundervoll. Sie bieten Ihnen die Möglichkeit, ihre Persönlichkeit auszuspielen – in Wort und Bild, vor allem aber durch ihr Handeln. Das Problem bei dieser Art der Suche: Vor allem Anfänger ziehen oft „Nieten“, weil sie eine noch nicht wissen: Hier ist Markt – jeder muss sich anbieten, sonst läuft gar nichts. Die drei bekanntesten Anbieter, Friendscout24, Neu.de und Dating Cafe sind ohne Vorbehalte empfehlenswert.
3. Sie suchen einen Partner fürs Leben oder zum Heiraten. Auch für Sie kommen Singlebörsen infrage, jedoch wäre zu erwägen, ob Online-Partneragenturen (Online-Partnervermittler) nicht die bessere Wahl wären. Das ist nicht alleine von ihren Wünschen abhängig, sondern auch von Ihrer Mentalität. Partneragenturen haben teilweise einen Hang dazu, bürgerlich-konservative Werte zu hoch anzusetzen und der Psychologie zu viel Raum zu geben. Dafür bekommen Sie aber regelmäßig Partnervorschläge von Personen, die möglicherweise zu Ihnen passen könnten. Partneragenturen sind in jedem Fall eine gute Wahl, wenn Sie über 40 sind. Bei Partneragenturen müssen Sie nach Ansicht aller Fachleute die AGB sehr genau lesen, besonders den Teil, der Ihr Abonnement betrifft. Die besten Garanten für einen Dating-Erfolg sind PARSHIP, eDarling und ElitePartner – vor allem wegen der (richtig gerechneten) hohen Mitgliederzahlen.

Frauenquote – wo sich die Geister scheiden

Die Frauenquote wird bei den großen Singlebörsen und Online-Partneragenturen nur noch selten bezweifelt. Sie müssen aber wissen, dass sich die Quote nicht linear über alle Altersgruppen verteilt: Je älter sie sind, umso höher ist die Frauenquote, das heißt, umso mehr Frauen kommen auf einen Mann. Insofern kann Ihnen niemand eine Frauenquote von 50 Prozent über alle Altersgruppen garantieren.

Besonders problematisch ist die Frauenquote bei Casual-Dating-Agenturen: Sie wissen hier nie, wie viele Frauen tatsächlich aktiv sind. Das liegt zum großen Teil daran, dass einige Anbieter Frauen die kostenlose Premium-Mitgliedschaft ermöglichen, andere aber nicht. Ganz generell kann man sagen: Je primitiver die Werbung, und je mehr Sex in den Vordergrund geschoben wird, umso geringer ist die Frauenquote wirklich.

Mitgliederzahl – Mondzahlen

Nur wenige deutsche Agenturen erfüllen die Anforderung, zu jedem beliebigen Zeitpunkt 100.000 aktive, zahlende Mitglieder zu haben. Die gegenüber der Öffentlichkeit angegebenen Mitgliederzahlen sind daher unbrauchbar. Der beste Tipp: Noch bei der kostenlosen Anmeldung feststellen, wie viele Mitglieder in Ihrer Region (oder dem Umkreis, in dem Sie suchen) tatsächlich vorhanden und aktiv sind. Es ist möglich, dass Sie auch noch in der „zweiten Reihe“ der Anbieter eine passende Person finden, wenn Sie in der Großstadt leben, aber bei allen anderen Anbietern wird es extrem dünn. Wenn Sie diese Angabe bezweifeln, rechne ich Ihnen gerne vor, wie viele Mitglieder für Sie übrig bleiben, wenn eine Agentur gerade mal 10.000 zahlende Mitglieder hat.

10 Tipps: Wie wählen Sie die richtige Dating-Plattform für sich?

Im folgenden Text wird „Online-Partnervermittlung“ verkürzt als „Partneragentur“ beschrieben.

1. Je abenteuerlustiger sie sind: Casual Dating vor Singlebörsen.
2. Bei besonderen erotischen Wünschen: Casual Dating oder Spezialbörsen, reine Sex-Agenturen meiden.
3. Offen für Beziehungen sein, aber nicht festgelegt: Singlebörsen.
4. Bewusst Beziehungen suchen bei genügendem Selbstbewusstsein: Singlebörsen vor Partneragenturen.
5. Je konservativer Sie suchen: Möglichst Partneragenturen bevorzugen.
6. Für Ehe und dauerhafte Partnerschaften, wenn Selbstbild und Selbstbewusstsein eher dem Standard entsprechen: Partneragenturen vor Singlebörsen.
7. Bei Selbstzweifeln oder dem Wunsch, Empfehlungen zu folgen: ausschließlich Partneragenturen.
8. Alter unter 25: Möglichst nicht „online“ suchen, es sei denn, sie wären abenteuerlustig oder sehr weltoffen. Probeweise bei Singlebörsen versuchen.
9. Alter: 26-35: das beste Alter für Singlebörsen mit zahllosen Such- und Findemöglichkeiten.
10. Alter ab 36: eher Partneragenturen als Singlebörsen. Bis 55 noch nicht auf „Senioren-Vermittler“ ausweichen.

Wenn Sie Interesse haben: Hier gibt es noch 10 Fakten, die Online-Dating-Anbieter hassen.

Die neue Liebepur: Wo ist denn der neuste Artikel?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 15. Mai 2013 • Kategorie: datingratgeber


Aktuelle Einträge
Wie ich höre, vermissen manche meiner Leserinnen und Leser den „neusten Artikel“, weil wir ja seit einiger Zeit nicht mehr den „aller aktuellsten“ Artikel auf unserer Titelseite haben, sondern jeweils den aktuellsten Artikel in der Rubrik „Datingratgeber“. (Diesen Artikel habe ich ausnahmsweise in die Sparte genommen).

Nun, wenn Sie sich die Mühe machen würden, mal ganz rechts zu schauen? Dort finden Sie in der Randspalte (gar nicht so weit unten) die Rubrik „Aktuelle Einträge“ – sehen sie, und schon haben Sie den neuesten Eintrag gefunden.

Sehr einfach, nicht wahr? Auch jeder RSS-Reader bringt ihnen immer noch die aktuellsten Einträge „ganz oben“.

Fremdgehen: die Entweder-Oder-Welt der Psychologin

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 15. Mai 2013 • Kategorie: psychologie und lifestyle


Erstaunlich, wie die Psychotherapeutin Gabriela Vetter redet. Haben wir soeben einen Einblick in eine Welt bekommen, die so heil ist, dass es uns schon wieder unheimlich wird?

Zitat:

Ein Mann, der eine gesunde Beziehung zu sich hat, verhält sich so, dass er niemanden verletzt. Im Klartext: Entweder er redet mit seiner Frau über das Manko, das er in der Beziehung empfindet, und sucht gemeinsam mit ihr nach einem neuen Weg, oder er bespricht die Trennung.


Möglich, dass mir eine Welt entgangen ist, die aus „entweder – oder“ besteht. Die Welt, in der ich lebe, besteht aus Möglichkeiten, nicht aus Gegensatzpaaren. Ich denke es wäre schrecklich, wenn wir bei jedem Manko ein „Beziehungsgespräch“ suchen würden, mit der Option einer Trennung.

Wenn Frauen sich verheiratete Männer suchen

Eine ganz andere Frage wird ebenfalls aufgeworfen: Warum drängen sich ledige Frauen den verheirateten Männern mal bewusst, mal unbewusst auf? Männer haben ja die Tendenz, Frauen nicht „von der Bettkante zu stoßen“, wenn sie sich schon aufdrängen, dort zu landen – ihr Verhalten ist mir erklärlich. Doch Frauen? Interessanterweise behaupten sie ja immer wieder, sie wären auf einen „verheirateten Mann hereingefallen“. In dieser Hinsicht glaube ich dann sogar der Psychotherapeutin, die behauptet (erneutes Zitat):

Frauen, die sich auf Verheiratete einlassen, haben oft schlechte Erfahrungen gemacht, etwa eine dramatische Trennung erlebt. Sie wählen dann Männer, die nicht ganz abkömmlich sind, um unbewusst ein erneutes Verlassenwerden zu vermeiden. In diese Angst mischt sich auch ein Minderwertigkeitsgefühl.


Frust-Frau und Nasch-Frau: gleiches Verhalten, doch nur eine geht zur Psychologin

Doch welche Frau vertraut sich einer Psychologin an? Sie muss schon leiden, um den Schritt über die Schwelle zu wagen. Könnte es nicht mindestens sein, dass einige Frauen nur „etwas zum Naschen“ suchen und aus anderen Gründen als den üblichen Psycho-Begründungen keinen dauerhaften Partnerwollen? Zum Beispiel, weil sie weder einen Call-Boy (männlichen Escort) nehmen wollen, sondern einen wirklichen Liebhaber, der nicht „kleben bleibt“?

Sollte ich dem Buch einer Psychologin trauen? Ich habe da meine Zweifel. Soweit mir die „Branche“ bekannt ist, sehen Psychologe das Leben und die Liebe ständig unter „psychologischen Gesichtspunkten“. Was wäre, wenn Frauen, die sich mit verheirateten Männern vergnügen, einfach geil darauf wären?

Übrigens geht es beim Interview mit Helene Aecherli um ein Buch, nämlich um «Fremdgehen. Was dann? Liebet und dann tut, was ihr wollt». Das Buch ist teuer und ziemlich schmal (138 Seiten). Der Vertrieb erfolgt über fo-publishing.
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Fromms Act – eine alte Werbung für Kondome

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 15. Mai 2013 • Kategorie: dating damals


Zum Akt der echte Fromms Act "Gummischwamm"


Fromms Act – das war der Name des bekanntesten deutschen Markenkondoms. Die Grün-Lila Verpackung war das untrügliche Zeichen für den Herrn, dass er einen verlässlichen „Gummischutz“ besaß. Sie war so bekannt, dass sie sogar als Buchtitel herhalten musste: Für Hubert Fichtes „Interviews aus dem Palais d’amour erc.“ (1972 erschienen).

Das Buch in den Farben der Kondomverpackung
Die Geschichte des Kondoms war wechselhaft und in jeder Hinsicht mit der der deutschen Geschichte verbunden. Jedenfalls war das von Fromm geschaffene und mit modernsten Verfahren hergestellte Kondom das erste wirklich verlässliche Verhütungsmittel. Der Name „Fromms Act“ wurde 1919 nach dem Namen des Firmengründers Julius Fromm und der Verwendung geschaffen.

Was viele nicht mehr wissen: Der Vertrieb erfolgte trotz gelegentlicher Freigaben des öffentlichen Verkaufs nach heutigem Muster größtenteils über Friseure und Drogisten. Dabei wurde der Friseur bevorzugt, weil dieser Beruf (der ehemalige „Bader“), stets im Ruf des „etwas Frivolen“ stand und man dort „unter sich“ war – anders als beim Drogisten wo die Ehefrau möglicherweise auch ihr „Eau de Cologne“ kaufte.

Die Nazis hassten Verhütungsmittel, weil sie nicht dem Bild des „anständigen“ Deutschen entsprachen, das sie vertraten. Die „Himmlersche Polizeiverordnung“ (1934) nach der Kondome „nicht vertrieben werden durften“, und die übrigens auch noch in der Adenauer-Demokratie galt, traf Hersteller und Vertreiber hart.

Aus dieser Konstellation heraus entstand der Begriff „Gummischwämme“ für Präservative – denn sie konnten selbstverständlich verkauft werden. Auf alten Reklameschildern existiert der Begriff heute noch, wie ein Blick in eine weitgehend erhaltenen historischen Frisiersalon zeigt.
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dating experte

Was ist eigentlich Dating? Was ist eigentlich "Dating"? Sie wollen es genau wissen? Dann sind Sie hier goldrichtig. Unser Autor und Dating-Experte Gebhard Roese erläutert Ihnen den Begriff.

Erfahrung zählt: der Dating-Experte
Dating ist eine aus dem englischen Sprachbereich stammende Bezeichnung, die aus dem Begriff des "Dates", also der Verabredung, abgeleitet wurde. Mit einem Date bezeichnet man im Englischen zunächst jede Art von Treffen. Im US-amerikanischen Sprachgebrauch wird das Wort "Dating" oft als das Treffen eines Paares zum gegenseitigen Kennenlernen benutzt. In den USA wurde das Zusammentreffen von Frauen und Männern in eine ganze Dating-Kultur verwandelt, die bis in die heutige Zeit nach festen Regeln abläuft. Allerdings halten sich die Bewohner von modernen Metropolen wie zum Beispiel New York immer weniger an die überkommenen Regeln.

Das Wort „Dating“ wurde in den deutschen Sprachgebrauch übernommen, wo es ausschließlich für das Treffen eines Paares zum Kennenlernen verwendet wird.

Dating in Deutsch

Das deutsche Wort für den Prozess des "Datings" ist die Partnersuche, für ein einzelnes Date sagt man "ein Treffen". Nach neuester Definition im Duden ist Dating im Deutschen immer das Verabreden mit wechselnden Partnern. Der Duden lässt offen, zu welchem Zweck solche Verabredungen stattfinden.

Man unterscheidet mittlerweile verschiedene Arten von Dating. Im nächsten Absatz werden zunächst zwei Arten nach der Vorgehensweise unterschieden.

Paralleldating oder Seriendating?

- Paralleldating ist eine Art, die aus den USA kommt und besagt, dass man sich parallel mit unterschiedlichen Partnern trifft. Es dürfen nach US-Vorstellung aber nicht zu viele sein und man sollte während des Parallel-Datings noch keinen Sex mit ihnen haben.
- Serielles Dating ist die in Europa übliche Art, eine Weile zuerproben, on man auch langfristig zueinanderpasst – oder wieder auseinanderzugehen, wenn sie sich keine dauerhafte Harmonie einstellt.

Neuer Begriff: Downdating

Downdating ist eine Sonderform der Partnersuche. Dabei entscheidet man sich bewusst, einen Partner auf der nächstniedrigeren sozialen/gesellschaftlichen/finanziellen Ebene zu suchen. Diese Art der Partnersuche entsteht überall dort, wo der Anteil weiblicher Akademiker am Partnermarkt zunimmt.

Dating nach dem Medium

Online-Dating oder Internet-Dating bezeichnet die Art, über das Medium „Internet“ zusammenzukommen. Alle anderen Dating-Formen heißen seither „Offline-Dating“ oder einfach nur „Dating“. Das deutsche Wort „Partnersuche“ ist hier allerdings bei Weitem aussagefähiger. Außerdem bezeichnen die Begriffe „Proximity Dating“, „Speed Dating“ und „Social Dating“ besondere Arten, die man mit den Medien oder Lokationen verbindet. Dabei ist:

- Speed Dating eine Veranstaltung „im richtigen Leben“, bei der sich mehrere interessierte Singles vorstellen – in der Regel hat man etwa sieben Minuten dazu Zeit.
- Proximity Dating ist Dating per Handy (Mobiltelefon), bei dem man den Ort, an dem sich der Partner befindet, per GPS lokalisieren kann.
- Social Dating bedeutet, sich innerhalb einer Internet-Gemeinschaft, also aufgrund künstlicher sozialer Verbindungen, kennenzulernen und später zu treffen.

Dating nach dem gewünschten Erfolg

Das gewöhnliche Online-Dating oder die Partnersuche an sich sollte als Ziel haben, einen dauerhaften Partner zu finden. Es wird nicht näher bezeichnet. Früher waren Begriffe wie „Ehegesuche“ oder „Suche nach einer dauerhaften Beziehung“ üblich. Im Englischen sagte man auch „Long Term“. Im Internet sind es „Online-Partnervermittler“ oder „Online-Partneragenturen“, die dergleichen dauerhafte Beziehung stiften wollen.
Andere Datingformen, die darauf abzielen, einen Partner für „kurze Zeit“ zu finden, heißen (in Europa, in den USA ist dies geringfügig anders) „Casual Dating“ oder „Sex Dating“. „Casual Dating“ zielt in der Regel auf auf Affären (kurze Beziehungen, die von Leidenschaft geprägt sind) , Sex Dating auf ONS (einmaligen Sex).

Wenn Sie Fragen haben: Ich beantworte so gut wie alle Fragen persönlich am Telefon oder per Email.