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Kommentieren Sie, es tut nicht weh

Nach den vielen Fragen, die ich meinen Leserinnen und Lesern hier in den letzten Wochen gestellt habe sage ich Ihnen heute nur dies: Sie sind eingeladen, hier zu kommentieren, mitzuwirken und sich ganz und gar einzubringen. Die Liebe lädt doch zum Teilen ein, oder nicht?

Mit 3 Kommentaren

Geschrieben von Gebhard Roese

08.07.2007 um 08:36:00

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3 Kommentare zu Kommentieren Sie, es tut nicht weh

  1. Da Sie uns - die Leserschaft - so explizit dazu einladen, Stellung zu nehmen, möchte ich hier gerne "meinen Senf dazugeben".

    Ich schätze Ihre Seite, weil sich in Ihren Texten ab und zu Perlen der Weisheit, oder mindestens bedenkenswerte Ansätze finden lassen. Zwischen den Ihren Zeilen vermag ich eine gewisse Frustration über die mangelnde Resonanz zu lesen. Und dazu meine paar Gedanken äußern, wohlgemerkt aus meiner persönlichen Sichtweise.

    Das optische Auftritt Ihres blogs, mitsamt dem Titel "die liebe und nichts als die liebe", trotz dessen moderner(?) Kleinschreibung entspricht nicht der heutigen Erwartung an ein aktuelles Design. NatĂĽrlich ist ersetzt der Auftritt nicht den Inhalt, aber es gilt trotzdem der Satz "es gibt keine zweite Chance fĂĽr einen ersten Eindruck".

    Die Anrede der Leserschaft mit "Sie" entspricht in keiner Weise mehr der aktuellen Umgangsform im Internet. Ich selbst zähle mich zu der "Generation 50+", habe aber verstanden, dass das freundschaftliche "Du" in blogs, Foren und Usenet-Gruppen die Anrede der Wahl ist. Das distanzierte "Sie" erinnert in unguter Weise an Tanzcafés der 50er und 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

    Weniger ist manchmal mehr. Ich vermute, Ihren Ansatz richtig verstanden zu haben: Sie setzen sich mit den Auswüchsen des kommerziell betriebenen Datings auseinander, und möchten die Ausrutscher auf diesem Sektor zur Diskussion stellen. Es ist mir klar, dass es viel zu bericheten gibt, wenn man die einschlägigen Angebote beobachtet. Trotzdem beschleicht mich hin und wieder das déja-vu-Gefühl. Ich möchte Ihnen raten, mehr ins Detail zu formulieren, und sich auf höchstens einen Beitrag pro Tag zu beschränken. Und wenn es nur ein Beitrag pro Woche ist, dieser zum Ausgleich dafür aber mehr als nur einen einzigen Gedanken enthält, macht das auch nichts. Es wäre mir persönlich peinlich, wenn man mich der Logorrhoe bezichtigen müsste...

    Konstruktive Kritik kann auch ein Lob sein: indem man sich mit einer Sache auseinandersetzt, gibt man zu erkennen, dass man sie schätzt und gerne befördern möchte...

    In diesem Sinne
    liebe GrĂĽĂźe
    Albert

    Albert

    08 Jul 07 um 11:12

    Antwort

  2. Guten Morgen,

    zunächst herzlichen Dank für die Kritik – ich freue mich darüber und bitte
    Sie, nicht zu zögern, wenn Ihnen noch etwas einfallen sollte.

    Zu den Punkten: Das Design müsste mal überarbeitet werden, aber Kritik am Design ist inzwischen sehr üblich geworden – meist kommt er von Webdesignern – in diesem Fall ist es wohl nicht so, aber ich habe natürlich sofort ihr Blog angesehen – fand ich da eine Designidee?

    Auf die Umgangsformen im Internet verzichte ich allerdings gerne. Ich betreibe ein Magazin, das sich überwiegend an Menschen wendet, die im Internet voller Ernst eine neue Liebe suchen – aus meiner Sicht lassen die sich nicht einfach so „Abduzen“ – außerdem verfolge ich die Magazin-Idee. Kein Journalist wird sich per „Du“ an seine Leser wenden, solange er nicht für ein Jugendmagazin schreibt. Ich weiß, dass Sie selber auch über 50 sind – aber ich behalt den Stil dennoch bei.

    Dass mit dem dem „déja-vu“ ist sicher richtig, aber teilweise beabsichtigt. Leser sind nicht unbedingt Abonnenten, und recht viele von ihnen kommen zufällig, so dass mehr hier tatsächlich „mehr“ ist.

    Soweit die Meinungen. Eines an Ihrem Beitrag ist absolut unrichtig: Wenn Ihr Blog gelesen werden soll, ist ein Beitrag pro Woche bei weitem zu wenig – ob mehrere Beiträge pro Tag zu viel sind, steht dahin – etwa 60 Prozent meiner Beiträge sind nämlich hochaktuelle Neuigkeiten, die zweifellos auch einen „déja-vu“-Effekt haben, weil uns im Alter jede Neuigkeit bereits bekannt vorkommt.

    Soweit einen schönen Tag

    Ihr

    Gebhard Roese

    Gebhard Roese

    10 Jul 07 um 11:35

    Antwort

  3. Lieber Herr Roese

    Danke für Ihre Antwort. Was meinen eigenen blog betrifft: Die Absenz einer "Designidee" ist durchaus beabsichtigt. Durch Verwendung des Standard-Layouts möchte ich den Fokus auf den Inhalt richten.
    Einverstanden, wenn Ihr blog ein Magazin sein soll, gelten natürlich andere Regeln - eine Zeitung wird ihre Leserschaft natürlich auch nicht duzen - von "Vorwärts" oder Jugendblättern mal abgesehen. Mit dem Ansatz "Im Internet mit vollem Ernst eine neue Liebe suchen" habe ich, je älter ich werde, und je mehr ich die virtuelle Gesellschaft beobachte, meine Mühe. Wie gern würde ich allen Menschen auf der Suche zurufen: "Geht aus dem Haus, macht Eure Arbeit, und seid offen für jeglichen Kontakt!". Wenn man für das kleine Glück offen ist, braucht man keine Dating-Plattform.
    Zum Thema Anzahl der Beiträge: Dass die Beiträge in der Branche hochaktuelle Neuigkeiten sind, möchte ich niemals in Zweifel ziehen. Nur: cui bono - wem nützt es? Es sind Neuigkeiten, die für Insider sicher spannend sind, aber die Mehrheit der Leserschaft wird fragen: "Ja, und?". Jedenfalls empfinde ich es so, allerdings suche ich auch nicht im Internet mit vollem Ernst eine neue Liebe...

    Schöne Grüße
    Albert

    Albert

    11 Jul 07 um 09:31

    Antwort

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