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September '10



liebe pur - der fĂĽhrende ratgeber fĂĽr partnersuchende
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Die Ja-Frage - darf eine Frau “Ja“ zum Sex sagen?

Das Feministinnen-Mantra „Nein heißt Nein“ ist zwar längst verblasst, weil „Nein“ alles heißen kann von „Niemals“ bis „im jetzigen Augenblick nicht“ , aber berechtigterweise fragte eine junge Frau von der Universität von Indiana (USA) wie Frauen eigentlich „Ja“ sagen können.

Sie ist sich nicht sicher: So, wie das „Nein“ nach wie vor eine schillernde Aussage bleibt, ist auch das „Ja“ umstritten, denn beim „Ja“ vermuten Männer einen deutlich erkennbaren Schlampenhintergrund.

Möglicherweise ist die Frage akademisch, denn während ein deutliches „Nein“ ganz klare Grenzen setzt, wird ein „Ja“ kaum jemals erwartet. Ich habe in meinem Leben noch keine Frau gesprochen, die auf die plumpe Frage „Tun wir es jetzt?“ die simple Antwort „Ja“ gegeben hätte – und ich habe höchst selten einen Mann getroffen, der so plump fragen würde.

Als ich einmal eine Dame fragte, wie sie zu Männern stehen würde, die überhaupt „nachfragen“ würden, erhielt ich eine Antwort, die ich für inzwischen für ziemlich typisch halte: „Wenn einer so was fragt, kann er gleich in den Wind schießen“.

Möglicherweise sind alle Verführungen im gegenseitigen Einvernehmen Spiel e– und in Spielen gibt es weder ein „Ja“ noch ein „Nein“, sondern nur einen stetigen Fluss der Ereignisse, die gewissen Regeln folgen. Wer sich an die Regeln hält, wird wohl nie darüber nachdenken, ob er die „Ja-Frage“ stellen sollte.

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Geschrieben von Gebhard Roese

02.09.2010 um 11:50:55

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Die Krise ist für alles verantwortlich – wer sonst?

verdammt krise - nur noch schmampus und klickergeld


Die Anzahl der Menschen, die eine ernste Partnerschaft anstreben, steigt möglicherweise. Die Urheber von Meldungen, dass Online-Partnervermittlungen einen starken Zulauf haben, nehmen dies jedenfalls an.

Nun klingt dies plausibel, nicht wahr? Wenn die Online-Partnervermittlungen mehr Zulauf haben, mĂĽssen sich mehr Menschen fĂĽr Beziehungen interessieren, das meinen Sie doch auch?

Abgenickt? Dann sind Sie hereingefallen. Warum die Menschen nun mehr und mehr zu Online-Partnervermittlern gehen, kann andere Gründe haben: Modetrends, Zeitmangel, aggressive Werbung der Unternehmen, Verlagerungen in der Bevölkerungsstruktur – das wären nur einige Gründe. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen „ernsthafter Partnersuche“ und „Online-Partnervermittlungen“ ist konstruiert.

Der nächste Schritt wäre dann, eine Behauptung auf die Behauptung aufzusetzen: Wenn immer mehr Menschen eine feste Partnerschaft durch Partnervermittlung online suchen, dann kann es dafür nur einen Grund geben: die Krise. Mal heißt sie Finanz-, dann wieder Wirtschaftskrise, und sie ist offenbar gut für alles: von Depressionen über die Partnersuche bis hin zu Ehescheidungen.

Oh, welche Krise denn nun, bitte schön? Haben wir in der Bundesrepublik Deutschland wirklich eine Krise, die die Menschen gegenwärtig erschüttert? Ja, wir hatten Angst vor dem Zusammenbruch der Banken und vor dem Schwinden des Geldwertes. Diese angebliche Angst haben mir Menschen allerdings bereits 2005 berichtet, als die „soziale Kälte“ angeblich so groß wurde, dass die Menschen in Beziehungen flohen.

Die Krise? Diese Krise, von der die meisten Menschen fast gar nichts bemerkt haben? Diese Krise, die angeblich allgegenwärtig ist, obwohl es bereits wieder viele Berufe gibt, in denen Mangel herrscht? Diese Krise, in der Zehntausende Menschen ihre Ehen willkürlich gefährden, indem sie Seitensprünge wagen? Diese Krise, in der einem großen Teil der Damenwelt (und vielen Herren, zugegeben) kein Partner gut genug ist?

Es mag sein, dass die Menschen, die von „der Krise“ betroffen sind, nicht die Menschen sind, die ich soeben erwähnt habe. Aber die Menschen, denen es wirklich und wahrhaftig schlecht geht, suchen auch nicht wie irrsinnig nach Partnern, sondern bringen erst einmal ihr eigenes Leben in Ordnung.

Die Krise, ach, die Krise. Nun bringt sie angeblich auch Scheidungen hervor, und die Krönung ist: Sie würde Scheidungen hervorbringen, aber sie tut es nicht, weil nach der Scheidung die Armut droht.

Zitat aus dem be2 Blog:

Trotz allem sinken die Scheidungsraten, ganz einfach, weil viele Paare sich keine Scheidung leisten können! Auch wenn beide Partner die Beziehung am Liebsten beenden würden, scheuen sie die Kosten getrennter Haushalte.


Ja, ich begreife: Die Krise ist so groß, dass wir uns nicht einmal mehr alle komfortabel scheiden lassen können.

Ach, die Krise: Sie ist wirklich ein wundervoller Buhmann, nicht wahr? Was würden wir eigentlich tun, wenn wir sie nicht hätten?

Bild: © 2007 by yeah chiĂ !

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Geschrieben von Gebhard Roese

01.09.2010 um 07:39:44

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Orgien hält man besser geheim

Orgien gab es zu allen Zeiten – wenn man sie sich leisten konnte. In der Regel flog man dabei auch nicht auf, weil alles schön gedeckelt wurde. Doch was passiert eigentlich, wenn ein Mitglied der frivolen Gemeinschaft nicht dicht hält? Dann kann es zu einem Skandal kommen, selbst wenn man „entre nous“ ist. Ein Skandal von 1891 mit adeligen Damen und Herren wurde jetzt neu beforscht und Daten und Falten dazu wurden in einem Buch veröffentlicht. Möglich wurde dies, weil eine der Teilnehmerinnen offenbar stutenbissig war und Details über die Initiatorin veröffentlichte.

Gelesen in der WELT.

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Geschrieben von Gebhard Roese

30.08.2010 um 14:11:09

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Was Frauen ĂĽber ihre Dating-Erlebnisse verschweigen

die weibliche lust beim dating - drĂĽber reden oder lieber verschweigen?


Wenn Menschen Ihre Dating-Geschichten erzählen, dann sprechen sie zumeist von jenen, in denen sie selbst edel, hilfreich und gut waren, der andere aber liederlich, fordernd und durchtrieben war.

Gerade wir Männer werden dort ja öfter als Objekte gesehen, die zwischen armseligen Wichten und eitlen Gockeln rangieren, als Männern, die sich die Gunst der Damen entweder erschleichen wollen oder die eitel ihr Gefieder aufplustern und sich ihres Sieges sicher sind.

So bunt wie das Leben - Dating-Erlebnisse

Es ist nötig, einmal Klartext zu reden: Wenn eine Frau unter ganz gewöhnlichen Umständen einer ganz normalen Online-Partnervermittlung beitritt, dort einen Jahresbeitrag bezahlt und die Möglichkeiten voll auskostet, dann führt sie nicht nur „Bewerbungsgespräche für die Liebe“, sondern sie lernt sehr viele unterschiedliche Männer mit verschiedensten Absichten kennen. Wenn sie attraktiv ist, offen auf Männer zugeht und sich bei Dates so verhält, wie sich Frauen auch im Alltag im Leben verhalten, dann hat sie Erlebnisse sehr unterschiedlicher Art, und es liegt an ihr, sie in die gewünschten Bahnen zu lenken.

Konzentrierte Suche mit unendlichen Möglichkeiten

Die Partnersuche per Internet ist eine sehr konzentrierte Suche. Wer zwei Mal im Jahr per Zufall einem Menschen begegnet, mit dem es möglich wäre, irgendeine Form der Liebe zu praktizieren, empfindet nach und nach anders als jemand, dem unendlich viele Möglichkeiten gegeben sind. Alle Sinne konzentrieren sich auf das Thema, von dem man bald erfährt, dass es in vielen Variationen und Facetten existiert.

Nehmen wir einmal an, die finale Beziehungssuche stünde im Vordergrund, ja, sie sei das erklärte Ziel, so werden Sie bald finden, dass dieses Ziel nicht leicht zu erreichen ist, denn Sie sind an einem Markt. Schon bald werden Sie sich in einer Situation befinden, die Erstbesuchern von Antiquitätenmärkten geläufig ist: Selbst, wenn Sie wissen, was sie ungefähr suchen, werden Sie doch Angebote vorfinden, denen Sie nicht widerstehen können. Sie werden dort auch etwas finden, was Sie sich nicht leisten können, und sie werden andererseits etwas kaufen, was einen kleinen, fast nicht erkennbaren Fehler hat. Nun, und schließlich werden Sie einfach sehen, berühren und Eindrücke sammeln.

Dating-Erlebnisse aller Art - auch sinnliche und frivole

Warum sollte es uns wundern, wenn dies auch einer suchenden Frau so gehen sollte, die sich am Partnermarkt bewegt? Am Ende wird sie die Erinnerungen an Kuriositäten und Kleinode haben, wird sich frivol mit einem Filou unterhalten haben und sinnlich mit einem Galan, wird einem Gockel die Meinung gegeigt haben und mit einem süßen jungen Mann ins Bett gestiegen sein, ja – und am Ende hat sie dann vielleicht ihren Mann gefunden: Und wenn sie ihn nun ansieht, dann ist er ganz anders als die Vorstellung, die sie von ihm hatte, als sie den Markt betrat.

Aus Männersicht: Liebe Damen, wie haben da auch so unsere Erfahrungen. Wir wissen, dass einige von Ihnen wirklich einen echten und wahrhaftigen Partner suchen – bisweilen aber so verbissen, dass es nicht einmal Freude macht, sich mit Ihnen zu unterhalten. Wir haben erfahren, dass einige von Ihnen ihre Marktwerte überschätzen und glauben, uns in eitler Überschätzung einfach auswählen und mitnehmen zu können. Nicht wenige von uns haben sich mit Exemplaren getroffen, die nicht wirklich wussten, was sie eigentlich vom Leben oder von Männern wollen. Auf der anderen Seite haben einige von ihnen uns deutlich gemacht, dass sie keinesfalls wählerisch sind und uns viel zu früh in ihre Betten eingeladen.

Wechselbad der GefĂĽhle - Dating-Erlebnisse zwischen Geilheit und Abscheu

Sehen Sie, wenn Menschen einander begegnen, dann kann sehr, sehr viel passieren. Ich habe noch selten von einem Menschen gehört, der seine Blind Date Erlebnisse so schildert, wie eis waren: nämlich alles zwischen äußerst lustvoll und sehr bedächtig, zwischen beschämend und schamlos und zwischen Geilheit und Abscheu.

Warum geben wir nicht einfach zu, dass es alles gab? Warum schreiben Frauen nicht wenigstens über zwei oder drei Männer, mit denen sie tolle Nächte oder wenigstens schöne Tage verbracht haben, ohne dass auf der nächsten Seite genörgelt wird? Warum sind sie nicht selbstkritisch, wenn es um das eigene Verhalten geht? Lag das Lechzen der Männer nach den Körpern der Frauen nicht wenigstens gelegentlich daran, dass Sie diesen Körper zu offensiv vorgezeigt haben und dabei auch die eigene Begierde ins Kalkül einbezogen?

Wenn Ihnen diese Fragen zu „heiß“ sind: Warum sagen Sie nicht einfach, dass sie von vielen, vielen Situationen schlicht und ergreifend überfordert waren?

Das alles gilt natürlich auch für Männer. Ihre zur Schau getragene Selbstsicherheit hält oft nicht einmal einem Blind Date stand – aber das haben Frauen nun oft genug geschrieben. Wie wäre es das nächste Mal mit der schonungslosen Wahrheit über die eigenen Stärken und Abgründe, Begierden und Täuschungen, Siege und Niederlagen, liebe Autorinnen?

Titelfoto © 2007 by Gisela Giardino

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Geschrieben von Gebhard Roese

29.08.2010 um 08:26:05

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Die Liebe ist kein Spiel – oder doch?

Wenn man Menschen dabei zuhört, wie sie von der Wahl ihrer Partner sprechen, dann teilen sie sich recht deutlich in zwei Gruppen:

1. Die erste Gruppe sagt, die Partnersuche sei eine sehr, sehr ernste Sache, bei der man Emotionen, geistige und praktische Fähigkeiten, psychologische Stärken und Schwächen und selbstverständlich auch die soziale Zukunft im Auge haben müsse. Die Liebe muss natürlich hinzukommen, aber ihr wird fast nur dann eine Chance gegeben, wenn auch der Rest stimmt.

2. Die zweite Gruppe sieht das Liebeswerben als ein Spiel an, das man aus Freude angehen sollte – und das sowohl Chancen wie auch Risiken beinhaltet. Sie orientiert sich an den eigenen Bedürfnissen und Wünschen, prüft, ob sich die Interessen paaren lassen, wiegt auch hie und da auch einmal wirtschaftliche und soziale Interessen gedanklich ab, lässt sich ansonsten jedoch überwiegend von der Intuition treiben. Kommt die Liebe hinzu, sind die Angehörigen dieser Gruppe glücklich über ihre Wahl.

Es ist übrigens erstaunlich, dass sogenannte „psychologische“ Eigenschaften nach der Meinung der meisten Partnersuchenden (und auch hier bei beiden Gruppen) eine untergeordnete Rolle spielen. Ich habe nur sehr, sehr selten von Menschen außerhalb der Gruppe der Psycho-Gläubigen gehört, dass solche Aspekte bei Partnersuchenden wirklich eine Rolle gespielt haben.

Nun ist es allerdings so: Wenn bei der Partnersuche ein Mensch aus der ersten Gruppe auf einen aus der zweiten Gruppe trifft, und beide recht „typische“ Vertreter der jeweiligen Gruppe sind, dann kann es schon mal „knallen“.

Ich gebe Ihnen dazu ein typisches Beispiel: Ein Angehöriger der ersten Gruppe geht zum Blind Date mit der Hoffnung, dass es „doch dieses Mal die (der) Richtige sein möge“, während ein Angehöriger der zweiten Gruppe beispielsweise sagt: „Ich lerne heute vielleicht einen interessanten Menschen kennen. Hoffentlich gibt es ein gutes Gespräch – und mal sehen, was noch dabei herauskommt.“

Sie ahnen, was jetzt kommt? Der eher spielerisch veranlagte Partner wird dem anderen immer Aufmerksamkeit zollen und vielleicht sogar Interesse zeigen – aber nicht unbedingt an einer Beziehung. Hingegen wird der „ernsthafte“ Mensch glauben, dieses Interesse bedeute vielleicht schon Zuneigung, und er wird sich Hoffnungen machen.

Besonders fatal ist, wenn beide am Nächsten morgen im gleichen Bett aufwachen, weil der ernsthafte sich bereits in einer beginnenden Beziehung wähnte, während der spielerische den netten Abend mit einer Liebesnacht zu vollenden versuchte.

Mein Tipp: Wenn Sie können, versuchen sie die Partnersuche nicht zu verbissen zu betreiben. Das kostet viel emotionale Kraft und führt nicht selten zu Enttäuschungen. Versuchen Sie statt dessen, die Suche mit Humor und Gleichmut zu beginnen. Genießen Sie gute Gespräche, lauschige Sommerabende und vielleicht die eine oder andere Liebesnacht, wenn Ihnen so etwas liegt. Wenn Sie aber den Partner finden, mit dem Sie ein Leben zusammenbleiben wollen: Spinnen Sie Ihr Netz aus Freigebigkeit, Großmut, Humor, Genuss und Sinnlichkeit, bevor sie Tacheles über die Zukunft reden.

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Geschrieben von Gebhard Roese

23.08.2010 um 16:38:05

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