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Gewöhnliches Dating in Australien: Zahlen Männer für Sex?

schön ausgehen gegen sex ist besser als geld gegen sex - oder doch nicht?
"Dating ist wie Prostitution“, sagte kürzlich ein männlicher Single in Australien – nun die Damen an seinem Tisch hörten es ich gerne und baten um eine Erklärung, die ich Ihnen nicht vorenthalten will:
Die Frau, die ich zuletzt getroffen habe, hat von mir verlangt, dass ich sie wenigstens fünf Mal ausführte, bevor sie auch nur daran denkt, mit mir in meine Wohnung zu gehen. Und bei Kosten von 50 – 100 (australischen) Dollars bedeutet das, dass ich praktisch für Sex bezahle, ob ich nun will oder nicht.
Wer glaubt, dieses merkantile Verhalten würde bei den Frauen nun auf moralische Empörung gestoßen sein, irrt, denn eine der Frauen antwortete spontan:
Ich bin Single und ich meine, dass ich es verdiene, von einem Mann ein paar Mal ausgefĂĽhrt zu werden, bevor ich Sex mit ihm habe.
Oh – der neue Deal: „Du führst mich ein paar Mal aus, dann schenke ich dir einmal Sex". An Beziehungen dachte offenbar keiner der beiden. Immerhin scheint es in Australien üblich zu sein, dass der Mann immer zahlt, während die Frau immer eingeladen wird – das macht derartige Deals natürlich leicht.
(Kostenvergleich: 375 AUD (im Schnitt 75 pro Date) ergeben etwa 260 Euro.)
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Wo Frauen sich ihre sĂĽĂźen Jungs besorgen

Die Focus-Autorin Louise Stein kennt nicht nur jemanden, der sich seine Freundinnen dort sucht, wo sie schön und teuer sind, sie versuchte sich auch selbst als „Sugar Baby“ und als „Sugar Mommy“ – mit zwei verschiedenen Profilen, die sie „halbwegs wahrheitsgemäß“ aus Versatzstücken ihres Lebens zusammenpuzzelte.
Bei der Anmeldung als „Sugar Baby“ konnte die Journalistin angeben, ob sie „Geschenke über 20.000 USD pro Monat“ erwarte (die Liebepur berichtete bereits darüber, dass man die Kosten für die „Bereitstellung seiner Gesellschaft“ im Voraus angeben kann) - hier war sie allerdings mit ihrem verjüngten Profil nicht sonderlich erfolgreich.
Als „Sugar Mommy“ hingegen bekam sie eine Flut von Zuschriften – und beendete das Experiment als „bekennender Feigling“ - sie traf niemanden. Wer einen wirklichen Erfahrungsbericht sucht, sollte besser auf die „Times Online“ zurückgreifen und den Artikel von Helen Croydon lesen.
Die Webseite „Seekingarrangements.com“ ist gegenwärtig trotz Krise sehr erfolgreich – obwohl sie von vornherein deutlich macht, dass auf ihr keine Lebenspartnerschaften gefunden werden können, sondern eben „Arrangements“.
Was Arrangements sind? Nun, diese Ansprache an die Sugar Babys sollte Ihnen weiterhelfen: „Attraktiv, ehrgeizig und jung. Sugar Babys sind Studenten, aufstrebende Schauspieler(innen) oder jemand, der gerade seine Karriere beginnt. Suchen sie einen generösen Gönner, um Sie zu verwöhnen oder einen Mentor, der für Sie sorgt – oder Ihnen finanziell unter die Arme greift?“
Nun, die Welt dreht sich zwar, doch und in den Beziehungen bleibt eben manches so, wie es immer war – oder doch nicht ganz so. Denn die Zeit, in der „Industriekapitäne“ hohlköpfige Blondinen dafür bezahlen, die Beine zu spreizen, ist nach Ansicht des Gründers von Seeking Arrangements vorbei. Jetzt kaufen sich smarte Männer offenbar teure, kluge Geliebte, behandeln sie wie „echte“ Freundinnen und sind sehr zufrieden damit. Allerdings hat sich noch etwas gewandelt: Neben den Männern suchen auch die Frauen nach bezahlten Lovern – und die sind froh, wenn sie von einer Frau gewählt werden und nicht von einem Mann, sofern sie Wechselstrom ebenso ertragen wie Gleichstrom.
Übrigens kannte ich den Spruch von Carry Grant noch nicht: „Ich bezahle sie gar nicht für Sex. Ich bezahle sie, damit sie nachher wieder nach Hause gehen.“ Derselbe Spruch wurde offenbar kürzlich auch von Charlie Sheen verwendet. Na, was meinen Sie?
Das Wort erklärt - "tabulos"
Normalerweise beschäftigen wir uns ja hier gar nicht mit dem Graubereich der Liebe - aber angesichts des Interesses an sogenanntem "Casual Dating" sollte man doch wissen, was "tabulos" in der Liebe bedeutet. Falls Sie meinem Link gar nicht erst folgen wollen: Es ist ein Hohlwort, um Männern Illusionen darüber zu machen, was sie von einer Dame bekommen können.
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Anzeigenseiten, Verschleierungen, Sex und „Dreier“
Auf unserer Schwesterseite, die sich etwas mehr mit der erotischen Seite der Liebe beschäftigt, ist eine Diskussion um „Dreier“ entbrannt. Nun kann man natürlich behaupten, dass die Suche nach dem „Dritten“ wirklich keine Partnersuche ist, sondern dass es dabei um die Rekrutierung Neugieriger geht.Was mir allerdings bei Recherchen in Anzeigenseiten (die es ja nach wie vor gibt) sehr auffiel, ist die Tatsache, dass sich wirkliche Huren, angebliche Amateurhuren und andere dubiose Sexofferten sich dort in einer Weise mischen, die den Besucher durchaus verwirren können. Tatsache ist, dass „Sex gegen Geld“ oft hinter Anzeigencodes verschleiert wird, und dass viele Menschen eben nicht wissen, was es bedeutet, wenn ein „großzügiger Herr“ gesucht wird.
Hätten Sie es gewusst?
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Vom Taschengeld zum Sponsoring – Geld ist das letzte Tabu
Wie Sie vielleicht wissen, arbeite ich stetig an Lexika, und dabei fällt mir auf, dass der Liebeslohn nach wie vor verschleiert wird - nur heißt er jetzt anders.Was tat eine Dame, die gegen 1960 einen Herrn suchte, der Geld auf den Nachttisch legte, bevor das Höschen herunterkam? Nun, der üblichste Ausdruck war „Taschengeld“, und er ist es bis heute geblieben. Die noch vornehmere Fraktion sucht einfach einen „großzügigen“ oder „gut situierten“ Herrn.
Heute passt man sich an: Der Domina zollt man „Tribut“, die moderne Mätresse sucht einen Sugar Daddy, und die vornehme junge Dame mit Sprachkenntnissen, die möglicherweise das Exklusivrecht an ihren Liebesnächten verscherbelt, sucht ihren Sponsor.
Verschleiert wird der Hurenlohn offenbar allenthalben: Er ist das letzte Tabu in den Anzeigen der Damen des World Wide Web – jedenfalls in Deutschland.
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