Fromms Act – eine alte Werbung für Kondome

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 15. Mai 2013 • Kategorie: dating damals


Zum Akt der echte Fromms Act "Gummischwamm"


Fromms Act – das war der Name des bekanntesten deutschen Markenkondoms. Die Grün-Lila Verpackung war das untrügliche Zeichen für den Herrn, dass er einen verlässlichen „Gummischutz“ besaß. Sie war so bekannt, dass sie sogar als Buchtitel herhalten musste: Für Hubert Fichtes „Interviews aus dem Palais d’amour erc.“ (1972 erschienen).

Das Buch in den Farben der Kondomverpackung
Die Geschichte des Kondoms war wechselhaft und in jeder Hinsicht mit der der deutschen Geschichte verbunden. Jedenfalls war das von Fromm geschaffene und mit modernsten Verfahren hergestellte Kondom das erste wirklich verlässliche Verhütungsmittel. Der Name „Fromms Act“ wurde 1919 nach dem Namen des Firmengründers Julius Fromm und der Verwendung geschaffen.

Was viele nicht mehr wissen: Der Vertrieb erfolgte trotz gelegentlicher Freigaben des öffentlichen Verkaufs nach heutigem Muster größtenteils über Friseure und Drogisten. Dabei wurde der Friseur bevorzugt, weil dieser Beruf (der ehemalige „Bader“), stets im Ruf des „etwas Frivolen“ stand und man dort „unter sich“ war – anders als beim Drogisten wo die Ehefrau möglicherweise auch ihr „Eau de Cologne“ kaufte.

Die Nazis hassten Verhütungsmittel, weil sie nicht dem Bild des „anständigen“ Deutschen entsprachen, das sie vertraten. Die „Himmlersche Polizeiverordnung“ (1934) nach der Kondome „nicht vertrieben werden durften“, und die übrigens auch noch in der Adenauer-Demokratie galt, traf Hersteller und Vertreiber hart.

Aus dieser Konstellation heraus entstand der Begriff „Gummischwämme“ für Präservative – denn sie konnten selbstverständlich verkauft werden. Auf alten Reklameschildern existiert der Begriff heute noch, wie ein Blick in eine weitgehend erhaltenen historischen Frisiersalon zeigt.
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Dating damals – als Feministinnen die Gesellschaft spalteten

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 1. Mai 2013 • Kategorie: dating damals


Die Emanzipation der westdeutschen Frauen begann schleichend, und sie war Teil einer unabhängigen politischen Kampagne. Von Anfang an wurde sie systematisch von intellektuellen, politischen Systemveränderern gesteuert, ohne zunächst eine Basis zu finden. Doch sie fiel auf fruchtbaren Boden, weil sie nötig war – und dies ungeachtet der markigen, linkslastigen und männerfeindlichen Sprüche. Ähnlich wie die gesamte 1968er Revolution, ging ihre Saat vor allem deswegen auf, weil das Gesellschaftssystem der damaligen Zeit derart verlogen und verwurmt war, dass die Jugend die Zustände nicht länger mittragen wollte.

Leider hatte die Sache mehrere Nachteile, von denen einer war, dass feministische Extremistinnen versuchten, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben. Männer waren forthin pauschal die Feinde, Frauen nur noch dann die Freundinnen, wenn sie sich zur neuen Religion des Feminismus bekehren ließen.

Dies alles hatte vornehmlich unter Intellektuellen, aber auch in der übrigen Gesellschaftsordnung Spuren hinterlassen, die mindestens in Städten und dort im Bildungsbürgertum tiefe Schneisen hinterließen. Viele Ehen wurden aus kaum nachvollziehbaren Gründen geschieden und viele Existenzen (auch weibliche) wurden wenigstens zeitweilig zurückgeworfen – und einige eben auch vernichtet.

Besonders schlimm war es für die Männer, die damals nach diesen Scheidungen eine neue Beziehung suchten. Überall wurden die Motive der Männer bezweifelt, und fast stets mussten sie unangenehme, bisweilen ausgesprochen unflätige Fragen beantworten. Zufrieden waren manche Damen damals erst, wenn eingestand, ein „chauvinistisches Arschloch“ zu sein, das Frauen als „Objekte zum Vögeln“ ansah. Warum sonst sollte der Mann auch geschieden werden? Frauen, nach Eigendefinition von Natur aus edel, hilfreich und gut, konnten keinen Anteil daran haben.

Wer die damalige Zeit kritisch beobachtete, wird kaum an einer Erkenntnis vorbeikommen: Die Atmosphäre zwischen Frauen und Männer war vergiftet, und es gab Opfer auf beiden Seiten. Unter den Männern vor allem jene, die ihren Frauen rückhaltlos vertrauten und unter den Frauen vor allem solche, die sich voreilig zur Scheidung entschlossen hatten. Letztere waren dem Motto gefolgt: „Sklavinnen haben nichts zu verlieren als ihre Ketten.“ Als die „Sklavinnen“ einsahen, dass sie nicht nur ihre Ketten, sondern auch ihre Lebensgrundlage verloren hatten, war es schon zu spät.

Bei der Partnersuche wurden Nebelkerzen geworfen: Fortan sollte der Mann vor allem zugänglich sein, Babys füttern und Windeln wechslen können, und überhaupt sollte der dem Willen der Frauen folgen. Das Problem war nur: Die Männer, die wirklich zugänglich, weich und sanft waren, wurden als „zweite Wahl“ angesehen – man lobte sie öffentlich, doch ins Bett duften nach wie vor die Mackertypen. Denn „radikale Feministinnen“ waren zumindest die heterosexuellen Ikonen der Bewegung nur solange, sie sie in ihren Kathedralen predigten – und wenn es um Liebe, Lust und Leidenschaft ging, waren sie eben ganz gewöhnliche Frauen.

Warum ich Ihnen dies erzähle? Damit Sie wissen, wie leicht sie es heute haben, ohne ständige Geschlechterdiskussion durch die Dating-Welt zu navigieren. Bedenken Sie: Heute können Sie sein, wie sie wollen – Sie werden immer einen passenden Partner finden, mit dem Sie ihre individuellen Lebensziele erreichen können.
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Sie sucht Ihn – heute und vor 100 Jahren

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 10. April 2013 • Kategorie: dating damals


Illusionen, Wünsche, Enttäuschungen - Frauen vor 100 Jahren

Wenn sich etwas verändert hat in den letzten 100 Jahren, dann ist es die aktive Partnersuche der Frauen.

Wie war es damals (in einer wohlhabenden Bürgerfamilie)?

Sie sucht ihn vor 100 Jahren – die Braut hat keine Wahl

1913 – der Vater suchte den Bräutigam für die Tochter aus. Das musste er auch, den der Bräutigam verlangte nach einer kräftigen Mitgift. Die „Konvenienzehe“ lag in ihren letzten Zuckungen. Das „Ja-Wort“ der Braut in der Kirche war die Bestätigung nach außen, dass sie mit der Ehe einverstanden war – in Wahrheit war kaum eine Tochter wirklich einverstandene mit der Wahl des Vaters. Die „Hochzeit“ als Erfüllung? Eine „glückliche Braut“? Das“ romantische Liebesglück?“ Alles ein Bluff, den man als bürgerliches Theater aufzuführen hatte.

Sie sucht ihn vor 50 Jahren – der Kampf mit den Eltern

1963 – Die Kriegs- und Nachkriegs-Geborenen werden nach und nach Flügge und außerdem sehr aggressiv. Staat und Gesellschaft sind zwiespältig darüber. Sie hatten sich eine devote Jugend gewünscht, die weiterhin bürgerliche Traditionen bedient. Die Mütter und Väter halten den Daumen auf ihre Töchter: kein Sex vor der Volljährigkeit oder Verlobung. Eltern sahen nicht gerne, wenn die Mädchen in die aufkommenden „Discos“ gingen. Nach der Eheschließung gaben viele Frauen ihren Beruf auf –sehr viel sollten dies später bereuen.

Sie sucht ihn vor 25 Jahren – die Revolution entlässt ihre Töchter

1988 – Im Westen Deutschlands (BRD) übernimmt die neue Frauengeneration das Ruder – Sie alles sind die Kinder der Emanzipationsbewegung, die gegen 1970 ihren Anfang nahm. Frauen beginnen nun nicht nur, über ein eigenständiges Leben nachzudenken, sondern sie suchen sich auch selber ihre Partner. Immer mehr Frauen entscheiden sich für ein freies, unabhängiges Sexualleben und denken erst später an die Ehe.

Kulturkonflikt - immer noch

Durch die Selbstständigkeit und die rasch voranschreitende Emanzipation ergaben sich Rollen- und Partnerkonflikte, die bis heute andauern. Nach wie vor glauben viele Frauen, nicht selbst suchen zu müssen, sondern glauben, gefundene zu werden – mit teilweise fatalen Folgen. Zwei Welten entstehen parallel – aber in beiden gelten unterschiedliche Regeln. Die eine Welt sucht im Mann den edlen Ritter, den Gentleman und Notfallernährer. Die andere Welt den Liebhaber, Kumpel und Lebenspartner. Bisweilen treffen sich die Regeln in einer Person – dann wird die Suche heikel und der Umgang miteinander schwer.

Rat: In jedem Fall von der Vorstellung emanzipieren, wie „Frauen sein sollten“ oder „wie Männer sein sollten“. Versuchen Sie, von Fall zu Fall auszuhandeln, wie man miteinander umgeht, und sorgen Sie dafür, dass Sie „das Spiel des Lebens“ auch spielerisch angehen, wenn es sein kann.
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Blick zurück ohne Zorn … die Anfänge der Liebepur

Geschrieben von © Gebhard Roese •Montag, 8. April 2013 • Kategorie: dating damals


Die Liebepur war ein Findelkind, mehr nicht. Jemand bat mich, für ein neues deutsches Online-Dating-Magazin zu schreiben, aber der Auftrag wurde kurzfristig zurückgezogen. Angeblich, so beschied mich der Betreiber, gäbe es in Deutschland keinen Bedarf für ein Dating-Blog.

Nun hatte ich mich aber bereits darauf eingestellt, über Dating zu schreiben, denn seit ein paar Jahren waren Firmen wie PARSHIP und neu.de am deutschen Markt, die interessante Konzepte verfolgten. Freilich gab es Online Dating auch schon vorher, in Online-Anzeigen, die als „Short Term“ oder „Long Term“ bezeichnet wurden. Short Term bedeutet Sex, Long Term Beziehungen. Irgendwie war alles so wie heute: Brave Lehrerinnen, gerissene Seitenspringerinnen, gelangweilte Hausfrauen – die Palette reichte weit. Dazu kam noch „Friendfinder“, ein Datingportal, das schon vor der Jahrtausendwende gegründet wurde, und das auch zahlreiche deutsche Mitglieder hatte. Es war sozusagen für „Long Term“ ausgelegt, während das Pendant für Sex-Dating „Adult Friend Finder“ hieß – und bis heute so heißt.

In Deutschland allerdings ging alles erst nach 2000 so richtig los. Das heißt: Nicht so ganz richtig, denn viele Menschen bezweifelten, ob man jemals mit Internet-Dating Geld verdienen konnte. PARSHIP (Gründung 2000) gilt als Vorreiter des relativ strengen, seriösen Datings per Internet, war aber vielen Partnersuchenden zu konservativ. Wer es etwas offener, kommunikativer und spaßiger wollte, bekam 2002 die Chance, bei „neu.de“ so gut wie kostenlos Online-Dating zu betreiben.

Dies alles brachte mich auf die Idee, die Liebepur zu gründen und das zu verwirklichen, von dem ich träumte: Mit jedem Anschlag auf die Tastatur ein wenig Wahrheit über die Partnersuche zu verbreiten.

Lesen sie bitte in der nächsten Folge, was die Kernthemen der Liebepur waren, sind und in Zukunft sein werden.

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Neigungsheirat

Geschrieben von © Gebhard Roese •Sonntag, 27. März 2011 • Kategorie: dating damals


neigungs-ehe durch correspondenz


Neigungs-Heirat nach vorhergehendem zwanglosen Briefwechsel. Viele hundert Damen und Herren aller Stände und aller Confessionen sind zur Zeit in lebhafter Correspondenz.


(Anzeige erschienen vor etwa 100 Jahren).

Heute ist nur noch schwer verständlich, was eine „Neigungs-Heirat“ ist: Eine von den Eheleuten (meist in fortgeschrittenem Alter) selbst initiierte Heirat, also keine, die von den Eltern arrangiert wurde, wie es im Bürgertum ansonsten allgemein üblich war. In der Regel war bei Neigungsehen deswegen auch keine Mitgift zu erwarten, sodass eine Neigungsehe immer ein wirtschaftliches Abenteuer darstellte.

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dating experte

Was ist eigentlich Dating? Was ist eigentlich "Dating"? Sie wollen es genau wissen? Dann sind Sie hier goldrichtig. Unser Autor und Dating-Experte Gebhard Roese erläutert Ihnen den Begriff.

Erfahrung zählt: der Dating-Experte
Dating ist eine aus dem englischen Sprachbereich stammende Bezeichnung, die aus dem Begriff des "Dates", also der Verabredung, abgeleitet wurde. Mit einem Date bezeichnet man im Englischen zunächst jede Art von Treffen. Im US-amerikanischen Sprachgebrauch wird das Wort "Dating" oft als das Treffen eines Paares zum gegenseitigen Kennenlernen benutzt. In den USA wurde das Zusammentreffen von Frauen und Männern in eine ganze Dating-Kultur verwandelt, die bis in die heutige Zeit nach festen Regeln abläuft. Allerdings halten sich die Bewohner von modernen Metropolen wie zum Beispiel New York immer weniger an die überkommenen Regeln.

Das Wort „Dating“ wurde in den deutschen Sprachgebrauch übernommen, wo es ausschließlich für das Treffen eines Paares zum Kennenlernen verwendet wird.

Dating in Deutsch

Das deutsche Wort für den Prozess des "Datings" ist die Partnersuche, für ein einzelnes Date sagt man "ein Treffen". Nach neuester Definition im Duden ist Dating im Deutschen immer das Verabreden mit wechselnden Partnern. Der Duden lässt offen, zu welchem Zweck solche Verabredungen stattfinden.

Man unterscheidet mittlerweile verschiedene Arten von Dating. Im nächsten Absatz werden zunächst zwei Arten nach der Vorgehensweise unterschieden.

Paralleldating oder Seriendating?

- Paralleldating ist eine Art, die aus den USA kommt und besagt, dass man sich parallel mit unterschiedlichen Partnern trifft. Es dürfen nach US-Vorstellung aber nicht zu viele sein und man sollte während des Parallel-Datings noch keinen Sex mit ihnen haben.
- Serielles Dating ist die in Europa übliche Art, eine Weile zuerproben, on man auch langfristig zueinanderpasst – oder wieder auseinanderzugehen, wenn sie sich keine dauerhafte Harmonie einstellt.

Neuer Begriff: Downdating

Downdating ist eine Sonderform der Partnersuche. Dabei entscheidet man sich bewusst, einen Partner auf der nächstniedrigeren sozialen/gesellschaftlichen/finanziellen Ebene zu suchen. Diese Art der Partnersuche entsteht überall dort, wo der Anteil weiblicher Akademiker am Partnermarkt zunimmt.

Dating nach dem Medium

Online-Dating oder Internet-Dating bezeichnet die Art, über das Medium „Internet“ zusammenzukommen. Alle anderen Dating-Formen heißen seither „Offline-Dating“ oder einfach nur „Dating“. Das deutsche Wort „Partnersuche“ ist hier allerdings bei Weitem aussagefähiger. Außerdem bezeichnen die Begriffe „Proximity Dating“, „Speed Dating“ und „Social Dating“ besondere Arten, die man mit den Medien oder Lokationen verbindet. Dabei ist:

- Speed Dating eine Veranstaltung „im richtigen Leben“, bei der sich mehrere interessierte Singles vorstellen – in der Regel hat man etwa sieben Minuten dazu Zeit.
- Proximity Dating ist Dating per Handy (Mobiltelefon), bei dem man den Ort, an dem sich der Partner befindet, per GPS lokalisieren kann.
- Social Dating bedeutet, sich innerhalb einer Internet-Gemeinschaft, also aufgrund künstlicher sozialer Verbindungen, kennenzulernen und später zu treffen.

Dating nach dem gewünschten Erfolg

Das gewöhnliche Online-Dating oder die Partnersuche an sich sollte als Ziel haben, einen dauerhaften Partner zu finden. Es wird nicht näher bezeichnet. Früher waren Begriffe wie „Ehegesuche“ oder „Suche nach einer dauerhaften Beziehung“ üblich. Im Englischen sagte man auch „Long Term“. Im Internet sind es „Online-Partnervermittler“ oder „Online-Partneragenturen“, die dergleichen dauerhafte Beziehung stiften wollen.
Andere Datingformen, die darauf abzielen, einen Partner für „kurze Zeit“ zu finden, heißen (in Europa, in den USA ist dies geringfügig anders) „Casual Dating“ oder „Sex Dating“. „Casual Dating“ zielt in der Regel auf auf Affären (kurze Beziehungen, die von Leidenschaft geprägt sind) , Sex Dating auf ONS (einmaligen Sex).

Wenn Sie Fragen haben: Ich beantworte so gut wie alle Fragen persönlich am Telefon oder per Email.