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September '10



liebe pur - der fĂĽhrende ratgeber fĂĽr partnersuchende
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Nichts Neues auf dieser Erde

Meine unermüdliche Suche nach historischen Fundstellen über die Partnersuche brachte mich auch zu Georg Paul Hönn, der sein „Betrugs-Lexicon“ zwischen1721 und 1730 erstmalig auflegte. Es enthält noch weitere humoristische und satirische Bemerkungen zu fast allen Themen der damaligen Zeit. Meine Quelle war die "Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens" von 1914, das Werk ist jedoch im Internet vollständig zu finden.

Bräute betrügen Wenn sie einen oder den andern lange bey der Nase herum ziehen, und immer vertrösten, daß sie solche heyrathen wollen, bald aber, da sie ein besser Glück vor sich sehen, selbige wiederum abandonniren.

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Geschrieben von Gebhard Roese

27.01.2010 um 14:33:57

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Wie man Frauen abschleppt



Die Geheimnisse, wie Sie jede Frau abschleppen, herumkriegen, flachlegen oder sonst wie in Rückenlage bringen können, werden ja auch heute noch im Internet verkauft – übrigens ziemlich ähnlich wie mit dieser Ankündigung aus den 1970er Jahren.

Na, lechzen Sie schon nach „wundervollen Frauen mit üppigen blonden Haaren, sanft gerundeten Brüsten, langen sexy Beinen, bezaubernden Augen und sinnlichen Lippen“?

Das Buch stammt übrigens aus der Feder von Eric Weber, der eher ein Werbetexter und Schriftsteller von Ratgeberliteratur als ein Casanova ist – aber dennoch beruft sich die ganze Branche auf sein Werk, das gegen 1975 erschien und mit dem ganz offensichtlich damals ein Haufen Geld verdient wurde. Füe das dünnes Heftchen (Paperback ca. 170 Seiten) musste man damals bereits 7,50 USD zahlen. Heute ist es ein Sammlerstück und kostet in gut erhaltenem Zustand weit über 100 USD. Eine Neuauflage erschien 2002 – sie hatte allerdings nicht den gleichen Erfolg, der ähnlich fragwürdigen PUA-Publikationen anderer Autoren später beschieden war.

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Geschrieben von Gebhard Roese

05.01.2010 um 13:25:49

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Das erste Paar, das sich durch den Computer kennenlernte

© 2008 by Marcin Wichary


Na, na be2 – so weit „voraus“ war die liebe Franc Gall nicht, als sie 1968 vom Computer Nummer drei sang, der für sie den richtigen Boy (man beachte den süßen Ausdruck: „Boy“) findet. Denn man schrieb das Jahr 1956, als zum ersten Mal ein Paar per Computerprogramm verkuppelt wurde.

Der Computer führte die Dame und den Herren innerhalb einer Show zusammen. Woher man das Geld für die Miete des verwendeten Computers, einer Univac I mit der Seriennummer 21 hatte, wird wohl ein Rätsel bleiben. Presseberichten zufolge kostet der Computer damals eine Million Dollar, das waren so gegen 4,2 Millionen DEM. Vielleicht wollte man damals die US-amerikanische Welt mit etwas verblüffen, was so exotisch war wie ein künstlicher Erdtrabant. So fix die Amerikaner mit dem Computer waren, so lahmflügelig waren sie allerdings mit dem Weltall: Im Jahr darauf gab es einen Satelliten, den Sputnik – und der war sowjetisch.

Bei der elektronischen Pärchenzusammenführung mussten zuvor von beiden Partnern 32 Fragen beantworten werden, die bereits damals als „wissenschaftlicher Partnertest“ bezeichnet wurden. Insofern hat sich nicht viel gewandelt – und das Paar, das der Computer ausgelost, Pardon „herausgefunden“ hatte, heiratete angeblich tatsächlich: Es waren der damals 28 jährige John Caran und dies schöne, 23-jährige Barbara Smith. Es wird berichtet, dass Miss Smith für den Mann aus der Univac sogar eine andere Beziehung aufgab.

Die Liebepur schrieb bereits darĂĽber.

Lesen Sie mehr (englisch) im TIME Magazin.

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Geschrieben von Gebhard Roese

10.11.2009 um 09:42:32

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Sicherheit im Dating anno 1985

Die Frage nach dem Ort des Treffens war auch schon 1985 eine der zentralen Fragen des Blind Dates. Die Ratschläge in Kurzform klangen damals wie heute abgeschmackt - mit einer Ausnahme. Das Autorenpaar Drenk und Drenk weist in einer ausführlichen Begründung darauf hin, dass man sich nicht in der eigenen Wohnung treffen soll. Neben der Möglichkeit, dass diese Begegnung möglicherweise „äußerst unangenehm, wenn nicht gefährlich werden“ könnte, geben die Drenks aber auch noch etwas anderes zu bedenken: Wenn zehn Männer innerhalb kurzer Zeit an der Haustür einer Frau klingeln, verliert sie möglicherweise schnell ihren guten Ruf. Die Drenks schreiben wörtlich:

Wenn ein Mann jeden Abend eine andere Frau zu Besuch hat, wird bei aller Kritik der Nachbarn eine gewisse Bewunderung und unausgesprochener Neid ĂĽberwiegen. Das gleiche Verhalten einer Frau wird hingegen als unmoralisch oder nymphoman verurteilt.


Auch, wenn man sich in Lokalen trifft, so die Drenks, sollte man darauf achten, sich nicht immer im selben Lokal zu verabreden – auch darin sehen sie eine Gefahr für den Ruf.

Daran, „in schlechten Ruf zu kommen“ dürfte sich bis heute wenig geändert haben. Damen werden immer noch gerne bezichtigt, ein Lotterleben zu führen, wenn sie Herren empfangen – und dies insbesondere in ländlichen Gegenden und Vorstädten, in denen nachbarschaftliche Kontrolle weit verbreitet ist. Eines allerdings hat sich grundlegend verändert: Man muss die „zehn Herren“., von denen die Drenks schreiben, nicht mehr „am Band“ treffen, seit es Online-Dating gibt. Mehr als zwei Dates pro Woche verkraften die meisten Menschen ohnehin nicht.

Übrigens ist sehr interessant, dass sich auch damals einige Damen über diese Regeln hinwegsetzten. „Sie können mich nirgendwo so gut kennenlernen wie in meiner Wohnung“, war damals ein Argument, das öfter gehört wurde – und sehr selbstbewusste Frauen gab es damals eben auch schon.

Zitat aus: Drenk und Drenk - "Aktive Partnersuche per Inserat", Reinbek 1985

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Geschrieben von Gebhard Roese

24.10.2009 um 07:48:36

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Ich liebte eine Mädchen in Mainz – die war gar keins

Wer erinnert sich noch an Ingo Insterburg? Der „Blödelbarde“ sang einst „Ich liebte ein Mädchen“ – rotzfrech. Dass jemand auf ein „Mädchen“ hereinfällt, das keines ist, soll ja schon mal vorgekommen sein, nicht wahr?

Ăśbrigens gibt es noch andere Texte, diesen hier zum Beispiel.




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Geschrieben von Gebhard Roese

14.10.2009 um 17:20:50

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