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Pheromone bei Menschen vermutlich unwirksam
Pheromone sind beim Menschen so gut wie unwirksam und deshalb für die Partnerwahl nicht relevant – dies ist jedenfalls die Meinung des Geruchsforschers Professor Dr. Gerhard Buchbauer von der Universität Wien.
Obgleich nach Auskunft des Professors zweifelsfrei feststeht, dass bestimmt „Düfte unsere Entscheidungen beeinflussen“, wenn es um die Partnerwahl ginge, schränkte er jedoch ein:
Damit dürften die inzwischen sattsam bekannten unausgegorenen Theorien vom Tisch sein, dass man allein mit Hilfe von Geruchsproben eine Übereinstimmung der Partner feststellen könne. Nur, wenn die übrigen Voraussetzungen für eine Partnerschaft auch stimmen würden, und man vor allem nicht abgelenkt sei durch andere Faktoren, „dann können Düfte Interesse wecken und auch in der Partnerwahl den Ausschlag geben.“
Gelesen haben wir den interessanten Artikel in „Nachrichten.at“
Obgleich nach Auskunft des Professors zweifelsfrei feststeht, dass bestimmt „Düfte unsere Entscheidungen beeinflussen“, wenn es um die Partnerwahl ginge, schränkte er jedoch ein:
Das bedeutet aber nicht, dass wir Opfer dieser oft unbewussten Wahrnehmung sind. Anders als bei Tieren bleibt beim Menschen immer der Wille der dominierende Faktor.
Damit dürften die inzwischen sattsam bekannten unausgegorenen Theorien vom Tisch sein, dass man allein mit Hilfe von Geruchsproben eine Übereinstimmung der Partner feststellen könne. Nur, wenn die übrigen Voraussetzungen für eine Partnerschaft auch stimmen würden, und man vor allem nicht abgelenkt sei durch andere Faktoren, „dann können Düfte Interesse wecken und auch in der Partnerwahl den Ausschlag geben.“
Gelesen haben wir den interessanten Artikel in „Nachrichten.at“
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Es gibt keine Cougars, es sei den, es gäbe sie

auch mit über 50 noch attraktiv für jüngere männer
Forscher entdecken bekanntlich nicht nur das Unbekannte, sondern sie bezweifeln auch das Bekannte. Das ist an sich gut und richtig, nur muss man „qualifiziert bezweifeln“ eben auch lernen. Nun, der Forscher Michael Dunn von der University of Wales Institute in Cardiff hat es versucht – und war damit ein bisschen voreilig, wie wir meinen. Wie viele Forscher glaubt er daran, dass die Anforderungen in Bekanntschaftsanzeigen später auch exakt so in Beziehungen umgesetzt werden. Mit anderen Worten: er setzte „was sie suchen“ und „was sie wirklich fanden“ gleich und kam zu dem Schluss: Die Cougar, also die Frau von mindestens 45, die entsprechender „Cubs“ oder auch Toyboys oder männliche „Sugar Babys“ gibt es gar nicht.
Der Forscher protzt mit gigantischem Zahlenmaterial: 22.400 Singles will er auf Alterspräferenzen durchgeflöht haben, und er kam zu einem Ergebnis, das wir nicht anders erwartet hätten: Die meisten Männer suchen deutlich jüngere Frauen, während die Frauen Männer gleichen Alters oder älter wollten.
Zwei Dinge fallen daran auf: Erstens, dass nicht jede Frau den Mann gleichen oder höheren Alters bekommt, und dann im Laufe ihrer Suche die Präferenzen doch einen jüngeren Mann aussucht, und zweitens, dass ein sehr großer Teil der Beziehungen zwischen alt und jung im Bereich der „Kurzzeitbeziehungen“ gesucht wird, also jener Beziehungen, die zwischen einem ONS und einer dauerhaften Bindung liegen. Dieser Bereich wird so gut wie gar nicht wahrgenommen, weder für die ganz gewöhnlichen Cougar-Cub-Beziehungen, noch für jene Affären, bei denen die ältere Frau den jüngeren Mann in vielerlei Beziehung „unterstützt“ – heute heißt dies „Sponsoring“, und es geht dabei teils um erhebliche Summe. Doch neu ist so ein Verhältnis keinesfalls, denn schon früher sprach man von „Schürzenstipendien“ oder „Bratkartoffelverhältnissen“. Soweit das Internet betroffen ist, gibt es für diese Art von Beziehungen neben normalen Datingseiten auch Spezialseiten.
Natürlich ist es kein „Megatrend“, dass Damen in den allerbesten Jahren sich süße Jungs mit einem schönen Körper suchen, aus dem sich noch manche erregende Liebesnacht generieren lässt – es ist nur eine Tendenz, die es früher nicht in dem Ausmaß gab. Möglich wurde dies erst durch die äußere Attraktivität der Frauen ab 45, die ja noch vor zwei Jahrzehnten als das „unsichtbare Geschlecht“ abgetan wurden, mehr aber noch durch ihre finanzielle Unabhängigkeit. Wenn sich eine Frau kaufen kann, was sie will, dann will sie vielleicht auch ein lebendiges Liebesspielzeug, das man bei Überdruss durchaus auch wieder abstoßen kann. Das ist keinesfalls übertrieben: Wohlanständigkeit wird immer nur an der Oberfläche gezeigt – das ist bei Frauen über 45 nicht anders als bei jüngeren Frauen. - oder auch bei Männern. Doch die oft tatsächlich vorhandenen moralischen Bedenken gegen den jüngeren Mann, der nichts sein soll als ein temporärer Lover, schwindet mit jedem Jahr, in dem die Frau über 40 gar keinen Liebhaber hatte. Irgendwann gibt sie dann eine Anzeige auf, in der die Alterspanne nach unten korrigiert wird oder signalisiert durch die Wortwahl der Anzeige, dass sie an einem jüngeren Mann durchaus Interesse hat.
Ich bin mir bewusst, dass es auch echte, wahrhaftige und durch und durch verinnerlichte Beziehungen zwischen einem jungen Mann und einer älteren Frau gibt – aber es gibt eben mehr andere, lockere Bindungen. Da mag mir die selbst ernannte Cougar-Chefin gerne widersprechen, die ganz schön vom Leder zog:
Ich habe innerhalb von drei Jahren mit Tausenden von Cougar-Frauen gesprochen und ich kann Ihnen versichern, dass es sie nicht nur wirklich gibt, sondern dass sie sich hervorragend entwickeln. Die Beziehung zwischen einer älteren Frau und einem jüngeren Mann ist kein Trend, es ist eine Tatsache, die bleiben wird. Überall, wo ich hinkomme, finde ich Frauen in ernsthaften Beziehungen mit jüngeren Männern. Und ich kann ihnen versichern, dass es sich um eine außergewöhnliche glückliche Gruppe von Leuten handelt.
Was den angeblichen „Mythos Cougar” ausmacht, sind wir hier allerdings ebenso skeptisch wie bei einem „Trend“ oder auch einer neuen Lebensweise. In Wahrheit handelt es sich weder um einen Mythos, noch um einen Trend, noch um eine Lebensweise, sondern um persönliche Entscheidung von Menschen, die andere Leute gar nichts angehen, denn in Wahrheit leben nur die Paare selber in der Realität der Beziehung. Die Tatsache, dass ältere Frauen und jüngere Männer zusammenkommen, ist lediglich ein Aspekt im Beziehungsgeflecht der Gesellschaft, dem gegenwärtig viel Aufmerksamkeit zukommt. Übrigens sind daran nicht nur die Boulevardpresse und die Unterhaltungsbranche beteiligt, sondern eben auch Blogs wie der von Linda Franklin, der das Wort Cougar kräftig vermarktet.
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USA: 542 Menschen heiraten angeblich täglich durch eHarmony
eHarmony gibt zum zehnjährigen Bestehen der Online Partner-Agentur an, 542 Menschen zur Eheschließung täglich verholfen zu haben. Die Daten wurden von Harris Interactive anhand einer Befragung von 7994 „frisch verheirateten“ US-Bürgern im Alter von im Alter von 20 – 54 Jahren ermittelt. Aus der von Harris veröffentlichten Studie geht ferner hervor, dass eHarmony einen Anteil von 44 Pozent an allen Eheschließungen hat, bei denen sich die Partner online mithilfe von Dating-Diensten kennenlernten. Der eHarmony-Anteil von Eheschließenden, die sich in irgendeiner Weise online begegneten, beträgt nach dieser Studie etwa 25 Prozent.
Würde die Zahl von 542 Personen (271 Ehen) stimmen, so würde dies bedeuten, dass die etwa 100.000 Ehen, die eHarmony im Jahr gestiftet haben will, etwa 4,6 Prozent aller im Jahr 2008 geschlossenen US-amerikanischen Ehen entsprächen. Die Zahlen von Harris wurden allerdings aus einem ungewöhnlichen Zeitraum ermittelt: Befragt wurden US-Amerikaner, die zwischen dem ersten Januar 2008 und dem 30. Juni 2009 geheiratet haben, woraus Harris einen Anteil von 4,77 Prozent errechnete.
Die Zahlengrundlagen selber werden von Harris nach den der Liebepur vorliegenden Informationen ausreichend belegt und sie haben denjenigen Wahrheitsgehalt, den demoskopische Untersuchungen, die online durchgeführt werden, üblicherweise haben. Etwas merkwürdig ist allerdings der angebliche Anstieg der Eheschließungen durch eHarmony von 2008 bis 2009: Noch Anfang 2009 behauptete eHarmony, 236 Menschen (also 118 Paare) im Internet soweit zusammengebracht zu haben, dass sie heiraten würden – die gleiche Zahl wurde auch für 2007 angegeben, jedoch wurden die Zahlen für die Vorjahre nicht ausreichend verifiziert. Es ist also fragwürdig, woraus der plötzliche Anstieg von 236 auf 542 Personen resultieren soll.
Ungeachtet der Zweifel scheint festzustehen, dass immer mehr US-Amerikaner sich im Online-Bereich treffen und dann auch tatsächlich heiraten – die Zahlen schwanken zwischen etwa 20 und 30 Prozent, je nach der Art der Erhebung und dem Alter der Befragten.
Auch für Deutschland scheint festzustehen, dass immer mehr Menschen einander zuerst im Online-Bereich kennenlernen – allerdings gibt es nach der Kenntnis der Liebepur keine zuverlässige Studie, wie viele wirklich haltbare Beziehungen daraus entstanden sind. Die in Deutschland aufgestellte Behauptung, 20 - 30 Prozent der Partnersuchenden Deutschen würden sich mittlerweile online zum ersten Mal begegnen, steht auf schwachen Füßen, solange man nicht genau weiß, wie sich diese Beziehungen entwickeln.
Die Frage „wo habt ihr euch kennengelernt?“ wird jedenfalls auch bereits in Deutschland öffentlich nicht mehr ausweichend beantwortet, wenn die erste Begegnung im Internet stattfand, sodass Demoskopen heute eine bessere Chance hätten als früher, den wahren Ort des Kennenlernens zu ermitteln.
Aktuelle Nachricht von Socal Tech via Online Personal Watch
Informationen ĂĽber:Dating Site Reviews. Zahlenmaterial ĂĽber die EheschlieĂźungen in den USA von cdc.gov (pdf) via Fast Stats und Wikipedia (USA).
Würde die Zahl von 542 Personen (271 Ehen) stimmen, so würde dies bedeuten, dass die etwa 100.000 Ehen, die eHarmony im Jahr gestiftet haben will, etwa 4,6 Prozent aller im Jahr 2008 geschlossenen US-amerikanischen Ehen entsprächen. Die Zahlen von Harris wurden allerdings aus einem ungewöhnlichen Zeitraum ermittelt: Befragt wurden US-Amerikaner, die zwischen dem ersten Januar 2008 und dem 30. Juni 2009 geheiratet haben, woraus Harris einen Anteil von 4,77 Prozent errechnete.
Die Zahlengrundlagen selber werden von Harris nach den der Liebepur vorliegenden Informationen ausreichend belegt und sie haben denjenigen Wahrheitsgehalt, den demoskopische Untersuchungen, die online durchgeführt werden, üblicherweise haben. Etwas merkwürdig ist allerdings der angebliche Anstieg der Eheschließungen durch eHarmony von 2008 bis 2009: Noch Anfang 2009 behauptete eHarmony, 236 Menschen (also 118 Paare) im Internet soweit zusammengebracht zu haben, dass sie heiraten würden – die gleiche Zahl wurde auch für 2007 angegeben, jedoch wurden die Zahlen für die Vorjahre nicht ausreichend verifiziert. Es ist also fragwürdig, woraus der plötzliche Anstieg von 236 auf 542 Personen resultieren soll.
Ungeachtet der Zweifel scheint festzustehen, dass immer mehr US-Amerikaner sich im Online-Bereich treffen und dann auch tatsächlich heiraten – die Zahlen schwanken zwischen etwa 20 und 30 Prozent, je nach der Art der Erhebung und dem Alter der Befragten.
Auch für Deutschland scheint festzustehen, dass immer mehr Menschen einander zuerst im Online-Bereich kennenlernen – allerdings gibt es nach der Kenntnis der Liebepur keine zuverlässige Studie, wie viele wirklich haltbare Beziehungen daraus entstanden sind. Die in Deutschland aufgestellte Behauptung, 20 - 30 Prozent der Partnersuchenden Deutschen würden sich mittlerweile online zum ersten Mal begegnen, steht auf schwachen Füßen, solange man nicht genau weiß, wie sich diese Beziehungen entwickeln.
Die Frage „wo habt ihr euch kennengelernt?“ wird jedenfalls auch bereits in Deutschland öffentlich nicht mehr ausweichend beantwortet, wenn die erste Begegnung im Internet stattfand, sodass Demoskopen heute eine bessere Chance hätten als früher, den wahren Ort des Kennenlernens zu ermitteln.
Aktuelle Nachricht von Socal Tech via Online Personal Watch
Informationen ĂĽber:Dating Site Reviews. Zahlenmaterial ĂĽber die EheschlieĂźungen in den USA von cdc.gov (pdf) via Fast Stats und Wikipedia (USA).
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Dating-Psychologie: Wenn de Hahn kreiht op de Mist …
Wenn de Hahn kreiht op de Mist, ännert sik dat Wedder oder dat blifft as dat is. Soweit die ohne Zweifel zutreffende niederdeutsche Bauernregel.
Nun ja, reden wir lieber Hochdeutsch: Also, die Sache mit dem Hahn auf dem Mist dürfte ja klar sein, nicht wahr? Aber sagen Hähne etwas über Internet-Beziehungen voraus? Natürlich nicht – das tun aber Soziologen, Psychologen und sogar Psychoanalytiker, und dabei geht es mir so wie bei der Sache mit dem Hahn: Da sagt einer, die Beziehungen aus dem Internet würden sowieso nicht lange halten und ein anderer, sie wären sogar ausgesprochen stabil.
Na hören wir mal hinein in die Welt der Wunder:
Nun, das hören wir natürlich gerne aus einer Pressemitteilung von Doreen Schlicht, der Sprecherin von Parship, doch nun warten wir noch auf die psychologische Begründung, die ja niemals fehlen darf, und das ist sie schon, diesmal von der Diplompsychologin Christiane Eichenberg:
Na, da sagen ich doch: welch mutiger Vergleich, wenngleich mitnichten zutreffend. Denn die Bekanntschaften, von der die Rede ist, werden zwar im Internet geschlossen, aber nicht gelebt. Es sind ganz gewöhnliche Bekanntschaften, die lediglich durch ein anderes Medium zustande kommen als bisher. Sie meinen, da war doch noch etwas? Ja, richtig – ein Haar in der Suppe, nämlich:
Ach, ich fĂĽr meinen Teil drehe einfach den Kalender ein paar Tage zurĂĽck. Da zitierte der SĂĽdkurier doch noch den Psychotherapeuten Robert Schurz, der da die denkwĂĽrdigen Worte sprach:
Aha – nun wissen wir es also ganz genau: Im Internet geschlossene Bekanntschaften werden schneller intensiv, sie verlaufen glücklicher und sie sind durchschnittlich von kurzer Dauer.
Was soll ich dazu sagen? Alte Bauernregeln wie die eingangs genannte sind eben sehr, sehr zuverlässig – mindestens so zuverlässig wie Psychologen- und Psychotherapeutenurteile über das Dating im Internet.
Nun ja, reden wir lieber Hochdeutsch: Also, die Sache mit dem Hahn auf dem Mist dürfte ja klar sein, nicht wahr? Aber sagen Hähne etwas über Internet-Beziehungen voraus? Natürlich nicht – das tun aber Soziologen, Psychologen und sogar Psychoanalytiker, und dabei geht es mir so wie bei der Sache mit dem Hahn: Da sagt einer, die Beziehungen aus dem Internet würden sowieso nicht lange halten und ein anderer, sie wären sogar ausgesprochen stabil.
Na hören wir mal hinein in die Welt der Wunder:
Laut Schlicht verlaufen Partnerschaften glücklicher, wenn sie im Internet geschlossen wurden. Ein Grund dafür sei, dass das Internet die Möglichkeit bietet, über Werte und Persönlichkeit eines potenziellen Partners zu erfahren, bevor Äußerlichkeiten oder sexuelle Anziehung ins Spiel kommen.
Nun, das hören wir natürlich gerne aus einer Pressemitteilung von Doreen Schlicht, der Sprecherin von Parship, doch nun warten wir noch auf die psychologische Begründung, die ja niemals fehlen darf, und das ist sie schon, diesmal von der Diplompsychologin Christiane Eichenberg:
Im Internet geschlossene Partnerschaften werden schneller intensiv und emotional, ähnlich wie in therapeutischen Online-Settings.
Na, da sagen ich doch: welch mutiger Vergleich, wenngleich mitnichten zutreffend. Denn die Bekanntschaften, von der die Rede ist, werden zwar im Internet geschlossen, aber nicht gelebt. Es sind ganz gewöhnliche Bekanntschaften, die lediglich durch ein anderes Medium zustande kommen als bisher. Sie meinen, da war doch noch etwas? Ja, richtig – ein Haar in der Suppe, nämlich:
Suchende müssen sich aus vielen Optionen für die eine richtige entscheiden“, auch wieder so eine tolle Aussage – „die eine richtige“. Da frage ich mich doch: Gäbe es nicht auch mehrere richtige Optionen?
Ach, ich fĂĽr meinen Teil drehe einfach den Kalender ein paar Tage zurĂĽck. Da zitierte der SĂĽdkurier doch noch den Psychotherapeuten Robert Schurz, der da die denkwĂĽrdigen Worte sprach:
Es ist ein Irrtum zu glauben, durch all die Filter wäre die Wahl derart optimiert. Internetbeziehungen haben durchschnittlich eine recht kurze Dauer.
Aha – nun wissen wir es also ganz genau: Im Internet geschlossene Bekanntschaften werden schneller intensiv, sie verlaufen glücklicher und sie sind durchschnittlich von kurzer Dauer.
Was soll ich dazu sagen? Alte Bauernregeln wie die eingangs genannte sind eben sehr, sehr zuverlässig – mindestens so zuverlässig wie Psychologen- und Psychotherapeutenurteile über das Dating im Internet.
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Die Haie und das Schicksal der Partnersuchenen im Internet
Sie verabreden Dates im Internet? Dann nehmen Sie sich in Acht vor Haien – denn wenn ich den „Südkurier“ richtig gelesen habe, dann befinden Sie sich nach Meinung eine gewissen Robert Schurz in einem Haifischbecken. Wenn Sie da also als Fischlein hereinfallen, dann macht jemand „Happs“ - und um Sie ist es geschehen.
Ein bisschen zurückgespult, meint der Psychotherapeut Schurz (laut Südkurier) dann, dass es in der „elektronisch gesteuerten Partnerfindung“ keine „Dauerglück-Garantie“ gäbe, was mich etwas verwundert: Bei allen anderen Arten des Kennenlernens (inklusive Abschleppbars) erhält man ja bekanntlich einen Garantieschein auf Dauerglück vom gütigen Schicksal, oder irre ich mich da? Eigentlich hätte ich meine Augen ja bereits bei der „elektronisch gesteuerten Partnerfindung“ reiben müssen. Soweit mir bekannt, ist nur das Medium elektronisch, aber nicht die Partnerfindung. Von einer „elektronischen“ Partnerfindung zu sprechen ist etwa so intelligent wie von „Druckerschwärze-Partnerfindung“ bei Zeitungsanzeigen – nur würde man es da ja merken. An der „elektronischen Partnerfindung“ hingegen stößt sich kein Mensch, weil „elektronisch“ ja so enorm modern klingt.
Boing, boing, boing – da plotzt die Dampframme der Vorurteile mal wieder auf das Kopfsteinpflaster, und man höre: „Internetbeziehungen haben in der Regel eine recht kurze Dauer“. Alleine dieses Wort: „Internetbeziehungen“ – mit einem ähnlichen Wort, nämlich „Anzeigenbeziehungen“ sind wir schon früher beschimpft worden. Kann man den Erwachsenen seitens der Psychologen nicht wenigstens so viel Selbstständigkeit schenken, dass sie über Länger, Dauer und Inhalte ihrer Beziehungen selber entscheiden dürfen? Und was bitte ist eine „recht kurze Dauer“? Sechs Stunden? Sechs Monate? Sechs Jahre?
Nun, es kommt noch dicker, denn nun geht es ans Eingemachte:
Oh ja, das Schicksal – das Wort habe ich im Zusammenhang mit der Partnersuche schon seit Jahren nicht mehr gehört. Ich weiß ja nicht, wie alt die „alte Balance“ sein soll, von der der Therapeut spricht – wenn ich mich richtig erinnern, gibt es im Bürgertum eine freie Partnerwahl seit bestenfalls 100 Jahren – und vorher gab es sie niemals. Wo bitte, finde ich denn da die „alte Balance“ von Schicksal und Zweck? Vor noch100 Jahren war der Zweck, dass die Tochter endlich aus dem Haus und unter die Haube kam, und dafür musste Papa ganz schön löhnen. Gelang es ihm nicht, die Tochter in seinem näheren Bekanntenkreis abzusetzen, weil sie weder über Schönheit noch Liebreiz verfügte, so griff er auch schon mal zu einer Gazette und annoncierte die Höhe der Mitgift, um potenzielle Ehemänner anzulocken. Das nenne ich nicht unbedingt eine „Balance von Zufall und systematischer Suche“.
Ein bisschen zurückgespult, meint der Psychotherapeut Schurz (laut Südkurier) dann, dass es in der „elektronisch gesteuerten Partnerfindung“ keine „Dauerglück-Garantie“ gäbe, was mich etwas verwundert: Bei allen anderen Arten des Kennenlernens (inklusive Abschleppbars) erhält man ja bekanntlich einen Garantieschein auf Dauerglück vom gütigen Schicksal, oder irre ich mich da? Eigentlich hätte ich meine Augen ja bereits bei der „elektronisch gesteuerten Partnerfindung“ reiben müssen. Soweit mir bekannt, ist nur das Medium elektronisch, aber nicht die Partnerfindung. Von einer „elektronischen“ Partnerfindung zu sprechen ist etwa so intelligent wie von „Druckerschwärze-Partnerfindung“ bei Zeitungsanzeigen – nur würde man es da ja merken. An der „elektronischen Partnerfindung“ hingegen stößt sich kein Mensch, weil „elektronisch“ ja so enorm modern klingt.
Boing, boing, boing – da plotzt die Dampframme der Vorurteile mal wieder auf das Kopfsteinpflaster, und man höre: „Internetbeziehungen haben in der Regel eine recht kurze Dauer“. Alleine dieses Wort: „Internetbeziehungen“ – mit einem ähnlichen Wort, nämlich „Anzeigenbeziehungen“ sind wir schon früher beschimpft worden. Kann man den Erwachsenen seitens der Psychologen nicht wenigstens so viel Selbstständigkeit schenken, dass sie über Länger, Dauer und Inhalte ihrer Beziehungen selber entscheiden dürfen? Und was bitte ist eine „recht kurze Dauer“? Sechs Stunden? Sechs Monate? Sechs Jahre?
Nun, es kommt noch dicker, denn nun geht es ans Eingemachte:
Mit dem weltweiten Netz wird die alte Balance von Zufall und systematischer Suche, von Schicksal und Zweck in der Partnerfindung aufgehoben
Oh ja, das Schicksal – das Wort habe ich im Zusammenhang mit der Partnersuche schon seit Jahren nicht mehr gehört. Ich weiß ja nicht, wie alt die „alte Balance“ sein soll, von der der Therapeut spricht – wenn ich mich richtig erinnern, gibt es im Bürgertum eine freie Partnerwahl seit bestenfalls 100 Jahren – und vorher gab es sie niemals. Wo bitte, finde ich denn da die „alte Balance“ von Schicksal und Zweck? Vor noch100 Jahren war der Zweck, dass die Tochter endlich aus dem Haus und unter die Haube kam, und dafür musste Papa ganz schön löhnen. Gelang es ihm nicht, die Tochter in seinem näheren Bekanntenkreis abzusetzen, weil sie weder über Schönheit noch Liebreiz verfügte, so griff er auch schon mal zu einer Gazette und annoncierte die Höhe der Mitgift, um potenzielle Ehemänner anzulocken. Das nenne ich nicht unbedingt eine „Balance von Zufall und systematischer Suche“.
Dieser Artikel enthält bisher noch keine Kommentare
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