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Der Kampf um die bessere Methode bei Singlebörsen und Partneragenturen
Die Unterschiede zwischen dem „richtigen Leben“, Singlebörsen mit Datenbank-Funktion und Online-Partnervermittlungen wird wieder heftiger diskutiert, seit sich die Branche wirtschaftlich in der defensive sieht. Weil zudem insbesondere das Heiligtum der Partneragenturen, die „Partnerübereinstimmungstests“ (Matching) im Feuer der Kritik stehen, versucht man allenthalben, Auswege aus dem Dilemma zu finden.
Zehn Lösungen - führen Sie zur Rettung des Online-Datings?
Dabei werden folgende zehn Themen häufig ventiliert:
1. Die psychologische Partnersuche zu optimieren. Dies halten allerdings nur die Mitarbeiter von Online-Partneragenturen für möglich.
2. Von „psychologischer“ Partnersuche auf pragmatische Partnersuche umzusteigen. Dazu sind andere Auswahlkriterien erforderlich, die noch nicht zur Verfügung stehen.
3. Matching-Algorithmen durch völlig andere Kriterien zu ersetzen. Das Thema ist neu und ausgesprochen schwierig – wichtig ist, ob es solche Kriterien überhaupt gibt.
4. Biologische Faktoren stärker zu berücksichtigen. Die Frage ist, ob die dahinterstehenden Theorien überhaupt haltbar sind.
5. Soziale Faktoren in den Vordergrund zu stellen, also das Matching auf Herkunft und Lebensstil auszurichten. Klingt charmant, ist aber fast unmöglich.
6. Erotische Wünsche und Vorstellungen oder sexuelle Präferenzen zu nutzen, wie dies angeblich „im Alltag“ getan wird. Das Verfahren wird bereits angewendet, ist aber für Langzeitbeziehungen (Ehen) so gut wie bedeutungslos.
7. Die Matching-Algorithmen „abzuspecken“, um ein breiteres Spektrum abzudecken. Das würde allerdings nur den Barnum-Effekt unterstützen.
8. Die Matching-Algorithmen zu verfeinern, sodass nur wirklich geeignet Partner vorgeschlagen werden. Abgesehen von der psychologischen Fragwürdigkeit ist die mathematisch bei Datenbanken unter 1 Mio. zahlende Teilnehmer unmöglich – und auch dort sehr fragwürdig.
9. Von der Single-Datenbank zur „Community“ zu wechseln. Das Konzept ist leider schon restlos ausgelutscht und führt auch nicht zu besseren Ergebnissen.
10. Eine Kombination aus Online-Dating und Kennenlern-Partys zu veranstalten, um der „Chemie“ mehr Gewicht zu geben.
Wir haben die Meinung der Liebepur hier eingebracht – wir würden sie aber gerne mit Ihnen diskutieren. Was meinen Sie? Wir wären wirklich interessiert, was SIE dazu meinen!
Zehn Lösungen - führen Sie zur Rettung des Online-Datings?
Dabei werden folgende zehn Themen häufig ventiliert:
1. Die psychologische Partnersuche zu optimieren. Dies halten allerdings nur die Mitarbeiter von Online-Partneragenturen für möglich.
2. Von „psychologischer“ Partnersuche auf pragmatische Partnersuche umzusteigen. Dazu sind andere Auswahlkriterien erforderlich, die noch nicht zur Verfügung stehen.
3. Matching-Algorithmen durch völlig andere Kriterien zu ersetzen. Das Thema ist neu und ausgesprochen schwierig – wichtig ist, ob es solche Kriterien überhaupt gibt.
4. Biologische Faktoren stärker zu berücksichtigen. Die Frage ist, ob die dahinterstehenden Theorien überhaupt haltbar sind.
5. Soziale Faktoren in den Vordergrund zu stellen, also das Matching auf Herkunft und Lebensstil auszurichten. Klingt charmant, ist aber fast unmöglich.
6. Erotische Wünsche und Vorstellungen oder sexuelle Präferenzen zu nutzen, wie dies angeblich „im Alltag“ getan wird. Das Verfahren wird bereits angewendet, ist aber für Langzeitbeziehungen (Ehen) so gut wie bedeutungslos.
7. Die Matching-Algorithmen „abzuspecken“, um ein breiteres Spektrum abzudecken. Das würde allerdings nur den Barnum-Effekt unterstützen.
8. Die Matching-Algorithmen zu verfeinern, sodass nur wirklich geeignet Partner vorgeschlagen werden. Abgesehen von der psychologischen Fragwürdigkeit ist die mathematisch bei Datenbanken unter 1 Mio. zahlende Teilnehmer unmöglich – und auch dort sehr fragwürdig.
9. Von der Single-Datenbank zur „Community“ zu wechseln. Das Konzept ist leider schon restlos ausgelutscht und führt auch nicht zu besseren Ergebnissen.
10. Eine Kombination aus Online-Dating und Kennenlern-Partys zu veranstalten, um der „Chemie“ mehr Gewicht zu geben.
Wir haben die Meinung der Liebepur hier eingebracht – wir würden sie aber gerne mit Ihnen diskutieren. Was meinen Sie? Wir wären wirklich interessiert, was SIE dazu meinen!
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Wir passen zusammen – Psycho-, Sozio- oder gar nicht logisch?
Es klingt wie ein Treppenwitz – nur Psychologen glauben, dass Menschen nach psychologischen Kriterien zueinanderpassen. Alle anderen Wissenschaftler, aber auch alle anderen Kenner der Materie schütteln darüber den Kopf. Es gibt keine Kriterien für die psychologische Übereinstimmung, es gab nie welche, und es ist nicht absehbar, dass es jemals welche geben wird. Wer anderer Meinung ist, soll dazu seine Langzeitstudien auf den Tisch des Hause legen - aber das kann niemand.
Soziologen wissen alles ĂĽber das, was offenkundig ist
Greifen wir mal rĂĽber zu den Soziologen. Dort, wo sie ernsthaft forschen, haben sie eine wichtige Tatsache entdeckt, die so simpel ist, dass wir uns fragen, warum es so lange dauerte, bis Wissenschaftler darauf kamen:
Einfach: Schon kennen - einander treffen - verlieben
Die meisten Menschen lieben es, sich mit Menschen zu treffen, die sie schon kennen, als solchen, die in ihrer Umgebung exzitieren und mit denen sie schon einmal Kontakt hatten. Das ist eine These, die allerdings kaum für alle gelten wird, denn ein großer Teil der deutschen Menschen verlässt seine engere Umgebung niemals für längere Zeit. Er wird also auf seine „nähere Umgebung“ angewiesen sein – örtlich, intellektuell und eben auch sozial. Das ist keine bahnbrechende Erkenntnis, sondern ergibt sich aus der Bodenständigkeit und Angepasstheit der meisten Deutschen.
Die Verweigerer: BloĂź keine(r) aus dem Dorf!
Der erotische, soziale, wirtschaftliche oder intellektuelle Abenteurer will dies allerdings gerade nicht. Er sucht ganz bewusst nach einer Person, die nicht zu seinem sozialen Umfeld gehört, die nicht in seiner Nähe wohnt und die etwas anderes bieten kann, als die „Dorfjugend unter der Linde“. Auch dabei zeigt sich, dass es zwei Arten von Lösungen für das Problem der Partnersuche gibt: „Mehr desselben“ und „etwas Anderes“.
Warum Grete am Ende doch beim Hans im Bett landet
Was, wenn sowohl Soziologen wie auch Psychologen nicht wüssten, warum wir einander finden? Die Frage ist berechtigt, denn während die Psychologen sich auf abenteuerlichste Spekulationen verlassen, aber kein Zahlenmaterial haben, finden wir bei den Soziologen verlässliches Zahlenmaterial, das aber dafür so gute wie keine Schlüsse auf die besten Paarungen zulässt. Wenn der Hans die Grete fünf Mal auf dem Dorffest getroffen hat und stets abgeblitzt ist, dann kann es sein, das er beim sechsten Mal an sie rankuscheln darf – weil es nicht mehr arg viel Hänse gab, die für de Grete noch infrage kamen. Dann (da haben die Soziologen recht) entwickelt sich der Rest von selber. Hans erweist sich als arbeitsam und kann mithilfe der Sportkameraden schnell ein eigenes Haus auf die Beine stellen, und die Grete ist nicht nur gut darin, Ihren Hans im Bett zu verwöhnen, sondern hat auch einen Beruf, der sie ernährt – und außerdem kann sie kochen, einrichten und haushalten. Das reicht. Und dann stimmt eben auch: (Quelle: SPIEGEL)
Allerdings ist auch dies nur eine Seite der Medaille, denn mit gleichem Recht könnten wir sagen:
Zusammen passen - nur man selbst ist klug genug
„Zusammen passen“ ist n keiner Weise logisch. Es ist ein Experiment und beruht immer häufiger drauf, drauf, dass man ausprobiert, ob man zueinanderpasst. Dabei stellt sich das merkwürdige Phänomen heraus, dass man beim Zusammenleben entweder immer interessanter füreinander wird oder immer langweiliger. Wird man interessanter füreinander, rückt man näher zusammen, wird man einander schnell überdrüssig, trennt man sich. Solche Erfahrungen kann man in längstens sechs Monaten abhaken, sodass nicht einmal Eile geboten ist, wenn man noch unter 30 ist.
Was da „passt“? Gleiche soziale Herkunft, beispielsweise. Gleiches Berufs- und Erfahrungsumfeld. Einander ergänzende soziale und psychische Eigenschaften. Unterschiedliche Fertigkeiten. Wer über die beiden glücklichen Eigenschaften Humor und Toleranz verfügt, kann mit erstaunlich vielen Menschen Beziehungen eingehen. Solche Partner sind übrigens außerordentlich gesucht, weshalb der Markt für sie nahezu leer gefegt ist.
Soziologen wissen alles ĂĽber das, was offenkundig ist
Greifen wir mal rĂĽber zu den Soziologen. Dort, wo sie ernsthaft forschen, haben sie eine wichtige Tatsache entdeckt, die so simpel ist, dass wir uns fragen, warum es so lange dauerte, bis Wissenschaftler darauf kamen:
Einfach: Schon kennen - einander treffen - verlieben
Die meisten Menschen lieben es, sich mit Menschen zu treffen, die sie schon kennen, als solchen, die in ihrer Umgebung exzitieren und mit denen sie schon einmal Kontakt hatten. Das ist eine These, die allerdings kaum für alle gelten wird, denn ein großer Teil der deutschen Menschen verlässt seine engere Umgebung niemals für längere Zeit. Er wird also auf seine „nähere Umgebung“ angewiesen sein – örtlich, intellektuell und eben auch sozial. Das ist keine bahnbrechende Erkenntnis, sondern ergibt sich aus der Bodenständigkeit und Angepasstheit der meisten Deutschen.
Die Verweigerer: BloĂź keine(r) aus dem Dorf!
Der erotische, soziale, wirtschaftliche oder intellektuelle Abenteurer will dies allerdings gerade nicht. Er sucht ganz bewusst nach einer Person, die nicht zu seinem sozialen Umfeld gehört, die nicht in seiner Nähe wohnt und die etwas anderes bieten kann, als die „Dorfjugend unter der Linde“. Auch dabei zeigt sich, dass es zwei Arten von Lösungen für das Problem der Partnersuche gibt: „Mehr desselben“ und „etwas Anderes“.
Warum Grete am Ende doch beim Hans im Bett landet
Was, wenn sowohl Soziologen wie auch Psychologen nicht wüssten, warum wir einander finden? Die Frage ist berechtigt, denn während die Psychologen sich auf abenteuerlichste Spekulationen verlassen, aber kein Zahlenmaterial haben, finden wir bei den Soziologen verlässliches Zahlenmaterial, das aber dafür so gute wie keine Schlüsse auf die besten Paarungen zulässt. Wenn der Hans die Grete fünf Mal auf dem Dorffest getroffen hat und stets abgeblitzt ist, dann kann es sein, das er beim sechsten Mal an sie rankuscheln darf – weil es nicht mehr arg viel Hänse gab, die für de Grete noch infrage kamen. Dann (da haben die Soziologen recht) entwickelt sich der Rest von selber. Hans erweist sich als arbeitsam und kann mithilfe der Sportkameraden schnell ein eigenes Haus auf die Beine stellen, und die Grete ist nicht nur gut darin, Ihren Hans im Bett zu verwöhnen, sondern hat auch einen Beruf, der sie ernährt – und außerdem kann sie kochen, einrichten und haushalten. Das reicht. Und dann stimmt eben auch: (Quelle: SPIEGEL)
Jemand, den man schon öfter gesehen hat, ist allein deshalb attraktiver, weil er viel vertrauter scheint.
Allerdings ist auch dies nur eine Seite der Medaille, denn mit gleichem Recht könnten wir sagen:
Jemand, den man noch nie gesehen hat, ist allein deshalb attraktiver, weil er den Reiz des Fremden hat – hingegen ist jemand, den man schon öfter gesehen hat, eher langweilig.
Zusammen passen - nur man selbst ist klug genug
„Zusammen passen“ ist n keiner Weise logisch. Es ist ein Experiment und beruht immer häufiger drauf, drauf, dass man ausprobiert, ob man zueinanderpasst. Dabei stellt sich das merkwürdige Phänomen heraus, dass man beim Zusammenleben entweder immer interessanter füreinander wird oder immer langweiliger. Wird man interessanter füreinander, rückt man näher zusammen, wird man einander schnell überdrüssig, trennt man sich. Solche Erfahrungen kann man in längstens sechs Monaten abhaken, sodass nicht einmal Eile geboten ist, wenn man noch unter 30 ist.
Was da „passt“? Gleiche soziale Herkunft, beispielsweise. Gleiches Berufs- und Erfahrungsumfeld. Einander ergänzende soziale und psychische Eigenschaften. Unterschiedliche Fertigkeiten. Wer über die beiden glücklichen Eigenschaften Humor und Toleranz verfügt, kann mit erstaunlich vielen Menschen Beziehungen eingehen. Solche Partner sind übrigens außerordentlich gesucht, weshalb der Markt für sie nahezu leer gefegt ist.
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Verliebt sein – Krise für die psychische Gesundheit?
Wenn Mutter Natur zuschlägt, fragt sie nicht mehr nach Moral, Vernunft oder gar Gesinnung – denn was wir gelegentlich „Verliebtheit“ nennen, ist in Wahrheit ein massiver Drogenangriff der Natur aufs Hirn. Dazu ein Zitat:
(Anmerkung: Grundlage des Zitats war die Studie von Bartels and Zeki, siehe Zitatenquelle).
Wohl jeden Menschen hat schon einmal dieser Liebeswahn ergriffen, in dem Lust, Leid und Komplikationen so dicht beieinanderliegen. Was da im Hirn abgeht, sei dem Verhalten eines Drogensüchtigen nicht unähnlich, meinen Gehirnforscher. Indessen wissen wir aus der Suchtforschung auch, dass nicht alle körperfremden und körpereigenen Stoffe, die Euphorie auslösen, auf alle Menschen gleich wirken. Manche Menschen mit besonderer Suchtveranlagung werden auch von „harmlosen“ Drogen süchtig – andere nicht. Mutter Natur hat im Übrigen einen natürlichen Feind – und es ist nicht die Kultur, sondern die Evolution. Wären wir alle während der Evolution der Liebes- oder Sexsucht verfallen, hätte uns möglicherweise der Säbelzahntiger (oder wer auch immer) gefressen oder wir hätten zu wenig Nahrung zu uns genommen – dann hätten wir trotz intensiver Reproduktionsversuche nicht überlebt. Dennoch wirkt die Droge „Liebe“ bei uns Menschen offenbar länger als bei den Tieren – und ist möglicherweise deswegen so gefährlich für diejenigen, die damit nicht umgehen können.
Dann mag Folgendes zutreffen (erneutes Zitat, gleiche Quelle):
Ich hoffe, Ihr Zustand ist vor allem befriedigend, wenn Sie lieben - wenn wir bewerten, ob es schmerzlicher war zu lieben oder beglückender, dann sollten wir besser alle nur die schönen Stunden unendlicher Lust zählen.
Auf verschieden Arten zeigen uns die Studien ĂĽber Gehirn-Scanning, dass die wahnsinnigen GefĂĽhle der Liebe im Grunde ein bedeutendes Risiko fĂĽr die psychische Gesundheit darstellen.
(Anmerkung: Grundlage des Zitats war die Studie von Bartels and Zeki, siehe Zitatenquelle).
Wohl jeden Menschen hat schon einmal dieser Liebeswahn ergriffen, in dem Lust, Leid und Komplikationen so dicht beieinanderliegen. Was da im Hirn abgeht, sei dem Verhalten eines Drogensüchtigen nicht unähnlich, meinen Gehirnforscher. Indessen wissen wir aus der Suchtforschung auch, dass nicht alle körperfremden und körpereigenen Stoffe, die Euphorie auslösen, auf alle Menschen gleich wirken. Manche Menschen mit besonderer Suchtveranlagung werden auch von „harmlosen“ Drogen süchtig – andere nicht. Mutter Natur hat im Übrigen einen natürlichen Feind – und es ist nicht die Kultur, sondern die Evolution. Wären wir alle während der Evolution der Liebes- oder Sexsucht verfallen, hätte uns möglicherweise der Säbelzahntiger (oder wer auch immer) gefressen oder wir hätten zu wenig Nahrung zu uns genommen – dann hätten wir trotz intensiver Reproduktionsversuche nicht überlebt. Dennoch wirkt die Droge „Liebe“ bei uns Menschen offenbar länger als bei den Tieren – und ist möglicherweise deswegen so gefährlich für diejenigen, die damit nicht umgehen können.
Dann mag Folgendes zutreffen (erneutes Zitat, gleiche Quelle):
Die leidenschaftliche Liebe macht aus uns zu Besessenen … Sie kann dazu führen, dass wir neurotische Abhängige werden, die nur drauf warten, ihre Droge zu bekommen, um wieder „richtig“ zu funktionieren. Dennoch warten viele von uns das ganze Leben darauf, einmal diesen Status zu erreichen, denn trotz der Qualen, die damit verbunden sind, kann der Zustand auch sehr befriedigend sein.
Ich hoffe, Ihr Zustand ist vor allem befriedigend, wenn Sie lieben - wenn wir bewerten, ob es schmerzlicher war zu lieben oder beglückender, dann sollten wir besser alle nur die schönen Stunden unendlicher Lust zählen.
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Wie Partnersuchende fĂĽr dumm verkauft werden

denkfehler-mĂĽllabfuhr
Ich könnte Ihnen eine lange Liste von Aussagen veröffentlichen, die alle falsch sind, weil die Voraussetzungen dümmlich formuliert waren, aber ich will anders beginnen: Ein Hauptproblem unserer Zeit besteht darin, dass Aussagen getroffen werden, weil sie einmal, irgendwann oder irgendwie so gegolten haben. Sie all haben eines gemeinsam: Sie wurden in einer Zeit geschaffen, als der Lebensweg noch sehr überschaubar war und man sich nicht frei entscheiden konnte. Doch all diese Aussagen eignen sich nicht für eine freie, gleiche Gesellschaft, in der wir einen großen Teil unseres Schicksals in eigenen Händen halten.
Die Dummheit: Gleich und Gleich kontra Gegensätze
Zur Einführung gebe ich Ihnen das Beispiel eines Kardinalfehlers, der sich vom Volksmund bis in die Wissenschaft hineinzieht: Die Aussagen „Gleich und Gleich gesellt sich gerne“ und „Gegensätze ziehen sich an“. Sie finden zu beiden Themen noch separate Artikel, und hier sei soviel erwähnt: Beide Aussagen sind zugleich falsch und richtig, aber sie sind keine Aussagen, die sich gegenseitig ausschließen.
"Gleich" wird entkleidet und entlarvt
Wenn Sie den Kardinalfehler nicht sofort erkennen, helfe ich Ihnen: „Gleich“ ist keine zutreffende Beschreibung für irgendetwas. Wir müssten eigentlich fragen: Was ist, wie ist es und wann zeigt es sich, bevor wir einen Begriff wie „gleich“ überhaupt gebrauchen können. Das Dilemma, in dem wir uns befinden, wird von allen Problemlösungs-Experten als grundlegender Denkfehler beschreiben: Wir haben die Lösung „Sie sind gleich“ bevor wir die Analyse haben: „Sie sind in diesen oder jenen Eigenschaften oder Umständen gleich.“ Erstellen wir dann eine Liste, von, sagen wir, exakt gleichen, relativ ähnlichen und möglicherweise ähnlichen Eigenschaften, so stellen wir fest: Da bleibt nicht viel Gleichheit übrig.
Der Trick der Sekten: Himmelreich oder Teufel?
Der zweite Denkfehler, den wir gerne begehen, ist der, dass wir „Gegensätze“ und „Gleichheit“ gegeneinander ausschließen. Diesem Rhetorik-Trick fallen wir alle gelegentlich zum Opfer: „Wollen Sie den Weg des Heils gehen oder Satan verfallen?“, fragen die einfältigen Sektenwerber. Die korrekte Antwort würde lauten: „Ich will weder das Eine noch das Andere.“ Wenn Sie antworten würden: „Ich will sowohl das Eine wie das Andere“, würden Sie sich vor sich selbst und vor dem Werber unmöglich machen.
Die Anti-Verdummung-Strategie
Sagen Sie also stets korrekt: „Ich will werde eine „gleiche“ Partnerin noch eine, die im krassen Gegensatz zu mir steht“, dann haben Sie die richtige Idee davon, wie sich Ihre Wunschliebe in etwa aussehen könnte, das heißt, sie würden in einigen Punkten auf Gleichheit, in anderen auf Unterschiede achten.
Haben Sie dieses Prinzip einmal verinnerlicht, so werden Sie auch auf andere Dummheiten nicht mehr hereinfallen.
Ich werde Sie in den folgenden Wochen mit sehr bekannten angeblichen Wahrheiten, Sprüchen, Halbwahrheiten und Dummheiten konfrontieren, die allesamt zu Fehlern und Fehleinschätzungen bei der Partnersuche führen. Weil Ihnen dies alleine nicht nützt, wird immer eine Lösung dabei sein, die Ihnen einen Ausweg zeigt.
(1) Paraphrasieren: Mit anderen Worten wiederholen.
Anmerkung: Wie einseitig Wissenschaft interpretiert werden kann, zeigt der Artikel in Wikipedia zum Thema "Partnerwahl"
Lesen Sie bitte die Folgebeiträge:
Gleich und Gleich
Gegensätze ziehen sich an
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Besseres Matching – glücklichere Ehen?
Eine besonders gerne und häufig aufgestellte Behauptung kommt aus den USA und ist über sie auch nach Deutschland eingewandert: Je besser das „Matching“, also die psychologische Übereinstimmung zwischen den Partner ist, umso glücklicher wird die Ehe.
GlĂĽckliche Ehen? Was ist denn das, bitte?
Schon bei der Aussage „glücklicher“ scheiden sich die Geister. Eine Ehe, die geschieden wird, muss nicht zwangsläufig immer „unglücklich“ gewesen sein, und eine Ehe, die lange hält, andererseits nicht zwangläufig glücklich. Glück ist nun aber nicht messbar, die Ehedauer hingegen schon.
Forscher rechtfertigen sich, um weiter forschen zu können
Es ist das übliche Spiel: Aus Gründen der Werbewirksamkeit, aber auch aus Gründen der Rechtfertigung sogenannter „Forschungen“ wird mit Begriffen herumgekleckert, die höchst privat sind: Glück, zum Beispiel. Die Damen und Herren Forscher wissen natürlich genau, dass Scheidung nicht unbedingt „Scheitern“ bedeutet, und sie wissen auch, dass sie gar nichts in der Hand haben, um die tatsächlichen Scheidungsgründe festzustellen.
Matching kann positiv sein, solange nicht ĂĽbertrieben wird
Selbstverständlich ist ein „moderates Matching“, also ein Abgleich gewisser sozialer, kultureller und psychologischer Merkmale, für die Partnersuche nicht unsinnig – dies wurde auch hier bereits mehrfach betont. Die Diskrepanz liegt vielmehr in den abenteuerlichen Behauptungen, die daraus abgeleitet werden.
Scheidungen und Matching – kein Zusammenhang erkennbar
Besseres Matching? Am wenigsten Ehen wurden geschieden, als es große Scheidungshürden und enorme wirtschaftliche Abhängigkeiten gab. Die meisten Ehe der Vergangenheit (historisch bemessen) wurden aus wirtschaftlichen oder sozialen Gründen geschlossen, ohne überhaupt jemals auf „passende“ Partner zu achten. Ehen hatten glücklich zu sein, so wollte es die Fassaden-Politik der Bürgergesellschaft, und nahezu jeder hat zu diesem Lügengebäude beigetragen – von wenigen Ausnahmen abgesehen.
Warum das „bessere Matching“ gar nichts nützt
Wer behauptet, ein „Besseres Matching“ würde glücklichere Beziehungen hervorbringen, der weiß nichts, aber auch gar nichts, von der Dynamik menschlicher Entwicklungen. Nirgendwo auf dieser Welt ist die Diskrepanz zischen psychologischer Lehrmeinung und Lebenstatsachen so groß wie in der Beurteilung von „passenden“ Paaren.
Manche Psychologen kennen den Grund, andere ignorieren ihn: Der Mainstream der Lehrmeinungen geht davon aus, dass sich angebliche „charakteristische“ Merkmale (Fünffaktorenmodell) selten oder gar niemals verändern. Nur einige wenige Abweichler sagen, dass sich durch die Beziehungen beide Partner in erheblichem Umfang verändern, ja, dass völlig neue Strukturen entstehen.
Psychologie: Starr und altbacken, ohne Dynamik
Es ist, wie es ist: In die Psychologie hat die Kybernetik niemals ernsthaft Einzug gehalten. Die dynamischen Regelkreise der Beziehungen, die schwer nachvollziehbar und damit schwer zu erforschen sind, „passen“ den relativ simpel strukturierten Lehrmeinungen nicht.
Jede gute Ehe verändert die Partner
Wer eine gute Ehe (oder eine gute Beziehung anderer Art) führen will, sollte wissen, dass sich jede Beziehung in ihrem Verlauf verändert, dass es offene und geheime Regeln gibt und dass sich beide Partner in der Beziehung auch persönlich verändern. Wenn die Partner sich dann noch gelegentlich die Hände geben du sich in den Augen sehen, um sich über ihr Glück zu freuen – dann ist mehr gewonnen als mit irgendeiner „psychologischen“ Übereinstimmung.
GlĂĽckliche Ehen? Was ist denn das, bitte?
Schon bei der Aussage „glücklicher“ scheiden sich die Geister. Eine Ehe, die geschieden wird, muss nicht zwangsläufig immer „unglücklich“ gewesen sein, und eine Ehe, die lange hält, andererseits nicht zwangläufig glücklich. Glück ist nun aber nicht messbar, die Ehedauer hingegen schon.
Forscher rechtfertigen sich, um weiter forschen zu können
Es ist das übliche Spiel: Aus Gründen der Werbewirksamkeit, aber auch aus Gründen der Rechtfertigung sogenannter „Forschungen“ wird mit Begriffen herumgekleckert, die höchst privat sind: Glück, zum Beispiel. Die Damen und Herren Forscher wissen natürlich genau, dass Scheidung nicht unbedingt „Scheitern“ bedeutet, und sie wissen auch, dass sie gar nichts in der Hand haben, um die tatsächlichen Scheidungsgründe festzustellen.
Matching kann positiv sein, solange nicht ĂĽbertrieben wird
Selbstverständlich ist ein „moderates Matching“, also ein Abgleich gewisser sozialer, kultureller und psychologischer Merkmale, für die Partnersuche nicht unsinnig – dies wurde auch hier bereits mehrfach betont. Die Diskrepanz liegt vielmehr in den abenteuerlichen Behauptungen, die daraus abgeleitet werden.
Scheidungen und Matching – kein Zusammenhang erkennbar
Besseres Matching? Am wenigsten Ehen wurden geschieden, als es große Scheidungshürden und enorme wirtschaftliche Abhängigkeiten gab. Die meisten Ehe der Vergangenheit (historisch bemessen) wurden aus wirtschaftlichen oder sozialen Gründen geschlossen, ohne überhaupt jemals auf „passende“ Partner zu achten. Ehen hatten glücklich zu sein, so wollte es die Fassaden-Politik der Bürgergesellschaft, und nahezu jeder hat zu diesem Lügengebäude beigetragen – von wenigen Ausnahmen abgesehen.
Warum das „bessere Matching“ gar nichts nützt
Wer behauptet, ein „Besseres Matching“ würde glücklichere Beziehungen hervorbringen, der weiß nichts, aber auch gar nichts, von der Dynamik menschlicher Entwicklungen. Nirgendwo auf dieser Welt ist die Diskrepanz zischen psychologischer Lehrmeinung und Lebenstatsachen so groß wie in der Beurteilung von „passenden“ Paaren.
Manche Psychologen kennen den Grund, andere ignorieren ihn: Der Mainstream der Lehrmeinungen geht davon aus, dass sich angebliche „charakteristische“ Merkmale (Fünffaktorenmodell) selten oder gar niemals verändern. Nur einige wenige Abweichler sagen, dass sich durch die Beziehungen beide Partner in erheblichem Umfang verändern, ja, dass völlig neue Strukturen entstehen.
Psychologie: Starr und altbacken, ohne Dynamik
Es ist, wie es ist: In die Psychologie hat die Kybernetik niemals ernsthaft Einzug gehalten. Die dynamischen Regelkreise der Beziehungen, die schwer nachvollziehbar und damit schwer zu erforschen sind, „passen“ den relativ simpel strukturierten Lehrmeinungen nicht.
Jede gute Ehe verändert die Partner
Wer eine gute Ehe (oder eine gute Beziehung anderer Art) führen will, sollte wissen, dass sich jede Beziehung in ihrem Verlauf verändert, dass es offene und geheime Regeln gibt und dass sich beide Partner in der Beziehung auch persönlich verändern. Wenn die Partner sich dann noch gelegentlich die Hände geben du sich in den Augen sehen, um sich über ihr Glück zu freuen – dann ist mehr gewonnen als mit irgendeiner „psychologischen“ Übereinstimmung.
Dieser Artikel enthält bisher noch keine Kommentare
liebe pur - der fĂĽhrende ratgeber fĂĽr partnersuchende 










