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Dummheit: Den eigenen Marktwert ignorieren

Denkfehler: Ich will keinen Marktwert haben
Die gutwilligen, von humanistischer Bildung angehauchten Menschen bekommen sofort dieses irritierte Zucken in den Augenwinkeln. Man merkt: Sie wissen, dass sie in Wahrheit einen Marktwert haben, würden es aber lieber sehen, sie hätten keinen. Die arrogante intellektuelle Links-Schickeria gibt sich empört: „Das würde noch fehlen, dass im Kapitalismus Partnersuchende zu Ware würden“, lautet ihr Getröte, und ich bemerke die genüsslich-arrogante Abscheu, die sie mir entgegenbringen.
Fakten zählen kaum bei Partnersuchenden
Fakten? Ach du liebes bisschen, Fakten. Für die meisten Partnersuchenden zählen Fakten nicht die Bohne. Wie die trotzigen Kinder stampfen sie innerlich mit dem Fuß auf und sagen: „Ich will aber, dass die Welt anders ist“.
Ja, sehen sie, liebe Leserinnen und Leser, auch ich könnte mir vorstellen, dass die Welt anders wäre. Auch ich bekomme bei den Rührschnulzen, die man uns im Fernsehen zeigt, gelegentlich feuchte Augen. Selbstverständlich verstehe ich, warum Frauen trotz Emanzipation die Cinderella für ein brauchbares Vorbild halten.
Verstehen und Rat erteilen - Trost reicht nicht
Doch wer Rat bei der Partnersuche geben will, ist verloren, wenn er seine Mitmenschen nur „verstehen“ will. „Verstehen“ reicht nicht, und „Verständnis haben“ ist gut für die Welt des Trosts, nicht für die des Rats.
Sobald jemand einen Partner sucht, dann geht er auf den Partnermarkt. Jedem Hauptschüler müsste eigentlich klar sein, dass man dort bitte schön seine guten Eigenschaften vermarkten muss, aber selbst dazu reicht es bei vielen Partnersuchenden nicht.
Man mag einwenden: „Aber bitte, wir sind doch als Menschen geboren, die geliebt werden wollen, und wir wollen uns nicht verkaufen.“ Dem kann ich nicht widersprechen, aber am Markt zu sein und sich seiner Vorzüge bewusst zu sein, heißt werde, sich zu „verkaufen“ noch, die Liebe zu vernachlässigen.
Der angeblich nicht existierende Partnermarkt
Der Partnermarkt gaukelt uns vor, nicht zu existieren. Das ist ein weiterer Grund, warum den Verkündern der Wahrheit Hass entgegenschlägt. Dann kommen Sprüche wie: «Haben Sie je einen Partnermarkt gesehen? Wo sind sie denn bitte, die „Fleischmärkte“? »
Machen Sie sich davon frei, dass es „einen“ Marktplatz gibt – das ist ein guter Anfang. Sobald Sie in einem hübschen Sommerkleid, gefällig geschminkt und lächelnd auf die Straße gehen, sind Sie Marktteilnehmerin. Natürlich können Sie auf einen Markt gehen, auf dem es nur „partnersuchende Singles“ gibt oder nur „sexbesessene Personen“. Ich neige dazu, Ihnen davon abzuraten, solche Märkte als „die Märkte“ anzusehen, denn der Partnermarkt ist überall. Gehen Sie auf einen Markt, bei dem es ein Eintrittsgeld gibt und bei dem Sie ein Zaun von der Umwelt abgrenzt (Singlebörsen sind soclhe Märkte), dann stehen sie nur noch stärker im Fokus als sonst. An Ihrem Marktwert ändert dies gar nichts.
Der eigene Marktwert ist nur schwer feststellbar
Ihr Marktwert richtet sich nach so viel Faktoren, dass ich nicht alle anführen könnte, auch wenn ich statt dieser wenigen Worte hier auf der Liebepur ein Buch schreiben würde. Tauchen wir einmal in eine Parallelwelt ein, in der in Bargeld bezahlt wird, so sehen wir, dass für „eine Nacht voller Seligkeit“ mal 100 Euro und mal 5000 Euro fällig werden. Schon dabei zählen viele Faktoren. Wie viel mehr Faktoren zählen dann erst, wenn Sie ein Leben in Freude und Zuversicht mit einem Menschen verbringen wollen?
Faktoren fĂĽr Ihren Marktwert
Ganz generell kann ich Ihnen dies verraten: Für eine Langzeitbeziehung zählen: ihre Ausstrahlung, ihre Verlässlichkeit, ihr Einkommen und/oder ihr Sozialstatus - und eine gewisse Hoffnung auf ein erfülltes Leben. Hinzu kommen: ihr Ruf, die Anzahl ihrer vorausgegangenen, längeren Beziehungen, Ihr Alter und ihre erotische Wirkung.
Chancen - gute und weniger gute
Grob gestrickt bedeutet dies fĂĽr Langzeitbeziehungen:
Männer um 50, eigenen Haaren, sicherem Einkommen, weniger als drei Langzeitbeziehungen, ohne Schulden und mit erwachsenen Kindern mit halbwegs solidem Hintergrund haben Top-Chancen. Fahrige, blasse Jünglinge um 25 ohne wirkliche berufliche Zukunft und ohne soziale Fähigkeiten haben miserable Chancen.
Frauen unter 30 mit passablem Aussehen, Charme und Begeisterungsfähigkeit, guter Ausbildung und solidem sozialen Hintergrund haben beste Chancen, Frauen ab 40 mit kleinen Kindern und blassen Charaktereigenschaften sowie zahllosen ungelösten persönlichen Problemen haben kaum Chancen.
Dennoch haben auch die weitgehend chancenarmen Partnersuchenden die Möglichkeit, am Markt fündig zu werden – wenn sie sich bemühen, die die richtigen „Lücken“ hineinzustoßen, was wieder bedeutet: Der Marktwert der Person ist relativ, nicht absolut.
Wollen Sie mehr wissen? Fragen Sie!
Sagen Sie der Liebepur, wenn sie mehr darüber wissen möchten. Die Liebepur ist eines der wenigen Magazine in Deutschland, das sich der Wahrheit verschrieben hat und keine „gefälligen“ Artikel für Hoffende und Verzweifelte schreibt, die sich am Ende als Windeier entpuppen.
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Die Privatheit, die Zurschaustellung und die Moral-Mafia
Die sogenannten „sozialen Netzwerke“ machen von einer Jugendmentalität Gebrauch, die man so beschreiben könnte: Alles auf eine Karte setzen bei den Affentänzchen, Affären ausbreiten, kompromittierende Fotos veröffentlichen … und noch viel mehr. Doch nicht nur dies: Da wollte man mit 18 noch Model werden und ließ sich schon mal in verführerischen Dessous fotografieren, da gab man mit 21 der Presse ein Interview, wie man auf die Titelseite einer Erotikzeitschrift kam, und alles, alles ist noch da. Nun wurde mir sogar ein Fall bekannt, in dem eine Frau Schwierigkeiten bekam, weil sie sich an der Kunstakademie und auch später noch mit aktiver Aktfotografie beschäftigt hatte – von der Pressesprecherin eines Erotik-Unternehmens, die nach einigen Jahren gar keine gewesen sein will, einmal abgesehen.
Vorbilder der Jugend sollen offenbar klinisch rein leben
Die Zurschaustellung, aber auch nur die Präsentation wird für die meisten von uns niemals bedrohlich, während sie für andere zur permanenten Bedrohung wird: für Politikerinnen und Politiker, Sportlerinnen und Sportler, Funktionärinnen und Funktionäre, Lehrerinnen und Lehrer, kurz all jene Menschen, in denen manche von uns immer noch Vorbilder sehen. Wir erinnern uns an die Hetzjagd der Presse auf Max Mosley, die aufgeblasene Empörung über den Golfer Tiger Woods, oder, sehr aktuell, um die offenbar politisch motivierte Kampagne gegen Dominique Strauss-Khan. Immer wieder werden Menschen, die nicht so leben wollen wie andere, mit Dreckschleudern beschossen. Ob sie nun Anteil daran haben oder nicht, ob die Taten verwerflich waren oder vernachlässigbar – überall gilt, dass „etwas hängen bleibt“.
Frauen werden noch verschont
Frauen wurden bisher verschont – zum Einen, weil in Journalistengehirnen die Schere schon bald angesetzt wird, sobald Frauen betroffen sind, zum Anderen aber auch, weil Frauen noch nicht durchgehend so mächtig sind, dass sie sich ihre erotischen Welten zusammenkaufen können. Falls dies dennoch geschieht, steht die Presse zumeist fassungslos vor den Abgründen der Lust – und zeigt überraschend viel Verständnis.
Die perverse Moral der "gute BĂĽrger"
Dennoch und vielleicht gerade deshalb sollten Frauen vorsichtig sein: In jungen Jahren weiß noch niemand so recht, wohin der Weg einmal gehen wird. Damen, die als junge Frauen erotisch mutig, verrucht und schlampig galten, können zunächst alles werden – bis in der Vergangenheit gekramt wird. Dabei setzt man allerdings bereits „ganz unten“ an: Wer in seiner Jugend einmal Aktmodell war, sollte besser nicht Lehrerin werden wollen. Immer wieder nutzen beckmesserische, dummdreiste Eltern dies, um die entsprechenden Personen unter Druck zu setzen. Die dahinterstehende, perverse Moral ist beinahe unbegreiflich: Sie sagt aus, dass Nacktheit, Sinnlichkeit und Sexualität und damit das gesamte Erwachsenenleben im Grunde genommen eine Sauerei ist. Sie verlangt, dass die betroffenen Personen Musterfrauen nach dem Vorbild des 19.Jahrhunderts sein sollen. Das Gegenteil ist doch der Fall: Wer seinem Körper kennt und ihn mag, der tut nichts Böses, und wer sexuell Böses im Schilde führt, steht nicht zu sich und zu seinem Körper.
Der Zwiespalt - und keine Lösung?
Jeder moderne junge Mensch steht beute in diesem extremen Zwiespalt: Soll er sich der hinterlistigen Moral-Mafia aus dem Bürgertum unterwerfen und alle Vorsicht dieser Welt walten lassen, um als Etepetete-Bürger dazustehen? Oder soll er sein Leben den Realitäten stellen und seine Möglichkeiten und Grenzen erproben dürfen?
Die Frage ist gegenwärtig nicht zu beantworten, nicht einmal für Männer – und für Frauen offenbar noch weniger. Der einzige Rat, den ich Ihnen von hier aus geben kann: Meiden Sie "Soziale Netzwerke" im Internet, solange Sie jung sind.
Vorbilder der Jugend sollen offenbar klinisch rein leben
Die Zurschaustellung, aber auch nur die Präsentation wird für die meisten von uns niemals bedrohlich, während sie für andere zur permanenten Bedrohung wird: für Politikerinnen und Politiker, Sportlerinnen und Sportler, Funktionärinnen und Funktionäre, Lehrerinnen und Lehrer, kurz all jene Menschen, in denen manche von uns immer noch Vorbilder sehen. Wir erinnern uns an die Hetzjagd der Presse auf Max Mosley, die aufgeblasene Empörung über den Golfer Tiger Woods, oder, sehr aktuell, um die offenbar politisch motivierte Kampagne gegen Dominique Strauss-Khan. Immer wieder werden Menschen, die nicht so leben wollen wie andere, mit Dreckschleudern beschossen. Ob sie nun Anteil daran haben oder nicht, ob die Taten verwerflich waren oder vernachlässigbar – überall gilt, dass „etwas hängen bleibt“.
Frauen werden noch verschont
Frauen wurden bisher verschont – zum Einen, weil in Journalistengehirnen die Schere schon bald angesetzt wird, sobald Frauen betroffen sind, zum Anderen aber auch, weil Frauen noch nicht durchgehend so mächtig sind, dass sie sich ihre erotischen Welten zusammenkaufen können. Falls dies dennoch geschieht, steht die Presse zumeist fassungslos vor den Abgründen der Lust – und zeigt überraschend viel Verständnis.
Die perverse Moral der "gute BĂĽrger"
Dennoch und vielleicht gerade deshalb sollten Frauen vorsichtig sein: In jungen Jahren weiß noch niemand so recht, wohin der Weg einmal gehen wird. Damen, die als junge Frauen erotisch mutig, verrucht und schlampig galten, können zunächst alles werden – bis in der Vergangenheit gekramt wird. Dabei setzt man allerdings bereits „ganz unten“ an: Wer in seiner Jugend einmal Aktmodell war, sollte besser nicht Lehrerin werden wollen. Immer wieder nutzen beckmesserische, dummdreiste Eltern dies, um die entsprechenden Personen unter Druck zu setzen. Die dahinterstehende, perverse Moral ist beinahe unbegreiflich: Sie sagt aus, dass Nacktheit, Sinnlichkeit und Sexualität und damit das gesamte Erwachsenenleben im Grunde genommen eine Sauerei ist. Sie verlangt, dass die betroffenen Personen Musterfrauen nach dem Vorbild des 19.Jahrhunderts sein sollen. Das Gegenteil ist doch der Fall: Wer seinem Körper kennt und ihn mag, der tut nichts Böses, und wer sexuell Böses im Schilde führt, steht nicht zu sich und zu seinem Körper.
Der Zwiespalt - und keine Lösung?
Jeder moderne junge Mensch steht beute in diesem extremen Zwiespalt: Soll er sich der hinterlistigen Moral-Mafia aus dem Bürgertum unterwerfen und alle Vorsicht dieser Welt walten lassen, um als Etepetete-Bürger dazustehen? Oder soll er sein Leben den Realitäten stellen und seine Möglichkeiten und Grenzen erproben dürfen?
Die Frage ist gegenwärtig nicht zu beantworten, nicht einmal für Männer – und für Frauen offenbar noch weniger. Der einzige Rat, den ich Ihnen von hier aus geben kann: Meiden Sie "Soziale Netzwerke" im Internet, solange Sie jung sind.
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Das nächste Revolutionönchen in der Datingbranche
Wenn ich wüsste, wie man die darbende Dating-Branche retten kann, dann würde ich hier nicht dieses kleine, aber feine Magazin herausgeben, sondern mir für die dann fließende satte Kohle sofort ein neues Komfort-Automobil einer Nobelmarke bestellen oder eine kleine, schnuckelige Villa kaufen. Andere aber schreiben bereits heute in einem Blog, wie die Rettung der Partnersuche für die Menschheit aussehen könnte und nennt drei angeblich bahnbrechende Entdeckungen die Branche „revolutionieren“ könnten.
1. Die Pille beeinflusse angeblich unsere Partnerwahl – wie „diverse Studien“ ergeben hätten.
2. Menschen stellen oft fest, dass ihre Soll- oder Wunschpartner (partner preferences) nicht mit ihren Ist-Partnern ĂĽbereinstimmen.
3. Was Menschen attraktiv aneinander finden, ist nicht dasselbe wie das, was sie glücklich machen könnte. (Kompatibilität zwischen Partner findet man in Gleichheit auf einem hohen Persönlichkeitsniveau, soweit Langzeitbeziehungen betroffen sind).
Abgesehen davon, dass keine der Studien explizit genannt wurde, handelt es sich nicht um gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern in allem Fällen um bloße Annahmen, von denen keine durch Langzeituntersuchungen gestützt werden kann.
Es ist vielmehr so, dass gewisse wissenschaftliche Erkenntnisse hier mit Annahmen vermischt werden, die an sich schon völlig unsinnig sind:
1. Die erste Annahme unterstellt, dass Frauen hirnlose, von ihren Trieben bestimmte Gestalten sind, die nicht unterscheiden können, was ihnen gut tut und was nicht.
2. Hier wird behauptet, dass der Soll- oder Wunschpartner überhaupt zu haben gewesen wäre – und dass der IST-Partner aufgrund eines Fehlers bei der Partnerwahl unbeabsichtigt gefunden wurde. Ja, wäre der denn zu haben gewesen? Und wann, wie und wo?
3. Es ist wahr, dass Menschen oft etwas attraktiv am anderen finden, damit auf Dauer aber nicht leben können. Na und? Das ist ein Teil des Lebens, eine vielleicht notwendige Erfahrung, und weiter gar nichts. Es ist nach gegenwärtigem wissenschaftlichen Stand absolut unmöglich, eine glückliche Ehe vorauszusagen – schon allein, weil sie vom guten Willen beider Partner abhängt.
Ganz generell lassen sie mich bitte hier und heute eines sagen: Hören wir nicht auf die falschen Propheten! Sie sind alle lediglich Teilnehmer an einem Spiel, an dem es darum geht, Meinungen auf einen riesigen Haufen zu karren und dabei die wichtigste Tatsache zu vergessen: Wir sind Menschen, und wir haben das Recht, Fehler aller Art zu machen und daran zu lernen.
Den Besserwissern halte ich hier und heute entgegne: Keiner von euch ist bereit, in den Schuhen eines Partnersuchenden zu wandeln und die Konsequenzen für sein Tun und Unterlassen zu übernehmen – vor allem kein Wissenschaftler.
1. Die Pille beeinflusse angeblich unsere Partnerwahl – wie „diverse Studien“ ergeben hätten.
2. Menschen stellen oft fest, dass ihre Soll- oder Wunschpartner (partner preferences) nicht mit ihren Ist-Partnern ĂĽbereinstimmen.
3. Was Menschen attraktiv aneinander finden, ist nicht dasselbe wie das, was sie glücklich machen könnte. (Kompatibilität zwischen Partner findet man in Gleichheit auf einem hohen Persönlichkeitsniveau, soweit Langzeitbeziehungen betroffen sind).
Abgesehen davon, dass keine der Studien explizit genannt wurde, handelt es sich nicht um gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern in allem Fällen um bloße Annahmen, von denen keine durch Langzeituntersuchungen gestützt werden kann.
Es ist vielmehr so, dass gewisse wissenschaftliche Erkenntnisse hier mit Annahmen vermischt werden, die an sich schon völlig unsinnig sind:
1. Die erste Annahme unterstellt, dass Frauen hirnlose, von ihren Trieben bestimmte Gestalten sind, die nicht unterscheiden können, was ihnen gut tut und was nicht.
2. Hier wird behauptet, dass der Soll- oder Wunschpartner überhaupt zu haben gewesen wäre – und dass der IST-Partner aufgrund eines Fehlers bei der Partnerwahl unbeabsichtigt gefunden wurde. Ja, wäre der denn zu haben gewesen? Und wann, wie und wo?
3. Es ist wahr, dass Menschen oft etwas attraktiv am anderen finden, damit auf Dauer aber nicht leben können. Na und? Das ist ein Teil des Lebens, eine vielleicht notwendige Erfahrung, und weiter gar nichts. Es ist nach gegenwärtigem wissenschaftlichen Stand absolut unmöglich, eine glückliche Ehe vorauszusagen – schon allein, weil sie vom guten Willen beider Partner abhängt.
Ganz generell lassen sie mich bitte hier und heute eines sagen: Hören wir nicht auf die falschen Propheten! Sie sind alle lediglich Teilnehmer an einem Spiel, an dem es darum geht, Meinungen auf einen riesigen Haufen zu karren und dabei die wichtigste Tatsache zu vergessen: Wir sind Menschen, und wir haben das Recht, Fehler aller Art zu machen und daran zu lernen.
Den Besserwissern halte ich hier und heute entgegne: Keiner von euch ist bereit, in den Schuhen eines Partnersuchenden zu wandeln und die Konsequenzen für sein Tun und Unterlassen zu übernehmen – vor allem kein Wissenschaftler.
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Tacheles: Traumfrauen und Bachelor, Sex und Traumfrauen
Ich verstehe, dass es Deppen unter meinen Landleuten gibt. Ich kann auch noch verstehen, dass Menschen moderne Märchen lesen wollen, beispielsweise, dass es tatsächlich einen reichen „Junggesellen“ gibt, der wirklich partnersuchende Frauen im tatsächlichen Leben sucht.
Das alles mag man akzeptieren – aber was man eben nicht akzeptieren kann, ist die Art und Weise, in der diese Märchen durch die Presse „reingewaschen“ und als „real“ verkauft werden.
Ach wie schön – da werden Dienstmädchenträume angesprochen, in einer Zeit, in der es kaum noch Dienstmädchen gibt – und ich frage mich: In welcher Art Presselandschaft lebe ich eigentlich, in der Illusionen in Realitäten umgewandelt werden, wie es den Medien gerade passt? Gerade hörte ich, dass sich Menschen darüber Gedanken machen (sollen?), ob der „Bachelor“ vielleicht zuerst „Sex haben“ will mit den beiden verbliebenen angeblichen „Traumfrauen“. Ist es zu fassen, dass so etwas ernsthaft und dazu noch öffentlich diskutiert wird?
Das alles mag man akzeptieren – aber was man eben nicht akzeptieren kann, ist die Art und Weise, in der diese Märchen durch die Presse „reingewaschen“ und als „real“ verkauft werden.
Ach wie schön – da werden Dienstmädchenträume angesprochen, in einer Zeit, in der es kaum noch Dienstmädchen gibt – und ich frage mich: In welcher Art Presselandschaft lebe ich eigentlich, in der Illusionen in Realitäten umgewandelt werden, wie es den Medien gerade passt? Gerade hörte ich, dass sich Menschen darüber Gedanken machen (sollen?), ob der „Bachelor“ vielleicht zuerst „Sex haben“ will mit den beiden verbliebenen angeblichen „Traumfrauen“. Ist es zu fassen, dass so etwas ernsthaft und dazu noch öffentlich diskutiert wird?
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Tacheles: nie wieder Romantik!
Nein, ich will Ihnen nichts nehmen – wo immer Ihre Gedanken sind, wenn Sie „Romantik“ hören – summen Sie bitte weiter vor sich hin, verklären Sie weiter den Blick und sehen sie liebevoll den Stoffhasen an, der damals zusehen durfte, wie Sie ihre romantische Phase durchlebten.
Zumeist war es der Moment zwischen „danach sehnen“ und sich „doch nicht trauen, es zu tun“, der uns später als „romantische Liebe“ erscheint. In einem Schlager heißt es: „Ein Junge, ein Mädchen, eine Laterne“ … und vielleicht noch eine Wiese, eine Parkbank oder ein Gebüsch am Flussufer. Ja, man hat sich gesehnt, hat die Lust lange zurückgehalten, obgleich sich bereits der Busen hob, hat nur zaghaft Zärtlichkeiten zugelassen … aber man hat den Hochseilakt noch nicht gewagt – zu wenig Übung, zu viel Angst.
Wem würde man diese Romantik nicht gönnen?
Die Frage ist nicht, was wir fühlen – alle unsere Gefühle sind frei, geheim und privat, und wenn Sie meinen, dass sie schönste zeit ihres Lebens gewesen sei, nachts auf feuchtem Moos zu liegen und ihrem Liebsten das erste Mal ihre schöne Brust im Mondlicht zu präsentieren – dann ist das für Sie so. Die Frage, die ich hier stelle, und die ein „Tacheles“ verdient, ist eine andere: Wollen, sollen und dürfen wir zur romantischen Liebe erziehen?
Hände weg von der Erziehung zur Romantik!
Machen wir es bitte kurz: Die sogenannte „romantische Liebe“ ist im Kern die unwissende, noch unerfüllte Liebe, in der wir die Begierde noch zügeln – das funktioniert sogar im Erwachsenenalter noch. Der Moment in dem uns bei der Berührung durch den Anderen noch Schauer über en Rücken laufen, sich der Geschmack auf der Zunge verändert und uns bisweilen kleine Blitze vom Kopf bis in die Genitalien durchziehen. Aber wir dürfen uns nicht drauf verlassen, dass diese Liebe unerfüllt bleibt – und deshalb müssen wir realistisch bleiben, was die Liebe betrifft. Sie setzt nun einmal urwüchsige, animalische Kräfte frei, die wir kennen und beherrschen lernen müssen. Mit anderen Worten: Wir müssen vorbereitet sein auf den Moment, in dem das Verlangen übermächtig wird und die romantische Liebe sich im Liebesverzug fortsetzt. Mutter Natur kennt keine Moral, sondern nur die Durchsetzung ihres immerwährenden Auftrags: Die Fortpflanzung. Religiösen Fanatikern sei geraten, dazu einmal einen Blick in die Genesis zu werfen und zu lesen, was der Schöpfergott dazu zu sagen hatte.
Nie wieder Romantik! Keine romantisierende „Mädchenerziehung“ in der Welt der Gebrüder Grimm! Keine neue Auflage der bürgerlichen Lügenwelt mit ihren Pappfassaden!
Wir alle können Stolz darauf sein, wie sich unsere westliche, europäische Welt entwickelt hat. Die Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit sind so gut wie durchgesetzt und Frauen stehen auf gleicher Ebene wie Männer - trotz der Unterschiede, die tatsächlich vorhanden sind und obwohl es jede Menge „Gegenbewegung“ gibt und gab.
Wer heute eine neue „Mädchenerziehung“ fordert, ist ein Narr – setzen wir also alle jenen aus Politik, Religion und Ideologie die Narrenkappen auf, die ihnen gebühren.
Lesen Sie mehr – auch mit weiteren Links – in CLACK.
Zumeist war es der Moment zwischen „danach sehnen“ und sich „doch nicht trauen, es zu tun“, der uns später als „romantische Liebe“ erscheint. In einem Schlager heißt es: „Ein Junge, ein Mädchen, eine Laterne“ … und vielleicht noch eine Wiese, eine Parkbank oder ein Gebüsch am Flussufer. Ja, man hat sich gesehnt, hat die Lust lange zurückgehalten, obgleich sich bereits der Busen hob, hat nur zaghaft Zärtlichkeiten zugelassen … aber man hat den Hochseilakt noch nicht gewagt – zu wenig Übung, zu viel Angst.
Wem würde man diese Romantik nicht gönnen?
Die Frage ist nicht, was wir fühlen – alle unsere Gefühle sind frei, geheim und privat, und wenn Sie meinen, dass sie schönste zeit ihres Lebens gewesen sei, nachts auf feuchtem Moos zu liegen und ihrem Liebsten das erste Mal ihre schöne Brust im Mondlicht zu präsentieren – dann ist das für Sie so. Die Frage, die ich hier stelle, und die ein „Tacheles“ verdient, ist eine andere: Wollen, sollen und dürfen wir zur romantischen Liebe erziehen?
Hände weg von der Erziehung zur Romantik!

romantische mädchen 1914
Nie wieder Romantik! Keine romantisierende „Mädchenerziehung“ in der Welt der Gebrüder Grimm! Keine neue Auflage der bürgerlichen Lügenwelt mit ihren Pappfassaden!
Wir alle können Stolz darauf sein, wie sich unsere westliche, europäische Welt entwickelt hat. Die Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit sind so gut wie durchgesetzt und Frauen stehen auf gleicher Ebene wie Männer - trotz der Unterschiede, die tatsächlich vorhanden sind und obwohl es jede Menge „Gegenbewegung“ gibt und gab.
Wer heute eine neue „Mädchenerziehung“ fordert, ist ein Narr – setzen wir also alle jenen aus Politik, Religion und Ideologie die Narrenkappen auf, die ihnen gebühren.
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