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Tacheles: Schlampe, Weibchen oder Zimperliese - nein, danke
Nichts hat mich in der letzten Woche so geschockt wie der Hinweis einer US-amerikanischen Autorin, dass Frauen alle Schauspielerinnen werden müssten – so hat sie es zwar nicht gesagt, aber dennoch meint sie, dass Frauen beim ersten Date den Männern erst mal vorspielen müssen, was für tolle Weiber sie sind.
Das Problem ist nur: Wenn alle Frauen uns Männern die tollen Rollen vorspielen, dann reduzieren sie sich auf höchstens fünf verschiedene Rollenmodelle, und damit fängt kein Mann wirklich etwas an. Wie wir inzwischen erfahren haben, fegt die US-Amerikanerin solche Argumente mit der linken Hand vom Tisch: Na, am ersten Abend kann man doch die Qualitäten einer Frau sowieso nicht kennenlernen, also was bitte soll das Gedöns? Die Dame unterschätzt uns Männer, wie es scheint: Wir wollen nämlich von Frauen nicht verarscht werden.
Dazu muss ich wirklich noch einmal Stellung beziehen: Wer am ersten Abend einen Mann über sein wahres Wesen bescheißt, der hat bereits verschissen. Ich musste mal diese klaren Worte wählen, damit dieser Blödsinn nicht vielleicht doch noch in das Hirn irgendwelcher naiven Damen dringt, die meinen, nun mal mit dem Weibchen punkten zu können.
Wichtig ist:
1. Sein, wie man wirklich ist, aber die tollsten erotischen Eigenschaften erst nach und nach offenbaren – körperlich wie auch im Verhalten.
2. Keine Schlampen oder Diven spielen. Alles, was nach Nutte riecht, wird sofort mit „Bett“ verbunden, alle, die „überkandidelt“ sind, kommen in den Zickenstall.
3. Vorsicht mit zu viel Zurückhaltung. Natürlich und selbstbewusst auf den anderen zugehen, aber nicht offensiv und nicht „zimperlich“.
Dazu kommt: eine klare Ansage, ob man den Partner wiedertreffen will oder nicht. Nicht herumdrucksen, keine „vielleicht“ und „könnte seins“, sondern „ja“ oder „nein“. Nur, wenn man sich noch nicht sicher ist: Ich sage es dir – und dann einen genauen Termin nennen. Die meisten Männer denken gar nicht daran, bei Frauentricks anzubeißen, die herumzimpern, damit man sie nur noch mehr begehrt – vor allem Männer über 40 lassen Trickserinnen fallen wie die heißen Kartoffeln – oder sie nehmen sie einmal ins Bett und dann nie wieder.
Das Problem ist nur: Wenn alle Frauen uns Männern die tollen Rollen vorspielen, dann reduzieren sie sich auf höchstens fünf verschiedene Rollenmodelle, und damit fängt kein Mann wirklich etwas an. Wie wir inzwischen erfahren haben, fegt die US-Amerikanerin solche Argumente mit der linken Hand vom Tisch: Na, am ersten Abend kann man doch die Qualitäten einer Frau sowieso nicht kennenlernen, also was bitte soll das Gedöns? Die Dame unterschätzt uns Männer, wie es scheint: Wir wollen nämlich von Frauen nicht verarscht werden.
Dazu muss ich wirklich noch einmal Stellung beziehen: Wer am ersten Abend einen Mann über sein wahres Wesen bescheißt, der hat bereits verschissen. Ich musste mal diese klaren Worte wählen, damit dieser Blödsinn nicht vielleicht doch noch in das Hirn irgendwelcher naiven Damen dringt, die meinen, nun mal mit dem Weibchen punkten zu können.
Wichtig ist:
1. Sein, wie man wirklich ist, aber die tollsten erotischen Eigenschaften erst nach und nach offenbaren – körperlich wie auch im Verhalten.
2. Keine Schlampen oder Diven spielen. Alles, was nach Nutte riecht, wird sofort mit „Bett“ verbunden, alle, die „überkandidelt“ sind, kommen in den Zickenstall.
3. Vorsicht mit zu viel Zurückhaltung. Natürlich und selbstbewusst auf den anderen zugehen, aber nicht offensiv und nicht „zimperlich“.
Dazu kommt: eine klare Ansage, ob man den Partner wiedertreffen will oder nicht. Nicht herumdrucksen, keine „vielleicht“ und „könnte seins“, sondern „ja“ oder „nein“. Nur, wenn man sich noch nicht sicher ist: Ich sage es dir – und dann einen genauen Termin nennen. Die meisten Männer denken gar nicht daran, bei Frauentricks anzubeißen, die herumzimpern, damit man sie nur noch mehr begehrt – vor allem Männer über 40 lassen Trickserinnen fallen wie die heißen Kartoffeln – oder sie nehmen sie einmal ins Bett und dann nie wieder.
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Tacheles: Das neue Jahr – bitte keine Vorsätze
Der einzige brauchbare Vorsatz, den ich zu Beginn dieses Jahres fand, lautete: „Ich will nie wieder Gelegenheitssex ohne Kondom haben“ – nun, die Dame, die dies schrieb, hatte offenbar im letzten Jahr schlechte Erfahrungen gemacht – und da war sie sicher nicht die einzige Frau.
Statt guter Vorsätze braucht Deutschland vor allem aktive Menschen, die etwas bewegen wollen – auch im Privatleben. Sie haben sich entschieden, 2010 an eine Partnerbörse zu gehen? Na schön, das freut die Anbieter. Aber sagen Sie mal: Was haben Sie dort eigentlich anzubieten? „Jung, ledig, nett, natürlich?“ Oder wollen Sie sich gar nicht verkaufen, sondern sich ins Schaufenster der Beziehungen stellen wie die Frauen in der Herbertstraße und auf Interessenten warten?
Nein – machen Sie so etwas nie. Wenn Sie in 2010 etwas beginnen, dann tun Sie es bitte in der Absicht, es auch erfolgreich zum Ziel zu bringen. Ich las gerade neulich, dass die „Yesbuts“ überall herumkrabbeln wie die Marienkäfer am Strand und Ihnen sagen wollen: „Ja, natürlich könnet ich mal etwas versuchen, aber wissen sie, da wäre doch noch und da gäbe es doch noch und da könnte doch noch“ …
Punkt. Machen Sie auch einen. Sagen Sie nicht „Ja, aber …“, sondern werden Sie zu einem „Whynot?“ – sagen Sie also – „klar mache ich es – warum eigentlich nicht?“ Die Psychologen haben da seit längerer Zeit einen Trick, um ihre Klienten ein bisschen anzustupsen – sie fragen: „Was könnte den Schlimmes passieren, falls Sie es tun?“ Nun, das Schlimmste, was mir einfällt, ist dass sie sich ein paar Mal mehr in ihrem Leben verlieben könnten – aber das wäre doch nun wirklich nicht ganz so schlecht, oder?
Tacheles gefällig? Keine guten Vorsätze – sondern nur noch Aktivitäten. Warten Sie nicht auf bessere Zeiten – die gegenwärtigen Zeiten sind ganz einfach super für die Partnersuche. Tatsächlich waren sie noch nie so gut, denn eine gezielte Partnersuche war noch nie so billig und Erfolg versprechend (jedenfalls verglichen mit den 1960er bis 1990er Jahren) . Natürlich kann auch ich keinem Menschen helfen, dem 200 Euro zu viel sind, um einen Partner zu finden. Wer schon so anfängt, der riecht förmlich nach Schnellimbiss, und das ist wirklich keine gute Voraussetzung für eine Partnerschaft.
Falls Sie heute schon auf einen Artikel unserer neuen Serie gewartet haben – in Deutschland hocken noch zu viele Menschen in den Startlöchern, die ihren Weihnachts- und Neujahrsurlaub bis über den Dreikönigstag ausgedehnt haben. Wir beginne hier mit der neuen Serie „So finde ich meinen Partner sicher“ deshalb erst ab 11. Januar 2010.
Statt guter Vorsätze braucht Deutschland vor allem aktive Menschen, die etwas bewegen wollen – auch im Privatleben. Sie haben sich entschieden, 2010 an eine Partnerbörse zu gehen? Na schön, das freut die Anbieter. Aber sagen Sie mal: Was haben Sie dort eigentlich anzubieten? „Jung, ledig, nett, natürlich?“ Oder wollen Sie sich gar nicht verkaufen, sondern sich ins Schaufenster der Beziehungen stellen wie die Frauen in der Herbertstraße und auf Interessenten warten?
Nein – machen Sie so etwas nie. Wenn Sie in 2010 etwas beginnen, dann tun Sie es bitte in der Absicht, es auch erfolgreich zum Ziel zu bringen. Ich las gerade neulich, dass die „Yesbuts“ überall herumkrabbeln wie die Marienkäfer am Strand und Ihnen sagen wollen: „Ja, natürlich könnet ich mal etwas versuchen, aber wissen sie, da wäre doch noch und da gäbe es doch noch und da könnte doch noch“ …
Punkt. Machen Sie auch einen. Sagen Sie nicht „Ja, aber …“, sondern werden Sie zu einem „Whynot?“ – sagen Sie also – „klar mache ich es – warum eigentlich nicht?“ Die Psychologen haben da seit längerer Zeit einen Trick, um ihre Klienten ein bisschen anzustupsen – sie fragen: „Was könnte den Schlimmes passieren, falls Sie es tun?“ Nun, das Schlimmste, was mir einfällt, ist dass sie sich ein paar Mal mehr in ihrem Leben verlieben könnten – aber das wäre doch nun wirklich nicht ganz so schlecht, oder?
Tacheles gefällig? Keine guten Vorsätze – sondern nur noch Aktivitäten. Warten Sie nicht auf bessere Zeiten – die gegenwärtigen Zeiten sind ganz einfach super für die Partnersuche. Tatsächlich waren sie noch nie so gut, denn eine gezielte Partnersuche war noch nie so billig und Erfolg versprechend (jedenfalls verglichen mit den 1960er bis 1990er Jahren) . Natürlich kann auch ich keinem Menschen helfen, dem 200 Euro zu viel sind, um einen Partner zu finden. Wer schon so anfängt, der riecht förmlich nach Schnellimbiss, und das ist wirklich keine gute Voraussetzung für eine Partnerschaft.
Falls Sie heute schon auf einen Artikel unserer neuen Serie gewartet haben – in Deutschland hocken noch zu viele Menschen in den Startlöchern, die ihren Weihnachts- und Neujahrsurlaub bis über den Dreikönigstag ausgedehnt haben. Wir beginne hier mit der neuen Serie „So finde ich meinen Partner sicher“ deshalb erst ab 11. Januar 2010.
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Tacheles: keine Begriffe für die Partnersuche
Die deutsche Sprache verliert mehr und mehr ihr Begriffe für die Partnersuche. Schuld sind wie alle: Wir haben mal hier, mal dort ins Töpfchen der Begriffe gelangt, haben hier etwas falsch verstanden und dort bewusst etwas verfälscht, und am Ende stehen wir nun mit dem Scherbenhaufen unserer Begriffe da.
Letzte Woche konnte man es besonders deutlich merken: Wenn der US-Amerikaner „Dating“ sagt, dann meint er etwa anderes, als wenn wir uns „mit jemandem treffen“. Dabei ist „Dating“ ein gültiges englischsprachiges Wort – im Deutschen hingegen hat es überhaupt keine verbindliche Bedeutung.
Nur der Begriff "Blind Date" hat eine Berechtigung
Die Verballhornung Online-Dating hört man überall, aber das Wort ist an sich Blödsinn: Man „dated“ nicht im Internet, sondern knüpft dort lediglich Kontakte – das Treffen aka „Date“ findet dann in der realen Welt statt. Da wir im Deutschen keinen Begriff für „Blind Date“ haben, passt dieser Begriff ausnahmsweise einmal wirklich in die Sprache, währen das „Date“ an sich nichts, als ein Treffen ist. Im Deutschen haben wir uns, wie es scheint, dessen früher einmal geschämt und uns ein französisches Wort ausgeborgt: das „Rendezvous“.
Von Textern in die Gosse getreten: Flirt
Beim „Flirt“ könnet man seitenlang Kritik an der Wortverwendung üben: Heute gilt den Autoren alles als „Flirt“, vom kurzen Augenflirt über das schwere „Anbaggern“ bis hin zum intensiven Gespräch beim Kennenlernen. Das Wort ist heute bereits komplett in die Gosse gekommen – möglicherweise mit voller Absicht einiger Texter, die jeden dummdreisten Anmachspruch für pubertierende Jünglinge als „Flirtspruch“ verkaufen. Kaum ein Lehnwort ist in den letzten Jahren im Internet so zu Schaden geritten worden wie der „Flirt“. Ich las gerade vor ein paar Tagen, dass der Flirt überall gleich sei: im Internet wie in der Realität, also beispielsweise während der Frühstückspause im Büro. Wer so etwas behauptet, muss der Realität inzwischen entweder zur einen oder zur anderen Seite weit entrückt sein.
Bedeutungsvoll angereicherte Begriffe
Die Liste der Begriffe, die bedeutungslos sind oder denen falsche Bedeutungen beigemessen werden, ließe sich nahezu beliebig fortsetzen. Nicht immer stammen die Begriffe aus dem Englischen, auch deutsche Neuschöpfungen sind irreführend. So legen einige Unternehmen Wert darauf, als Online-Partnervermittler bezeichnet zu werden, obwohl von vornherein klar ist, dass sie gar keine Partner vermitteln, sondern nur mit technischen Mitteln erzeugte Vorschläge an Abonnenten verbreiten. Dennoch muss auch ich den Begriff benutzen, um sie von anderen Dientsleistern abzugrenzen. Auch der sogenannte „wissenschaftliche Partnerübereinstimmungstest“ gehört in die Kategorie dieser Begriffe. Es handelt sich dabei lediglich um den Versuch, gewisse Eigenschaften des Einzelmenschen psychometrisch zu erfassen, damit sie für die Datenverarbeitung geeignet sind. Dann erst werden Kriterien angelegt, deren Wissenschaftlichkeit mehr als umstritten ist, um „übereinstimmende oder ergänzende Merkmale“ herauszufinden. Englisch sagt man dazu „Matchmaking“ , was wesentlich neutraler klingt: Ein Matchmaker versucht, den „passenden“ (=“matching“) Partner zu finden.
Ich behaupte gar nicht, die besseren Begriffe zu haben. Ich kann Ihnen nur dies sagen: Seien Sie vorsichtig, wenn auf Dating- oder Flirtseiten Begriffe benutzt werden, die verführerisch klingen. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild von der Welt der Partnersuche, das hat sich am besten bewährt.
Letzte Woche konnte man es besonders deutlich merken: Wenn der US-Amerikaner „Dating“ sagt, dann meint er etwa anderes, als wenn wir uns „mit jemandem treffen“. Dabei ist „Dating“ ein gültiges englischsprachiges Wort – im Deutschen hingegen hat es überhaupt keine verbindliche Bedeutung.
Nur der Begriff "Blind Date" hat eine Berechtigung
Die Verballhornung Online-Dating hört man überall, aber das Wort ist an sich Blödsinn: Man „dated“ nicht im Internet, sondern knüpft dort lediglich Kontakte – das Treffen aka „Date“ findet dann in der realen Welt statt. Da wir im Deutschen keinen Begriff für „Blind Date“ haben, passt dieser Begriff ausnahmsweise einmal wirklich in die Sprache, währen das „Date“ an sich nichts, als ein Treffen ist. Im Deutschen haben wir uns, wie es scheint, dessen früher einmal geschämt und uns ein französisches Wort ausgeborgt: das „Rendezvous“.
Von Textern in die Gosse getreten: Flirt
Beim „Flirt“ könnet man seitenlang Kritik an der Wortverwendung üben: Heute gilt den Autoren alles als „Flirt“, vom kurzen Augenflirt über das schwere „Anbaggern“ bis hin zum intensiven Gespräch beim Kennenlernen. Das Wort ist heute bereits komplett in die Gosse gekommen – möglicherweise mit voller Absicht einiger Texter, die jeden dummdreisten Anmachspruch für pubertierende Jünglinge als „Flirtspruch“ verkaufen. Kaum ein Lehnwort ist in den letzten Jahren im Internet so zu Schaden geritten worden wie der „Flirt“. Ich las gerade vor ein paar Tagen, dass der Flirt überall gleich sei: im Internet wie in der Realität, also beispielsweise während der Frühstückspause im Büro. Wer so etwas behauptet, muss der Realität inzwischen entweder zur einen oder zur anderen Seite weit entrückt sein.
Bedeutungsvoll angereicherte Begriffe
Die Liste der Begriffe, die bedeutungslos sind oder denen falsche Bedeutungen beigemessen werden, ließe sich nahezu beliebig fortsetzen. Nicht immer stammen die Begriffe aus dem Englischen, auch deutsche Neuschöpfungen sind irreführend. So legen einige Unternehmen Wert darauf, als Online-Partnervermittler bezeichnet zu werden, obwohl von vornherein klar ist, dass sie gar keine Partner vermitteln, sondern nur mit technischen Mitteln erzeugte Vorschläge an Abonnenten verbreiten. Dennoch muss auch ich den Begriff benutzen, um sie von anderen Dientsleistern abzugrenzen. Auch der sogenannte „wissenschaftliche Partnerübereinstimmungstest“ gehört in die Kategorie dieser Begriffe. Es handelt sich dabei lediglich um den Versuch, gewisse Eigenschaften des Einzelmenschen psychometrisch zu erfassen, damit sie für die Datenverarbeitung geeignet sind. Dann erst werden Kriterien angelegt, deren Wissenschaftlichkeit mehr als umstritten ist, um „übereinstimmende oder ergänzende Merkmale“ herauszufinden. Englisch sagt man dazu „Matchmaking“ , was wesentlich neutraler klingt: Ein Matchmaker versucht, den „passenden“ (=“matching“) Partner zu finden.
Ich behaupte gar nicht, die besseren Begriffe zu haben. Ich kann Ihnen nur dies sagen: Seien Sie vorsichtig, wenn auf Dating- oder Flirtseiten Begriffe benutzt werden, die verführerisch klingen. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild von der Welt der Partnersuche, das hat sich am besten bewährt.
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Tacheles: warum Sie am Ende nur noch Zwerge finden
Ich habe es inzwischen ein paar Mal in Anklängen geschrieben – aber noch nicht Tacheles darüber geredet. Wissen Sie, es gibt immer einen Mann, der hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen wohnt und noch tausend Mal mehr äußere Attraktivität, bessere vererbbare Eigenschaften und einen höheren sozialen Status hat. Dass dies für Männer auch gilt, die Prinzessinnen suchen, brauche ich Ihnen nicht zu sagen, nicht wahr?
Ich sehe Sie schon Pilgern – in riesigen Pilgerzügen, mit durch Liebesgift versuchten Äpfelchen und Kämmen bewaffnet – ein wundervolles Bild. Ja, ich liebe es, Sie zu sehne, wie sie dann alle vor des Prinzen Schloss stehen oder vor der Zwerge Haus, wie die Kandidatinnen und Kandidaten bei Tila Tequilas „A Shot of Love“.
Klar, Sie werden es sein, Sie werden das große Los ziehen und ihrer Prinzessin oder ihrem Prinzen das Liebesäpfelchen ins Maul stopfen – nur Sie. Wer denn eigentlich sonst?
Mitmenschen, schmeißt eure Märchenbücher endlich ins Feuer! Es hat keinen Sinn, ständig nach dem „noch besseren“ Partner zu suchen. Wenn Sie sieben Frauen oder Männer einer guten Vorauswahl getroffen haben, dann ist die Richtige oder der Richtige dabei, sonst haben sie schlecht vorsortiert. Sie werden finden: Sobald Sie Nummer 49 getroffen haben, werden Sie sich nach Nummer drei zurücksehen – „ach, wenn ich den doch genommen hätte“.
Übrigens – mal so ganz nebenbei: Sie gehen nicht einfach an den Dating-Markt und haben die freie Auswahl. Die anderen wählen auch Sie. So, und nun werde ich mal direkt: Ein schnöseliger Mann, der 99 Dates hatte und seine Traumfrau immer noch nicht fand, der wird vielleicht genau deswegen abgelehnt, weil er ein schnöseliger Mann ist, der sich nicht entscheiden kann – und sein Äquivalent, die leckere Frau, die „auch schon einige“ Verabredungen hatte und immer ein Härchen in der Suppe fand, wird vielleicht deshalb abgelehnt, weil Männer keine Frauen mögen, die alles perfekt haben wollen – selbst dann noch, wenn sie die „Schönsten im ganzen Land“ sind.
Also: Hände weg vom Gang über die sieben Berge! Am Ende finden sie dort nämlich nur Zwerge, weil die Prinzessinnen und Prinzen längst über alle Berge sind. Oder denken Sie etwas, die würden ausgerechnet auf SIE warten?
Sind Sie jetzt empört? Das ist optimal. Schreiben Sie mir, warum, und lesen Sie bitte noch dies:
Tacheles ist ein zumeist periodisch erscheinender, gezielter, kontrollierter und provokativer Zornesausbruch des Chefs der Liebepur, der, wenn überhaupt, hier montags erscheint.
Ich sehe Sie schon Pilgern – in riesigen Pilgerzügen, mit durch Liebesgift versuchten Äpfelchen und Kämmen bewaffnet – ein wundervolles Bild. Ja, ich liebe es, Sie zu sehne, wie sie dann alle vor des Prinzen Schloss stehen oder vor der Zwerge Haus, wie die Kandidatinnen und Kandidaten bei Tila Tequilas „A Shot of Love“.
Klar, Sie werden es sein, Sie werden das große Los ziehen und ihrer Prinzessin oder ihrem Prinzen das Liebesäpfelchen ins Maul stopfen – nur Sie. Wer denn eigentlich sonst?
Mitmenschen, schmeißt eure Märchenbücher endlich ins Feuer! Es hat keinen Sinn, ständig nach dem „noch besseren“ Partner zu suchen. Wenn Sie sieben Frauen oder Männer einer guten Vorauswahl getroffen haben, dann ist die Richtige oder der Richtige dabei, sonst haben sie schlecht vorsortiert. Sie werden finden: Sobald Sie Nummer 49 getroffen haben, werden Sie sich nach Nummer drei zurücksehen – „ach, wenn ich den doch genommen hätte“.
Übrigens – mal so ganz nebenbei: Sie gehen nicht einfach an den Dating-Markt und haben die freie Auswahl. Die anderen wählen auch Sie. So, und nun werde ich mal direkt: Ein schnöseliger Mann, der 99 Dates hatte und seine Traumfrau immer noch nicht fand, der wird vielleicht genau deswegen abgelehnt, weil er ein schnöseliger Mann ist, der sich nicht entscheiden kann – und sein Äquivalent, die leckere Frau, die „auch schon einige“ Verabredungen hatte und immer ein Härchen in der Suppe fand, wird vielleicht deshalb abgelehnt, weil Männer keine Frauen mögen, die alles perfekt haben wollen – selbst dann noch, wenn sie die „Schönsten im ganzen Land“ sind.
Also: Hände weg vom Gang über die sieben Berge! Am Ende finden sie dort nämlich nur Zwerge, weil die Prinzessinnen und Prinzen längst über alle Berge sind. Oder denken Sie etwas, die würden ausgerechnet auf SIE warten?
Sind Sie jetzt empört? Das ist optimal. Schreiben Sie mir, warum, und lesen Sie bitte noch dies:
Tacheles ist ein zumeist periodisch erscheinender, gezielter, kontrollierter und provokativer Zornesausbruch des Chefs der Liebepur, der, wenn überhaupt, hier montags erscheint.
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Tacheles: Zeit verplempern mit Ansprüchen
Vielleicht sollte man sich die deutschen und Schweizer Frauen wirklich mal zur Brust nehmen und Tacheles mit ihnen reden: hey, ihr da draußen, wie lange wollt ihr eigentlich noch eure Zeit damit verplempern, eure Anspruchshaltungen wie Insektengift in die Welt zu sprühen?
Ich erinnere mich, als ich so gegen 40 war, das ging die Sache los: „Aber man hat doch gewisse Ansprüche“ – „na, wir Frauen werden doch auch Ansprüche haben dürfen, ihr Männer habt sie doch schließlich auch“, oder gar „aber Sie haben doch auch Ansprüche an Ihre Partnerin, nicht wahr?“
Also, Frauen, hört mal her: Ansprüche hat man, wenn man einen Vertrag mit jemandem hat, und diejenigen, die diese Zeilen etwas angehen, haben keine Verträge mit der Welt, sondern nichts als Flausen im Kopf. Wie bitte, Flausen? Ja, Flausen. Zu viel Grimms Märchen gelesen? Ach, Fräulein Dornröschen, Fräulein Schneewittchen und Fräulein Aschenbrödel, sollten sie nicht mal erwachsen werden?
Tacheles: Es gibt nur die Männer, die es gibt – hier, in der schnöden, lächerlichen und über alle Maßen gewöhnlichen Realität. Ja, und wenn Sie nun wirklich bis hierher gelesen habt: Wollt ihr eigentlich ewig eure Zeit mit Ansprüchen und solchem Gedöns verplempern? Es bringt euch kein Ansehen, keine Macht, keine Küsse, keinen Sex und keinen Cent zusätzlich in der Kasse. Schon mal drüber nachgedacht?
Sind Sie jetzt empört? Dann lesen Sie bitte noch dies:
Tacheles ist ein zumeist periodisch erscheinender, gezielter, kontrollierter und provokativer Zornesausbruch des Chefs der Liebepur, der, wenn überhaupt, hier montags erscheint.
Ich erinnere mich, als ich so gegen 40 war, das ging die Sache los: „Aber man hat doch gewisse Ansprüche“ – „na, wir Frauen werden doch auch Ansprüche haben dürfen, ihr Männer habt sie doch schließlich auch“, oder gar „aber Sie haben doch auch Ansprüche an Ihre Partnerin, nicht wahr?“
Also, Frauen, hört mal her: Ansprüche hat man, wenn man einen Vertrag mit jemandem hat, und diejenigen, die diese Zeilen etwas angehen, haben keine Verträge mit der Welt, sondern nichts als Flausen im Kopf. Wie bitte, Flausen? Ja, Flausen. Zu viel Grimms Märchen gelesen? Ach, Fräulein Dornröschen, Fräulein Schneewittchen und Fräulein Aschenbrödel, sollten sie nicht mal erwachsen werden?
Tacheles: Es gibt nur die Männer, die es gibt – hier, in der schnöden, lächerlichen und über alle Maßen gewöhnlichen Realität. Ja, und wenn Sie nun wirklich bis hierher gelesen habt: Wollt ihr eigentlich ewig eure Zeit mit Ansprüchen und solchem Gedöns verplempern? Es bringt euch kein Ansehen, keine Macht, keine Küsse, keinen Sex und keinen Cent zusätzlich in der Kasse. Schon mal drüber nachgedacht?
Sind Sie jetzt empört? Dann lesen Sie bitte noch dies:
Tacheles ist ein zumeist periodisch erscheinender, gezielter, kontrollierter und provokativer Zornesausbruch des Chefs der Liebepur, der, wenn überhaupt, hier montags erscheint.
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