liebe pur - der fĂĽhrende ratgeber fĂĽr partnersuchende |
abonnieren sie die liebepur per RSS - kostenlos |
Das Leben in Schwärmen und anderwärts
Wer diese Zeilen liest, hat vermutlich etwas mit Internet-Dating zu tun – oder er hat wenigstens schon einmal daran gedacht. Inzwischen hat Internet-Dating etwas mit einem Trend zu tun: Der Schwarm, in dem wir uns tummeln zieht in eine Richtung, also tun wir es auch. Als es noch „pfui bah“ war, einen Partner in den Heiratsannoncen oder Bekanntschaftsanzeigen zu suchen, haben wir das natürlich alle niemals getan, nicht wahr? Da war es auch noch nicht „in“. Da schwärmten wir noch nicht in einer Richtung, machten mit Facebook unser Privatleben zu einer Farce und ließen im Erotikchat noch nicht anonym das Höschen herunter. Es mag ja sein, dass Sie das eine oder andere wirklich niemals getan haben – und dazu kann ich Ihnen sagen: da haben Sie wenig versäumt. Wie Sie denn überhaupt recht wenig versäumt haben, wenn Sie kein Facebook-, Twitter- oder XING-Mitglied geworden sind, aber das nur nebenbei.
Nun schwärmen wir also aus: Partnersuche per Internet, und ich will ganz offen sein: das ist erstens wirklich eine tolle Sache und zweitens bringt diese Einrichtung tatsächlich Menschen zusammen, die einander im Leben kaum getroffen hätten – den Maler und die Studienrätin oder die Landärztin und den freien Schriftsteller, zum Beispiel und viele, viele andere, die tatsächlich zu individuell leben, um sich an ihrer nächsten Umgebung zu orientieren.
Aber – das ist nicht die Regel. Tatsächlich lernen wir im Internet nur Menschen kennen, die anderswo in ähnlichen Verhältnissen einen ähnlichen Lebensstil pflegen – genau die sollen wir ja auch treffen: Menschen, die uns ähnlich sind. Fragt sich nur, warum wir dann den Aufwand betreiben? Denn während die Zeitungsannoncen für die wenigen Individualisten, Spätentwickler und Geschiedenen gedacht waren, die keine Lust dazu hatten, sich öffentlich zum Buhlkasper zu machen, ist das Internet voll mit Buhlkaspern, die vor allem eines wollen: Mit der Masse schwimmen, aber dabei die beste Figur zu machen.
Damit ich gar nicht erst falsch verstanden werde: Die Buhlkasper und ihre entsprechenden Gretel bilden nicht die Mehrheit, sondern eine ausgesprochen lästige Randgruppe. Sie sind fest davon überzeugt, dass das Internet ihnen den Zugang zur besten möglichen Partnerschaft erlaubt, sozusagen zur „Krönung der Partnerschaft“ – aber sie sind eben nichts als Teil des Durchschnitts, der letztendlich vom Traum getrieben wird, sich aus der Masse herauszuheben, aber in Wahrheit mit den Schwärmen zieht, die sich von Trend treiben lassen. Fragen wir uns, warum diese Menschen nicht zum Ziel kommen, einen „ganz besonderen“ Partner zu finden, so ist die Antwort: „weil sie selber nichts Besonderes sind.“
Manche Dinge sind eben ganz einfach – und falls Sie jetzt nachdenklich werden: Es ist verdammt schwierig, ein Individualist zu sein und sein Glück abseits der Schwärme zu suchen – so verdammt schwierig, dass ich Ihnen eigentlich nur raten dürfte: „Schwimmen Sie doch weiter mit dem Strom, und träumen Sie ihren Traum, der niemals in Erfüllung gehen wird.“ Immerhin bin ich nach reiflicher Überlegung zu der Meinung gekommen, Ihnen einen besseren Rat zu geben: Schwimmen Sie nicht weiter mit dem Strom, sondern packen Sie das Glück beim Schopfe, wo es sich Ihnen anbietet. Gehen Sie Beziehungen ein, wenn Sie jemanden finden, der ihre Stärken liebt und ihre Schwächen hinnimmt. Dazu brauchen Sie nicht immer schneller zu schwimmen und immer besser zu sein als die anderen Fische in Ihren Schwarm – Sie müssen nur ab und an innehalten und sich umsehen, wer noch zur Ruhe kommen will um irgendwo zwischen den Algen einen stillen Platz zu finden.
Geschrieben nach der LektĂĽre dieses Artikels.
Nun schwärmen wir also aus: Partnersuche per Internet, und ich will ganz offen sein: das ist erstens wirklich eine tolle Sache und zweitens bringt diese Einrichtung tatsächlich Menschen zusammen, die einander im Leben kaum getroffen hätten – den Maler und die Studienrätin oder die Landärztin und den freien Schriftsteller, zum Beispiel und viele, viele andere, die tatsächlich zu individuell leben, um sich an ihrer nächsten Umgebung zu orientieren.
Aber – das ist nicht die Regel. Tatsächlich lernen wir im Internet nur Menschen kennen, die anderswo in ähnlichen Verhältnissen einen ähnlichen Lebensstil pflegen – genau die sollen wir ja auch treffen: Menschen, die uns ähnlich sind. Fragt sich nur, warum wir dann den Aufwand betreiben? Denn während die Zeitungsannoncen für die wenigen Individualisten, Spätentwickler und Geschiedenen gedacht waren, die keine Lust dazu hatten, sich öffentlich zum Buhlkasper zu machen, ist das Internet voll mit Buhlkaspern, die vor allem eines wollen: Mit der Masse schwimmen, aber dabei die beste Figur zu machen.
Damit ich gar nicht erst falsch verstanden werde: Die Buhlkasper und ihre entsprechenden Gretel bilden nicht die Mehrheit, sondern eine ausgesprochen lästige Randgruppe. Sie sind fest davon überzeugt, dass das Internet ihnen den Zugang zur besten möglichen Partnerschaft erlaubt, sozusagen zur „Krönung der Partnerschaft“ – aber sie sind eben nichts als Teil des Durchschnitts, der letztendlich vom Traum getrieben wird, sich aus der Masse herauszuheben, aber in Wahrheit mit den Schwärmen zieht, die sich von Trend treiben lassen. Fragen wir uns, warum diese Menschen nicht zum Ziel kommen, einen „ganz besonderen“ Partner zu finden, so ist die Antwort: „weil sie selber nichts Besonderes sind.“
Manche Dinge sind eben ganz einfach – und falls Sie jetzt nachdenklich werden: Es ist verdammt schwierig, ein Individualist zu sein und sein Glück abseits der Schwärme zu suchen – so verdammt schwierig, dass ich Ihnen eigentlich nur raten dürfte: „Schwimmen Sie doch weiter mit dem Strom, und träumen Sie ihren Traum, der niemals in Erfüllung gehen wird.“ Immerhin bin ich nach reiflicher Überlegung zu der Meinung gekommen, Ihnen einen besseren Rat zu geben: Schwimmen Sie nicht weiter mit dem Strom, sondern packen Sie das Glück beim Schopfe, wo es sich Ihnen anbietet. Gehen Sie Beziehungen ein, wenn Sie jemanden finden, der ihre Stärken liebt und ihre Schwächen hinnimmt. Dazu brauchen Sie nicht immer schneller zu schwimmen und immer besser zu sein als die anderen Fische in Ihren Schwarm – Sie müssen nur ab und an innehalten und sich umsehen, wer noch zur Ruhe kommen will um irgendwo zwischen den Algen einen stillen Platz zu finden.
Geschrieben nach der LektĂĽre dieses Artikels.
Dieser Artikel enthält bisher noch keine Kommentare
Wenn die Liebe zum Idealbild neigt
Wie gut, wenn man weiß, was man heute weiß, und offenbar weiß es eine Redakteurin der „Stuttgarter Zeitung“, Adrienne Braun, ganz genau, nämlich so:
Sie nimmt Bezug auf Pygmalion, und wer die Geschichte nachlesen will, der möge es bitte an Ort und Stelle tun. Jedenfalls hält Frau Braun Pygmalion nicht mehr für den liebenden „Romantiker par excellence“, sondern inzwischen für einen „armen Tropf, der nichts davon weiß, dass die Liebe dann am schönsten ist, wenn sie die Niederungen des Seins akzeptiert, erträgt - und überwindet.“
Nun bin ich immer sehr gerne bereit, Wahrheiten zu akzeptieren – nur frage ich mich: Sollten sich Frauen hier nicht mal an die eigene Nase fassen? Gibt es nicht inzwischen Tausende von Frauen, die sogar ohne „Entwicklungsstörung als Mädchen“ gespalten sind, was ihre Lebensplanung, ihre erotischen Vorstellungen und ihre Partnerwünsche angeht? Erleben wie nicht täglich Frauen, die in ihren sogenannten „Ansprüchen“ weit über das Ziel des Machbaren hinausschießen? Sind dies nicht ebenfalls Frauen, die einem unerreichbaren Ideal nachstreben, ja, mal auf die Spitze getrieben: Sind es nicht Frauen, die im Grunde genommen als hochgradig neurotisch angesehen werden müssen, jedenfalls was den Bereich ihrer Beziehungen betriff?
Lassen wir doch das Kunstwort „Desexualisierung“ einmal weg – wäre da nicht dieser Satz ebenfalls goldrichtig:
Damit ich gar nicht erst in den Verdacht komme, dem einen wie dem anderen Satz zuzustimmen: Ich, für meinen Teil, lehne beide ab, weil sie nicht das „heutiges Wissen“, sondern lediglich eine psychologische Sichtweise darstellen. Idealvorstellungen, verehrte Damen und Herren Psychoanalytiker, haben wir fast alle – aber diejenigen, die das Leben in Beziehungen früher oder später meistern, legen sie eben auch wieder ab. Warum manche Menschen ihre Ideale beibehalten und man ihnen den Partner erst „backen muss“? Ja, auf diese Antwort werden wir wohl noch warten müssen – es sei denn, man gibt sich mit den billigen Erklärungen der Psychoanalyse zufrieden – aber dann, ja dann müsste man sie auch für Frauen „mit Anspruchshaltung“ akzeptieren – und dies zu unserer aller Schaden.
Warum „zu unser aller Schaden“? Weil es dann immer eine Entschuldigung für unser Fehlverhalten gäbe – und weil wir unser fixiertes Verhalten dann allerhöchstens noch mit der Psychotherapie umkehren könnten, aber nie mehr aus eigener Kraft. Glauben Sie mir: Es wäre eine erbärmliche Welt, in der wir dann leben müssten.
Wenn die Entwicklung eines Jungen gestört wird, bleibt es bei der Zweiteilung zwischen erotischen Beziehungen einerseits - und desexualisierten, idealisierten Beziehungen zu Frauen andererseits.
Sie nimmt Bezug auf Pygmalion, und wer die Geschichte nachlesen will, der möge es bitte an Ort und Stelle tun. Jedenfalls hält Frau Braun Pygmalion nicht mehr für den liebenden „Romantiker par excellence“, sondern inzwischen für einen „armen Tropf, der nichts davon weiß, dass die Liebe dann am schönsten ist, wenn sie die Niederungen des Seins akzeptiert, erträgt - und überwindet.“
Nun bin ich immer sehr gerne bereit, Wahrheiten zu akzeptieren – nur frage ich mich: Sollten sich Frauen hier nicht mal an die eigene Nase fassen? Gibt es nicht inzwischen Tausende von Frauen, die sogar ohne „Entwicklungsstörung als Mädchen“ gespalten sind, was ihre Lebensplanung, ihre erotischen Vorstellungen und ihre Partnerwünsche angeht? Erleben wie nicht täglich Frauen, die in ihren sogenannten „Ansprüchen“ weit über das Ziel des Machbaren hinausschießen? Sind dies nicht ebenfalls Frauen, die einem unerreichbaren Ideal nachstreben, ja, mal auf die Spitze getrieben: Sind es nicht Frauen, die im Grunde genommen als hochgradig neurotisch angesehen werden müssen, jedenfalls was den Bereich ihrer Beziehungen betriff?
Lassen wir doch das Kunstwort „Desexualisierung“ einmal weg – wäre da nicht dieser Satz ebenfalls goldrichtig:
Wenn die Entwicklung eines Mädchens gestört wird, bleibt es bei der Zweiteilung zwischen erotischen Beziehungen einerseits - und idealisierten Beziehungen zu Männern andererseits
Damit ich gar nicht erst in den Verdacht komme, dem einen wie dem anderen Satz zuzustimmen: Ich, für meinen Teil, lehne beide ab, weil sie nicht das „heutiges Wissen“, sondern lediglich eine psychologische Sichtweise darstellen. Idealvorstellungen, verehrte Damen und Herren Psychoanalytiker, haben wir fast alle – aber diejenigen, die das Leben in Beziehungen früher oder später meistern, legen sie eben auch wieder ab. Warum manche Menschen ihre Ideale beibehalten und man ihnen den Partner erst „backen muss“? Ja, auf diese Antwort werden wir wohl noch warten müssen – es sei denn, man gibt sich mit den billigen Erklärungen der Psychoanalyse zufrieden – aber dann, ja dann müsste man sie auch für Frauen „mit Anspruchshaltung“ akzeptieren – und dies zu unserer aller Schaden.
Warum „zu unser aller Schaden“? Weil es dann immer eine Entschuldigung für unser Fehlverhalten gäbe – und weil wir unser fixiertes Verhalten dann allerhöchstens noch mit der Psychotherapie umkehren könnten, aber nie mehr aus eigener Kraft. Glauben Sie mir: Es wäre eine erbärmliche Welt, in der wir dann leben müssten.
Dieser Artikel enthält bisher noch keine Kommentare
Macht die Presse guten Rundfunk?
In einem Gutachten, das dieser Tage von der ARD verbreitet wurde, heißt es, dass die Presse mit ihren Internetangeboten „eigentlich Rundfunk“ betreibt, und
Die Frage, die ich mir dazu stelle, ist allerdings: Macht die Presse eigentlich einen guten Rundfunk – und meine Antwort ist: „Nein, auf keinen Fall“ – jedenfalls nicht, wenn es die Partnersuche betrifft, und schon gar nicht, wenn von Online-Dating die Rede ist. Da werden viel zu schnell oberflächliche und nichtssagende Informationen zum Kennenlernen verbreitet, die teils flugs aus der englischsprachigen Presse übernommen werden – zumeist ohne jegliche Nachrecherche. Wären daran nur die Boulevardblätter beteiligt, so möchte dies ja noch hingehen – aber inzwischen geht der Weg leider über die mehr als fragwürdige englische Online-Presse an deutsche Boulevardblätter – und von dort finden die Nachrichten dann auch Eingang in andere Presserzeugnisse derselben Verleger.
Was Online-Dating angeht, haben viel zu wenige Redaktionen erkannt, dass es dabei um ein Kulturphänomen geht und nicht um eine Frage, die von der Computerredaktion abgehandelt werden kann. Man muss sich dies einmal vergegenwärtigen: Da findet eine kulturelle Revolution des Kennenlernens statt, und so gut wie die gesamte deutsche Presse schläft sich darüber erst einmal aus. Es scheint so, als würden die Redakteurinnen und Redakteure das Thema auch heute nur mit spitzen Fingern anfassen, gerade so, als ob es ihnen zu schleimig ist.
Ist es ein Randthema, wenn sich die Kultur des Kennenlernens nach und nach wandelt? Ich meine, dass es genau dies nicht ist. Ein kultureller Wandel dieses Ausmaßes hat doch Folgen, und diese Folgen müssten auch in den Redaktionen mittlerweile erkennbar sein – und sei es am Beispiel des Redakteurs am Nebentisch. Übrigens macht die Presse auf diesem Gebiet nicht nur einen schlechten Rundfunk, sondern hinterlässt auch ein schwaches Bild in den Printmedien.
Begibt sich die Presse allerdings auf das Gebiet des Rundfunks, der im modernen Sinne auch Internetangebote umfasst, muss sie die öffentlich-rechtliche Konkurrenz aushalten.
Die Frage, die ich mir dazu stelle, ist allerdings: Macht die Presse eigentlich einen guten Rundfunk – und meine Antwort ist: „Nein, auf keinen Fall“ – jedenfalls nicht, wenn es die Partnersuche betrifft, und schon gar nicht, wenn von Online-Dating die Rede ist. Da werden viel zu schnell oberflächliche und nichtssagende Informationen zum Kennenlernen verbreitet, die teils flugs aus der englischsprachigen Presse übernommen werden – zumeist ohne jegliche Nachrecherche. Wären daran nur die Boulevardblätter beteiligt, so möchte dies ja noch hingehen – aber inzwischen geht der Weg leider über die mehr als fragwürdige englische Online-Presse an deutsche Boulevardblätter – und von dort finden die Nachrichten dann auch Eingang in andere Presserzeugnisse derselben Verleger.
Was Online-Dating angeht, haben viel zu wenige Redaktionen erkannt, dass es dabei um ein Kulturphänomen geht und nicht um eine Frage, die von der Computerredaktion abgehandelt werden kann. Man muss sich dies einmal vergegenwärtigen: Da findet eine kulturelle Revolution des Kennenlernens statt, und so gut wie die gesamte deutsche Presse schläft sich darüber erst einmal aus. Es scheint so, als würden die Redakteurinnen und Redakteure das Thema auch heute nur mit spitzen Fingern anfassen, gerade so, als ob es ihnen zu schleimig ist.
Ist es ein Randthema, wenn sich die Kultur des Kennenlernens nach und nach wandelt? Ich meine, dass es genau dies nicht ist. Ein kultureller Wandel dieses Ausmaßes hat doch Folgen, und diese Folgen müssten auch in den Redaktionen mittlerweile erkennbar sein – und sei es am Beispiel des Redakteurs am Nebentisch. Übrigens macht die Presse auf diesem Gebiet nicht nur einen schlechten Rundfunk, sondern hinterlässt auch ein schwaches Bild in den Printmedien.
Dieser Artikel enthält bisher noch keine Kommentare
Tacheles: Warum Partnersuchende sich einen Zahn ziehen lassen sollten
Vor einiger Zeit habe ich an die Partnersuchenden gedacht, und zwar dort, wo Sie es vielleicht nicht vermuten würden: beim Zahnarzt. Meine Zahnärztin ist übrigens eine wunderschöne junge Frau, die deutsch und englisch spricht – falls Sie also man einen Zahn brauchen und nach Ungarn kommen – fragen Sie mich mal danach. Ein Tipp: Holen Sie sich vorher von einem deutschen Zahnarzt einen Heil-und Kostenplan ein, sonst veranstaltet Ihre Krankenkasse mit Ihnen ein Affentänzchen wegen der Kosten.
Aber nun mal zum Thema: Ich schreibe Ihnen dies ja nicht, um die Schönheit meiner Zahnärztin anzupreisen, sondern wegen der Tatsache, dass ich lange Zeit unerträgliche Schwierigkeiten hatte – Kopfschmerzen, Schmerzen in den Nebenhöhlen, im Ober- und Unterkiefer, jeweils alternierend – da schüttelte selbst der hals- nasen- und ohrenkundige Professor in Deutschland die Achseln und sagte „ich kann nichts finden“.
Wahrscheinlich ahnen Sie, was des Rätsels Lösung war: Ein Zahn, genau genommen ein Weisheitszahn, und der wurde mir von der sanften jungen Frau einfach so herausgerupft, was mich nun endlich zum Thema kommen lässt: Manchmal muss man sich einfach einen Zahn ziehen lassen.
Also Partnersuche: die Jagd nach der besten Frau, dem besten Mann, Ms. Right, Mr. Right, Traumfrau oder Traummann, vom Wunschpartner ganz zu schweigen.. Mal schmerzt die Seele dabei, mal der Körper, und manchmal auch der Geist. Die einen „schlafen sich so durch“ bei der Suche, die anderen vergießen ständig Tränen der Enttäuschung, und wieder andere ertragen ständig neue Dumpfbacken, die ihnen die Ohren volllabern. Partnersuche kann sehr schmerzlich sein, und sie schmerzt manchmal dort, wo man es nicht für möglich halten würde: Zum Beispiel bei den vielen ganz, ganz ehrlichen, liebevollen und über alle Maßen sanften Damen, die immer wieder nichts als Schufte an Land ziehen, die ganz, ganz verlogen sind, keinerlei Gefühle haben dazu noch raubauzig werden, wenn man sie darauf anspricht.
Also – wenn es soweit ist und überall wehtut – dann lassen Sie doch einfach mal Naschschauen, ob es nicht möglicherweise sein könnte, dass Sie bisher bei den falschen Beratern nach den falschen Dingen gefragt haben und dabei die Antworten bekommen haben, die als sanftes Sedativum wirken sollten. „Es wird schon, es liegt nicht an Ihnen, Männer sind eben so“ .
Wenn Sie all dies dann eine Weile erprobt haben, dann werden Sie merken: Der Rat beruhigt bis zum nächsten Mann, aber der erweist sich als genau so gefühlskalt, machohaft und – um mit einem Buchtitel zu sprechen – als „Scheißkerl“.
Also: Wenn beim nächsten Mann alles anders werden soll, dann lassen Sie sich mal einen Zahn ziehen: nämlich den, dass er Mr. Perfect, Mr. Right, der Traumprinz oder der Traummann ist. Nehmen Sie einfach einen Mann bei der Hand, führen Sie ihn in Ihr Leben ein und erleben sie mit ihm eine wunderschöne Zeit – und dann spinnen sie ihn so ein, dass er jedenfalls mal für die nächsten fünf Jahre - keine andere mehr ansieht.
Ja, nur warum machen Sie es nicht? Haben Sie etwa Angst davor, dass Ihnen ein Zahn gezogen wird?
Aber nun mal zum Thema: Ich schreibe Ihnen dies ja nicht, um die Schönheit meiner Zahnärztin anzupreisen, sondern wegen der Tatsache, dass ich lange Zeit unerträgliche Schwierigkeiten hatte – Kopfschmerzen, Schmerzen in den Nebenhöhlen, im Ober- und Unterkiefer, jeweils alternierend – da schüttelte selbst der hals- nasen- und ohrenkundige Professor in Deutschland die Achseln und sagte „ich kann nichts finden“.
Wahrscheinlich ahnen Sie, was des Rätsels Lösung war: Ein Zahn, genau genommen ein Weisheitszahn, und der wurde mir von der sanften jungen Frau einfach so herausgerupft, was mich nun endlich zum Thema kommen lässt: Manchmal muss man sich einfach einen Zahn ziehen lassen.
Also Partnersuche: die Jagd nach der besten Frau, dem besten Mann, Ms. Right, Mr. Right, Traumfrau oder Traummann, vom Wunschpartner ganz zu schweigen.. Mal schmerzt die Seele dabei, mal der Körper, und manchmal auch der Geist. Die einen „schlafen sich so durch“ bei der Suche, die anderen vergießen ständig Tränen der Enttäuschung, und wieder andere ertragen ständig neue Dumpfbacken, die ihnen die Ohren volllabern. Partnersuche kann sehr schmerzlich sein, und sie schmerzt manchmal dort, wo man es nicht für möglich halten würde: Zum Beispiel bei den vielen ganz, ganz ehrlichen, liebevollen und über alle Maßen sanften Damen, die immer wieder nichts als Schufte an Land ziehen, die ganz, ganz verlogen sind, keinerlei Gefühle haben dazu noch raubauzig werden, wenn man sie darauf anspricht.
Also – wenn es soweit ist und überall wehtut – dann lassen Sie doch einfach mal Naschschauen, ob es nicht möglicherweise sein könnte, dass Sie bisher bei den falschen Beratern nach den falschen Dingen gefragt haben und dabei die Antworten bekommen haben, die als sanftes Sedativum wirken sollten. „Es wird schon, es liegt nicht an Ihnen, Männer sind eben so“ .
Wenn Sie all dies dann eine Weile erprobt haben, dann werden Sie merken: Der Rat beruhigt bis zum nächsten Mann, aber der erweist sich als genau so gefühlskalt, machohaft und – um mit einem Buchtitel zu sprechen – als „Scheißkerl“.
Also: Wenn beim nächsten Mann alles anders werden soll, dann lassen Sie sich mal einen Zahn ziehen: nämlich den, dass er Mr. Perfect, Mr. Right, der Traumprinz oder der Traummann ist. Nehmen Sie einfach einen Mann bei der Hand, führen Sie ihn in Ihr Leben ein und erleben sie mit ihm eine wunderschöne Zeit – und dann spinnen sie ihn so ein, dass er jedenfalls mal für die nächsten fünf Jahre - keine andere mehr ansieht.
Ja, nur warum machen Sie es nicht? Haben Sie etwa Angst davor, dass Ihnen ein Zahn gezogen wird?
Dieser Artikel enthält bisher noch keine Kommentare
Die Generation Porno kommt wie Nessy aus dem Sommerloch
Sommerloch – was schreibt man da nun eigentlich? Ach, war da nicht die „Generation Porno“? Immer Klasse, was? Da kann man mal wieder so richtig zeigen, dass man eine konservative Zeitung hat. Wenn auch die Überschrift lautet „Generation Porno“ und man, damit eine ganze Jugendgeneration diffamiert? Was macht das schon? Hauptsache, man hat Leser – das dachte sich offenbar an diesem Wochenende die WELT – und brachte ein Interview mit Klaus Beier, der eigentlich nichts Neues dazu wusste.
„Generation Porno“ hieß es in der WELT Online, und „Frauen werden zu Sex-Objekten“ darf dann natürlich auch nicht fehlen, und das „Christliche Medienmagazin“ greift es auf.
Klaus Beier, war vor Kurzem schon einmal in einem Interview der konservativen FAZ mit einem fragwürdigen Satz aufgefallen. Damals hatte er das Internet für die negative Beeinflussung der Jugendlichen verantwortlich gemacht und wörtlich geäußert:
Aha – ein großer unethischer Menschenversuch. Welche Worte wird der Experte eigentlich noch finden, wenn es auf dieser Erde einmal wirklich zu einem „großen unethischen Menschenversuch“ kommt?
„Generation Porno“ hieß es in der WELT Online, und „Frauen werden zu Sex-Objekten“ darf dann natürlich auch nicht fehlen, und das „Christliche Medienmagazin“ greift es auf.
Klaus Beier, war vor Kurzem schon einmal in einem Interview der konservativen FAZ mit einem fragwürdigen Satz aufgefallen. Damals hatte er das Internet für die negative Beeinflussung der Jugendlichen verantwortlich gemacht und wörtlich geäußert:
Das ist ein großer unethischer Menschenversuch, und mir ist völlig rätselhaft, warum der so ungehindert ablaufen kann.
Aha – ein großer unethischer Menschenversuch. Welche Worte wird der Experte eigentlich noch finden, wenn es auf dieser Erde einmal wirklich zu einem „großen unethischen Menschenversuch“ kommt?
Dieser Artikel enthält bisher noch keine Kommentare
liebe pur - der fĂĽhrende ratgeber fĂĽr partnersuchende










