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Korrektur zu PayMyDate®
PayMyDate® benutzt eine relativ komplizierte Erklärung für das, was man dort als „Liebespfand“ bezeichnet. Wer ein Pfand „einlöst“ bekommt es üblicherweise zurück und gibt es nicht ab. Zwar hat die Agentur, die die Pressemitteilung verfasste, in einem Nachsatz geschrieben, wie es sich wirklich verhält – aber da habe ich zu meinem Bedauern nicht genau hingelesen, zumal kein Aufschluss darüber gegeben wurde, was denn nun eigentlich passiert, wenn der Einladende bei PayMyDate® sein Date verfallen lässt. Immerhin musste ich mich inzwischen bereits von einem Leser beschimpfen lassen - ich sollte mal "lesen lernen".
Die werbende Agentur wurde angefragt, was denn nun mit dem Pfand passiert, wenn man das Date als Einladender "schwänzt". Doch bei mir stellen sich durch die neue Situation noch ganz andere Fragen. Ich hätte nämlich noch halbwegs eingesehen, wenn ein Geldbetrag als Garantie hinterlegt wird, wenn ein Date nicht zustande kommt – aber ich vermag nicht einzusehen, warum ein Eingeladener über eine Geldsumme (immerhin 50 Euro) verfügen kann, wenn ein Date zustande kommt. Selbst nach Abzug der „Annahmegebühr“ blieben ihm dann noch 35 Euro – für was eigentlich?
Die Pressemitteilung sagt im Nachsatz Folgendes darĂĽber aus:
Nun, man wird sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Bei aller Freude an neuen Ideen erscheint mir das Konzept doch etwas kompliziert zu sein – ganz gewöhnliche Singlebörsen haben da klarere Bedingungen.
Die Korrektur wurde in den Ursprungsartikel eingearbeitet. der Ausdruck "Pönale" im Titel wurde dabei auch in "Pfand" verändert.
Die werbende Agentur wurde angefragt, was denn nun mit dem Pfand passiert, wenn man das Date als Einladender "schwänzt". Doch bei mir stellen sich durch die neue Situation noch ganz andere Fragen. Ich hätte nämlich noch halbwegs eingesehen, wenn ein Geldbetrag als Garantie hinterlegt wird, wenn ein Date nicht zustande kommt – aber ich vermag nicht einzusehen, warum ein Eingeladener über eine Geldsumme (immerhin 50 Euro) verfügen kann, wenn ein Date zustande kommt. Selbst nach Abzug der „Annahmegebühr“ blieben ihm dann noch 35 Euro – für was eigentlich?
Die Pressemitteilung sagt im Nachsatz Folgendes darĂĽber aus:
Ab diesem Moment verwaltet der eingeladene Wunschpartner dieses Liebespfand: Je nachdem, ob das Date gefällt oder nicht, kann das Pfand ganz, in Teilen oder gar nicht an den Einladenden zurückgezahlt werden.
Nun, man wird sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Bei aller Freude an neuen Ideen erscheint mir das Konzept doch etwas kompliziert zu sein – ganz gewöhnliche Singlebörsen haben da klarere Bedingungen.
Die Korrektur wurde in den Ursprungsartikel eingearbeitet. der Ausdruck "Pönale" im Titel wurde dabei auch in "Pfand" verändert.
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Dating mit Einladungs- und PfandgebĂĽhren?
Mir ist eine Pressemitteilung vom 15. August dieses Jahres in die Hände gefallen, die ich zuvor kaum beachtet hätte. Darin heißt es:
Die Mitteilung wurde von der Agentur „nexxt level“ im Auftrag der Luxing GmbH erstellt, von der ich bisher nichts gehört hatte, und, wie in Pressemitteilungen üblich, wurde ein neues Produkt vorgestellt: „PayMyDate®“ , und wenn derartige Behauptungen aufgestellt werden, dann werde ich schnell hellhörig.
Zur Werbung wird dabei die offenbar Annahme benutzt, dass Partnersuchende bei vielen Dates über konventionelle Singlebörsen enttäuscht würden. Man behauptet in der Pressemitteilung weiter, ein „völlig neues Konzept“ der Partnersuche gefunden zu haben, das „verbindlich, seriös und vor allem schnell und ergebnisorientiert funktionieren kann“. Nun „kann“ jede Partnersuche auf diese Art funktionieren – also was ist denn nun die Attraktion daran?
Ich lesen und staune:
Wenn das Treffen tatsächlich stattfindet?
Da muss ich doch mal nachdenken: Also, wenn ich meine Blind Dates der wilden Jahre so zusammenzähle, dann komme ich auf eine ganz hübsche Anzahl im zweistelligen Bereich. Versetzt worden (das bedeutet doch wohl, dass ein Date nicht stattgefunden hat?) bin ich ein einziges Mal – und dazu sollte ich vielleicht noch sagen: Hätten wir beide damals ein Handy gehabt, so wäre auch dies nicht passiert.
Da muss ich in der Pressemitteilung doch noch einmal nachlesen:
Nun – ich habe mich inzwischen durch die Pressemitteilung, zwei zusätzliche Dokumente und eine Preistabelle gewühlt, und am Ende zunächst einen falschen Schluss gezogen, der aus diesem Teil der Pressemitteilung resultiert und der sich aus meinem Selbstverständnis von "Einlösen" ergibt. Hier noch mal das Zitat: "Für jede zugesagte Einladung zum Date hinterlegt der Einladende bei PayMyDate ein Liebes-Pfand, welches nur dann eingelöst wird, wenn das Treffen tatsächlich stattfindet. "Ein Pfand einlösen" bedeutet aber für mich, dass man das Pfand zurückbekommt und nicht, dass man es verliert. Insofern war meine Beschreibung einer "Pönale", also einer Strafe für das Nichterscheinen beim Date, offenbar falsch.
Jedenfalls gibt es „Einladende“ und „Eingeladene“. Der Einladende hinterlegt sozusagen eine „Pfand“ von 50 Euro als Garantie für das Date, der Eingeladene zahlt 15 Euro, wenn er das Date annimmt und verfügt damit über das Pfand - für mich weder logisch noch nachvollziehbar.
Ob man wirklich solche Bedingungen braucht, um ein Date wahrzunehmen? Wenn ich jemanden „einlade“, und er die Einladung „annimmt“, dann kommt das Date nach meiner bescheidenen Meinung ohnehin zustande. Warten wir einmal ab, welcher Personenkreis sich von den Werbeaussagen angesprochen fühlt.
Anmerkung: Alle Preisangaben beruhen auf Unterlagen des Anbieters PayMyDate® und sie werden hier ohne Gewähr veröffentlicht. Der Anbieter bezeichnet sein Verfahren auch als „Dating Pledge“. Ein Dating Pledge ist allerdings ein Gelübde. Der von uns verwendete Begriff „Pönale“ bezeichnet eine Strafgebühr, die bei Nichterfüllung einer Leistung fällig wird. Zitate aus der Pressemitteilung des Anbieters vom 15. August dieses Jahres.
Zweite Anmerkung: Dieser Artikel enthält ein Update vom 02. September 2010, um den entstandenen Irrtum zu korrigieren, der allerdings zum größten Teil auf der missverständlichen Pressemitteilung beruht.
Seitdem die Flirt-Portale zum boomenden Tummelplatz der Harmonie suchenden wurden, hat der Schein das Sein fest in der Zange.
Die Mitteilung wurde von der Agentur „nexxt level“ im Auftrag der Luxing GmbH erstellt, von der ich bisher nichts gehört hatte, und, wie in Pressemitteilungen üblich, wurde ein neues Produkt vorgestellt: „PayMyDate®“ , und wenn derartige Behauptungen aufgestellt werden, dann werde ich schnell hellhörig.
Zur Werbung wird dabei die offenbar Annahme benutzt, dass Partnersuchende bei vielen Dates über konventionelle Singlebörsen enttäuscht würden. Man behauptet in der Pressemitteilung weiter, ein „völlig neues Konzept“ der Partnersuche gefunden zu haben, das „verbindlich, seriös und vor allem schnell und ergebnisorientiert funktionieren kann“. Nun „kann“ jede Partnersuche auf diese Art funktionieren – also was ist denn nun die Attraktion daran?
Ich lesen und staune:
Ganz einfach: Für jede zugesagte Einladung zum Date hinterlegt der Einladende bei PayMyDate®“ ein Liebes-Pfand, welches nur dann eingelöst wird, wenn das Treffen tatsächlich stattfindet.
Wenn das Treffen tatsächlich stattfindet?
Da muss ich doch mal nachdenken: Also, wenn ich meine Blind Dates der wilden Jahre so zusammenzähle, dann komme ich auf eine ganz hübsche Anzahl im zweistelligen Bereich. Versetzt worden (das bedeutet doch wohl, dass ein Date nicht stattgefunden hat?) bin ich ein einziges Mal – und dazu sollte ich vielleicht noch sagen: Hätten wir beide damals ein Handy gehabt, so wäre auch dies nicht passiert.
Da muss ich in der Pressemitteilung doch noch einmal nachlesen:
Damit führt PayMyDate® als erste Dating-Plattform das Beste beider Welten in einer aufsehenerregenden Innovation zusammen: die Vielfalt der Internet-Liebeshungrigen und die Verbindlichkeit der realen Welt. Verlieben Sie sich also lieber bei einem realen Date, statt virtuell zu träumen.
Nun – ich habe mich inzwischen durch die Pressemitteilung, zwei zusätzliche Dokumente und eine Preistabelle gewühlt, und am Ende zunächst einen falschen Schluss gezogen, der aus diesem Teil der Pressemitteilung resultiert und der sich aus meinem Selbstverständnis von "Einlösen" ergibt. Hier noch mal das Zitat: "Für jede zugesagte Einladung zum Date hinterlegt der Einladende bei PayMyDate ein Liebes-Pfand, welches nur dann eingelöst wird, wenn das Treffen tatsächlich stattfindet. "Ein Pfand einlösen" bedeutet aber für mich, dass man das Pfand zurückbekommt und nicht, dass man es verliert. Insofern war meine Beschreibung einer "Pönale", also einer Strafe für das Nichterscheinen beim Date, offenbar falsch.
Jedenfalls gibt es „Einladende“ und „Eingeladene“. Der Einladende hinterlegt sozusagen eine „Pfand“ von 50 Euro als Garantie für das Date, der Eingeladene zahlt 15 Euro, wenn er das Date annimmt und verfügt damit über das Pfand - für mich weder logisch noch nachvollziehbar.
Ob man wirklich solche Bedingungen braucht, um ein Date wahrzunehmen? Wenn ich jemanden „einlade“, und er die Einladung „annimmt“, dann kommt das Date nach meiner bescheidenen Meinung ohnehin zustande. Warten wir einmal ab, welcher Personenkreis sich von den Werbeaussagen angesprochen fühlt.
Anmerkung: Alle Preisangaben beruhen auf Unterlagen des Anbieters PayMyDate® und sie werden hier ohne Gewähr veröffentlicht. Der Anbieter bezeichnet sein Verfahren auch als „Dating Pledge“. Ein Dating Pledge ist allerdings ein Gelübde. Der von uns verwendete Begriff „Pönale“ bezeichnet eine Strafgebühr, die bei Nichterfüllung einer Leistung fällig wird. Zitate aus der Pressemitteilung des Anbieters vom 15. August dieses Jahres.
Zweite Anmerkung: Dieser Artikel enthält ein Update vom 02. September 2010, um den entstandenen Irrtum zu korrigieren, der allerdings zum größten Teil auf der missverständlichen Pressemitteilung beruht.
Wir haben was gegen Zicken

wir haben was gegen zicken und geile böcke
Wir haben etwas gegen Begegnungen mit Zicken und geilen Böcken: die Liebepur berät telefonisch – kostenlos und ohne jede Verpflichtung, und zwar vom ersten bis 15. September 2010. Wenn Sie also mit unserem Redakteur sprechen wollen: Bitte schön. Wir rufen Sie an, wenn Sie uns eine Email mit Ihrer Telefon-Nummer schicken (nur Festnetzleitungen mit normalen Städtevorwahlen). Bitte vergessen Sie nicht, die Zeiten anzugeben, zu denen Sie erreichbar sind. Es kann vorkommen, dass Sie auf unseren Anruf bis zu drei Werktagen warten müssen –also bitte nicht zwei Stunden vor dem Blind Date mailen.
Bild: © August 2010 by sehpferd, budapest
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BILD macht jetzt in Dating
Nach Burda („ElitePartner“) und Holtzbrinck („PARSHIP“) will jetzt offenbar auch Springer mithilfe des Datings Geld scheffeln. Dabei hängt man sich an Facebook, wie es zuvor auch schon 12like getan hatte.
Vorbild des von Springers BILD digital GmbH ausgehenden Facebook-Portals mit dem Fantasienamen „Kizzle“ soll nach Presseangaben „Zoosk“ sein – ein ebenfalls auf Facebook laufendes US-Portal, dass es mittlerweile auch in deutscher Sprache gibt. Der Name ist nicht schlecht gewählt – eine Kombination von Kitzeln und Küsseln entspricht allerdings am ehesten dem Jugendpublikum, und auch die Aufmachung lässt vermuten: hier entsteht kaum mehr als ein neues Jugendportal zum Flirten.
Eine ganz andere Frage ist, ob es sich wirklich lohnt solche Spaß-Applikationen aus der Taufe zu heben. Langfristig muss alles, was ins Netz geht, Profite abwerfen, und je mehr Dienste auf Social Communities aufsetzen, umso eher ist deren Potenzial erschöpft. Den jungen Leuten sollte man vielleicht auch dies auf den Weg geben: Fast jede lebendige soziale Gemeinschaft dieser Erde ist zuverlässiger als eine Online-Community.
Quellen der Information: Kress und "Deutsche Startups".
Vorbild des von Springers BILD digital GmbH ausgehenden Facebook-Portals mit dem Fantasienamen „Kizzle“ soll nach Presseangaben „Zoosk“ sein – ein ebenfalls auf Facebook laufendes US-Portal, dass es mittlerweile auch in deutscher Sprache gibt. Der Name ist nicht schlecht gewählt – eine Kombination von Kitzeln und Küsseln entspricht allerdings am ehesten dem Jugendpublikum, und auch die Aufmachung lässt vermuten: hier entsteht kaum mehr als ein neues Jugendportal zum Flirten.
Eine ganz andere Frage ist, ob es sich wirklich lohnt solche Spaß-Applikationen aus der Taufe zu heben. Langfristig muss alles, was ins Netz geht, Profite abwerfen, und je mehr Dienste auf Social Communities aufsetzen, umso eher ist deren Potenzial erschöpft. Den jungen Leuten sollte man vielleicht auch dies auf den Weg geben: Fast jede lebendige soziale Gemeinschaft dieser Erde ist zuverlässiger als eine Online-Community.
Quellen der Information: Kress und "Deutsche Startups".
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Online-Dating wundersam oder wundervoll?
Wir haben uns daran gewöhnt, dass Online-Dating positiv gesehen wird – ja, und wir halten diese Form des Kennenlernens für einen durchaus gangbaren, bisweilen sogar äußerst erfolgreichen Weg. Allerdings stellt sich die Frage: Ist es wirklich wünschenswert, dass alle Welt nun Online geht, um eine Partnerin oder einen Partner zu finden? Mit anderen Worten: Was können wir erwarten beim Internet-Dating? Wird es wundervoll oder wundersam sein?
Bewusste Entscheidung für Online-Dating höchstens ab 30
Beginnen wir einmal mit den Menschen, die sich sehr bewusst für das Internet entscheiden: Menschen ab 30, beispielsweise. Für sie sind die Weiden längst abgegrast. Keiner der vielen tausend Tipps und Tricks will so recht funktionieren: Die immer wieder benannten Kurse, Freizeitvereine oder Interessengruppen führen eher die Triefaugenmenschen und Sonderlinge zusammen. Das Internet ist für sie ideal. Dann wäre da der Mensch, der entweder völlig isoliert oder jedenfalls sozial isoliert arbeitet – die Angehörigen der meisten sogenannten „freien Berufe“ gehören dazu. Mitarbeiter kommen aus vielerlei Gründen kaum in Frage, Klienten schon gar nicht – das Internet ist der ideale Ort.
Paradox: Liebessuche in den Städten über das Internet
Paradox ist die Tatsache, dass die meisten der Suchenden Stadtmenschen sind – oder jedenfalls solche, die im Umfeld von Städten wohnen, meistens sogar von Großstädten. Es mag am Leben in der Stadt liegen, dass einem die dort gebotene geschäftsmäßige Geselligkeit schon bald zum Hals heraushängt. Selbst in größeren Städten dürfte sich die Anzahl der Abschlepplokale (denn um solche handelt es sich letztlich fast immer) in Grenzen halten, und seriöse Bars mit Kennenlernmöglichkeit sind ebenso selten geworden. Zudem kommt die Überlegung hinzu: „Will ich wirklich meine Zeit in Bars verschwenden, damit mir irgendwann einmal ein Mensch über den Weg läuft, zu dem ich einen Draht finde?“ Machen wir uns nichts vor: Wenn man dort nicht auch noch andere Interessen verfolgt, ist diese Art der Suche öde.
Gab es noch andere Gründe für das Internet-Dating? Oh ja, viele offenbar. Da sucht die Kosmopolitin wahlweise den Kosmopoliten oder den Festpunkt im Leben, da schwirren die Abenteuerinnen und Abenteurer herum die wilden Bienen, und die leckeren Damen such nach den wenigen echten Rosinen im ansonsten teigigen Männerkuchen.
Hinzu kommen jene, die im gewöhnlichen sozialen Umfeld nicht glücklich zu sein scheinen, sei es, dass man im Laufe des Lebens über sich hinausgewachsen ist oder nur einfach „hinauf heiraten“ will. Wer einer Umfrage der Partneragentur Elite-Partner Glauben schenken will, der erfährt, dass 43 Prozent das Abenteuer des „anderen Fremden“ suchen: Diese Partnersuchenden wollen Menschen kennenlernen, die man „sonst nie“ kennenlernen würde.
Das Abenteuer Internet-Suche - fĂĽr viele eine heiĂźe Kartoffel
Genau in diesem Bereich dürften wir dann auch die Schnittmenge jener finden, für die Online-Dating zwischen „wundervoll“ und „wundersam“ schwankt, denn jemanden kennenzulernen, den man „sonst nie“ kennenlernen würde, erfordert eine Fülle von Eigenschaften, die man zumeist gar nicht hat: den Mut zum Risiko zuerst, die Lust an der ungewöhnlichen Begegnung als zweiten Schritt, und die Kompromissbereitschaft als dritten.
Doch genau hier zeigt sich auch die Krux am Ganzen: Wenn der Mut zum Risiko an die Schnittkanten dessen kommt, was man als Gefahr für sich selbst ansieht, tritt bei vielen Suchenden bereits der Katzenjammer ein. Wer die Lust an der ungewöhnliche Begegnung sucht, muss ich klar darüber werden, dass in diesem Bereich die kurzen, heftigen Affären angesiedelt sind – und wer kennt es nicht, das Wehklagen, wenn die heiße Liebesbeziehung sich nach drei Wochen bis sechs Monaten als sinnesfrohe Affäre, aber keinesfalls als Beziehung entpuppt? Bleibt noch die Kompromissbereitschaft zu erwähnen: Welcher Deutsche gibt schon den sicheren Arbeitsplatz in München auf, um ins Oldenburger Land zu ziehen? Da lässt man das Internet-Dating dann wieder fallen wie eine heiße Kartoffel. Man hätte sich darauf besinnen sollen, was man wirklich kann - nämlich Menschen im Netz zu suchen, die man sonst vielleicht auch kennengelernt hätte.
Unter 30? In einem geselligen Beruf, dessen Sozialstruktur zu einem selbst passt? Nichts anderes im Sinn, als ein gewöhnlicher Mensch unter gewöhnlichen Menschen sein zu wollen? Dann, so denke ich, ist Online-Dating erst einmal zweite Wahl. Da wären noch ein paar Sätze mit „leider“ zu sagen … beispielsweise der, dass es auch für die Landbevölkerung so gut wie unmöglich ist, die vielen Städter im Online-Dating aufs Land zu ziehen – und wer gar eine „mitreisende Ehefrau“ oder einen „mitreisenden Ehemann“ sucht, der wird auch im Internet lange suchen müssen.
Bewusste Entscheidung für Online-Dating höchstens ab 30
Beginnen wir einmal mit den Menschen, die sich sehr bewusst für das Internet entscheiden: Menschen ab 30, beispielsweise. Für sie sind die Weiden längst abgegrast. Keiner der vielen tausend Tipps und Tricks will so recht funktionieren: Die immer wieder benannten Kurse, Freizeitvereine oder Interessengruppen führen eher die Triefaugenmenschen und Sonderlinge zusammen. Das Internet ist für sie ideal. Dann wäre da der Mensch, der entweder völlig isoliert oder jedenfalls sozial isoliert arbeitet – die Angehörigen der meisten sogenannten „freien Berufe“ gehören dazu. Mitarbeiter kommen aus vielerlei Gründen kaum in Frage, Klienten schon gar nicht – das Internet ist der ideale Ort.
Paradox: Liebessuche in den Städten über das Internet
Paradox ist die Tatsache, dass die meisten der Suchenden Stadtmenschen sind – oder jedenfalls solche, die im Umfeld von Städten wohnen, meistens sogar von Großstädten. Es mag am Leben in der Stadt liegen, dass einem die dort gebotene geschäftsmäßige Geselligkeit schon bald zum Hals heraushängt. Selbst in größeren Städten dürfte sich die Anzahl der Abschlepplokale (denn um solche handelt es sich letztlich fast immer) in Grenzen halten, und seriöse Bars mit Kennenlernmöglichkeit sind ebenso selten geworden. Zudem kommt die Überlegung hinzu: „Will ich wirklich meine Zeit in Bars verschwenden, damit mir irgendwann einmal ein Mensch über den Weg läuft, zu dem ich einen Draht finde?“ Machen wir uns nichts vor: Wenn man dort nicht auch noch andere Interessen verfolgt, ist diese Art der Suche öde.
Gab es noch andere Gründe für das Internet-Dating? Oh ja, viele offenbar. Da sucht die Kosmopolitin wahlweise den Kosmopoliten oder den Festpunkt im Leben, da schwirren die Abenteuerinnen und Abenteurer herum die wilden Bienen, und die leckeren Damen such nach den wenigen echten Rosinen im ansonsten teigigen Männerkuchen.
Hinzu kommen jene, die im gewöhnlichen sozialen Umfeld nicht glücklich zu sein scheinen, sei es, dass man im Laufe des Lebens über sich hinausgewachsen ist oder nur einfach „hinauf heiraten“ will. Wer einer Umfrage der Partneragentur Elite-Partner Glauben schenken will, der erfährt, dass 43 Prozent das Abenteuer des „anderen Fremden“ suchen: Diese Partnersuchenden wollen Menschen kennenlernen, die man „sonst nie“ kennenlernen würde.
Das Abenteuer Internet-Suche - fĂĽr viele eine heiĂźe Kartoffel
Genau in diesem Bereich dürften wir dann auch die Schnittmenge jener finden, für die Online-Dating zwischen „wundervoll“ und „wundersam“ schwankt, denn jemanden kennenzulernen, den man „sonst nie“ kennenlernen würde, erfordert eine Fülle von Eigenschaften, die man zumeist gar nicht hat: den Mut zum Risiko zuerst, die Lust an der ungewöhnlichen Begegnung als zweiten Schritt, und die Kompromissbereitschaft als dritten.
Doch genau hier zeigt sich auch die Krux am Ganzen: Wenn der Mut zum Risiko an die Schnittkanten dessen kommt, was man als Gefahr für sich selbst ansieht, tritt bei vielen Suchenden bereits der Katzenjammer ein. Wer die Lust an der ungewöhnliche Begegnung sucht, muss ich klar darüber werden, dass in diesem Bereich die kurzen, heftigen Affären angesiedelt sind – und wer kennt es nicht, das Wehklagen, wenn die heiße Liebesbeziehung sich nach drei Wochen bis sechs Monaten als sinnesfrohe Affäre, aber keinesfalls als Beziehung entpuppt? Bleibt noch die Kompromissbereitschaft zu erwähnen: Welcher Deutsche gibt schon den sicheren Arbeitsplatz in München auf, um ins Oldenburger Land zu ziehen? Da lässt man das Internet-Dating dann wieder fallen wie eine heiße Kartoffel. Man hätte sich darauf besinnen sollen, was man wirklich kann - nämlich Menschen im Netz zu suchen, die man sonst vielleicht auch kennengelernt hätte.
Unter 30? In einem geselligen Beruf, dessen Sozialstruktur zu einem selbst passt? Nichts anderes im Sinn, als ein gewöhnlicher Mensch unter gewöhnlichen Menschen sein zu wollen? Dann, so denke ich, ist Online-Dating erst einmal zweite Wahl. Da wären noch ein paar Sätze mit „leider“ zu sagen … beispielsweise der, dass es auch für die Landbevölkerung so gut wie unmöglich ist, die vielen Städter im Online-Dating aufs Land zu ziehen – und wer gar eine „mitreisende Ehefrau“ oder einen „mitreisenden Ehemann“ sucht, der wird auch im Internet lange suchen müssen.
Dieser Artikel enthält bisher noch keine Kommentare
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