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Me Too – bei MeAndYou

Ich habe geahnt, dass die Gründung von SPIN einige Agenturen veranlassen würde, zu sagen: „Das haben wir doch schon immer so gemacht“. Selbst, wenn dies stimmen sollte: Es war nötig, dass die großen Agenturen die Selbstverpflichtung eingegangen sind, und wenn andere meinen, genauso gut zu sein, dann sollen sie SPIN beitreten.

Heute nun war es die Agentur MeAndYou, eine angebliche innovative Partneragentur, die eine Presseerklärung veröffentlichte, in der dies stand: „Schön, dass auch die Konkurrenz endlich bemerkt hat, dass man fair mit seinen Kunden umgehen muss.“

Ich schätze Glaubwürdigkeit, aber sie sollte nicht so aussehen: (Zitat):

Einer unsere GrĂĽndungsgrĂĽnde war der Wunsch nach ehrlichem und fairem Dating mit neuen Features, die nicht nur ein leichtes, sondern auch sorgloses und ehrliches Verlieben garantieren.


Versuchen wir doch mal, Dichtung und Wahrheit zu trennen: Ehrliches und faires Dating kann nur jeder Kunde für sich verwirklichen – darauf hat keine Online-Partneragentur den geringsten Einfluss. Und für sorgloses, ehrliches Verlieben ist ebenfalls nur das Mitglied zuständig, nicht die Agentur.

Unsere Meinung: wenn schon ehrlich, dann bitte ganz ehrlich:.Und dazu gehört auch, die Möglichkeiten, die eine Agentur hat (bereitstellen gewisser Ressourcen und transparente Geschäftsbedingungen) von den Möglichkeiten der Kunden (faires Dating, Verlieben) zu trennen. Oder sollte jemand darüber anderer Meinung sein?

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Geschrieben von Gebhard Roese

15.05.2012 um 16:47:59

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Online-Dating: allenthalben Diskussionen um die Branche

Die Online-Dating-Branche ist wieder im Gespräch – einerseits durch die Neugründung eines Verbandes, der die Probleme zwischen Kunden und Anbietern durch eine Selbstverpflichtung beseitigen soll (SPIN), andererseits durch die Gerüchte um eDarling, dann aber auch durch die Berichte über die Branche in „SPIEGEL WISSEN“.

Es ist ohne jeden Zweifel ein Vorteil, dass von der Branche die Rede ist – denn wie die Liebepur erfahren konnte, orientieren sich leider viel zu viele potenzielle Kunden an der Werbung im Fernsehen, statt sich mit den Fakten zu beschäftigen. Wenn von „Fakten“ die Rede ist, sollte aber nicht nur von den „Schönfärbungen“ der Werbung die Rede sein – auch die persönlichen Fakten spielen eine nicht unerhebliche Rolle. Nicht jeder ist der geborene Online-Dater, und mit dem Kopf zuerst ins kalte Wasser zu springen, ist nicht unbedingt die beste Empfehlung.

Die GrĂĽnderszene brachte gerade einige interessante HintergrĂĽnde zur Branche, wie sie sich heute darstellt. Besonders interessant fand ich diesen Satz
(Zitat aus der GrĂĽnderszene):

Neben den großen Akteuren des Segments strömen mittlerweile auch immer mehr kleine und spezialisiertere Anbieter auf den Markt, die diesen mit teilweise unseriösen Methoden angehen sollen.


Vorsichtig formuliert, aber nicht ohne Grund. Manche Firmen versuchen gerade, das große Geld mit der Abzocke von sexsehnsüchtigen Männern zu machen, andere locken mit Gratisangeboten, die gar keine sind. Vorbei sind auch die Zeiten, in denen überwiegend inländische Unternehmen auf den Markt drängen: US-Amerikaner, Kanadier wie auch englische Unternehmer versuchen mit allen Mitteln, einen Fuß in den lukrativen deutschen Markt zu bekommen. Dabei versucht man vor allem, den Sex-Dating-Markt zu kapern, der als neue Wachstumssegment in der Branche gilt.

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Geschrieben von Gebhard Roese

14.05.2012 um 09:26:23

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GerĂĽchte um eDarling und eHarmony

Nach einer Information des FOCUS soll der geplante Verkauf von eDarling an den US-Branchengiganten eHarmony wegen des überhöhten Kaufpreises gescheitert sein.

Die Information wurde bisher weder von eDarling noch von eHarmony bestätigt. (1)

eDarling war zunächst von den Samwer-Brüdern gegründet worden. Zu Anfang machte eDarling durch ausgesprochen aggressives Marketing auf sich aufmerksam, was zwar zu hohen Umsätzen, aber kaum zu Gewinnen geführt haben soll.

eHarmony war an eDarling auch bisher schon mit 30 Prozent finanziell beteiligt. Gerüchte um eine endgültige Übernahme durch eHarmony wurden schon zuvor mehrfach geäußert, aber es gab bislang weder Hinweise auf eine schnelle Übernahme noch auf den Verzicht von eHarmony.

Ob der im FOCUS angegebene Grund, „das geringe Wachstum im Geschäft mit Partnervermittlungen“ stichhaltig ist, wird allerdings von Brancheninsidern bezweifelt. Als tatsächlicher Grund wird eher der gnadenlose Verdrängungswettbewerb angesehen.

Nach Informationen der Liebepur ist es nicht der Umsatz an sich, der den Unternehmen sorgen bereitet, sondern eher der schwindende Gewinn, der durch übermäßig hohe Werbungskosten entstanden ist. Ein Blick auf Meetic (in Deutschland unter anderem vertreten durch neu.de) zeigt, dass die Werbungskosten der Branche in der Vergangenheit unerträglich hoch waren: 2011 gab man im ersten Quartal noch 79 Prozent des Gesamtumsatzes für Werbung aus – jetzt hat man diesen Anteil auf vertretbare 58 Prozent reduziert. Fraglos gab es in den letzten Jahre auch Umsatzeinbußen bei den Online-Partnervermittlungen, doch es ist nicht sicher, welche Gründe dafür verantwortlich waren.

(1) Am 14. Mai 2012 bezeichnete eDarling die Berichte des Focus als Falschmeldung. Mehr dazu natĂĽrlich sofort in der Liebepur.

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Geschrieben von Gebhard Roese

13.05.2012 um 10:31:18

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Personalien: Neue UnternehmensfĂĽhrung bei PARSHIP

Wie PARSHIP heute mitteilte, verlässt Peter F. Schmid das Unternehmen Ende Mai aus persönlichen Gründen. Nachfolger wird Henning Rönneberg, der PARSHIP in Zukunft im Tandem mit einer noch zu nennenden Person führen soll.

Der Diplom-Wirtschaftsingenieur Rönneberg ist Finanzfachmann, der „Zweite im Duo“ sollte deshalb nach Unternehmensangaben aus dem Bereich Marketing kommen.

Peter Schmid übernahm die Geschäftsführung bei PARSHIP in einer Zeit großer Turbulenzen für die Branche, und es gelang ihm offenbar, das Unternehmen neu auszurichten. PARSHIP ließ dazu verlauten, die „Weichen seien gestellt“.

Wie es scheint, will PARSHIP nun den Zug über die neu gestellten Weichen weiterhin in Eigenregie und mit allen verfügbaren Kräften zum Ziel führen.

Von hier aus wünsche ich dem neuen Geschäftsführer schon einmal viel Glück und Erfolg.

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Geschrieben von Gebhard Roese

11.05.2012 um 11:27:37

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Lohnt sich die Gründung einer Singlebörse vielleicht doch?

Widersprüchliche Aussagen zur Neugründung von Singlebörsen verunsichern Gründer – und deshalb will ich Ihnen heute einmal die mir bekannten Fakten in einer aktualisierten Form darlegen. Alles bezieht sich ausdrücklich auf Gründer, die nicht gleich säckeweise Geld ankarren können, nur weil Sie eine Singlebörse gründen wollen.

1. Spezifischer Kundenkreis – unspezifischer Kundenkreis
Die Aussichten sind umso schlechter, je unspezifischer der zukünftige Kundenkreis ist. Mit anderen Worten und etwas vergröbert: Eine Nischenbörse ist leichter zu gründen als eine Online-Partnervermittlung. Der Hintergrund: In Online-Partnervermittlungen werden derzeit Millionenbeträge in die Fernsehwerbung investiert. Dieses Geld haben sie voraussichtlich nicht.

2. Kundenbestand fĂĽr den Start
Es ist generell ziemlich schwierig, die ersten 500 oder gar tausend Kunden zu bekommen. Man benötigt aber ein erhebliches Potenzial für den Start, sonst erlischt das Interesse potenzieller Kunden an ihrer Datingseite innerhalb kürzester Zeit.

3. Kenntnisse im Marktsegment
Haben Sie sich für ein bestimmtes Marktsegment entschieden, so ist es hilfreich, darin auch spezifische Kenntnisse zu haben – und möglichst einige Verbindungen zu korrespondierenden Medien.

4. Traffic erzeugen kontra Mund-zu-Mund-Propaganda
„Traffic“, also Besucher auf Ihrer Webseite, sind Silber – Kunden sind Gold. Tatsache ist, dass die Dating-Webseiten mit dem meisten Traffic nicht auch den meisten Umsatz generieren, und schon gar nicht in Form von Mitgliedsbeiträgen. Bedenken Sie, dass manche angebliche Vorzeigeunternehmen hauptsächlich davon leben, sie zu anderen Webseiten weiterzuleiten.

5. Ohne Mitgliedsbeiträge oder ein Äquivalent geht es nicht

Nur „werbefinanziert“ zu sein, ist ein Wunschtraum. Das ging einmal, aber ob es heute noch gehen würde, ist mindestens sehr fragwürdig. Ihre Dating-Seite sollte nach der Startphase mindesten 10.000 Euro pro Monat einspielen – das ist mit Werbung nur sehr schwer zu erreichen. Bedenken Sie, dass auch 10.000 Euro kaum reichen dürften, um ein repräsentatives Büro und mehrere Mitarbeiter zu bezahlen. Wenn sie diese Summe verdienen wollen, müssen Sie im Schnitt 1000 Mitglieder haben, die Ihnen 10 Euro pro Monat bezahlen. Sie sollten überlegen, ob dies mit einem „Freemium-Modell“ möglich ist. Bei einem solchen Modell brauchen Sie sehr viele Kunden, die nichts bezahlen, um einige wenige zu gewinnen, die bezahlen. Wenn Sie jetzt noch einmal bedenken, wie viele Interessenten sie benötigen, um am Ende 1000 Menschen zu gewinnen, die Ihnen Geld einbringen, dann benötigen Sie trotz des Freemium-Modells eine Menge Werbung, um all diese Interessenten zu gewinnen.

Ich weiß, dass sehr viele Leser über diese Mini-Beträge lachen werden – aber man darf sich nicht ständig an den „Großen Fischen“ orientieren, die schon eine halbe Million Dollar in der Hand haben, bevor sie in die Beta-Phase gehen.

Sie sind anderer Meinung? Ich bin interessiert daran, davon zu hören.

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Geschrieben von Gebhard Roese

27.03.2012 um 14:41:42

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