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Mai '12



liebe pur - der fĂĽhrende ratgeber fĂĽr partnersuchende

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Eine Frau finden, einen Mann finden - und sonst gar nichts?

Man kann die Themen über das Dating durchsuchen, wie man will - die Hauptthemen der Frauen sind: „Wie finde ich einen Mann“ oder „wie kriege ich jeden Mann“, die Hauptthemen der Männer: Wie finde ich eine Frau oder „Wie kriege ich jede Frau.“

Die Themen im Umfeld der erotischen Suche sind seltener: Männer finden „ihre“ Männer immer, wie Grindr eindrucksvoll beweist, und Frauen finden ihre Frauen offenbar in jeder beliebigen Situation durch bloße Blickkontakte. Neben der gleichgeschlechtlichen Suche ist die Suche nach „Abweichlern“ sehr beliebt im Internet – allerdings gilt sie außerhalb der darauf spezialisierter Interessengruppen (Beispiel: Joyclub“) als ausgesprochen öde.

Illusion Sex-Dating

Auch das Sex-Dating ist eine Domäne der Illusionen: Tausende Männer brummen auf wenige Frauen drauf, von denen auffällig viele Animateurinnen, Abzockerinnen und Fakes sind. Mit Sex-Dating sind jene Seiten gemeint, bei denen interessierten Männern die nackten oder wenig bekleideten Brüste (oder noch mehr) bereits auf der Titelseite anlachen.

Stinknormale Partnersuche - gibt es die im Internet?

Bei alldem ergibt sich natürlich die Frage: Sind ganz normale Partnersuchende besser dran? An wem oder an welchen Umständen liegt es, wenn sie dennoch keine Partner im Internet finden?

Gerüchte kursieren ja in Massen: Man könne im Internet sowieso keine Partner finden, nur die Verlierer würden sich hier ein Stelldichein geben, oder (sehr populär) die Frauen und Männer, die im Internet suchen, haben keine ernsthaften Absichten.

Was ist dran an alldem?

Spinner gibt es immer - aber man kann sie meiden

Dichtung, Wahrheit, Uninformiertheit und bewusste Verleumdung liegen dicht beieinander. Jeder, der Internet-Dating oder Anzeigen-Dating betrieben hat, weiß, dass er dort Spinnerinnen und Spinner kennenlernen kann, Schlampen und Casanovas … und alle Arten von Leuten, die harmlose oder nervige Meisen unter dem Pony haben. Die gute Nachricht folgt auf dem Fuß: Erstens können Sie diese Leute im Internet aussieben, und zweitens sind es nur ein paar Prozent, die so sind.

Ernsthafte Absichten zu haben bedeutet nicht, mit Scheuklappen zu suchen

Was nun die ernsthaften Absichten betrifft, muss man ein Wort der Ermahnung an alle richten, die glauben, im Internet gäbe es eine Prädikats-Börse, die ausschließlich verbissene, scheuklappenbehaftete Partnersuchende beinhalte. Ich selber weiß nicht einmal genau, wer diesen Glauben ständig nährt, aber er ist eben ein Glaube, keine Tatsache.

Menschen nutzen Dates als Wege - nicht als EinbahnstraĂźen

Die Tatsachen sind einfacher: Menschen, die die Wahl haben und innerhalb einiger Monate zum Ziel einer festen Partnerschaft kommen wollen, suchen solange, bis sie einen Menschen finden, mit dem ihnen dies möglich erscheint – üblicherweise ist dieser Partner zwischen dem dritten und zehnten Date gefunden. Das bedeutet aber: Sie sind nicht notwendigerweise der/die gesuchte Person. Dennoch könnten Sie für den/die Suchenden attraktiv sein, die deshalb die Gunst der Stunde nutzen. Menschen, die nicht ohne Weiteres die Wahl haben, suchen oft sehr lange nach dem geeigneten Partner, der all ihre Lebensumstände und die möglicherweise schwache Attraktivität akzeptiert. Da sie aber in dieser Zeit nicht „austrocknen“ wollen, naschen sie auch ab und an einmal an Partnern, die nicht infrage kommen. Man kann diesen langen Absatz dahin gehend verkürzen, dass man sagt: Sexuelle Kontakte kommen auch bei der Edelsuche vor – und bei jeder anderen Suche auch.

Ernsthaft eine Frau zu finden oder einen Mann zu finden ist also ein Prozess, an dessen Beginn der Wunsch nach einem Partner steht – und an dessen Ende dann unter normalen Umständen auch eine dauerhafte Beziehung herauskommen sollte. Der Weg dorthin ist allerdings keine betonierte Straße, sondern ein Wanderweg, der durch Felder, Wiesen und Wälder führt und in dem man Mutter Natur manchmal Tribut zollt. Wer das nicht versteht, der hat auch sonst nicht viel vom Leben erwachsener Menschen in Freiheit und Gleichheit verstanden.


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Geschrieben von Gebhard Roese

02.04.2012 um 11:11:41

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Tipps für das Online-Dating – einmal anders

DIE ZEIT gibt dieser Tage Tipps fürs Online-Dating. Keine schlechte Idee, denn die Tipps sind neutral und stammen tatsächlich aus der Praxis.

Die Möglichkeiten, einem „psychisch kranken Menschen“, einem Sexsüchtigen oder einem Betrüger zu begegnen, sind natürlich vorhanden – aber sie sind nicht so groß, dass sie hinter jedem Busch den bösen Feind vermuten müssen.

Denken Sie vor allem daran: Unsicherheiten, Instabilitäten und Begierden sind drei relativ sichere Mittel, Gauner aller Art anzulocken – übrigens auch Gaunerinnen. Sicheres, stabiles Auftreten und eine abgeklärte Haltung zur eigenen Sexualität helfen Ihnen, allzeit die Contenance zu bewahren.

Merken Sie sich also: Sie waren nie von einem Menschen enttäuscht, Sie sind niemals hereingelegt worden, Sie leiden unter nichts und niemandem und entbehren emotional und sexuell nichts – so jedenfalls müssen Sie im Gespräch wirken. Wenn Sie dann noch „das gewisse Gespür“ für die Ehrlichkeit des Anderen haben, dann sind sie schon fast perfekt.

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Geschrieben von Gebhard Roese

30.03.2012 um 16:59:08

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Frühling – Gefühle und nichts als Gefühle?

FrĂĽhling - leicht bekleidet, leicht verliebt
Singles bekommen derzeit wieder Triefaugen, wenn sie verliebte Paare sehen. Denn mit jedem Grad, das unsere AuĂźenthermometer mehr zeigen, wird deutlicher, wie viele liebende Paare es gibt.

Das Phänomen kann man auf unterschiedliche Art erklären, aber sehr wahrscheinlich ist, dass sich die “Herbst- und Winterpaare“ nun hinauswagen. Leicht bekleidet und immer noch relativ frisch verliebt sagen sie den anderen: „Hey, guckt mal, wir sind ein Paar – und was für eines!“ Ich habe in einer Stadt gelebt, indem sich junge Paare ab Frühling stundenlang auf den Bänken herumdrückten, die Frauen teils rittlings auf ihren Männer, damit man einander intensiver spürt. Das zieht schon in den Lenden und in der Psyche, wenn man alleine lebt.

Singles sehen dann meist betreten weg – und frusten weiter herum. Die Hauptgründe sind immer die gleichen:

1. Man sieht sich als „unattraktiv", und bemüht sich erst gar nicht, attraktiver zu werden.
2. Man „macht in Selbstzufriedenheit“, weiß aber genau, dass dies eine Lüge ist.
3. Man sucht nicht, weil man fürchtet, tatsächlich jemanden dabei zu finden. Das Motto: „Auch das mieseste Leben ist besser als jede Veränderung.“
4. Man behauptet, keine Zeit zu haben. Ja bitte schön: Wofür brauchen Sie denn ihre Zeit dann auf? Für Geld?
5. Man trägt ein Schild vor sich her: „Ich bin sehr anspruchsvoll“. In Wahrheit steht meist eine Larve dahinter, die bedürftig und begierig ist.

Ja, so geht es offenbar nicht. Ich schlage mal vor, die Sache ins Gegenteil zu verkehren, auch entgegen dem Trend.

1. Jeder hat attraktive Seiten, aber nur wenige Menschen kennen sie – sogar Frauen, die normalerweise um ihre Attraktivität wissen, schätzen sie gelegentlich falsch ein. Tipp: An der Erscheinung feilen, nicht an der Schönheit.
2. Selbstzufriedenheit ist gut, wenn sie ehrlich und verlässlich ist – aber dann hat man zumeist auch einen Partner. Die heutige sogenannte „Selbstzufriedenheit“ ist oft nur ein Stützgerüst – etwas Fassade, um nicht unglücklich zu erscheinen. Tipp: offen und selbstbewusst zu sein ist besser als „Selbstzufriedenheit“ zur Schau zu stellen.
3. Partnersuche bedeutet: Sich auf die Reise begeben, um emotional reicher zurückzukommen, als man gegangen ist. Wer im 21. Jahrhundert noch Veränderungen scheut, braucht einen Therapeuten, mindestens aber einen guten Freund. Tipp: Veränderungen fest in den Lebensplan mit einbauen.
4. Wozu haben Sie eigentlich „keine Zeit“? Zum Leben? Zum Genießen? Tipp: Rollen Sie ihren Lebensplan neu auf.
5. Haushalten Sie gut mir ihren Wünschen an die Menschen. „Nobody is perfect“, schon gar nicht Sie selbst. Überprüfen Sie ihre Vorstellungen und versuchen Sie, kompromissbereiter zu werden. Tipp: Geben Sie ihrem „Schwachen Ich“ gelegentlich nach und stillen sie Ihre Lüste und Begierden, aber vergessen Sie dabei nicht, weiter nach dem „akzeptablen“ Lebenspartner zu suchen.

Der Frühling führt – und verführt auch zu Leidenschaften, die nicht erklärbar sind. Wenn Sie ertragen können, durch wilde Leidenschaften und skurrile Amouren zu reiten, Lust und Seelenschmerz zu vermischen und sich jederzeit aus den Liebeswogen ans Ufer retten können – dann wagen Sie doch einfach die unvernünftige Liebe im Frühling.

Wenn nicht, dosieren sie gut, wen Sie treffen und wie verlässlich dieser Mensch Ihnen erscheint – und geben Sie sich dann ganz der Liebe hin, wenn Sie meinen, dass der Moment gekommen ist. Im Frühling ist es leichter, zu diesen Zielen zu kommen als in jeder anderen Jahreszeit.

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Geschrieben von Gebhard Roese

21.03.2012 um 08:45:58

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AuĂźen "cool", innen bedĂĽrftig - warum Partnersuchende versagen

Die Frage, die ich mir (und Ihnen) zuletzt gestellt hatte, lautete:

Warum widersetzen sie sich Partnersuchende der Beschleunigung, die ihnen das Internet bietet? Warum wollen sie sich „entschleunigen“ und kann dies denn überhaupt noch gelingen?

Ich versuche heute, Antworten darauf zu finden und nehme als Beispiel ein gesellschaftliches Muster, das so selbstverständlich nicht existiert – wenn es Ihnen dennoch bekannt vorkommt: Sie wohnt garantiert irgendwo in Ihrer Nachbarschaft.


Der unbrauchbare Lebensentwurf - cool, romantisch, geil

Mich wundert nicht, dass die Boutiquenbesitzerin C., die seit fünf Jahren nach einem passenden Ehemann sucht und ihn mit 38 noch nicht gefunden hat, befremdet aufschaut, wenn sie diese Zeilen liest. Sie sucht nach der alten Methode, die schon ihrer Mutter und Großmutter Erfolg brachte: schick sein, ein wenig Konversation machen, sich modern geben, „in“ sein. Leider folgt sie einem äußert fragwürdigen, möglicherweise sogar sehr gefährlichen Lebensentwurf: Nach außen die „coole Frau“ spielen, nach innen aber nach Romantik lechzen, die bisweilen mit Geilheit chargiert. Ich prophezeie: Das geht emotional unter Garantie schief.

Entschleunigung als Illusion - und die neue Illusion "glĂĽcklicher Single"

Solche eine Frau versucht, sich selber zu „entschleunigen“ in einer Gesellschaftsordnung, in der Beschleunigung die Regel ist. Sie versucht sich irgendwo festzuhalten, irgendwie stehen zu bleiben. Indem sie dies tut, zerrinnt ihr die Zeit unter den Fingern. Man kann es auch ganz altmodisch ausdrücken: „Da steht sie nun, und hat keinen Mann, und ärgerst sich zu Tode“. Nur, dass sie dies nicht zugibt und ihren Freundinnen und Freunden erzählt, eine glückliche Singlefrau zu sein.

Die Insel der Entschleunigung - nur fĂĽr Kenner

Wer sich in einer entschleunigten Welt bewegen will, wird oft nach Inseln suchen, auf denen dies möglich ist. Doch das kann nur dann gelingen, wenn man auch über das emotionale Handwerkszeug verfügt, um sich auf solchen Inseln einzurichten. Innerhalb einer Welt, in der es keine Normalität gibt, kann man nur dann seine private Normalität schaffen, wenn man mit jemandem zusammenlebt oder wenn man wirklich „in sich ruht“, was angesichts einer ansonsten hektischen Welt nur wenigen Menschen gegeben sein dürfte. Einfacher ausgedrückt: Nur eine Gruppe von Menschen (beispielsweise ein Paar) kann sich verbindliche Realitäten schaffen, die außerhalb jeglicher Zeitströmungen liegen. Für die meisten von uns bedeutet dies: Im beschleunigten Raum den Partner für die gemeinsame Entschleunigung suchen,

Wer sich gerne „Entschleunigen“ will, kann das also jederzeit tun, nur muss erst dann zunächst anerkennen, dass er einer beschleunigten Welt lebt und nicht ausschließlich in seinem örtlichen und emotionalen Kiez. Wenn ich die Bewegung für mich stoppen will, muss ich erkenne, dass sich die Welt um mich herum bewegt – und vielleicht muss ich sogar noch die Regeln kennenlernen, nach denen sie sich bewegt.

Die neuen Welten entstehen nur gemeinsam

Wenn ich neue Normen setzen will, muss ich anerkennen, dass die alten Normen wachsweich geworden sind – und wenn ich dann meine kleine, lebenswerte Welt aufbauen will, die mir entspricht, dann schaffe ich dies normalerweise auf Dauer nur mit einem Partner an meiner Seite, der in ähnlicher Weise eine Entschleunigung anstrebt.

Die Wahrheit ist also bitter: Wer sich eine eigene Welt schaffen will, muss in die Welt hinausgehen, um sich einen Partner zu suchen, der dies auch will. Mag sein, dass sie es in einer deutschen Kleinstadt auch ohne Internet schaffen, weil Sie genügsam sind. Wer aber sehr individuelle Vorstellungen vom Dasein hat, die über das in Kleinstädten übliche Denken hinausgehen, der soll bitte in die weite Welt hinausgehen, bevor er sich mit seinem Partner irgendwo einnistet.

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Geschrieben von Gebhard Roese

20.03.2012 um 08:34:02

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Interessante Perspektiven: Was Männer wollen

Bevor Sie sich fragen: „Was soll denn das?“, ein Hinweis zu Risiken und Nebenwirkungen: „Männer“ wollen gar nichts – jeder Mann will etwas anderes, und je eher sich jede einzelne Frau drauf einstellt, umso besser. Soweit zu den Klischees, die von Frauenzeitschriften ständig in die Welt posaunt werden – auch von „Clack“ .

Also ist der Satz falsch „Männer wollen fröhliche Frauen“ – besser wäre: „Manche Männer schätzen an ihren Freundinnen und Frauen ein fröhliches Wesen.“

Doch im Grunde stimmen die Überlegungen der „Clack“-Redakteurin, die sich folgende Frage stellt:

Wenn ich wieder mal lesen darf, dass Männer vor starken Frauen erschrecken oder dass Karrierefrauen es schwer haben, einen Partner zu finden, dann frage ich mich: Könnte es vielleicht an einem anderen Detail liegen? Mal nach der guten Laune gefragt? Wie steht's mit der Lockerheit?


Dankenswerterweise werden damit ein paar Klischees ausgeräumt. Der Mann erschrickt selten von „Karrierefrauen“, und er hat auch keine Angst vor „starken Frauen“ oder vor „Frauen über 40“. Wer das annimmt, glaubt an Rollenbilder. Er vermutet zudem, dass sich „Männer“ über ihre Ängste definieren lassen.

Richtig ist, dass es ein Bündel von Charaktereigenschaften und körperlichen Vorzügen ist, die einem Mann signalisieren: Ja, das ist die Frau, die ich mir wünsche. Wer jetzt schon wieder erschrickt, weil ich „körperliche Vorzüge“ schreibe, der sollte ebenfalls einmal seine Klischees überprüfen lassen: „Körperliche Vorzüge“ sind diejenigen Vorzüge, die einen weiblichen Körper für den Mann attraktiv machen, der liebt. Körperliche Vorzüge können sich auch in einer ausdrucksvollen Mimik zeigen, insbesondere in der Augensprache. Wer genau hinschaut, wird feststellen: Die begehrtesten Frauen in der Realität waren nicht unbedingt schön – sie waren aber faszinierend.

Kaum eine dieser „modernen“ und „obercoolen“ Frauen mit Top-Figuren ist faszinierend. Sie sind teilweise ganz nett anzusehen, das ist alles. „Cool“ sein bedeutet auch: Ohne Eigenschaften sein wollen. Doch welcher Mann wünscht sich eine Frau ohne Eigenschaften? Gehen Sie bitte einmal irgendwo hin, wo sich Frauen über 25 befinden: Sie können 40, 50 oder 60 Jahre alt sein, das spielt keine Rolle. Welche Gesichter sind wirklich faszinierend? Die abgestumpften Gesichter, die Gesichter, die routinierte Gesichtszüge haben? Nein, es sind die lebendigen Gesichter, die etwas aus sich heraus in die Welt hineinsenden.

Faszination ist zum Teil angeboren oder früh angelernt – daran wird man nichts ändern können, und bei denjenigen Frauen, die sie „schon immer“ hatten, bleibt sie bis ins hohe Alter erhalten. Doch was ist mit jenen, die ihre Faszination nicht in der Jugend ausbauen konnten? Werden sie es später tun? Ich fürchte, sie werden den Wert ihrer Faszination eher vergessen. Spätestens ab dem Berufseintritt (wenn nicht schon weit vorher) wird nicht mehr an der Faszination gearbeitet, und vorhandene Talente gehen verloren.

Wie wir alle, die mitten im Leben stehen, werden auch Partnersuchende (nicht ausschließlich Frauen) zuerst nach ihrer Erscheinung beurteilt, dann an den Bewegungen, die sie in Mimik und Gestik aufdrücken, und dann erst nach dem gesprochenen Wort. Es lohnt sich also, zu faszinieren – möglichst über den viel zitierten „ersten Eindruck“ hinaus.

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Geschrieben von Gebhard Roese

19.03.2012 um 09:09:23

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