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Basler Zeitung enthüllt angebliche „ewige Dating-Konstanten“
In der Schweiz scheint sich – wie übrigens auch in vielen Teilen der deutschen Presse – noch nicht herumgesprochen zu haben, dass es in Europa keine verbindlichen Datingregeln gibt. Allerdings will ein Autor der „Basler Zeitung“ sogenannte „ewige Konstanten“ herausgefunden haben. Eigentlich Schade um die Ewigkeit – sie wird damit deutlich entwertet – aber komme wir mal zu den Behauptungen.
BrĂĽcken stehen lassen besser als BrĂĽcken abbrechen?
Zuerst schreibt die Zeitung, „Schweigen habe einen Grund“. Leider hat dieser Rat weder etwas mit Blind Dates noch mit kommenden Beziehungen zu tun. Es gibt eben immer Leute, die gerne die Brücken hinter sich abbrechen – und solche, die noch oftmals hinübergehen. Das ist eine Frage der Lebenseinstellung – und sonst gar nichts.
Gutes Benehmen oder übermäßige Anpassung??
Beim zweiten Punkt kann ich zustimmen, aber die Bedeutung ist ebenfalls gering: Der Autor sagt, man solle darauf achten, wie die neue Bekanntschaft andere Personen behandelt. Als Tipp ist dies aufschlussreich, falls ein Mann großspurig auftritt oder eine Dame schnippisch ist. Ansonsten leben wir Menschen nicht nach den Vorstellungen anderer, sondern (hoffentlich!) nach unseren eigenen Vorstellungen. Übermäßige Anpasser? Nein danke!
Zahlen oder nicht zahlen?
Der dritte Punkt ist mit dem Vierten fast identisch: Wie geht man beim Date mit Geld um? Ob es hilfreich ist zu sagen: „Niemand bekam jemals Sex, wenn er vorschlug, die Rechnung zu teilen?“ In beiden Punkten werden übrigens unterschiedliche Ratschläge gegeben. Was wirklich gilt? Kleine Rechnung zahlt der Gentleman, größere derjenige, der offenkundig am meisten Geld verdient. Bei Einladungen zahlt derjenige, der einlädt, ansonsten bewährt es sich, römisch zu teilen: Jeder zahlt genau die Hälfte, egal, was jeder verspeist und getrunken hat.
„Gepflegte Konversation“ oder Schweigen ist Gold?
Kommen wir zu Punkt fünf des Artikels: Am Anfang war das Wort – steht nicht nur in der Genesis, sondern gilt auch für Paare. Wer glaubt, es gehe um „Konversation“, zieht sich vermutlich auch sonst Rock oder Hose mit der Kneifzange an. Beim Date geht es nicht um Konversation, sondern um Kommunikation. Warum sich aus dem „Konversationsstil verlässliche Rückschlüsse auf (die) … sexuelle Performanz (1)“ ziehen lassen, bliebt unklar, und auch, warum wortkarge Charaktere „vielversprechend“ sein können.
Damit der Humor nicht zu kurz kommt: Dating Witz mit Finnen
Zwei Finnen haben ein Blind Date. Am Anfang sagt er: „Hi!“ Und sie sagt auch „Hi!“, dann essen sie (wenig) und trinken (viel), reden aber nichts. Nach einer Stunde beredten Schweigens fragt er: „Schlafen wir nun miteinander oder nicht?“ Daraufhin Sie: „Nicht mit dir, du redest mir zu viel.“
(1) Das tatsächliche, nach außen wirksame Verhalten.
BrĂĽcken stehen lassen besser als BrĂĽcken abbrechen?
Zuerst schreibt die Zeitung, „Schweigen habe einen Grund“. Leider hat dieser Rat weder etwas mit Blind Dates noch mit kommenden Beziehungen zu tun. Es gibt eben immer Leute, die gerne die Brücken hinter sich abbrechen – und solche, die noch oftmals hinübergehen. Das ist eine Frage der Lebenseinstellung – und sonst gar nichts.
Gutes Benehmen oder übermäßige Anpassung??
Beim zweiten Punkt kann ich zustimmen, aber die Bedeutung ist ebenfalls gering: Der Autor sagt, man solle darauf achten, wie die neue Bekanntschaft andere Personen behandelt. Als Tipp ist dies aufschlussreich, falls ein Mann großspurig auftritt oder eine Dame schnippisch ist. Ansonsten leben wir Menschen nicht nach den Vorstellungen anderer, sondern (hoffentlich!) nach unseren eigenen Vorstellungen. Übermäßige Anpasser? Nein danke!
Zahlen oder nicht zahlen?
Der dritte Punkt ist mit dem Vierten fast identisch: Wie geht man beim Date mit Geld um? Ob es hilfreich ist zu sagen: „Niemand bekam jemals Sex, wenn er vorschlug, die Rechnung zu teilen?“ In beiden Punkten werden übrigens unterschiedliche Ratschläge gegeben. Was wirklich gilt? Kleine Rechnung zahlt der Gentleman, größere derjenige, der offenkundig am meisten Geld verdient. Bei Einladungen zahlt derjenige, der einlädt, ansonsten bewährt es sich, römisch zu teilen: Jeder zahlt genau die Hälfte, egal, was jeder verspeist und getrunken hat.
„Gepflegte Konversation“ oder Schweigen ist Gold?
Kommen wir zu Punkt fünf des Artikels: Am Anfang war das Wort – steht nicht nur in der Genesis, sondern gilt auch für Paare. Wer glaubt, es gehe um „Konversation“, zieht sich vermutlich auch sonst Rock oder Hose mit der Kneifzange an. Beim Date geht es nicht um Konversation, sondern um Kommunikation. Warum sich aus dem „Konversationsstil verlässliche Rückschlüsse auf (die) … sexuelle Performanz (1)“ ziehen lassen, bliebt unklar, und auch, warum wortkarge Charaktere „vielversprechend“ sein können.
Damit der Humor nicht zu kurz kommt: Dating Witz mit Finnen
Zwei Finnen haben ein Blind Date. Am Anfang sagt er: „Hi!“ Und sie sagt auch „Hi!“, dann essen sie (wenig) und trinken (viel), reden aber nichts. Nach einer Stunde beredten Schweigens fragt er: „Schlafen wir nun miteinander oder nicht?“ Daraufhin Sie: „Nicht mit dir, du redest mir zu viel.“
(1) Das tatsächliche, nach außen wirksame Verhalten.
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Partnersuche – wie wollen Sie das Problem lösen?
Gelegentlich werde ich gefragt: „Ja, um Himmels willen, wie wollen denn ausgerechnet Sie das Problem der Partnersuche lösen?“
Sehen Sie, da gib es ein Missverständnis. Erstens löse ich keine Probleme, sondern Partnersuchende tun dies aus eigener Kraft und ausschließlich für sich selbst. Zum Anderen geht es nicht um „das Problem“, sondern um eine Fülle von Einzelheiten, die sich zum Problem ausweiten.
Ein weiser Mensch hat einmal gesagt: „Beiß mir nicht in den Finger, sondern schau, wohin er zeigt!“ Solange jemand versucht, mir in den Finger zu beißen, wird also nichts aus der Lösung – und zugleich zeigt das Beispiel, worum es geht: um eine sehr flexible Wegweisung, nicht um die „ultimative Lösung“.
Probleme, Ursachen und Lösungen bei der Partnersuche
Wir haben uns daran gewöhnt, von „der Ursache“ zu sprechen. Wenn der Fernseher repariert wird, gibt es doch auch nur eine Ursache für den Ausfall, oder etwa nicht? Mediziner suchen nach „der Ursache“ für unser Unwohlsein, und sie finden in den glücklichen Fällen auch tatsächlich nur „eine Ursache“ – manchmal aber auch viele. In ihrer Folge haben freudsche Psychoanalytiker versucht, die „eine Ursache“ für unsere Schwierigkeiten zu finden – sie haben zum großen Teil kläglich versagt, weil es „die eine Ursache“ gar nicht gab.
Ursache gefunden - Problem gelöst?
Man hat sich früher vorgestellt, dass eine Ursache ein Problem auslöst, und geglaubt, dass man "das Problem" beseitigen könne, indem man "die Ursache" aufdeckt und dann systematisch beseitigt. Aber gerade in komplexen Organisationen (und unser Hirn ist sehr komplex organisiert) gibt es oft mehrere, voneinander unabhängige Ursachen, die zur Nicht-Lösung führen.
Aus der Wirtschaft sind viele Beispiele bekannt (mit hoher Wahrscheinlichkeit waren Sie schon einmal daran beteiligt), in denen „die Lösung“ nicht zu Veränderungen oder sogar zu Verschlechterungen führte. Dies lag zum großen Teil daran, dass man mit unbrauchbaren Modellen der Führung und Organisation arbeitete, aber es würde zu weit führen, dies hier ausführlich zu erörtern.
Tiefenbohrungen nach Problemen?
Wenn bei der Partnersuche Probleme auftauchen, dann liegt dies in der Regel nicht an „der einen Ursache“, sondern an einer Fülle von Umständen, von denen einige in der „tieferen“ Psychologie liegen mögen. Die meisten aber sitzen in dem Bereich, den man „Lebensstil“ nennt, und ein großer Teil davon ließe sich lösen, wenn man den gegenwärtigen Lebensstil und die damit verbundenen Erwartungen kritisch hinterfragte.
Auf dem Gipfel des Scheiterns: Erwartungen
Fast alle Fachleute sind sich nämlich in einem einig: Die meisten Partnersuchenden scheitern an ihren Erwartungen – nur wenige scheitern an mangelnden Fähigkeiten oder Kenntnissen bei der Partnersuche. Das ist auch der Grund, warum nahezu die gesamte Ratgeberliteratur zum Thema nichts als Papiermüll ist. Was dort geraten wird, ist nicht „entweder falsch oder richtig“, sondern in der Regel völlig belanglos. Vor allem die Kommunikationsregeln, die immer wieder von einem Autor zum Nächsten abgeschrieben werden, sind nichts Wert: Seichtes Geschwätz (wie zumeist empfohlen) eignet sich bestenfalls für das erste Drittel eines Blind Dates – dann will man das persönliche Profil erkennen.
Probleme zeigen sich im Fehlen von Lösungen
Das Geheimnis der Partnersuche ist schnell aufgedeckt: Möglichst sinnreiche, gezielte Dates, etwa zwischen drei und zehn an der Zahl, führen entweder zum Erfolg – oder es ist Zeit für eine Revision der eigenen Vorgehensweise.
Einer meiner bedeutenderen Lehrer im Bereich der Problemlösungen hat mir einmal gesagt: „Problem zeigen sich im Fehlen von Lösungen. Sie lösen sich von selbst wieder, wenn du die Fähigkeit wiedergewinnst, automatische Lösungen zu finden.“ Das ist natürlich ein Bonmot, aber es zeigt, was man anstreben sollte: eine gewisse Normalität des Seins.
Ich behaupte nicht, den einzig möglichen Weg zu kennen, wie Sie Probleme mit der Partnersuche lösen können – aber ich weiß eines: Mit wütender Aktivität geht es ebenso wenig wie mit Nichtstun. Finden Sie also Ihren persönlichen Weg – ob mit meiner Hilfe oder ohne sie.
Sehen Sie, da gib es ein Missverständnis. Erstens löse ich keine Probleme, sondern Partnersuchende tun dies aus eigener Kraft und ausschließlich für sich selbst. Zum Anderen geht es nicht um „das Problem“, sondern um eine Fülle von Einzelheiten, die sich zum Problem ausweiten.
Ein weiser Mensch hat einmal gesagt: „Beiß mir nicht in den Finger, sondern schau, wohin er zeigt!“ Solange jemand versucht, mir in den Finger zu beißen, wird also nichts aus der Lösung – und zugleich zeigt das Beispiel, worum es geht: um eine sehr flexible Wegweisung, nicht um die „ultimative Lösung“.
Probleme, Ursachen und Lösungen bei der Partnersuche

Schon manche Lösung gefunden: Autor Gebhard Roese
Ursache gefunden - Problem gelöst?
Man hat sich früher vorgestellt, dass eine Ursache ein Problem auslöst, und geglaubt, dass man "das Problem" beseitigen könne, indem man "die Ursache" aufdeckt und dann systematisch beseitigt. Aber gerade in komplexen Organisationen (und unser Hirn ist sehr komplex organisiert) gibt es oft mehrere, voneinander unabhängige Ursachen, die zur Nicht-Lösung führen.
Aus der Wirtschaft sind viele Beispiele bekannt (mit hoher Wahrscheinlichkeit waren Sie schon einmal daran beteiligt), in denen „die Lösung“ nicht zu Veränderungen oder sogar zu Verschlechterungen führte. Dies lag zum großen Teil daran, dass man mit unbrauchbaren Modellen der Führung und Organisation arbeitete, aber es würde zu weit führen, dies hier ausführlich zu erörtern.
Tiefenbohrungen nach Problemen?
Wenn bei der Partnersuche Probleme auftauchen, dann liegt dies in der Regel nicht an „der einen Ursache“, sondern an einer Fülle von Umständen, von denen einige in der „tieferen“ Psychologie liegen mögen. Die meisten aber sitzen in dem Bereich, den man „Lebensstil“ nennt, und ein großer Teil davon ließe sich lösen, wenn man den gegenwärtigen Lebensstil und die damit verbundenen Erwartungen kritisch hinterfragte.
Auf dem Gipfel des Scheiterns: Erwartungen
Fast alle Fachleute sind sich nämlich in einem einig: Die meisten Partnersuchenden scheitern an ihren Erwartungen – nur wenige scheitern an mangelnden Fähigkeiten oder Kenntnissen bei der Partnersuche. Das ist auch der Grund, warum nahezu die gesamte Ratgeberliteratur zum Thema nichts als Papiermüll ist. Was dort geraten wird, ist nicht „entweder falsch oder richtig“, sondern in der Regel völlig belanglos. Vor allem die Kommunikationsregeln, die immer wieder von einem Autor zum Nächsten abgeschrieben werden, sind nichts Wert: Seichtes Geschwätz (wie zumeist empfohlen) eignet sich bestenfalls für das erste Drittel eines Blind Dates – dann will man das persönliche Profil erkennen.
Probleme zeigen sich im Fehlen von Lösungen
Das Geheimnis der Partnersuche ist schnell aufgedeckt: Möglichst sinnreiche, gezielte Dates, etwa zwischen drei und zehn an der Zahl, führen entweder zum Erfolg – oder es ist Zeit für eine Revision der eigenen Vorgehensweise.
Einer meiner bedeutenderen Lehrer im Bereich der Problemlösungen hat mir einmal gesagt: „Problem zeigen sich im Fehlen von Lösungen. Sie lösen sich von selbst wieder, wenn du die Fähigkeit wiedergewinnst, automatische Lösungen zu finden.“ Das ist natürlich ein Bonmot, aber es zeigt, was man anstreben sollte: eine gewisse Normalität des Seins.
Ich behaupte nicht, den einzig möglichen Weg zu kennen, wie Sie Probleme mit der Partnersuche lösen können – aber ich weiß eines: Mit wütender Aktivität geht es ebenso wenig wie mit Nichtstun. Finden Sie also Ihren persönlichen Weg – ob mit meiner Hilfe oder ohne sie.
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Muttertag – Mütter und Blind Dates
Nun ist also Muttertag – und Zeit, einmal an die Partnersuche der Mütter zu denken. Sie haben es wirklich nicht leicht – und dies nicht nur deshalb, weil „der Kurze“ (oder wer immer sonst) für eine Nacht irgendwo gebunkert werden muss. Eine Faustregel sagt: Je mehr Aufwand jemand für ein Date betreiben muss, desto höher sind die Erwartungen – das gilt schon für „ganz gewöhnliche“ Dates. Denken wir einmal daran, dass auch die Nicht-Mutter oft stundenlang mit Freundinnen telefonieren muss, bevor sie sich an Date wagt, und stellen wir in Rechnung, dass die Auswahl der Garderobe, der Friseur teilweise mehrere Stunden der wertvollen Zeit wegfrisst – dann wissen wir, wie hoch der Aufwand ist.
Kleine Kinder - besser zur Freundin ĂĽber Nacht
Ist das Kind klein, dann ergibt sich die Frage: Babysitter oder Übernachtung bei Freundinnen. Aus der Erfahrung kann ich nur raten: in jedem Fall zur Freundin. Niemand kann voraussehen, wie das Date endet – und es könnte Situationen geben, die nicht mit dem Zeitplan des Babysitters übereinstimmen. Der Babysitter setzt Mütter ohne Not unter Druck: Da möchte man doch am liebsten alle drei Stunden mal anrufen, wie es dem lieben Kleinen geht, nicht wahr? Oder das Handy klingelt im unpassenden Moment, weil das liebe Kind gerne der Mami „Gute Nacht“ sagen würde.
Bei Teenager-Töchtern: Besser ins Hotelzimmer oder "zu ihm"
Wenn „das Kind“ hingegen nicht mehr so klein ist, sondern bereits im Teenageralter, tauchen ganz andere Probleme auf. Ein erstaunlich großer Anteil der Mütter, die häufiger Dates eingehen, nimmt auf das Seelenleben ihrer Kinder erstaunlich wenig Rücksicht. Wenn Mutter vier Mal im Monat mit unterschiedlichen Männern heimkommt und bald darauf tierische Schreie aus dem Schlafzimmer schallen, dann ist das vor allem den Töchtern nicht völlig gleichgültig. Besser, man verbringt den "zweiten Teil des Dates" dann in einem Hotel - oder "bei ihm".
All diese Probleme tauchen auf, bevor sich die Frage: „Wie stelle ich meinen Partner meinem Kind vor?“ überhaupt ergibt. Diese Frage hat beim Kennenlernen und bei Blind Dates überhaupt noch keine Bedeutung.
Männer wollen zuerst die Frau kennenlernen, nicht die Familie
Männer, so viel scheint sicher zu sein, wollen in allererster Linie die Frau treffen, nicht die Familie. Das ist verständlich, denn mit der Frau werden sie länger zusammen sein als mit dem Kind, wenn alles gut geht, und nur mit ihre wird eine wirkliche enge Beziehung entstehen. Stiefväter werden bestenfalls dann im beiderseitigen Blick als „Väter“ anerkannt, wenn das Kind noch sehr klein ist.
Kommen wir noch einmal zurück zu den Erwartungen – das ist ohne Zweifel das heikelste Thema. Viele alleinerziehende Frauen sind sich nicht darüber klar, was sie vom Blind Date sinnvollerweise erwarten können. Um es schnell und in einem Satz zu sagen: Sie können bestenfalls eine Begegnung erwarten, mehr nicht. Das ist zwar bei anderen Personenkreisen auch so, doch muss man nun wieder das Aufwand-Nutzen-Verhältnis ansehen.
NĂĽtzt der Mutter der Aufwand fĂĽr das Blind Date?
Wenn man (alles inklusive) 10 -12 Stunden Aufwand braucht, um ein Date zu organisieren, dann will man auch etwas dafür bekommen. Das ist einerseits der Grund für den Frust vieler alleinerziehender Frauen beim Online-Dating, andererseits aber auch eine mögliche Erklärung dafür, warum viele Dates mit einem ONS enden. „Was ich gehabt habe, habe ich gehabt“, sagte mir vor einiger Zeit eine junge Frau, „was ich noch bekommen werde, ist unsicher.“
Beziehungen als Mutter - durchaus möglich
Die Hoffnung auf eine Beziehung ist allerdings keine Illusion: Frauen, die einen Job haben, ihr Leben gut organisieren können und vielleicht mit einem neuen Partner noch einmal ein Kind wollen, sind besser dran als diejenigen, die „irgendwie im Leben herumschwimmen“ und im Moment sowieso nicht wissen, wohin die Reise gehen soll.
Wo wird man nun als Mutter fündig? Soweit es um Online-Dating und langfristige Beziehungen geht – eher dort, wo Männer mit interessanten Berufen, gutem Einkommen und bester Ausbildung zu finden sind. Mütter sollten sich hier auf lange Suchzeiten einstellen und vor allem sorgfältiger in den Profilen sieben, als es die Agenturen können.
Auf Märkten, in denen Single-Mütter „als solche“ angeboten werden, ist eine Beziehung oft dann möglich, wenn eine Patchwork-Familie angestrebt wird – ansonsten ist Skepsis angebracht. Denn alleinerziehende Mütter locken (ohne es zu wollen) immer wieder Abenteurer an, die wirklich nichts weiter wollen als Sex.
Wenn der Wunsch, eine langfristige Beziehung einzugehen, ohnehin nicht vorhanden ist, empfiehlt sich durchaus auch Casual Dating – dabei kann man wenigstens sicher sein, dass beide das Gleiche wollen.
Hinweise:
Lesen Sie in der Liebepur auch den vorausgegangenen Artikel: "Lässt Online-Dating die Mütter im Stich?" In der Liebeszeitung gab es den Artikel "Wenn Mütter neue Partner suchen".
Kleine Kinder - besser zur Freundin ĂĽber Nacht
Ist das Kind klein, dann ergibt sich die Frage: Babysitter oder Übernachtung bei Freundinnen. Aus der Erfahrung kann ich nur raten: in jedem Fall zur Freundin. Niemand kann voraussehen, wie das Date endet – und es könnte Situationen geben, die nicht mit dem Zeitplan des Babysitters übereinstimmen. Der Babysitter setzt Mütter ohne Not unter Druck: Da möchte man doch am liebsten alle drei Stunden mal anrufen, wie es dem lieben Kleinen geht, nicht wahr? Oder das Handy klingelt im unpassenden Moment, weil das liebe Kind gerne der Mami „Gute Nacht“ sagen würde.
Bei Teenager-Töchtern: Besser ins Hotelzimmer oder "zu ihm"
Wenn „das Kind“ hingegen nicht mehr so klein ist, sondern bereits im Teenageralter, tauchen ganz andere Probleme auf. Ein erstaunlich großer Anteil der Mütter, die häufiger Dates eingehen, nimmt auf das Seelenleben ihrer Kinder erstaunlich wenig Rücksicht. Wenn Mutter vier Mal im Monat mit unterschiedlichen Männern heimkommt und bald darauf tierische Schreie aus dem Schlafzimmer schallen, dann ist das vor allem den Töchtern nicht völlig gleichgültig. Besser, man verbringt den "zweiten Teil des Dates" dann in einem Hotel - oder "bei ihm".
All diese Probleme tauchen auf, bevor sich die Frage: „Wie stelle ich meinen Partner meinem Kind vor?“ überhaupt ergibt. Diese Frage hat beim Kennenlernen und bei Blind Dates überhaupt noch keine Bedeutung.
Männer wollen zuerst die Frau kennenlernen, nicht die Familie
Männer, so viel scheint sicher zu sein, wollen in allererster Linie die Frau treffen, nicht die Familie. Das ist verständlich, denn mit der Frau werden sie länger zusammen sein als mit dem Kind, wenn alles gut geht, und nur mit ihre wird eine wirkliche enge Beziehung entstehen. Stiefväter werden bestenfalls dann im beiderseitigen Blick als „Väter“ anerkannt, wenn das Kind noch sehr klein ist.
Kommen wir noch einmal zurück zu den Erwartungen – das ist ohne Zweifel das heikelste Thema. Viele alleinerziehende Frauen sind sich nicht darüber klar, was sie vom Blind Date sinnvollerweise erwarten können. Um es schnell und in einem Satz zu sagen: Sie können bestenfalls eine Begegnung erwarten, mehr nicht. Das ist zwar bei anderen Personenkreisen auch so, doch muss man nun wieder das Aufwand-Nutzen-Verhältnis ansehen.
NĂĽtzt der Mutter der Aufwand fĂĽr das Blind Date?
Wenn man (alles inklusive) 10 -12 Stunden Aufwand braucht, um ein Date zu organisieren, dann will man auch etwas dafür bekommen. Das ist einerseits der Grund für den Frust vieler alleinerziehender Frauen beim Online-Dating, andererseits aber auch eine mögliche Erklärung dafür, warum viele Dates mit einem ONS enden. „Was ich gehabt habe, habe ich gehabt“, sagte mir vor einiger Zeit eine junge Frau, „was ich noch bekommen werde, ist unsicher.“
Beziehungen als Mutter - durchaus möglich
Die Hoffnung auf eine Beziehung ist allerdings keine Illusion: Frauen, die einen Job haben, ihr Leben gut organisieren können und vielleicht mit einem neuen Partner noch einmal ein Kind wollen, sind besser dran als diejenigen, die „irgendwie im Leben herumschwimmen“ und im Moment sowieso nicht wissen, wohin die Reise gehen soll.
Wo wird man nun als Mutter fündig? Soweit es um Online-Dating und langfristige Beziehungen geht – eher dort, wo Männer mit interessanten Berufen, gutem Einkommen und bester Ausbildung zu finden sind. Mütter sollten sich hier auf lange Suchzeiten einstellen und vor allem sorgfältiger in den Profilen sieben, als es die Agenturen können.
Auf Märkten, in denen Single-Mütter „als solche“ angeboten werden, ist eine Beziehung oft dann möglich, wenn eine Patchwork-Familie angestrebt wird – ansonsten ist Skepsis angebracht. Denn alleinerziehende Mütter locken (ohne es zu wollen) immer wieder Abenteurer an, die wirklich nichts weiter wollen als Sex.
Wenn der Wunsch, eine langfristige Beziehung einzugehen, ohnehin nicht vorhanden ist, empfiehlt sich durchaus auch Casual Dating – dabei kann man wenigstens sicher sein, dass beide das Gleiche wollen.
Hinweise:
Lesen Sie in der Liebepur auch den vorausgegangenen Artikel: "Lässt Online-Dating die Mütter im Stich?" In der Liebeszeitung gab es den Artikel "Wenn Mütter neue Partner suchen".
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Singlebörsen oder Online-Partnervermittler?
Die Single-Börse Dating Cafe regte uns mit einer Pressemitteilung zu diesem Artikel an - da die Liebepur niemals Pressemitteilungen im Original veröffentlicht( 6), haben wir uns auch diesmal daran gehalten - und behandeln das Thema unter anderen Aspekten.
"Singlebörse oder Online-Partnervermittlung?" Das ist eine Frage, die sich viele Partnersuchende stellen. Es ist wirklich schwierig, die Frage zu beantworten, auch für mich. Allerdings kann ich mich mit derartigen Plattitüden nicht anfreunden, die jetzt angeblich im SPIEGEL (5) standen:
Solche Aussagen werden der Sache nicht gerecht, vor allem nicht für Leute, die weder eine Heimat in Airport-Lounges noch eine solche in Kölner Kneipen sehen. Doch was sind die Unterschiede?
Seriosität und Psycho-Gläubigkeit als Pfeiler - Partneragenturen
Seitens der Partneragenturen setzt man auf „Gediegenheit“ und „Seriosität“ - mal mehr und mal weniger. Nur die beiden Top-Agenturen PARSHIP und ElitePartner sprechen wirklich die gehobenen Berufsstände an, alle anderen bauen darauf, dass ihr Konzept schon "irgendwie verstanden" verstanden wird. Die Kernfrage dabei ist allerdings, ob das Konzept überhaupt verstanden werden muss: Das Ziel ist ja, einen Partner zu finden, und wird er gefunden, dann war das Konzept richtig. Ob das dahinterliegende System nun auf „wissenschaftlicher“ Basis ermittelt wird, und ob diese Basis strengen wissenschaftlichen Kriterien standhält, ist dabei offenbar unerheblich: Psycho-Gläubigkeit (1), Vorstellungseffekt (2), Barnum-Effekt (3) und Entre-Nous-Effekt (4) sorgen dafür, dass die Mitglieder aufeinander fliegen – mit einem Erfolg, der bei gegen 35 Prozent liegt.
Manche Menschen wollen nicht bepunktet werden
Doch gerade das „Vorstellen“ und „Bepunkten“ wird von vielen Menschen als Bevormundung gesehen. Das sieht auch Björn Walter, der Geschäftsführer der im Spiegel beschriebenen Singleböse Dating Cafe so:
Das ist soweit richtig – falsch ist daran allerdings, dass der Computer (oder dessen Vorlagengeber und Programmierer) den Partnersuchenden irgendetwas abnimmt, außer sie einander vorzustellen. Kennenlernen muss man sich bei jeder Agentur letztendlich in der Realität.
Diese Aussage des Dating Cafes zielt allerdings deutlich auf die Menschen, die auch die Partneragenturen ansprechen: erfolgreiche, selbstbewusste Menschen ab 35. Sie sind stark umworben, und sie haben ja auch tatsächlich die Wahl.
Vorstellen als neue Masche: Singlebörsen ziehen nach
Weil das "Vorstellen bei Übereinstimmung" so erfolgreich ist, versuchen es nun auch Singlebörsen. Wie aber kann das funktionieren?
Vereinfacht gesprochen ist der umstrittene Psychotest die Grundlage des Geschäfts von Partneragenturen, und er hat eine gewisse Filterfunktion: Er lässt nur Menschen zu, die brav der angeblichen Notwendigkeit eines solchen Tests folgen und ihn nicht abbrechen – das ist möglicherweise das einzig „psychologisch verbindende“ am „psychologischen“ Tests. Ist das einmal geschafft, dann ist das Computerprogramm innerhalb einer äußerst variablen Bandbreite dazu in der Lage, mehr oder weniger „passende“ Partner herauszusuchen. Wie viel Prozent oder Promille der Mitglieder dafür infrage kommen, ist ausgesprochen umstritten.
Wie Übereinstimmungen nachträglich ermittelt werden
Auf der anderen Seite haben aber auch bereits einfache Singlebörsen erkannt, dass ihre Mitglieder nicht in de Datenbank herumwühlen wollen, um die Stecknadel im Heuhaufen zu finden. Die Anbieter haben inzwischen verschiedene Varianten, um das Problem „in der Griff“ zu bekommen:
1. Ein Psychotest (bezahlt oder unbezahlt) kann nachgeholt werden. So umstritten er auch ist, die Faszination, ihn durchzuziehen, ist groĂź.
2. Man arbeitet mit windigen Hilfskriterien: Sie sind beide weißhäutig, ledig und essen gerne chinesisch – dann passen Sie ja prima zusammen.
3. Aus Stichworten des eigenständig erstellten Profils,, insbesondere aus den Fragen nach Vorlieben, werden Pseudo-Psycho-Profile erstellt – das funktioniert sogar bei Sex-Datingseiten.
4. Es werden Marketingmethoden angewendet, die auch im Online-Buchhandel verwendet werden. Wenn man „scharfe Blondinen“ anklickt, die einen ONS wollen, aber man selber eine „Ehefrau und Mutter“ sucht, wird das eigene Profil in Richtung „Schlampe gesucht“ modifiziert.
Das Dating Cafe – um darauf zurückzukommen - ist unter den Singlebörsen allerdings tatsächlich eine Art Ausnahme: Es hat eine ganz bestimmte Klientel, die schwer zu beschreiben ist und recht wenig in die üblichen Kategorien passt. Der SPIEGEL ordnet es als „geeignet für studierte Querdenker ab 35“ ein und gibt eine reale aktive Mitgliederzahl (5) von 100.000 nach Nielsen-Unterlagen an.
Hinweise:
(1) Psycho-Gläubigkeit: Die Überzeugung, das sich mit Hilfe der Psychologe gute Paarungen voraussagen lassen.
(2) Vorstell-Effekt - man fĂĽhlt sich einem menschen nicht merh so fremd, wenn man ihm vorgestellt wurde - selbst, wenn dies ein Vorschlag ist, der aus einem Computerprogramm generiert wurde.
(3) Barnum-Effekt - die Möglichkeit, eien Aussage so allgemein zu halten, das sie immer zutrifft.
(4) Neuer Effekt im Online-Dating, , oft als "Nachbarschaftseffekt" bezeichnet. Man fĂĽhlt sich "unter uns", wenn man in der gleiche Umgebung lebt - und sie sie auch nur virtuell.
(5) Spiegel Wissen Nr. 2/2012, Print-Ausgabe.
(6) Die Liebepur weist darauf hin, dass von uns keine Pressemitteilungen im Original veröffentlicht werden. Wenn Sie auf der Liebepur werben wollen, nutzen Sie bitte die Anzeigen.
"Singlebörse oder Online-Partnervermittlung?" Das ist eine Frage, die sich viele Partnersuchende stellen. Es ist wirklich schwierig, die Frage zu beantworten, auch für mich. Allerdings kann ich mich mit derartigen Plattitüden nicht anfreunden, die jetzt angeblich im SPIEGEL (5) standen:
Wenn ElitePartner und Dating Cafe Bars wären, dann wäre die Erste eine Airport-Lounge und die Zweite eine Kölsche Kneipe.
Solche Aussagen werden der Sache nicht gerecht, vor allem nicht für Leute, die weder eine Heimat in Airport-Lounges noch eine solche in Kölner Kneipen sehen. Doch was sind die Unterschiede?
Seriosität und Psycho-Gläubigkeit als Pfeiler - Partneragenturen
Seitens der Partneragenturen setzt man auf „Gediegenheit“ und „Seriosität“ - mal mehr und mal weniger. Nur die beiden Top-Agenturen PARSHIP und ElitePartner sprechen wirklich die gehobenen Berufsstände an, alle anderen bauen darauf, dass ihr Konzept schon "irgendwie verstanden" verstanden wird. Die Kernfrage dabei ist allerdings, ob das Konzept überhaupt verstanden werden muss: Das Ziel ist ja, einen Partner zu finden, und wird er gefunden, dann war das Konzept richtig. Ob das dahinterliegende System nun auf „wissenschaftlicher“ Basis ermittelt wird, und ob diese Basis strengen wissenschaftlichen Kriterien standhält, ist dabei offenbar unerheblich: Psycho-Gläubigkeit (1), Vorstellungseffekt (2), Barnum-Effekt (3) und Entre-Nous-Effekt (4) sorgen dafür, dass die Mitglieder aufeinander fliegen – mit einem Erfolg, der bei gegen 35 Prozent liegt.
Manche Menschen wollen nicht bepunktet werden
Doch gerade das „Vorstellen“ und „Bepunkten“ wird von vielen Menschen als Bevormundung gesehen. Das sieht auch Björn Walter, der Geschäftsführer der im Spiegel beschriebenen Singleböse Dating Cafe so:
Wir sind überzeugt, dass aktive und selbstbestimmte Menschen ab 35 Jahren selbst am besten beurteilen können, wen sie kennenlernen wollen. Kein Computer kann und soll uns das abnehmen.
Das ist soweit richtig – falsch ist daran allerdings, dass der Computer (oder dessen Vorlagengeber und Programmierer) den Partnersuchenden irgendetwas abnimmt, außer sie einander vorzustellen. Kennenlernen muss man sich bei jeder Agentur letztendlich in der Realität.
Diese Aussage des Dating Cafes zielt allerdings deutlich auf die Menschen, die auch die Partneragenturen ansprechen: erfolgreiche, selbstbewusste Menschen ab 35. Sie sind stark umworben, und sie haben ja auch tatsächlich die Wahl.
Vorstellen als neue Masche: Singlebörsen ziehen nach
Weil das "Vorstellen bei Übereinstimmung" so erfolgreich ist, versuchen es nun auch Singlebörsen. Wie aber kann das funktionieren?
Vereinfacht gesprochen ist der umstrittene Psychotest die Grundlage des Geschäfts von Partneragenturen, und er hat eine gewisse Filterfunktion: Er lässt nur Menschen zu, die brav der angeblichen Notwendigkeit eines solchen Tests folgen und ihn nicht abbrechen – das ist möglicherweise das einzig „psychologisch verbindende“ am „psychologischen“ Tests. Ist das einmal geschafft, dann ist das Computerprogramm innerhalb einer äußerst variablen Bandbreite dazu in der Lage, mehr oder weniger „passende“ Partner herauszusuchen. Wie viel Prozent oder Promille der Mitglieder dafür infrage kommen, ist ausgesprochen umstritten.
Wie Übereinstimmungen nachträglich ermittelt werden
Auf der anderen Seite haben aber auch bereits einfache Singlebörsen erkannt, dass ihre Mitglieder nicht in de Datenbank herumwühlen wollen, um die Stecknadel im Heuhaufen zu finden. Die Anbieter haben inzwischen verschiedene Varianten, um das Problem „in der Griff“ zu bekommen:
1. Ein Psychotest (bezahlt oder unbezahlt) kann nachgeholt werden. So umstritten er auch ist, die Faszination, ihn durchzuziehen, ist groĂź.
2. Man arbeitet mit windigen Hilfskriterien: Sie sind beide weißhäutig, ledig und essen gerne chinesisch – dann passen Sie ja prima zusammen.
3. Aus Stichworten des eigenständig erstellten Profils,, insbesondere aus den Fragen nach Vorlieben, werden Pseudo-Psycho-Profile erstellt – das funktioniert sogar bei Sex-Datingseiten.
4. Es werden Marketingmethoden angewendet, die auch im Online-Buchhandel verwendet werden. Wenn man „scharfe Blondinen“ anklickt, die einen ONS wollen, aber man selber eine „Ehefrau und Mutter“ sucht, wird das eigene Profil in Richtung „Schlampe gesucht“ modifiziert.
Das Dating Cafe – um darauf zurückzukommen - ist unter den Singlebörsen allerdings tatsächlich eine Art Ausnahme: Es hat eine ganz bestimmte Klientel, die schwer zu beschreiben ist und recht wenig in die üblichen Kategorien passt. Der SPIEGEL ordnet es als „geeignet für studierte Querdenker ab 35“ ein und gibt eine reale aktive Mitgliederzahl (5) von 100.000 nach Nielsen-Unterlagen an.
Hinweise:
(1) Psycho-Gläubigkeit: Die Überzeugung, das sich mit Hilfe der Psychologe gute Paarungen voraussagen lassen.
(2) Vorstell-Effekt - man fĂĽhlt sich einem menschen nicht merh so fremd, wenn man ihm vorgestellt wurde - selbst, wenn dies ein Vorschlag ist, der aus einem Computerprogramm generiert wurde.
(3) Barnum-Effekt - die Möglichkeit, eien Aussage so allgemein zu halten, das sie immer zutrifft.
(4) Neuer Effekt im Online-Dating, , oft als "Nachbarschaftseffekt" bezeichnet. Man fĂĽhlt sich "unter uns", wenn man in der gleiche Umgebung lebt - und sie sie auch nur virtuell.
(5) Spiegel Wissen Nr. 2/2012, Print-Ausgabe.
(6) Die Liebepur weist darauf hin, dass von uns keine Pressemitteilungen im Original veröffentlicht werden. Wenn Sie auf der Liebepur werben wollen, nutzen Sie bitte die Anzeigen.
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Partnerwahl als „Die Suche nach dem Besten“ ist Unsinn

Freie Auswahl - oder gezielte Suche?
Der Pferdefuß der Partnerwahl online ist schon lange gefunden. Man hat ihn lange Zeit als „Vorteil“ angesehen, und muss jetzt schmerzlich erkennen, dass er nichts als ein Problem darstellt.
Gerade sagte es der Literaturkritiker Richard Kämmerlings auf einer Veranstaltung (Zitat):
Wenn man nämlich in den Partnerbörsen der perfekten Frau oder dem perfekten Mann hinterherjagt, aber bei jeder passenden Gelegenheit weiß, dass es bestimmt noch eine bessere gibt.
Das Problem ist nicht die angeblich zu groĂźe Auswahl
Nun könnte man meinen, das Problem sei die „zu große Auswahl“ – dazu gibt es Marketingtheorien, die allerdings im Bereich der Liebe nicht belastbar sind. Dennoch trommelt eine der kleineren Partneragenturen ständig den Marsch, dass eine geringe Auswahl besser ist als eine große. Mathematisch ist das innerhalb der Größenordnungen, von denen wir beim Online-Dating reden, Unsinn. Die „große Auswahl“ gibt es nur bei minimalen Vorstellungen, großen Städten, riesigen Toleranzen oder deutschlandweiter Suche in Singlebörsen ab etwa 100.000 „realen“ (zahlenden) Mitgliedern. (1)
das Problem ist die "Suchmatrix"
Nein, das Thema ist ein anderes – es liegt in der „Suchmatrix“, die so aussieht:
- Finde den besten aller möglichen Partner per Vorauswahl der vorhandenen Kriterien, dann triff dich mit ihm.
Es ist versucht worden, dieses System seitens der Betreiber zu modifizieren, es lautet dann:
- Finde den am besten passenden aller möglichen Partner per Vorauswahl und per Übereinstimmung namhafter Kriterien, indem wir sie dir vorschlagen und die sie dann triffst.
Obgleich das zweite Verfahren unzweifelhaft Vorteile hat, funktioniert es nur in einem Bruchteil der Fälle. Verantwortlich sind dafür im Grunde nicht die Unternehmer, sondern die Kunden: Sie glauben, im „Punktesystem“ einen Garanten für Übereinstimmung sehen zu könne. Genau das ist aber nicht der Fall. Neben den psychologischen und technischen Problemen, die bei diesem „computerisierten Abgleich“ auftreten, sind es die Kunden selbst, die eines nicht berücksichtigen: «Das „Match“ mag perfekt sein – aber bin ich die richtige Person? Mit anderen Worten: Erfülle ich meine eigenen partnerbezogenen Kriterien, bevor ich mich darauf einlasse, möglichen Kriterien anderer zu genügen?» Das Problem ist ja: Die Eigenschaften eines Menschen sind für Beziehungen null und nichtig, wenn er sie nicht in Beziehungen positiv einzubringen versteht.
Sagen wir es mal mit den Worten einer Autorin:
Das Problem (beim Online-Dating) … besteht darin, dass es grundsätzlich befremdlich ist, den Menschen, den Sie treffen wollen, nach seinen Eigenschaften herauszusuchen. Die Menschen, die sie im wirklichen Leben wählen, werden hingegen niemals all diese Kriterien erfüllen. Beim Internet-Dating werden sie ermutigt, sehr genau auszuwählen, wen Sie wirklich wollen – und dabei ignorieren Sie eine große Anzahl von Menschen, die tatsächlich perfekt für Sie sein könnten.
Warum Online-Dating paradox und damit unsinnig werden kann
Daraus ergibt sich ein Paradoxon:
- Je mehr sie nach den üblichen Kriterien suchen (oder suchen lassen), umso mehr vernachlässigen Sie Menschen, die in anderer Weise zu Ihnen passen könnten. Indem Sie sich nun auf immer bessere „Matches“ konzentrieren, ignorieren Sie mehr und mehr mögliche Partner, bis Sie schließlich feststellen, dass FÜR SIE (online) gar kein Partner vorhanden ist.
Wie man die paradoxe Situation "Online Dating" auflöst
Diese paradoxe Situation kann abgemildert werden, indem Sie die „Matches“ als interessantes Spiel ansehen und sich mit all jenen Treffen, deren tatsächliches Profil oder deren E-Mail-Antwort Ihnen am besten gefallen hat. Zwar geben die Online-Partneragenturen jederzeit zu, dass sie „nicht für das Verlieben garantieren“ können, aber sie geben nur sehr ungerne zu, dass Partner beim Date ganz andere, möglicherweise viel interessantere Kriterien aneinander entdecken. Ich habe oft genug geschrieben, welche dies sind und will es hier nicht wiederholen.
(1) Entsprechend einem Umsatz zwischen ca. 10 - 50 Mio. Euro – wer bessere Zahlen hat, möge sie mir nennen.
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