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September '10



liebe pur - der fĂĽhrende ratgeber fĂĽr partnersuchende
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Die Liebe ist kein Spiel – oder doch?

Wenn man Menschen dabei zuhört, wie sie von der Wahl ihrer Partner sprechen, dann teilen sie sich recht deutlich in zwei Gruppen:

1. Die erste Gruppe sagt, die Partnersuche sei eine sehr, sehr ernste Sache, bei der man Emotionen, geistige und praktische Fähigkeiten, psychologische Stärken und Schwächen und selbstverständlich auch die soziale Zukunft im Auge haben müsse. Die Liebe muss natürlich hinzukommen, aber ihr wird fast nur dann eine Chance gegeben, wenn auch der Rest stimmt.

2. Die zweite Gruppe sieht das Liebeswerben als ein Spiel an, das man aus Freude angehen sollte – und das sowohl Chancen wie auch Risiken beinhaltet. Sie orientiert sich an den eigenen Bedürfnissen und Wünschen, prüft, ob sich die Interessen paaren lassen, wiegt auch hie und da auch einmal wirtschaftliche und soziale Interessen gedanklich ab, lässt sich ansonsten jedoch überwiegend von der Intuition treiben. Kommt die Liebe hinzu, sind die Angehörigen dieser Gruppe glücklich über ihre Wahl.

Es ist übrigens erstaunlich, dass sogenannte „psychologische“ Eigenschaften nach der Meinung der meisten Partnersuchenden (und auch hier bei beiden Gruppen) eine untergeordnete Rolle spielen. Ich habe nur sehr, sehr selten von Menschen außerhalb der Gruppe der Psycho-Gläubigen gehört, dass solche Aspekte bei Partnersuchenden wirklich eine Rolle gespielt haben.

Nun ist es allerdings so: Wenn bei der Partnersuche ein Mensch aus der ersten Gruppe auf einen aus der zweiten Gruppe trifft, und beide recht „typische“ Vertreter der jeweiligen Gruppe sind, dann kann es schon mal „knallen“.

Ich gebe Ihnen dazu ein typisches Beispiel: Ein Angehöriger der ersten Gruppe geht zum Blind Date mit der Hoffnung, dass es „doch dieses Mal die (der) Richtige sein möge“, während ein Angehöriger der zweiten Gruppe beispielsweise sagt: „Ich lerne heute vielleicht einen interessanten Menschen kennen. Hoffentlich gibt es ein gutes Gespräch – und mal sehen, was noch dabei herauskommt.“

Sie ahnen, was jetzt kommt? Der eher spielerisch veranlagte Partner wird dem anderen immer Aufmerksamkeit zollen und vielleicht sogar Interesse zeigen – aber nicht unbedingt an einer Beziehung. Hingegen wird der „ernsthafte“ Mensch glauben, dieses Interesse bedeute vielleicht schon Zuneigung, und er wird sich Hoffnungen machen.

Besonders fatal ist, wenn beide am Nächsten morgen im gleichen Bett aufwachen, weil der ernsthafte sich bereits in einer beginnenden Beziehung wähnte, während der spielerische den netten Abend mit einer Liebesnacht zu vollenden versuchte.

Mein Tipp: Wenn Sie können, versuchen sie die Partnersuche nicht zu verbissen zu betreiben. Das kostet viel emotionale Kraft und führt nicht selten zu Enttäuschungen. Versuchen Sie statt dessen, die Suche mit Humor und Gleichmut zu beginnen. Genießen Sie gute Gespräche, lauschige Sommerabende und vielleicht die eine oder andere Liebesnacht, wenn Ihnen so etwas liegt. Wenn Sie aber den Partner finden, mit dem Sie ein Leben zusammenbleiben wollen: Spinnen Sie Ihr Netz aus Freigebigkeit, Großmut, Humor, Genuss und Sinnlichkeit, bevor sie Tacheles über die Zukunft reden.

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Geschrieben von Gebhard Roese

23.08.2010 um 16:38:05

Abgelegt in dating moral

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Das Märchen neu aufgelegt: Facebook und Sex bei Menschen über 45?

Gerade las ich in der BZ als angeblich neue Meldung:

Immer mehr Leute treffen sich zum Sex, nachdem sie sich in sozialen Netzwerken wie Facebook kennengelernt haben. Eine britische Studie ergab, dass Geschlechtskrankheiten deshalb immer häufiger bei den über 45-Jährigen auftreten.


Ach, BZ, es ist zum Wimmern mit euch. Wenn ihr schon bei anderen fragwĂĽrdigen Springer-Quellen abschreibt, dann macht euch wenigstens die MĂĽhe, diese Meldungen zu ĂĽberprĂĽfen.

Die Liebepur hat, wie so oft, die Wahrheit, die wir dem von der BZ verbreiteten Unfug mal entgegensetzen.

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Geschrieben von Gebhard Roese

23.08.2010 um 09:18:23

Abgelegt in liebesmuell

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Frauenträume: Eins und eins, das macht drei

Dass eins und eins zwei ergibt, gilt in der Liebe nur, wenn man sich selbst mitzählt. Doch die Sinneslust hat ihre eigenen Gesetze, und so erträumen sich nach Tausenden zählende Frauen und nach Zehntausenden zählende Männer einmal im Leben einen Dreier. Was die Männer wünschen, dürfte klar sein: Eine sinnliche Blondine und eine glutvolle Schwarzhaarige, von Natur bereit zur Liebe, sich selbstlos anbietend, in jeder beliebigen Lage "gebraucht" zu werden – so ungefähr sollen die Fantasien der Männer sein. Ob es wirklich so ist, sei dahingestellt, denn Männer haben so unterschiedliche Fantasien wie Frauen auch – aber Klischees sind immer populär als die alltäglichen Wahrheiten. Zudem ist Pornografie heute allgemein zugänglich – und da verwundert nicht, dass Frauen meinen, die dort verbreiteten Geschichten würden den männlichen Wunschvorstellungen sehr nahe kommen.

Doch wovon träumen die Frauen, wenn sie an „Dreier“ denken? Zuerst einmal daran, dass sie es für lustvoll halten, von zwei Männern zugleich sexuell begehrt zu werden. Zumeist sehen Frauen eine erotische Herausforderung darin, wissen allerdings zumeist nicht, wie sie die Sache eigentlich handhaben wollen. Selbst in Frauenforen ist höchst umstritten, wozu die beiden Männer denn nun eigentlich beim Dreier gebraucht werden könnten: Sollte man etwa der Theorie Glauben schenken, dass ein „Sandwich“ die geeignete Methode ist? Dagegen spricht zweierlei: erstens die sportiven Leistungen, die dem Lustgewinn entgegenstehen, und dann die Furcht der meisten Frauen vor dem Analverkehr. Auch er ist keinesfalls wirklich populär, und am Ende fragen sich viele Frauen: „Wie bitte? Warum muss ich eigentlich Analverkehr ausüben, nur, weil ich gerne die Liebe mit zwei Männern gemeinsam kennenlernen möchte?“

Die Unsicherheit über die Methoden ist eine Sache, die Verfügbarkeit geeigneter Männer eine andere. Frauen, die in einer Beziehung leben, können ihre Freunde oft nur schwer überreden, den Versuch zu machen, weil die Eifersucht eine viel größere Rolle spielt, als man zu Anfang denken möchte, und die ledige Frau, die ein Männerpaar für ihre Gelüste sucht, muss befürchten, in Dinge hineingedrängt zu werden, die nicht mehr völlig mit ihren Wünschen übereinstimmen. Fast alle Frauen, die auf einen Dreier Lust hätten, haben ziemlich enge Auswahlkriterien an die Männer, sodass sie beispielsweise sagen: „Ich tue es nur, wenn ich mir beide Männer selbst aussuchen kann.“

Fragt sich nun noch: Wer will es denn, um Himmels willen? Offenbar geht der Wunsch recht häufig von Frauen aus, denn nahezu alle „einschlägigen“ Frauenforen behandeln das Thema, wobei größtenteils eine gewisse Naivität gegenüber den Fakten des Dreiers erkennbar wird. Doch auf der anderen bleibt es dann auch bei dem typischen Konflikt, der alle erotischen Träume begleitet: Wenn Menschen erotische Wünsche verwirklichen, verlieren sie die Illusion des unendlichen Genusses, den sie daraus zu erzielen hofften. Zudem ist da das Risiko des Beziehungsverlusts, der in der Realität hautnah gegeben ist. Wer wollte aber schon ein fragwürdiges erotisches Abenteuer gegen eine stabile Beziehung tauschen? Wie es scheint, sind es wenige, die dieses Risiko wirklich eingehen wollen.

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Geschrieben von Gebhard Roese

23.08.2010 um 08:11:00

Abgelegt in frauen

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Die Liebe: Träumen, Wünschen, Erleben

Die Liebepur wendet sich ja zumeist an sehr seriöse Partnersuchende über 30 – aber die Realitäten des Lebens sind nicht immer seriös, sonder oft auch spielerisch, und die Menschen unter 30 orientieren sich nur allzu oft an Leitbildern aus dem Promilager – und bei der Liebe sogar an gewissen Formen der Pornografie. Doch aus beiden Lagern bedroht uns eine aufgeschminkte Realität, die keinen Ekel, keinen Schmerz und keine Demütigung kennt.

Unsere Redaktion hat sich entschlossen, in Zukunft auch den Menschen auf den Seitenwegen der Liebe zu zeigen, wo die Grenzsteine zwischen Traum, Wunsch und Realität liegen und warum einige von ihnen besser nicht überschritten werden sollten.

Wir beginnen morgen mit einem weitverbreiteten Frauentraum: Einmal die Liebe zu dritt erleben zu dürfen – ein Thema, das in Frauenforen heiß diskutiert wird, das wir aber hier mit Rücksicht auf einen Teil unserer Leserschaft (und unserer Inserenten) nicht voll ausbreiten wollen und können.

Wir glauben aber, dass wir auch mit moderaten Informationen manche Irrtümer über das Liebesleben beseitigen können – und vielleicht können wir damit dafür sorgen, dass manche von Ihnen gar nicht erst leichtsinnig werden, wenn es um die Spielarten der Liebe geht, nach denen wir gelegentlich lechzen.

Morgen schreibe wird deshalb den jungen Frauen etwas, die unbedingt einmal einen Dreier probieren wollen. Nächste Woche kommt dann ein viel gefragter Männerwunsch in die Liebepur – und parallel dazu versuchen wir, in anderen Medien noch etwas mehr Tacheles zu reden, in denen weder die Leserinnen und Leser noch die Werbekunden so etepetete sind, dass sie uns deswegen hassen.

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Geschrieben von Gebhard Roese

22.08.2010 um 17:32:25

Abgelegt in dating news

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Es gibt keine Cougars, es sei den, es gäbe sie

auch mit über 50 noch attraktiv für jüngere männer



Forscher entdecken bekanntlich nicht nur das Unbekannte, sondern sie bezweifeln auch das Bekannte. Das ist an sich gut und richtig, nur muss man „qualifiziert bezweifeln“ eben auch lernen. Nun, der Forscher Michael Dunn von der University of Wales Institute in Cardiff hat es versucht – und war damit ein bisschen voreilig, wie wir meinen. Wie viele Forscher glaubt er daran, dass die Anforderungen in Bekanntschaftsanzeigen später auch exakt so in Beziehungen umgesetzt werden. Mit anderen Worten: er setzte „was sie suchen“ und „was sie wirklich fanden“ gleich und kam zu dem Schluss: Die Cougar, also die Frau von mindestens 45, die entsprechender „Cubs“ oder auch Toyboys oder männliche „Sugar Babys“ gibt es gar nicht.

Der Forscher protzt mit gigantischem Zahlenmaterial: 22.400 Singles will er auf Alterspräferenzen durchgeflöht haben, und er kam zu einem Ergebnis, das wir nicht anders erwartet hätten: Die meisten Männer suchen deutlich jüngere Frauen, während die Frauen Männer gleichen Alters oder älter wollten.

Zwei Dinge fallen daran auf: Erstens, dass nicht jede Frau den Mann gleichen oder höheren Alters bekommt, und dann im Laufe ihrer Suche die Präferenzen doch einen jüngeren Mann aussucht, und zweitens, dass ein sehr großer Teil der Beziehungen zwischen alt und jung im Bereich der „Kurzzeitbeziehungen“ gesucht wird, also jener Beziehungen, die zwischen einem ONS und einer dauerhaften Bindung liegen. Dieser Bereich wird so gut wie gar nicht wahrgenommen, weder für die ganz gewöhnlichen Cougar-Cub-Beziehungen, noch für jene Affären, bei denen die ältere Frau den jüngeren Mann in vielerlei Beziehung „unterstützt“ – heute heißt dies „Sponsoring“, und es geht dabei teils um erhebliche Summe. Doch neu ist so ein Verhältnis keinesfalls, denn schon früher sprach man von „Schürzenstipendien“ oder „Bratkartoffelverhältnissen“. Soweit das Internet betroffen ist, gibt es für diese Art von Beziehungen neben normalen Datingseiten auch Spezialseiten.

Natürlich ist es kein „Megatrend“, dass Damen in den allerbesten Jahren sich süße Jungs mit einem schönen Körper suchen, aus dem sich noch manche erregende Liebesnacht generieren lässt – es ist nur eine Tendenz, die es früher nicht in dem Ausmaß gab. Möglich wurde dies erst durch die äußere Attraktivität der Frauen ab 45, die ja noch vor zwei Jahrzehnten als das „unsichtbare Geschlecht“ abgetan wurden, mehr aber noch durch ihre finanzielle Unabhängigkeit. Wenn sich eine Frau kaufen kann, was sie will, dann will sie vielleicht auch ein lebendiges Liebesspielzeug, das man bei Überdruss durchaus auch wieder abstoßen kann. Das ist keinesfalls übertrieben: Wohlanständigkeit wird immer nur an der Oberfläche gezeigt – das ist bei Frauen über 45 nicht anders als bei jüngeren Frauen. - oder auch bei Männern. Doch die oft tatsächlich vorhandenen moralischen Bedenken gegen den jüngeren Mann, der nichts sein soll als ein temporärer Lover, schwindet mit jedem Jahr, in dem die Frau über 40 gar keinen Liebhaber hatte. Irgendwann gibt sie dann eine Anzeige auf, in der die Alterspanne nach unten korrigiert wird oder signalisiert durch die Wortwahl der Anzeige, dass sie an einem jüngeren Mann durchaus Interesse hat.

Ich bin mir bewusst, dass es auch echte, wahrhaftige und durch und durch verinnerlichte Beziehungen zwischen einem jungen Mann und einer älteren Frau gibt – aber es gibt eben mehr andere, lockere Bindungen. Da mag mir die selbst ernannte Cougar-Chefin gerne widersprechen, die ganz schön vom Leder zog:

Ich habe innerhalb von drei Jahren mit Tausenden von Cougar-Frauen gesprochen und ich kann Ihnen versichern, dass es sie nicht nur wirklich gibt, sondern dass sie sich hervorragend entwickeln. Die Beziehung zwischen einer älteren Frau und einem jüngeren Mann ist kein Trend, es ist eine Tatsache, die bleiben wird. Überall, wo ich hinkomme, finde ich Frauen in ernsthaften Beziehungen mit jüngeren Männern. Und ich kann ihnen versichern, dass es sich um eine außergewöhnliche glückliche Gruppe von Leuten handelt.


Was den angeblichen „Mythos Cougar” ausmacht, sind wir hier allerdings ebenso skeptisch wie bei einem „Trend“ oder auch einer neuen Lebensweise. In Wahrheit handelt es sich weder um einen Mythos, noch um einen Trend, noch um eine Lebensweise, sondern um persönliche Entscheidung von Menschen, die andere Leute gar nichts angehen, denn in Wahrheit leben nur die Paare selber in der Realität der Beziehung. Die Tatsache, dass ältere Frauen und jüngere Männer zusammenkommen, ist lediglich ein Aspekt im Beziehungsgeflecht der Gesellschaft, dem gegenwärtig viel Aufmerksamkeit zukommt. Übrigens sind daran nicht nur die Boulevardpresse und die Unterhaltungsbranche beteiligt, sondern eben auch Blogs wie der von Linda Franklin, der das Wort Cougar kräftig vermarktet.

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Geschrieben von Gebhard Roese

21.08.2010 um 18:36:51

Abgelegt in wissenschaft

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