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Der Serienmörder und die Dating-Show

Wir alle konnten uns mittlerweile ein Bild machen, dass es beim Casting von Dating-Shows gewisse Merkwürdigkeiten gab, aber dass ein inzwischen überführter Serienmörder unter den Kandidaten war, ist nun doch eine kleine Sensation.

Erstaunlicherweise hat die Sendung damals jemand aufgezeichnet. Die Taten des damals noch jungen Mannes sind so grauenerregend, dass wir hier lieber darüber schweigen wollen. Wer absolut Details lesen will, kann dies im Telegraph oder (deutsch) bei Web.de tun – ausführliche Informationen über Täter und Opfer lassen sich hier nachlesen.

Wir bringen hier mal die Dating-Show, in der Rodney Alcala damals auftrat.


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Geschrieben von Gebhard Roese

09.03.2010 um 19:34:23

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Die reiche Braut – lohnt es sich, nach ihr zu suchen?



„Für seine Eltern kann man nichts – für die Brauteltern schon“, sagten die Bürger früherer Jahre – und manche sagen es noch heute. Nun gibt es zahlreiche Anleitungen, wie man einen Millionär oder Manager heiratet, aber wir heiratete man eigentlich eine reiche Tochter, eine Millionärin oder eine Managerin?

Die Frage ist schwer zu beantworten: Wer wirklich Millionen besitzt und selber noch vermehrt, ist immer kritisch gegenüber Habenichtsen. Nur derjenige, der es „eigentlich nicht nötig hat“, eine Millionärin zu heiraten, wird überhaupt einen Zugang zu ihr finden. Viele wirklich reiche Frauen leben deshalb zurückgezogen und halten sich Liebhaber im Geheimen – übrigens auch verheiratete Millionärinnen. Im Grunde gilt für Millionärinnen das Gleiche wie für Millionäre: Wer nicht wohlhabend ist, und sie dennoch will, muss ihnen ein verlässlicher, ebenbürtiger Gesprächspartner werden – auch wenn es mit der „Ebenbürtigkeit“ bei der Geldbörse nicht weit her ist.

Bei den reichen Töchter, die ihre Millionen nicht selbst erarbeitet haben und nur verwalten lassen, ist die Sache noch schwerer. Das war einmal anders, als der Status „Ehefrau“ noch begehrt war und Papi eine Mitgift aussetzte, damit das Töchterchen endlich vom Markt kam und „an den Mann“ gebracht werden konnte. Wenn sie wirklich keine eigene Karriere anstrebten, ist mit ihnen so gut wie gar nichts anzufangen – prominente Beispiele mögen da durchaus abschrecken. Denn anders als echte, arbeitende Millionärinnen Leben sie in einer Scheinwelt, in der in Wahrheit gar nichts mehr wirklich erstrebenswert ist – nicht einmal ein Mann.

Bleibt die Managerin oder Einzelunternehmerin. Sie kann aus einer Unternehmerfamilie stammen oder Emporkömmling sein – aber die Ehe wird für sie fast immer zweite Wahl bleiben. Wer sie bekommt, hat nicht viel von ihr, und Kinder sind, wenn sie überhaupt gewünscht werden, etwas, das „nebenbei läuft“. Die Managerin oder Einzelunternehmerin will möglichst auch noch „ebenbürtig“ heiraten, was zusätzliche Schwierigkeiten mit sich bringt. Bei ihren Liebhabern ist sie hingegen nicht so wählerisch: Hauptsache, sie sind schweigsam.

Lohn es sich also, eine Millionärin, eine reiche Tochter oder eine Managerin zu suchen?

Nein, es lohnt sich nicht, wenn man nicht selbst dergleichen ist. Die meisten Frauen mit viel Geld wissen auch, wie schwer es ist, dieses zu erarbeiten und geben es nicht mit vollen Händen aus – das gilt vor allem dann, wenn in der Familie „schon immer Geld“ vorhanden war – der Volksmund sagt nicht ohne Grund „von reichen Leuten kann man das Sparen lernen“. Zudem ist es keine tolle Karriere, plötzlich „Prinzgemahl“ zu sein und von der Umgebung der Dame auch so behandelt zu werden. Übrigens kann man auch hier wieder den Volksmund zitieren: Der redet von „Gleich zu Gleich“ und meinte damit ursprünglich nicht, wie heute oft behauptet wird, den Charakter, sondern einzig und allein den gesellschaftlichen Stand.

Foto © 2006 by Simon Davison

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Geschrieben von Gebhard Roese

09.03.2010 um 07:40:15

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Der Frauentag – kein Tag nur für Frauen

zum Fraeuntag: Rosen und Nachdenkliches © 2006

Als der Frauentag, den wir heute feiern, aus der Taufe gehoben wurde, war die Welt gerade in großer Unordnung. Der Erste Weltkrieg, ein Ereignis, das die Gemüter noch jahrzehntelang bewegen sollte, war dabei, alles umzureißen, was vorher gegolten hatte: Monarchie, Bürgertum, Männervorherrschaft und Geldwertstabilität begangen zu bröckeln. Die Frauen der damaligen Zeit nutzten die Chance, um längst überfällige Reformen durchzusetzen oder jedenfalls auf den Weg zu bringen.

Seither haben wir eine völlig veränderte Welt, wenngleich der Sieg der Frauen nicht durchgängig gehalten werden konnte – in Deutschland zunächst durch die Nazis, dann aber auch durch die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, in der die westdeutsche Regierung Adenauer gar nicht daran dachte, an den Errungenschaften der mutigen Frauen vor 1933 anzuknüpfen, sondern ihre Politik an dem „Mütterchenideal“ des Bürgertums vor dem Ersten Weltkrieg auszurichten. Entsprechend wurde auch der Frauentag als „sozialistisches Erbe“ nicht gefeiert, sondern verfemt.

In der Zeit nach 1970 wurde über Frauen – und insbesondere über das Verhältnis zwischen Frauen und Männern - viel Unsinn geredet, und der heutige Tag dürfte da keine Ausnahme machen. Denn Frauen wie auch Männer sind im Moment gerade dabei, wieder in Klischees zu denken: Hier ist Mars, dort ist Venus. Männern wird beispielsweise (sogar von renommierten Verlagen wie Langenscheidt) gesagt, dass Frauen eine ganz andere Denkweise hätten, und für beide Geschlechter gibt es eine Literatur, die mehr oder weniger dies sagt: „Lerne ihre Denkweise kennen und dann mach sie nieder oder lege sie flach oder schleppe sie vor den Traualtar“.

Nun ist es sicher nicht schlecht, sich ein wenig in die Denkweise des anderen Geschlechts hineinzudenken, doch wen bringt dies wirklich weiter? Mehr nämlich als mit den Eigenschaften des „anderen Geschlechts“ müssen Partnersuchende mit den „Eigenschaften des anderen Menschen“ leben. Deswegen gilt: Für „Flachleger“ und trickreiche Betrügerinnen mag die einschlägige Literatur etwas nützen, im Alltag fließen in die Beziehung aber noch weitere Komponenten ein, die alles andere als geschlechtsspezifisch sind.

Deshalb gilt für Frauen wie für Männer: Sich selbst zu lieben als Frau oder mann ist das Wichtigste. Wer sich selbst liebt, ist auch imstande, andere zu lieben und die Unterschiede zwischen sich selbst und anderen Menschen zu ertragen und daraus sinnvolle Kompromisse abzuleiten.

Nun, und zum Frauentag? Da darf man getrost eine Rose verschenken, und auch eine in Empfang nehmen. Schließlich bekommen Frauen nicht täglich Rosen geschenkt, nicht wahr?

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Geschrieben von Gebhard Roese

08.03.2010 um 09:58:18

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Tacheles: Schlampe, Weibchen oder Zimperliese - nein, danke

Nichts hat mich in der letzten Woche so geschockt wie der Hinweis einer US-amerikanischen Autorin, dass Frauen alle Schauspielerinnen werden müssten – so hat sie es zwar nicht gesagt, aber dennoch meint sie, dass Frauen beim ersten Date den Männern erst mal vorspielen müssen, was für tolle Weiber sie sind.

Das Problem ist nur: Wenn alle Frauen uns Männern die tollen Rollen vorspielen, dann reduzieren sie sich auf höchstens fünf verschiedene Rollenmodelle, und damit fängt kein Mann wirklich etwas an. Wie wir inzwischen erfahren haben, fegt die US-Amerikanerin solche Argumente mit der linken Hand vom Tisch: Na, am ersten Abend kann man doch die Qualitäten einer Frau sowieso nicht kennenlernen, also was bitte soll das Gedöns? Die Dame unterschätzt uns Männer, wie es scheint: Wir wollen nämlich von Frauen nicht verarscht werden.

Dazu muss ich wirklich noch einmal Stellung beziehen: Wer am ersten Abend einen Mann über sein wahres Wesen bescheißt, der hat bereits verschissen. Ich musste mal diese klaren Worte wählen, damit dieser Blödsinn nicht vielleicht doch noch in das Hirn irgendwelcher naiven Damen dringt, die meinen, nun mal mit dem Weibchen punkten zu können.

Wichtig ist:

1. Sein, wie man wirklich ist, aber die tollsten erotischen Eigenschaften erst nach und nach offenbaren – körperlich wie auch im Verhalten.
2. Keine Schlampen oder Diven spielen. Alles, was nach Nutte riecht, wird sofort mit „Bett“ verbunden, alle, die „überkandidelt“ sind, kommen in den Zickenstall.
3. Vorsicht mit zu viel Zurückhaltung. Natürlich und selbstbewusst auf den anderen zugehen, aber nicht offensiv und nicht „zimperlich“.

Dazu kommt: eine klare Ansage, ob man den Partner wiedertreffen will oder nicht. Nicht herumdrucksen, keine „vielleicht“ und „könnte seins“, sondern „ja“ oder „nein“. Nur, wenn man sich noch nicht sicher ist: Ich sage es dir – und dann einen genauen Termin nennen. Die meisten Männer denken gar nicht daran, bei Frauentricks anzubeißen, die herumzimpern, damit man sie nur noch mehr begehrt – vor allem Männer über 40 lassen Trickserinnen fallen wie die heißen Kartoffeln – oder sie nehmen sie einmal ins Bett und dann nie wieder.

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Geschrieben von Gebhard Roese

08.03.2010 um 07:48:00

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Die Lust und Pein der Liebenden und die Toilette



Was würde ich nur machen, wenn ich nicht das Blog von „Zwei Dabei“ lesen würde? Ich würde nie herausgefunden haben, dass Herr und Frau Mustermann gemeinsam pinkeln gehen.

Nun musste ich diese unglaublich wichtige Tatsache natürlich nachrecherchieren, weil ich einer dpa-Meldung, die auch in der WELT erschien, nicht so ganz getraut habe.

Also gucken wir mal: Die „Liebenden“ in Baden-Württemberg gehen ganz besonders gerne miteinander aufs „Örtchen“, heißt es, und das machen angebliche 75 Prozent, weil die ganz furchtbar tolerant sind. Ja, bleibt Ihnen da der Urin in der Blase stecken? Oder die Spucke weg? Sollten die Baden-Württemberger alle ein bisschen pervers sein und der Urophilie frönen?

Nun stellen wir allerdings vorab einmal fest, dass nicht alle Haushalte getrennte Bäder und Toiletten haben, und bevor jemand in die Hose macht … nun, da lassen wir ihn doch mal aufs Örtchen, oder nicht? Übrigens haben die Toilettensitzer prominente Vorbilder: Sogar Satchmo (Lous Armstrong) hat sich schon auf dem Klo ablichten lassen.

Ja, und bevor Sie nun sagen: Ei pfui bah, was hat denn der für Themen? Sollte ich Ihnen vielleicht noch dies sagen:

„Die Mehrheit der deutschen Paare teilt sich das Bad, auch wenn der Partner gerade auf der Toilette sitzt. Das fand jetzt das Marktforschungsunternehmen GfK im Auftrag der Toilettenpapiermarke Zewa Soft heraus.“

Nun, wenn es denen nicht zu peinlich ist, warum sollte es dann mir zu peinlich sein, Ihnen dies zu schreiben?

Alle Bilder © 2007 by sehpferd, budapest: Toilettenausstellung

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Geschrieben von Gebhard Roese

06.03.2010 um 21:08:01

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