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Tacheles: Können Sie überhaupt mit einem Mann zusammenleben?

Manches ist immer irgendwie anders, anders ist immer wieder irgendwie gleich: Frauen, die sich von Mitte 30 bis Mitte 40 von ihren Männern trennen, glauben leider nur allzu oft, dadurch nur gewinnen zu können. Zwar zählt heute nicht mehr das 1970-er Dummgeschwätz der Feministinnen („Du hast nichts zu verlieren als deine Ketten“), aber ein anderer Irrtum bleibt: „Du bist doch eine attraktive Frau in besten Jahren, so wie du aussiehst, findest du immer wieder einen Mann“.

Der letzte Satz ist übrigens wahr, und wie das Leben so spielt, ist er in zynischem Sinne wahr: Klar finden Sie, Mitte dreißig, geschieden und mit einem oder mehreren Kindern, leicht wieder Männer: Zum Beischlaf aka „Sex haben“ – aber kaum für eine neue Ehe.

Also: Überlegen Sie sich gut, was Sie gewinnen, wenn Sie sich scheiden lassen – und erwarten Sie bitte nicht, dass Sie sofort wieder einen Mann finden. Denken Sie daran: Sie haben soeben einen Mann verlassen, weil sie nicht mit ihm zusammenleben konnten. Warum sollten Sie eigentlich mit einem anderen Mann zusammenleben können?

Ich weiß – es gibt elegante und sogar ehrliche Antworten auf diese Frage von Geschiedenen. Aber beantworten können sollte man sie schon – oder etwa nicht?

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Geschrieben von Gebhard Roese

15.03.2010 um 07:10:00

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Partnersuche: neunzehn Monate sind zu lang

Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts tns infratest im Auftrag von partner.de (meetic-gruppe) glauben Alleinstehende, bei der Partnersuche im Internet „durchschnittlich 19 Monate“ zu benötigen, um einen Partner zu finden.

Wörtlich heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung:

Auf durchschnittlich 19 Monate schätzen die Befragten den Zeitbedarf für eine Partnersuche im Internet. Jeder dritte Single gibt sieben bis zwölf Monate an, mehr als 40% schätzen den Zeitbedarf auf mehr als ein Jahr. Innerhalb von sechs Monaten einen Partner zu finden, glauben nur 20% der Singles mit Erfahrungen bei Online-Partnervermittlungen.


Nun sind Meinungsbefragungen generell mit äußerster Vorsicht zu genießen, und Schätzungen innerhalb von Meinungsbefragungen sind so gut wie gar nichts wert. Soviel zu der Meinung von „1.609 partnersuchende Singles zwischen 35 und 60 Jahren in Deutschland“.

Kommen wir lieber einmal zur Mathematik, die in solchen Fällen immer sinnvoll ist: Wer sich auf „aktive Partnersuche“ begibt, also nicht nur „gefunden werden will“ oder sich „anmeldet und abwartet“, kann emotional mindestens eine Verabredung pro Woche „verkraften“. Normalerweise ist das Angebot so groß, dass man diese Zahl auch tatsächlich erreichen kann, wenn man hinreichend attraktiv ist.

Wer weniger als durchschnittlich attraktiv ist oder wer bereits hohe Erwartungen an die Partnerin oder den Partner hat, sollte wenigstens noch auf ein Date alle 14 Tage kommen – wer hingegen nur ein Date pro Monat oder noch weniger hat, ist entweder bei der falschen Firma oder zu passiv oder zu anspruchsvoll – oder er macht andere Fehler.

Nun wissen wir aus Studien und Erfahrungen, dass etwa jedes siebte Date zum Erfolg führt – und diese Daten wurden unter Menschen erhoben, die nicht vorn vornherein sehr selektiv vorgingen. Es ist möglich, dass bei entsprechend selektiver Suche bereits eine von drei Begegnungen zum Erfolg führt.

Warum wir 19 Monate für zu viel Zeit halten

Wäre es so, dann müsste der attraktive Alleinstehende, der aktiv sucht und keine zu hohen Erwartungen hat, innerhalb von drei Monaten 12 Begegnungen haben können, von denen mit großer Wahrscheinlichkeit ein „Treffer“ dabei ist.

Der etwas weniger attraktive Partnersuchende oder der mit hoher Erwartung könnte diese zwölf Begegnungen innerhalb eines halben Jahres haben, und die Wahrscheinlichkeit, in dieser Zeit einen Treffer zu landen, ist ebenfalls vorhanden.

Wir kommen also auf eine Zeit von der Suche bis zum Erfolg von maximal sechs Monaten. Was aber ist mit den anderen, die behaupten, länger zu brauchen?

Nun, die meisten von diesen, so meine Schätzung, suchen nicht wirklich aktiv sondern mit zwei Auffassungen, die nicht greifen: „Na, mal sehen, was da so kommt“ oder „ich will niemals suchen, ich will gefunden werden“.

Warum auch aktive Partnersucher stranden

Diejenigen, die tatsächlich aktiv suchen, also Vorschläge ansehen, Profile genau ansehen, sich mit einzelnen Profilen auseinandersetzen, Partner gezielt anschreiben und dergleichen, müssten eigentlich Chancen haben, doch auch sie scheitern oft an drei Klippen: Die größte Klippe ist dabei ein zu enger Radius um den Wohnort, die zweite eine zu enge Altersbegrenzung und die dritte – und mit Sicherheit gefährlichste – besteht in völlig übertriebenen Ansprüchen an den Partner. Besonders an dieser Klippe ist schon das Schiff manches Partnersuchenden zerschellt.

„Durchschnittliche“ neunzehn Monate scheinen mir aus jeder beliebigen Sicht zu viel zu sein. Dabei meine ich nicht nur die theoretisch möglichen 80 Begegnungen während dieser Zeit, sondern auch das Problem, emotional überfordert zu werden. Zudem weiß fast jeder Mensch aus der eigenen Sichtweise, wie schnell Entschlüsse wieder abebben, wenn sie nicht konsequent verfolgt werden. „Dran bleiben“ kann man meiner Meinung nach allerhöchstens sechs Monate, dann verliert man – mit oder ohne Dates – das Ziel der Partnersuche aus den Augen. Hatte man entsprechend viele Verabredungen, dann wird ein Spiel daraus – und hatte man sie nicht, dann erstickt man nach und nach im Frust. Beides sind sichere Anzeichen dafür, dass man mit dem Online-Dating besser aufhören sollte – oder jedenfalls einmal für längere Zeit pausieren.


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Geschrieben von Gebhard Roese

14.03.2010 um 16:25:40

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Erster Erfolg für den Vorstoß von partner.de

Einen Erfolg hat der Vorstoß der Partneragentur partner.de (wir berichteten) inzwischen gehabt: Das “Hamburger Abendblatt“ brachte einen für die deutsche Presse bereits ungewöhnlich kritischen Bericht über die Abonnements-Praktiken einzelner Unternehmen. Teils werden die betroffenen Firmen im Abendblatt-Artikel sogar namentlich genannt.

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat gleich zwei Internetseiten eingerichtet: eine, die sich ganz generell mit der sogenannten „Abo-Falle“ beschäftigt, und eine, die sich speziell mit Flirtportalen und Online-Partnervermittlern beschäftigt.

Wir selber dürfen keinen juristischen Rat gaben und verweisen daher auf die beiden Webseiten.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Ankündigung einer Online-Partnervermittlung, noch in diesem Jahr eine Konferenz einzuberufen, auf der „gewisse Standards“ geschaffen werden sollen, um die Geschäftsmodelle „so transparent wie möglich“ zu machen. Dies allerdings verwundert mich persönlich sehr: Besonders die Branchenriesen gaben sich bisher verschlossen wie die Austern, wenn man über Zahlen, Daten und Fakten mit ihnen sprechen wollte. Man wird sehen, ob den Ankündigungen nun auch Taten folgen.

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Geschrieben von Gebhard Roese

13.03.2010 um 12:04:21

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Brautstrauß fanging – oder wer fängt da wen?

Das Online-Englischlexikon fragt mich mal gleich: „Meinten Sie banging“? Das ist ein englisches Wort für „Knallen“ und hat auch die entsprechende Bedeutung, die das deutsche Wort hat.

Die erste Ableitung wäre von „fang“ – der Fangzahn oder „Hauer“ – das Bild hätte ja Sinn (wir sind in Wien, und da ist Sigmund Freud immer nahe): Den Brautstrauß fangen und sich vom Reißzahn des wilden Tieres „Mann“ in die Horizontale reißen lassen, nicht gerade für jede Frau geeignet, dieses Bild. Aber heute soll ja alles anders sein.

Wovon rede ich da überhaupt? Oh, das bin ich Ihnen eine Erklärung schuldig, denke ich. Von einem „Zu Zweit im Palais Schönburg“. Wie bitte, Sie wissen nicht, was ein „Zu Zweit“ ist. Nun, ich wusste es auch nicht und ließ mir im Text erläutern (Zitat):

Wir verlosen eine standesamtliche Trauungszeremonie mit bis zu 100 Gästen im Palais Schönburg und die Organisation und Betreuung durch The Wedding Planner.


Schön – nicht wahr? Mir war natürlich sofort klar, dass die Braut nicht mitgeliefert wird, sondern (siehe „Brautstrauß-Fanging“) noch erst gefunden werden muss. Hat man sich zu Seite Fünf im Österreichischen „Standard“ durchgequält, dann sieht man, dass man nun wählen kann:

Entweder zum Palais Schönburg oder zum Fotostudie Petra Halwachs oder zum „Wedding Planner“ oder eben zum Brautstraußwerfen aka Braustrauß-Fanging. Falls Sie sich wundern: Sie werden auf der Seite von PARSHIP Österreich landen. Schließlich gilt: Brautstrauß fangen alleine reicht nicht – man braucht auch jemanden, der einen heiratet.

Ich habe vorsichtshalber mal gar nicht angefangen, zu rechnen: Geschätzte 19 Monate bis zum Kennenlernen, dann vielleicht noch 24 Monate bis zur Hochzeit … nun, lassen wir das. Man weiß ja nie, was sich PR-Leute so denken.

Oder vielleicht doch? Dann lesen Sie hier mal alles bis zum Ende. Dann wissen Sie, wer da wen fängt.

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Geschrieben von Gebhard Roese

13.03.2010 um 09:30:41

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Echte Männer, von denen Frauen träumen

Wenn Sie, verehrte Leserin, schon immer mal wissen wollten, wie ein richtiger Profi-Flachleger aka PUA aka Pick-Up-Artist arbeitet, dann wird Sie sicherlich die RMC 2008 interessieren – die "Real Man Conference". Es könnte zwar sein, dass sich die einschlägige Pressemitteilung eher an Männer richtet, aber wer weiß – vielleicht wollen ja auch Frauen wissen, wie man eine Frau „rumkriegt“. Ich wäre jedenfalls gespannt, ob man sie als Teilnehmerin akzeptieren würde – übrigens sollten Sie englisch sprechen, wenn Sie hingehen – die Teilnahme an der Konferenz kostet übrigens schlappe 149,00 Euro im Vorverkauf (ohne Gewähr).

Oh übrigens – das letzte Mal, als es stattfand, war es (O-Ton Teilnehmer laut PM): „ABSOLUT fantastisch... und all die Leute aus verschiedenen Ländern, echt cool“.

Na bitte,, wann waren Sie das letzte Mal auf einer „echt coolen“ Konferenz mit „richtigen Männern?“, die sogar einem „Geheimbund“ angehören? Muss ich da noch mehr sagen? Ja, richtig, dies: Die Jungs tauschen dort „Tipps zu Persönlichkeitsentwicklung und Sozialpsychologie“ aus. Dass sich diese PUAs auch Dating-Coaches nennen – müssen wir wohl alle hinnehmen. „Dating“ ist schließlich kein geschützter Begriff, und „Coach“ auch nicht. Eigentlich ist ein Dating-Coach ja ein Nachhilfelehrer für Verabredungen, aber, nun ja – so genau wollten wir es eigentlich heute nicht nehmen.

Der Original Titel der Pressemitteilung lautete übrigens:

"Internationale Konferenz zum Thema Frauen verführen in Aachen"

Wenn Sie es ertragen können: Hier ist das Video von 2008. Viellicht interessiert Sie auch dieser Artikel in "Gawker" über einen der Teilnehmer, einen Mann, der sich "Paul Janka" nennt.


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Geschrieben von Gebhard Roese

12.03.2010 um 15:22:40

Abgelegt in dating und humor

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