Die Woche in Dating: 6000 Wahrheiten plus Treue und Klischees

Geschrieben von Gebhard Roese • Freitag, 30. März 2012 • Kategorie: dating wochenschau
Das angebliche Topp-Thema der Presse ist ein Flop-Thema: Man wärmt wieder einmal Geschlechterrollen-Probleme auf – Gender-Probleme. Ich merke das vor allem daran, wenn meine Provinz-Zeitung so etwas schreibt. Frauen seien dabei, die „Rolle rückwärts“ zu machen, heißt es da in einem groß aufgemachten Artikel - zurück in alte Rollenklischees. Irgendwie ist dies typisch für die Presse: Sie verbreitet gewisse Rollenklischees, deren Bedeutung stets fragwürdig ist, um dann an anderer Stelle zu veröffentlichen, wie mies diese Klischees sind.

Macht setzt Sex durch – Frauenmacht und Zukunft

Was wäre, wenn … es gar keine Geschlechterprobleme wären, an denen wir uns reiben, sondern schlichtweg die Frage, wie man mit der Macht umgeht? Das darf selbstverständlich nicht sein, weil man dann Tausende von Genderforscherinnen (und Genderforschern) arbeitslos machen würde. Also schauen wir mal genau hin: Mit der Macht, die Frauen zuwächst, bestimmen sie auch, wann, wie wo und wie viel Sex sie für sich abfordern und konsumieren. Die Behauptung stammt nicht von mir, sondern von einer Frau: „Das reichere Geschlecht“ heißt das Buch. Auch ein Artikel über die Treue, erschienen in der ZEIT, erregte die Gemüter, weil er sogar nicht in das Klischee der „betrügerischen Scheißkerle“ und „edlen, tränenüberströmten betrogenen Frauen“ passt, das gegenwärtig von der Presse bis zum Erbrechen vermarktet wird.

Treue – Teil der romantischen Liebe und sonst gar nichts?

Reden wir Tacheles über Treue? Bei der ehelichen Treue könnte es sich um falsch verstandene Romantik handeln – und die Liebepur analysiert die Frage über drei Jahrhunderte hinweg. Frauen und Untreue wird als Thema dabei durchaus berücksichtigt, nur ob den Frauen die Resultate gefallen? Einer Branche wird der Artikel gar nicht ins Konzept passen: den Seitensprung-Agenturen. Wie die Sache mit der Treue und der Untreue sich nüchtern betrachtet verhält, lesen Sie ebenfalls in der Liebepur.

Singles schreiben sich das Leben schön

Beziehungen, auch wenn sie schwierig zu gestalten sind, geben uns im Endeffekt mehr Lebensfreude als das triste Singledasein – das ist mehrfach bewiesen, hätte aber eigentlich keines wissenschaftlichen Beweises bedurft. Doch da wäre noch die Fraktion der laut trommelnden Ideologinnen (es soll vereinzelte männliche Ideologen zu dem Thema geben, aber die schreiben offenbar kaum): die Glorifizierung des Single-Lebens, vor allem für Frauen. In Deutschland fühlt sich dafür eine gewisse Christiane Rösinger zuständig, die es geschafft hat, mit Ihrem diesbezüglichen Buch bis zur BILD-Zeitung durchzudringen.

Emotionaler Bürgerkrieg Singles gegen Paare?

In den USA erschien gerade Buch mit ähnlichen Aussagen: „Outdated“. Darin wird beschreiben, warum Dating für Frauen ganz schlecht ist - Schuld ist, wir wissen es ja, Freundinnen, die böse Gesellschaft, die immer an allem die Schuld trägt. Offenbar versuchen die Autorinnen, sich das Singledasein schön zu reden, was persönlich verständlich sein mag, aber dennoch wenig glaubwürdig erscheint. Singleverherrlichung und Pärchenbeschimpfung? Parallelwelten, in denen man einander nicht nur nicht mehr versteht, sondern gegeneinander arbeitet? Der Bürgerkrieg der Geschlechter? Singles gegen Paare ausspielen, um Unfrieden zu stiften? Liebe Freundinnen, der Bumerang kommt zurück, da bin ich ganz sicher.

Nischen-Dating und Chancen für Gründer

Eine der letzten Nachlesen von Barcelona: Nischen-Datingseiten. Sie werden oft verlacht – aber selten als Geschäftsidee zum Erfolg gebracht. Eine der Nischen ist zweifellos der gesamten Bereich des „Christlichen Datings“ und an seinem Beispiel habe ich auch bereits in der Vergangenheit gezeigt, wie und warum solche Seiten funktionieren. Nun noch einmal ein Artikel darüber, wie man damit Erfolg hat und ein weiterer Artikel, warum auch neue Dating-Seiten trotz aller Unkenrufe erfolgreich sein können. Bevor Sie jetzt frohlocken, ich hätte schon mal das Gegenteil behauptet: Lesen Sie erst mal den Artikel, bitte.

FACEBOOK-Dating ist in aller Munde: Die einen freuen sich über verdiente Dollars, die anderen ärgern sich über verlorene Dollars. Inzwischen ist kein Geheimnis mehr, dass sich ein deutscher Presskonzern auch schon über verlorene Euros mit FACEBOOK-Dating ärgert. Etwas über den Hintergrund gefällig? Dann lesen Sie mal, warum man eine Orange nur solange ausquetschen kann, wie sie Saft hat – und was das mit FACEBOOK-Dating zu tun hat.

Mehr Umsatz trotz Schieflage: Die Dating-Branche

Wie kann man eigentlich mit einer Idee, die längst in Schieflage gekommen ist, immer mehr Umsatz machen? Vor allem deshalb, weil die betroffene Branche in andere Richtungen wächst, als die bisher der Fall war. Die Dating-Branche setzt immer mehr auf „Fun and Sex“ – also Spaß-Dating und Sex-Dating – und generiert daraus erhebliche Umsätze. Übrigens: Je mehr jemand mit „kostenlos“ wirbt, umso mehr ist er daran interessiert, möglich viel am Mitglied zu verdienen. Das funktioniert ganz prächtig – und wer eine Schnuppermitgliedschaft eingeht, bekommt oftmals etwas auf die Schnuppernase gehauen.

Marginalien und in eigener Sache

Ab und an tauche ich ab in richtig gewöhnlich Zustände richtig normaler Menschen. Früher gab es noch richtig romantische Hochzeit? Auch so eine Behauptung. Lesen Sie bitte, was die Heiratswilligen der 1950er Jahre darüber dachten.

Blogger haben angeblich positiven Einfluss auf die Wahrheiten dieser Erde - aber sie haben natürlich auch ebenso viel Einfluss auf die Verbreitung von Unfug, wie aus diesem Beispiel hervorgeht.

Das Fernsehen hat bei mir angeklopft, um einen Aufruf unterzubringen – das mache ich gerne. Überhaupt beantworte ich gerne und ausführlich die Anfragen seriöser Rundfunk-und Fernsehsender.

In eigener Sache: Die Liebe wird zum Frühlingsthema der Liebeszeitung … mit „liebe an sich“, und dieser Artikel, den Sie gerade lesen, trägt die Nummer 6000 der veröffentlichten Artikel. Bei etwa 60 Artikeln blieb es beim Entwurf.

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dating experte

Was ist eigentlich Dating? Was ist eigentlich "Dating"? Sie wollen es genau wissen? Dann sind Sie hier goldrichtig. Unser Autor und Dating-Experte Gebhard Roese erläutert Ihnen den Begriff.

Erfahrung zählt: der Dating-Experte
Dating ist eine aus dem englischen Sprachbereich stammende Bezeichnung, die aus dem Begriff des "Dates", also der Verabredung, abgeleitet wurde. Mit einem Date bezeichnet man im Englischen zunächst jede Art von Treffen. Im US-amerikanischen Sprachgebrauch wird das Wort "Dating" oft als das Treffen eines Paares zum gegenseitigen Kennenlernen benutzt. In den USA wurde das Zusammentreffen von Frauen und Männern in eine ganze Dating-Kultur verwandelt, die bis in die heutige Zeit nach festen Regeln abläuft. Allerdings halten sich die Bewohner von modernen Metropolen wie zum Beispiel New York immer weniger an die überkommenen Regeln.

Das Wort „Dating“ wurde in den deutschen Sprachgebrauch übernommen, wo es ausschließlich für das Treffen eines Paares zum Kennenlernen verwendet wird.

Dating in Deutsch

Das deutsche Wort für den Prozess des "Datings" ist die Partnersuche, für ein einzelnes Date sagt man "ein Treffen". Nach neuester Definition im Duden ist Dating im Deutschen immer das Verabreden mit wechselnden Partnern. Der Duden lässt offen, zu welchem Zweck solche Verabredungen stattfinden.

Man unterscheidet mittlerweile verschiedene Arten von Dating. Im nächsten Absatz werden zunächst zwei Arten nach der Vorgehensweise unterschieden.

Paralleldating oder Seriendating?

- Paralleldating ist eine Art, die aus den USA kommt und besagt, dass man sich parallel mit unterschiedlichen Partnern trifft. Es dürfen nach US-Vorstellung aber nicht zu viele sein und man sollte während des Parallel-Datings noch keinen Sex mit ihnen haben.
- Serielles Dating ist die in Europa übliche Art, eine Weile zuerproben, on man auch langfristig zueinanderpasst – oder wieder auseinanderzugehen, wenn sie sich keine dauerhafte Harmonie einstellt.

Neuer Begriff: Downdating

Downdating ist eine Sonderform der Partnersuche. Dabei entscheidet man sich bewusst, einen Partner auf der nächstniedrigeren sozialen/gesellschaftlichen/finanziellen Ebene zu suchen. Diese Art der Partnersuche entsteht überall dort, wo der Anteil weiblicher Akademiker am Partnermarkt zunimmt.

Dating nach dem Medium

Online-Dating oder Internet-Dating bezeichnet die Art, über das Medium „Internet“ zusammenzukommen. Alle anderen Dating-Formen heißen seither „Offline-Dating“ oder einfach nur „Dating“. Das deutsche Wort „Partnersuche“ ist hier allerdings bei Weitem aussagefähiger. Außerdem bezeichnen die Begriffe „Proximity Dating“, „Speed Dating“ und „Social Dating“ besondere Arten, die man mit den Medien oder Lokationen verbindet. Dabei ist:

- Speed Dating eine Veranstaltung „im richtigen Leben“, bei der sich mehrere interessierte Singles vorstellen – in der Regel hat man etwa sieben Minuten dazu Zeit.
- Proximity Dating ist Dating per Handy (Mobiltelefon), bei dem man den Ort, an dem sich der Partner befindet, per GPS lokalisieren kann.
- Social Dating bedeutet, sich innerhalb einer Internet-Gemeinschaft, also aufgrund künstlicher sozialer Verbindungen, kennenzulernen und später zu treffen.

Dating nach dem gewünschten Erfolg

Das gewöhnliche Online-Dating oder die Partnersuche an sich sollte als Ziel haben, einen dauerhaften Partner zu finden. Es wird nicht näher bezeichnet. Früher waren Begriffe wie „Ehegesuche“ oder „Suche nach einer dauerhaften Beziehung“ üblich. Im Englischen sagte man auch „Long Term“. Im Internet sind es „Online-Partnervermittler“ oder „Online-Partneragenturen“, die dergleichen dauerhafte Beziehung stiften wollen.
Andere Datingformen, die darauf abzielen, einen Partner für „kurze Zeit“ zu finden, heißen (in Europa, in den USA ist dies geringfügig anders) „Casual Dating“ oder „Sex Dating“. „Casual Dating“ zielt in der Regel auf auf Affären (kurze Beziehungen, die von Leidenschaft geprägt sind) , Sex Dating auf ONS (einmaligen Sex).

Wenn Sie Fragen haben: Ich beantworte so gut wie alle Fragen persönlich am Telefon oder per Email.