Das lesbische Date – am Ende Sex oder nicht?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Sonntag, 15. April 2012 • Kategorie: psychologie und lifestyle


Was ist los mit einer Frau, die burschikos aussieht und vielleicht aus so wirkt, kurze Haare trägt, sich leger kleidet und sich so gut wie gar nicht schminkt? Die übliche Annahme: Sie ist lesbisch - udn wenn sie es nicht ist, dann is sie latent bisexuell. Na schön, das sind die Gedanken der Anderen. Aber was macht sie eigentlich, wenn ihr viele Frauen antragen, doch mal mit ihr auszugehen? Jedenfalls mehr Frauen als Männer?

Eine Frau hat es probiert: Sie hatte ihr lesbisches Date und stellte dabei fest: So einfach ist es nun auch nicht, einer lesbischen Frau zu verfallen.

Am Ende des Dates ist eine Entscheidung fällig

Doch im Grunde hätte das Ende des Dates auf jedes Blind Date zutreffen können. Ich nenne es immer den „Moment der letztmöglichen Umkehr“, der sich diesem Konflikt manifestiert:

1. Gibt man seinen Gelüsten nach, ohne sich sicher zu sein, dass es einem wirklich gut tut, dann flüchtet man, in der Lust oder der daraus folgenden meist kurzen) Beziehung zu verfallen.
2. Verweigert man sich seiner Lust, so geht man einsam heim und denkt weiter nach: „Ach, wenn ich es getan hätte, hätte ich wenigstens einen Lustgewinn vom Date gehabt.

Lassen wir die junge Dame zu Wort kommen:

Gegen Ende des Dates, freundete ich mich mit der Idee an, mit einer Frau zusammen zu sein. Ich begann darüber zu fantasieren, wie es sein würde, mit ihr zusammen zu sein. Ich saß ihr gegenüber, in einer stillen Ecke der gut besuchten Kneipe, und dachte: Wie wäre es wohl, sie zu küssen und mit ihr Sex zu haben? Ich wurde wirklich ein wenig scharf auf sie, als ich darüber nachdachte.


Im Endeffekt siegte die Erkenntnis, einfach nicht wirklich lesbisch zu sein und der Dating-Freundin keine Hoffnungen zu mache, die im Grunde längst selbst erkannt hatte: Nein, diese Frau ist nicht wirklich lesbisch, sondern bestenfalls neugierig.

Dies Beispiel sagt sehr viel aus über „die letzte Überlegung bevor …“, und bestimmt nicht nur in homoerotischen Dates. Beispielsweise, dass jedes Date sinnvoll sein kann, gleich, zu welchem Ergebnis man kommt, aber eben auch, dass die Frage: „Schlafe ich nun gleich mit ihr/ihm/ihnen“ häufiger präsent ist als man denkt.

Man kann etwas daraus lernen – nämlich wirklich selbstbewusst, erst im letzten Moment und aufgrund der persönlichen Intuition zu entscheiden, wie ein Date ausgeht oder wie man es weiterführt: In vollem Bewusstsein dessen, was man dabei gewinnt, verliert oder entbehrt.
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Singlebörsen-Vergleich sprach mit Georg Pagenstedt (ElitePartner)

Geschrieben von © Gebhard Roese •Sonntag, 15. April 2012 • Kategorie: dating news


Die Online-Partnervermittlung ElitePartner ist ohne Zweifel in den letzten Jahren bekannter geworden – dank einer Fernsehwerbung, die man selber zumindest in diesem Rahmen niemals gewollt hatte. Doch ElitePartner und der Hauptkonkurrent, PARSHIP, werden bei der Werbung getrieben vom finanzstarken Quereinsteiger eDarling.

Über den Stand des Wettbewerbs, Mitgliederzahlen, Umsatz und Gewinn unterhielten sich die Kollegen vom Singlebörsen-Vergleich mit Geschäftsführer Georg Pagenstedt. Dabei erwiesen sich die Aussagen als etwas bedächtiger als man dies bisher von ElitePartner gewohnt war.

Die Kernaussagen waren, dass man mit dem Umsatz zufrieden ist und aufgrund dieser Zahlen glaubt, die Nummer eins in Deutschland zu sein. Ebenso glaube man, das beste Geschäftsergebnis der Online-Partneragenturen erzielt zu haben. Ferner vertraue man auf die Marke, das Produkt und die Mitgliederstruktur.

Relativ still blieb Pagenstedt, als er nach Zukunftsprojektionen gefragt wurde. Die Aussage „ElitePartner wird weiter in ein exzellentes Produkt und herausragenden Service investieren“, klingt eher wie ein Mantra als nach innovativem Ausbau des Online-Dating-Geschäfts.

Auch der Anspruch, den „Eliten“ zu dienen, wird immer schwerer zu erfüllen sein. Sieht man sich an, wie die Fernsehwerbung platziert ist, so wendet sie sich nicht gerade an Bildungseliten – wie man dann dennoch den „hohen Bildungsanspruch“ (Pagenstedt) aufrechterhalten will, ist zumindest äußert fragwürdig.

In der Praxis verfügen alle drei großen Player in etwa über die gleichen Ressourcen, doch haben sie etwas unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Während eDarling (teilweise unter Mithilfe von eHarmony) das Europa-Geschäft stark vorantreibt und PARSHIP neben dem DACH-Geschäft auch andere europäische Länder bedient, verfügt ElitePartner nur über Kompetenzen im deutschsprachigen Bereich. Eine weitere, bislang so gut wie unbeantwortete Frage der Agenturen ElitePartner und PARSHIP besteht darin, wie man das Geschäft in Richtung „Jugend“ erweitern will – denn die unter 30-Jährigen werden von beiden Online-Partneragenturen so gut wie nicht erreicht – lediglich eDarling steht hier mit einem Durchschnittsalter der Mitglieder von ca. 39 Jahren und einem deutlich größeren Anteil der unter Dreißigjährigen etwas besser da.

Zitate, Zahlenmaterial und Interview: Via Online Dating News vom Singlebösen-Vergleich.
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dating experte

Was ist eigentlich Dating? Was ist eigentlich "Dating"? Sie wollen es genau wissen? Dann sind Sie hier goldrichtig. Unser Autor und Dating-Experte Gebhard Roese erläutert Ihnen den Begriff.

Erfahrung zählt: der Dating-Experte
Dating ist eine aus dem englischen Sprachbereich stammende Bezeichnung, die aus dem Begriff des "Dates", also der Verabredung, abgeleitet wurde. Mit einem Date bezeichnet man im Englischen zunächst jede Art von Treffen. Im US-amerikanischen Sprachgebrauch wird das Wort "Dating" oft als das Treffen eines Paares zum gegenseitigen Kennenlernen benutzt. In den USA wurde das Zusammentreffen von Frauen und Männern in eine ganze Dating-Kultur verwandelt, die bis in die heutige Zeit nach festen Regeln abläuft. Allerdings halten sich die Bewohner von modernen Metropolen wie zum Beispiel New York immer weniger an die überkommenen Regeln.

Das Wort „Dating“ wurde in den deutschen Sprachgebrauch übernommen, wo es ausschließlich für das Treffen eines Paares zum Kennenlernen verwendet wird.

Dating in Deutsch

Das deutsche Wort für den Prozess des "Datings" ist die Partnersuche, für ein einzelnes Date sagt man "ein Treffen". Nach neuester Definition im Duden ist Dating im Deutschen immer das Verabreden mit wechselnden Partnern. Der Duden lässt offen, zu welchem Zweck solche Verabredungen stattfinden.

Man unterscheidet mittlerweile verschiedene Arten von Dating. Im nächsten Absatz werden zunächst zwei Arten nach der Vorgehensweise unterschieden.

Paralleldating oder Seriendating?

- Paralleldating ist eine Art, die aus den USA kommt und besagt, dass man sich parallel mit unterschiedlichen Partnern trifft. Es dürfen nach US-Vorstellung aber nicht zu viele sein und man sollte während des Parallel-Datings noch keinen Sex mit ihnen haben.
- Serielles Dating ist die in Europa übliche Art, eine Weile zuerproben, on man auch langfristig zueinanderpasst – oder wieder auseinanderzugehen, wenn sie sich keine dauerhafte Harmonie einstellt.

Neuer Begriff: Downdating

Downdating ist eine Sonderform der Partnersuche. Dabei entscheidet man sich bewusst, einen Partner auf der nächstniedrigeren sozialen/gesellschaftlichen/finanziellen Ebene zu suchen. Diese Art der Partnersuche entsteht überall dort, wo der Anteil weiblicher Akademiker am Partnermarkt zunimmt.

Dating nach dem Medium

Online-Dating oder Internet-Dating bezeichnet die Art, über das Medium „Internet“ zusammenzukommen. Alle anderen Dating-Formen heißen seither „Offline-Dating“ oder einfach nur „Dating“. Das deutsche Wort „Partnersuche“ ist hier allerdings bei Weitem aussagefähiger. Außerdem bezeichnen die Begriffe „Proximity Dating“, „Speed Dating“ und „Social Dating“ besondere Arten, die man mit den Medien oder Lokationen verbindet. Dabei ist:

- Speed Dating eine Veranstaltung „im richtigen Leben“, bei der sich mehrere interessierte Singles vorstellen – in der Regel hat man etwa sieben Minuten dazu Zeit.
- Proximity Dating ist Dating per Handy (Mobiltelefon), bei dem man den Ort, an dem sich der Partner befindet, per GPS lokalisieren kann.
- Social Dating bedeutet, sich innerhalb einer Internet-Gemeinschaft, also aufgrund künstlicher sozialer Verbindungen, kennenzulernen und später zu treffen.

Dating nach dem gewünschten Erfolg

Das gewöhnliche Online-Dating oder die Partnersuche an sich sollte als Ziel haben, einen dauerhaften Partner zu finden. Es wird nicht näher bezeichnet. Früher waren Begriffe wie „Ehegesuche“ oder „Suche nach einer dauerhaften Beziehung“ üblich. Im Englischen sagte man auch „Long Term“. Im Internet sind es „Online-Partnervermittler“ oder „Online-Partneragenturen“, die dergleichen dauerhafte Beziehung stiften wollen.
Andere Datingformen, die darauf abzielen, einen Partner für „kurze Zeit“ zu finden, heißen (in Europa, in den USA ist dies geringfügig anders) „Casual Dating“ oder „Sex Dating“. „Casual Dating“ zielt in der Regel auf auf Affären (kurze Beziehungen, die von Leidenschaft geprägt sind) , Sex Dating auf ONS (einmaligen Sex).

Wenn Sie Fragen haben: Ich beantworte so gut wie alle Fragen persönlich am Telefon oder per Email.