14 Tage in Dating – ultimative Aufklärung über Dating

Geschrieben von © Gebhard Roese •Freitag, 13. April 2012 • Kategorie: dating wochenschau


Die Woche in Dating wird diesmal auf 14 Tage ausgeweitet, weil ich Ostern Urlaub gemacht habe. In den März fallen noch zwei Berichte: einer über sinnliches Dating – eine Sache, mit der ich mich noch vielfach beschäftigen muss, weil sinnliche Dates immer häufiger vorkommen. Dazu passt – ob Sie wollen oder nicht – dass Ihre christliche Religion keinerlei erotische Autoritäten enthält und es deshalb auch keine erotische Kultur gibt. Da hilft auch der Osterhase nicht.

Presse und Online-Dating

Die Wochenzeitschrift DIE ZEIT brachte gerade eine größere Serie zum Thema Online-Dating, in der zahlreiche sinnvolle Tipps für das Dating gegebene werden – und zwar äußert kompetent, aber „erfrischen anders“. Am 31. März wärmte BILD dann wieder die alberne Behauptung auf, dass beim Internet-Dating „jeder Zweite lügen“ würde. Sehe ich mich mal so um in meiner Stadt, dann orientieren sich viele Menschen an BILD – und das weiß BILD natürlich genau.

Naturgeilheit und 1. April

Selbstverständlich lüge ich auch –aber nur am 1. April. Das orgasmussichere Date mit Fern-Vorabkontrolle war selbstverständlich ein Aprilscherz. Selbstverständlich? Bei dem Erfindungsreichtum gewisser Leute (DNA-Test, Schweißtest, Gesichtsübereinstimmungstest, Wirksamkeit von Pheromonen bei Menschen) ist nichts auszuschließen, dass bald auch Tests auf „Naturgeilheit“ angeboten werden. Andere scherzten zum 1. April übrigens auch.

Die Moralmafia jagt Jugendsünden

Ein Thema, das gar nicht spaßig ist: Auf der einen Seite steht in Deutschland und England, aber sicherlich auch sonst auf der Welt, eine neue Moral-Mafia auf, die das Sexleben von Beamten, Angestellten und Personen des öffentlichen Lebens durchschnüffelt. Auf der anderen Seite offenbaren immer mehr unbedarfte Jugendliche ihr Sexleben im Internet. Das kann nicht gut gehen – und während man den Jugendlichen lediglich Ratschläge geben kann, sollte man die moralinsauren Pseudo-Ethik-Mafiosi durchaus einmal anprangern. Um es klar zu sagen: Es geht hier nicht um Sexualverbrechen, sondern um ganz gewöhnliche Nacktheit und Sexualpräferenzen - also etwas, das in die Privatheit gehört und sonst nirgendwo hin.

Partnersuchende und absurde Wertvorstellungen

In meinem Artikel über das „Finden“ im Internet greife ich eine Grundposition an: Alle Menschen im Internet sollten bitte feste Partner suchen und ihre Dates auf solche Begegnungen beschränken. Das ist völlig realitätsfern und eine absolut absurde Wertvorstellung – leider gibt es diese sogar bei Buchschreiberinnen. Die Wahrheit: Was aus den beiden Partnern wird, entwickle sich während des Dates – ob mit Absicht oder ohne. Leute, hört mal: Habt ihr alle vergessen, wie des „damals“, in eurer Jugend, war? Und warum sollte es, bitte schön, heute völlig anders sein? Ich greife dies Thema im Rahmen des sogenannten „Dating-Knigge“ noch einmal auf.

Das erste Mal – feuchte Hände und Schweißausbrüche

Das erste Blind Date ist immer wieder ein Thema – feuchte Hände, trockener Hals, Redehemmungen: Ich greife das Thema so auf, wie es wirklich gelegentlich abläuft – nicht mit dümmlichen „Datingtipps“. Wie fühlten Sie sich das erste Mal? Wie auf dem „heißen Stuhl“?

Ein einfacher Weg, der Anspruchsfalle zu entgehen

Simple Wahrheiten über Menschen mit angeblichen „Ansprüchen“? Diejenigen, die beim Dating „lecker“ sind, sind zugleich die größten Verlierer bei der Partnerwahl. Das lässt sich logisch, mathematisch oder auch psychologisch begründen. Zum Thema wird es noch vielem Artikel geben – einen können sie jetzt schon lesen – und er enthält eine Lösung: Bieten Sie sich an, statt von anderen etwas zu fordern.

Psychologiegläubig? Konvertieren Sie zur Logik!

Psychologie? Wenn Sie daran glauben, würde ich Ihnen raten, zur Logik zu konvertieren. Dann müssten sie sich auch nicht anhören, dass ihre sexuelle Prägung durch visuelle Erfahrungen während der Pubertät „unveränderlich“ festgeschrieben wurde. Die Damen und Herren Psychologen lieben es ja, uns „Unveränderlichkeit“ zu bescheinigen – das ist bei den sogenannten „Persönlichkeitsmerkmalen“ auch so. Ist eigentlich keiner dieser Leute verheiratet?

Ein Ende der Verdummung: Liebepur klärt ultimativ auf

Psychologen tragen ebenfalls einen großen Beitrag zur Verunsicherung, ja, sogar zur Verdummung von Partnersuchenden bei. Natürlich tun dies nicht alle – es gibt sehr differenzierte Betrachter, die wissen, wovon sie reden, aber denen hört man offenbar nicht zu. Wie die Verdummung funktioniert, offenbare ich Ihnen zum Start einer neuen Serie: Denkfehler-Müllabfuhr. Sie beginnt – wie könnte es anders sein – mit den Mogelpackungen „Gleich und Gleich“ kontra „Gegensätze ziehen sich an“. Ach, sie wussten nicht, dass beides frei erfunden ist?

Inzwischen wurden zum Thema Denkfehler-Müllabfuhr beim Dating veröffentlicht: Zufall und Systematik sowie Eigenschaften einer glücklichen Ehe. Das Thema wird übrigens weitergeführt, wobei einzelne Aspekte durchaus in unterschiedlichem Licht behandelt werden. Die meisten Denkfehler entstehen übrigens dadurch, dass man versucht, die Tatsachen nach Gutdünken umzuformen, oder mit anderen Worten: Die Menschen und Lebensumstände sollen so sein, wie man sie gerne hätte.

Die Dating-Branche? Diesmal nur am Rande notiert

Zur „Branche“ habe ich diesmal lediglich einen Artikel aufgegriffen und weitergeführt: Ganz offensichtlich weiß die Branche der Online-Partnervermittler nicht mehr, wie sie aus der Kostenfalle herauskommen soll, in die sie sich durch Fernsehwerbung hineinmanövriert hat. Dabei scheinen alle Wettbewerbsregeln ausmanövriert worden zu sein: Der Kunde profitiert jedenfalls nicht vom Kampf der Giganten.

In der nächsten Woche gibt es wieder eine ganz gewöhnliche Woche in Dating – bleiben Sie mir treu, fragen Sie an, was ich für Sie tun kann und verschonen sie mich mit albernen Verlinkungsvorschlägen.
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Die „systematische“ Partnersuche – die neue Unvernunft?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Freitag, 13. April 2012 • Kategorie: datingratgeber


Denkfehler: Systematisch Partner suchen?
Es gibt Systeme, die zu Erfolgen führen. Manche Menschen setzen sie ein und sie erleben dieses „Wow“-Gefühl, und wenn sie dafür kräftig die Werbetrommel rühren, dann heißt es: „Wie besitzen das Erfolgssystem – kaufen Sie es doch auch, dann haben Sie ebenfalls Erfolg.“

Warum Erfolgssysteme nur wenigen Menschen helfen

Eine einfache Überlegung mag Ihnen zeigen, dass diese Aufforderung mit Vorsicht zu genießen ist:

Zeichnen Sie vier Kästchen und schätzen Sie die Personenzahlen: Menschen, die das Erfolgssystem nutzen und Erfolg haben, solche, die es nicht nutzen und dennoch Erfolg haben, solche, die es nicht nutzen und keinen Erfolg haben und solche, die es nutzen, aber dennoch keinen Erfolg haben.

Sie werden sofort erkennen, dass diejenigen, die es nutzen und Erfolg haben, eine kleine Minderheit darstellen. Das gilt übrigens für die „Erfolgssysteme“ betrügersicher Schlitzohren ebenso wie für Erfolgsrezepte, die eine wissenschaftliche Grundlage haben. Ich selber benutze seit Jahrzehnten ein dreistufiges, erfolgreiches Problemlösungssystem, mit dem sicher nur eine Minderheit arbeitet – aber ich persönlich habe damit Erfolg.

Partner systematisch suchen – wissen, wen man will

Kann man seinen Partner „systematisch“ suchen? Das kommt sehr darauf an, was Sie unter einem System verstehen. Einer der möglichen Wege, einen Partner „systematisch“ zu suchen, besteht darin, ungeeignete Partner von vornherein abzufiltern. Es setzt nun allerdings voraus, dass sie wissen, wer „ungeeignet“ ist. Besser wäre im Grunde, Sie wüssten genau, wer sich eignet – das ist die zweite Methode, um systematisch zu suchen. Das dabei am meisten verwendete System ist ein Raster: Sie suchen alle Menschen, die im Umkreis einer bestimmten Entfernung wohnen, sich innerhalb einer begrenzten Altersspanne befinden, und vielleicht noch eine gute Ausbildung haben. Rastersuche kann erfolgreich sein, aber sie hat einen kleinen Haken: In jeder Ecke schlummern dann unbekannte Kandidaten, die wegen der Willkür des Rasters herausfallen, weniger theoretisch:

1. Die Kandidatin wohnt nicht 25, sondern 26 Kilometer von Ihrem Wohnort – sie wäre aber per Bahn oder Auto wesentlich leichter zu erreichen.
2. Der Kandidat ist 41, sie haben aber die Altersgrenze auf 39 gesetzt.
3. Ihr Wunschmann soll eine akademische Ausbildung haben. Ein Betriebswirt gilt nicht notwendigerweise als Akademiker. Er könnte aber dennoch zu Ihnen passen.

Passende Partner finden – gibt es „den Richtigen“?

Viel schwieriger wird es, einen „wirklich passenden Partner“ zu finden oder, wie man auch sagt, „den Richtigen“ respektive „die Richtige“. Ganz unverblümt sagen Ihnen Wissenschaftler, dass sie „den Richtigen“ schon deshalb nicht finden können, weil es „den“ Richtigen gar nicht gibt. Es gibt nur immer „eine Reihe von möglichen“ Partnern – und diejenigen, die infrage kommen, tragen keinen T-Shirt-Aufdruck: „Hier kommt der Richtige“. Also bleibt Ihnen gar nichts anderes übrige, als sich an Fremde heranzutasten, so lange, bis Sie ganz sicher sind, dass diese Person „richtig“ ist.

In der Regel sind es drei Punkte, anhand derer sie erkennen, dass „der Richtige“ („die Richtige“) gekommen ist:

1. Er/Sie ist Ihnen „vertraut“. Sie fühlen sich wohl an seiner/ihrer Seite.
2. Er/Sie wirkt offen, hat plausible Gründe, jetzt und hier vor Ihnen zu sitzen und wirkt interessant genug, um ein zweites Date auszumachen.
3. Sie spüren, dass sich da „etwas entwicklen“ könnte – es müssen nicht gleich „Schmetterlinge im Bauch“ sein.

Was geht – was geht nicht mit System bei der Partnersuche?

„Mit System“ können Sie suchen, wenn Sie klare, verbindliche und erfüllbare Vorstellungen von einer Partnerschaft haben. Haben sie diese nicht, versuchen Partneragenturen, diesen Teil für Sie zu erledigen: Sie behaupten, sie hätten einen psychologisch fundierten Schlüssel zum Glück – und schlagen Ihnen daraufhin Partner vor. Der Erfolg liegt bei etwa 35 Prozent – das ist vergleichsweise sehr hoch, verglichen mit der Anwesenheit bei Festen, Veranstaltungen und dergleichen. Ob Sie ihren Partner am Ende wegen, trotz, oder ungeachtet der Übereinstimmung wählen, ist niemals mit Sicherheit zu klären. In der Regel sagt man, dass die „besten Matches“ nicht die besten Partnerschaften ergeben. Dies mag Ihnen als Anhaltspunkt dienen.

Gefahr der unendlichen Suche

Eine der Gefahren der systematischen Suche besteht in dem Satz: „Führe Suchen aus, bis du das perfekte Match gefunden hast“. In der Programmierung nennt man so etwas eine Endlosschleife, denn wenn Sie „niemanden finden“, dann gehen Sie ein Date nach dem anderen ein, ohne dabei glücklich zu werden. Besser wäre die Anweisung: „Führe Suchen aus, bis du gefunden hast, aber maximal bis zu einem Dutzend Dates.“ Der Grund für diese Einschränkung: Wenn Sie nach etwa sieben bis 12 Dates niemanden gefunden haben, besteht Anlass, einen Suchirrtum anzunehmen. Dann sollten Sie diesen Irrtum erst einmal revidieren, bevor sie die nächsten Versuche unternehmen.

Systematisch suchen lohnt sich oft nicht

Falls Sie diese Zeile überhaupt noch lesen: Überlegen sie bitte noch einmal, ob es sich überhaupt lohnt, „systematisch“ zu suchen. Ihre potenziellen Partner(innen) suchen nämlich auch, und wenn alle ein eigenes „System“ benutzen, ist ziemlich wahrscheinlich, dass es kaum zu sinnvollen Kontakten kommt. Besser ist es oft, sich einfach einmal ein wenig „einzulassen“ und dabei festzustellen, ob die vorgeblichen Unterschiede im Denken, Fühlen und Handeln sich nicht vielleicht überwinden ließen.
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dating experte

Was ist eigentlich Dating? Was ist eigentlich "Dating"? Sie wollen es genau wissen? Dann sind Sie hier goldrichtig. Unser Autor und Dating-Experte Gebhard Roese erläutert Ihnen den Begriff.

Erfahrung zählt: der Dating-Experte
Dating ist eine aus dem englischen Sprachbereich stammende Bezeichnung, die aus dem Begriff des "Dates", also der Verabredung, abgeleitet wurde. Mit einem Date bezeichnet man im Englischen zunächst jede Art von Treffen. Im US-amerikanischen Sprachgebrauch wird das Wort "Dating" oft als das Treffen eines Paares zum gegenseitigen Kennenlernen benutzt. In den USA wurde das Zusammentreffen von Frauen und Männern in eine ganze Dating-Kultur verwandelt, die bis in die heutige Zeit nach festen Regeln abläuft. Allerdings halten sich die Bewohner von modernen Metropolen wie zum Beispiel New York immer weniger an die überkommenen Regeln.

Das Wort „Dating“ wurde in den deutschen Sprachgebrauch übernommen, wo es ausschließlich für das Treffen eines Paares zum Kennenlernen verwendet wird.

Dating in Deutsch

Das deutsche Wort für den Prozess des "Datings" ist die Partnersuche, für ein einzelnes Date sagt man "ein Treffen". Nach neuester Definition im Duden ist Dating im Deutschen immer das Verabreden mit wechselnden Partnern. Der Duden lässt offen, zu welchem Zweck solche Verabredungen stattfinden.

Man unterscheidet mittlerweile verschiedene Arten von Dating. Im nächsten Absatz werden zunächst zwei Arten nach der Vorgehensweise unterschieden.

Paralleldating oder Seriendating?

- Paralleldating ist eine Art, die aus den USA kommt und besagt, dass man sich parallel mit unterschiedlichen Partnern trifft. Es dürfen nach US-Vorstellung aber nicht zu viele sein und man sollte während des Parallel-Datings noch keinen Sex mit ihnen haben.
- Serielles Dating ist die in Europa übliche Art, eine Weile zuerproben, on man auch langfristig zueinanderpasst – oder wieder auseinanderzugehen, wenn sie sich keine dauerhafte Harmonie einstellt.

Neuer Begriff: Downdating

Downdating ist eine Sonderform der Partnersuche. Dabei entscheidet man sich bewusst, einen Partner auf der nächstniedrigeren sozialen/gesellschaftlichen/finanziellen Ebene zu suchen. Diese Art der Partnersuche entsteht überall dort, wo der Anteil weiblicher Akademiker am Partnermarkt zunimmt.

Dating nach dem Medium

Online-Dating oder Internet-Dating bezeichnet die Art, über das Medium „Internet“ zusammenzukommen. Alle anderen Dating-Formen heißen seither „Offline-Dating“ oder einfach nur „Dating“. Das deutsche Wort „Partnersuche“ ist hier allerdings bei Weitem aussagefähiger. Außerdem bezeichnen die Begriffe „Proximity Dating“, „Speed Dating“ und „Social Dating“ besondere Arten, die man mit den Medien oder Lokationen verbindet. Dabei ist:

- Speed Dating eine Veranstaltung „im richtigen Leben“, bei der sich mehrere interessierte Singles vorstellen – in der Regel hat man etwa sieben Minuten dazu Zeit.
- Proximity Dating ist Dating per Handy (Mobiltelefon), bei dem man den Ort, an dem sich der Partner befindet, per GPS lokalisieren kann.
- Social Dating bedeutet, sich innerhalb einer Internet-Gemeinschaft, also aufgrund künstlicher sozialer Verbindungen, kennenzulernen und später zu treffen.

Dating nach dem gewünschten Erfolg

Das gewöhnliche Online-Dating oder die Partnersuche an sich sollte als Ziel haben, einen dauerhaften Partner zu finden. Es wird nicht näher bezeichnet. Früher waren Begriffe wie „Ehegesuche“ oder „Suche nach einer dauerhaften Beziehung“ üblich. Im Englischen sagte man auch „Long Term“. Im Internet sind es „Online-Partnervermittler“ oder „Online-Partneragenturen“, die dergleichen dauerhafte Beziehung stiften wollen.
Andere Datingformen, die darauf abzielen, einen Partner für „kurze Zeit“ zu finden, heißen (in Europa, in den USA ist dies geringfügig anders) „Casual Dating“ oder „Sex Dating“. „Casual Dating“ zielt in der Regel auf auf Affären (kurze Beziehungen, die von Leidenschaft geprägt sind) , Sex Dating auf ONS (einmaligen Sex).

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