Online Dating Summit Barcelona – wie war es?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Montag, 5. März 2012 • Kategorie: dating news


Wie war eigentlich das Online Dating Summit in Barcelona? Mit einem Satz lässt es sich nicht ausdrücken: Wenn so viele verschiedenartigen Teilnehmer aus aller Welt mit so unterschiedlichen Interessen zusammenkommen, ist das Ergebnis nun einmal bunt. Interessanterweise hielten sich einige der seriösen Topp-Player zurück: Die großen Matchmaker waren erst gar nicht gekommen, weder aus den USA noch aus Europa. Wer kam, hatte entweder eine kostenlose (werbefinanzierte) Webseite, eine Freemiumseite (oft in sogenannten „Nischen“), oder eine Adult-Seite.

Online Dating Summit: Affiliates und Dating-Unternehmen

Man sollte vielleicht vorausschicken, dass dieses Treffen in besonderem Maße dazu gedacht war, die Unternehmer und Gründer im Online-Dating-Bereich und für sogenannte Affiliates zusammenzubringen, also Partner, die das Produkt ebenfalls vertreiben (meist mit passiver Werbung) und dafür im Gegenzug eine Provision kassieren. Dieses Verhältnis ist keinesfalls so unproblematisch, wie es immer dargestellt wird, und ich nenne Ihnen gleich ein auf der Konferenz diskutiertes Beispiel: Sogenannte „kostenlose“ Singlebörsen sind für Affiliates deswegen so uninteressant, weil diese Singlebörsen häufig selber wieder Affiliates bei Unternehmen sind, bei denen „richtig“ Geld verdient wird. Da ergibt sich für den Webmaster natürlich die entscheidende Frage: „Warum verlinke ich nicht gleich auf die Seiten, bei denen ich „richtige Geld“ bekomme?

Online Dating Summit: angelsächsische Einseitigkeit

Ich persönlich habe Kontakte geknüpft, Kontakte für andere vermittelt und vor allem meine Ohren aufgemacht, und mein genereller Eindruck ist: Ich habe eine weitgehend an britischen, kanadischen, australischen und US-amerikanischen Themen orientierte Veranstaltung gesehen, die nicht immer alles auf den Punkt brachte, was Online-Dating wirklich bedeutet oder bedeuten könnte.

Besonders deutlich wurde dies bei der Frage nach der Zukunft des Online-Datings, also den Trends (ich schreibe getrennt darüber). Ohne dem Podium zu nahe treten zu wollen: Da fehlten jene glutvollen jungen Leute mit Elan und zündenden Ideen, die wirklich etwas bewegen könnten.

Vor allem Kontakte zählten beim Barcelona Online Dating Summit

Ja, wie war es nun? Ich denke, jeder von uns hat dort neue Kontakte geknüpft oder alte wieder aufgefrischt – das ist das Fazit. Für einen Kontinentaleuropäer (also auch für einen Deutschen) war da natürlich ein Kritikpunkt: Europa besteht nicht nur aus dem Vereinigten Königreich, das wegen der englischen Sprache leicht in US-amerikanische oder kanadische Projekte integriert werden kann. Es nützt auch nichts, wenn uns dann Leute sagen: Unser Programm läuft in 12 Sprachen, auch in Deutsch. In Wahrheit wissen die Unternehmer gar nicht, wie sie auf den deutschen Markt kommen – und das Interessante: Sie wollten es auch nicht wirklich wissen.

In Barcelona: überraschende Tatsachen am Rande

Zusammengefasst lautet mein Urteil so: Es ist gut, die Menschen zu hören und mit ihnen zu sprechen, die im Online-Dating Geschäft tätig sind. Ich persönlich habe viele Informationen erhalten, die ich anderwärts nicht bekommen hätte. Manche waren so überraschend, dass selbst ich völlig verblüfft war – auch davon berichte ich Ihnen noch. Wer aber glaubt, er habe alles von der gesamten Branche gehört, der irrt.
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Freie Dating Seiten und Menschen über 40

Geschrieben von © Gebhard Roese •Montag, 5. März 2012 • Kategorie: dating news


Die Gurus hier bei der Tagung „Online Dating Summit“ in Barcelona wussten alles: wie viel Geld man wie verdienen kann, welche Werbekonzepte am erfolgreichsten sind und wie man seine Werbung optimiert. Schwieriger wurde es schon, wenn sie ihren eigenen Standort bestimmen sollten: Man wusste, wie sich die eigene Klientel verhält, jedenfalls ungefähr, aber man wusste wenig über den Kunden als solchen. Ich komme später noch darauf, warum man dies tun sollte (oder auch nicht) und für welche Dating-Seiten dies nützlich und sinnvoll sein kann. Der sehr enge Fokus auf das eigene Land und die Kunden, die man bereits hat, macht allerdings betriebsblind. Wenn man einseitig auf die Werbeinnahmen schielt und den Kunden dabei vergisst, kommt man zwangsläufig an einen Punkt, an dem die Dollar- Pfund- oder Euroscheine mehr Wert sind als der eigentlich Geschäftszweck: Dann bekommt man den Eindruck, dass die Inhaber gar keine Singlebörsen im eigentlichen Sinne betreiben, sondern ein Werbe- Durchgangs- und Weiterleitungsportal

Aus dieser gewissen Blindheit und dem Glauben daran, dass Benutzer des Internets grundsätzlich alles „kostenlos" haben wollen, ergibt sich folgende Aussage, die in Auszügen auf der Konferenz zu hören war:

Junge Menschen sind gewohnt, im Internet alles kostenlos zu bekommen. Ältere sind hingegen gewohnt, für Dienstleistungen zu bezahlen. Wenn die heutigen Internet-User älter werden, werden sie wissen, dass man alles kostenlos haben kann und sich eher bei kostenlosen Diensten anmelden als bei Bezahldiensten. Es gibt also für keinen Partnersuchenden einen Grund, für Online-Dating zu bezahlen.


Nun sind Menschen über 40 ja inzwischen „mit dem Internet aufgewachsen“, wenngleich nicht von Kindesbeinen – und dabei haben wir gelernt, dass eine wirklich überzeugende Dienstleistung gutes Geld kostet. Die Menschen, die dort sind, wollen auch andere Menschen treffen, die vom Geldwert einer Dienstleistung überzeugt sind, nicht ein paar geizige Currywurstesser.

Wenn die Betreiber freier Datingseiten wirklich so denken (und so schien es mir hier in Barcelona), dann zeigt dies, wie wenig sie in die Gesellschaftsordnung eingebunden sind und wie sehr sie auf Internet-Philosophien vertrauen. Im Moment interessiert sie dies nicht. Sie glauben an das ungeheuerliche Potenzial, das es noch zu erschließen gilt, und an die Internet-Gurus, für die sie sich selbst halten. Das einzige, was sie auszeichnet: Sie verdienen tatsächlich viel Geld mit einem relativ geringen Aufwand.
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dating experte

Was ist eigentlich Dating? Was ist eigentlich "Dating"? Sie wollen es genau wissen? Dann sind Sie hier goldrichtig. Unser Autor und Dating-Experte Gebhard Roese erläutert Ihnen den Begriff.

Erfahrung zählt: der Dating-Experte
Dating ist eine aus dem englischen Sprachbereich stammende Bezeichnung, die aus dem Begriff des "Dates", also der Verabredung, abgeleitet wurde. Mit einem Date bezeichnet man im Englischen zunächst jede Art von Treffen. Im US-amerikanischen Sprachgebrauch wird das Wort "Dating" oft als das Treffen eines Paares zum gegenseitigen Kennenlernen benutzt. In den USA wurde das Zusammentreffen von Frauen und Männern in eine ganze Dating-Kultur verwandelt, die bis in die heutige Zeit nach festen Regeln abläuft. Allerdings halten sich die Bewohner von modernen Metropolen wie zum Beispiel New York immer weniger an die überkommenen Regeln.

Das Wort „Dating“ wurde in den deutschen Sprachgebrauch übernommen, wo es ausschließlich für das Treffen eines Paares zum Kennenlernen verwendet wird.

Dating in Deutsch

Das deutsche Wort für den Prozess des "Datings" ist die Partnersuche, für ein einzelnes Date sagt man "ein Treffen". Nach neuester Definition im Duden ist Dating im Deutschen immer das Verabreden mit wechselnden Partnern. Der Duden lässt offen, zu welchem Zweck solche Verabredungen stattfinden.

Man unterscheidet mittlerweile verschiedene Arten von Dating. Im nächsten Absatz werden zunächst zwei Arten nach der Vorgehensweise unterschieden.

Paralleldating oder Seriendating?

- Paralleldating ist eine Art, die aus den USA kommt und besagt, dass man sich parallel mit unterschiedlichen Partnern trifft. Es dürfen nach US-Vorstellung aber nicht zu viele sein und man sollte während des Parallel-Datings noch keinen Sex mit ihnen haben.
- Serielles Dating ist die in Europa übliche Art, eine Weile zuerproben, on man auch langfristig zueinanderpasst – oder wieder auseinanderzugehen, wenn sie sich keine dauerhafte Harmonie einstellt.

Neuer Begriff: Downdating

Downdating ist eine Sonderform der Partnersuche. Dabei entscheidet man sich bewusst, einen Partner auf der nächstniedrigeren sozialen/gesellschaftlichen/finanziellen Ebene zu suchen. Diese Art der Partnersuche entsteht überall dort, wo der Anteil weiblicher Akademiker am Partnermarkt zunimmt.

Dating nach dem Medium

Online-Dating oder Internet-Dating bezeichnet die Art, über das Medium „Internet“ zusammenzukommen. Alle anderen Dating-Formen heißen seither „Offline-Dating“ oder einfach nur „Dating“. Das deutsche Wort „Partnersuche“ ist hier allerdings bei Weitem aussagefähiger. Außerdem bezeichnen die Begriffe „Proximity Dating“, „Speed Dating“ und „Social Dating“ besondere Arten, die man mit den Medien oder Lokationen verbindet. Dabei ist:

- Speed Dating eine Veranstaltung „im richtigen Leben“, bei der sich mehrere interessierte Singles vorstellen – in der Regel hat man etwa sieben Minuten dazu Zeit.
- Proximity Dating ist Dating per Handy (Mobiltelefon), bei dem man den Ort, an dem sich der Partner befindet, per GPS lokalisieren kann.
- Social Dating bedeutet, sich innerhalb einer Internet-Gemeinschaft, also aufgrund künstlicher sozialer Verbindungen, kennenzulernen und später zu treffen.

Dating nach dem gewünschten Erfolg

Das gewöhnliche Online-Dating oder die Partnersuche an sich sollte als Ziel haben, einen dauerhaften Partner zu finden. Es wird nicht näher bezeichnet. Früher waren Begriffe wie „Ehegesuche“ oder „Suche nach einer dauerhaften Beziehung“ üblich. Im Englischen sagte man auch „Long Term“. Im Internet sind es „Online-Partnervermittler“ oder „Online-Partneragenturen“, die dergleichen dauerhafte Beziehung stiften wollen.
Andere Datingformen, die darauf abzielen, einen Partner für „kurze Zeit“ zu finden, heißen (in Europa, in den USA ist dies geringfügig anders) „Casual Dating“ oder „Sex Dating“. „Casual Dating“ zielt in der Regel auf auf Affären (kurze Beziehungen, die von Leidenschaft geprägt sind) , Sex Dating auf ONS (einmaligen Sex).

Wenn Sie Fragen haben: Ich beantworte so gut wie alle Fragen persönlich am Telefon oder per Email.