Online Dating und Lüge: BILD kocht das Thema wieder hoch

Geschrieben von © Gebhard Roese •Samstag, 31. März 2012 • Kategorie: dating news


Ausgerechnet die BILD-Zeitung kocht das Thema Lüge im Internet-Dating wieder hoch. Die angebliche Studie eines Gutschein-Anbieters im Internet soll ergeben haben, dass jeder zweite (BILD setzt hier ein Ausrufezeichen) Nutzer von Singlebörsen sein Profil so sehr schönt, „dass es mit der Wahrheit nicht mehr viel zu tun hat.“

Die abgedroschenen Phrasen haben wir nun schon in ähnlicher Weise aus vielen Mündern und Federn vernommen – aber stimmt es auch?

Überwiegend wirs angeblich beim Alter „geschummelt“. Fragt sich natürlich, warum man, sagen wir einmal, beim Sex-Dating, beim Casual-Dating oder auf Flirtportalen sein wahres Alter angeben sollte – nicht alle Leute, die Dates wollen, beabsichtigen auch zu heiraten.

Ebenso ist es bei Größe und Gewicht, doch hier kommt noch hinzu, dass „Gewicht“ kein beständiges Merkmal ist. Mein Gewicht schwankt um zwei bis drei Kilo, und das von BILD-Redakteurinnen möglicherweise auch. Man hätte sie ja mal fragen können.

Der Beruf? Wie lächerlich. Im Vereinigten Königreich machen manche Firmen jeden Sachbearbeiter zum Manager, um ihn aufzuwerten. Warum sollte man sich nicht selbst ein wenig aufwerten? Hinzu kommt, dass viele Menschen ihre Berufe ganz und gar verschweigen.

Interessanter war die Sache mit dem Foto: Ein lächerliches knappes Fünftel (19 Prozent) macht sich die Mühe, ein Profilbild vor Veröffentlichung zu bearbeiten oder stellt ein Bild älteren Datums ein. Diese Zahl ist im Grunde viel zu gering – jeder sollte sich die Mühe machen, ein schmeichelhaftes Profilbild einzustellen. Die 19 Prozent sagen überwiegend aus, dass 81 Prozent nicht viel Wert auf ihr Bild legen. Übrigens: Fotografen arbeiten auch mit Photoshop oder anderen Bildbearbeitungsprogrammen – und wenn sie konservativ sind, benutzen sie Lichtbrechungs- und Beleuchtungstricks, um Menschen jünger wirken zu lassen.

Was bleibt: Hobby und Interessen. Magere 13 Prozent machen sich „interessanter als sie sind“. Ja, und was bedeutet das? Sie erraten es: gar nichts – denn wie interessant die Dinge, mit denen ich mich beschäftige, für einen andren Menschen sind, kann ich gar nicht ermessen, bevor ich ihn getroffen habe. Tipp von mir: Wenn sie sich nicht wenigstens halbprofessionell mit einer Sache beschäftigen, lassen Sie „Hobbys“ weg.
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Tipps für das Online-Dating – einmal anders

Geschrieben von © Gebhard Roese •Freitag, 30. März 2012 • Kategorie: datingratgeber


DIE ZEIT gibt dieser Tage Tipps fürs Online-Dating. Keine schlechte Idee, denn die Tipps sind neutral und stammen tatsächlich aus der Praxis.

Die Möglichkeiten, einem „psychisch kranken Menschen“, einem Sexsüchtigen oder einem Betrüger zu begegnen, sind natürlich vorhanden – aber sie sind nicht so groß, dass sie hinter jedem Busch den bösen Feind vermuten müssen.

Denken Sie vor allem daran: Unsicherheiten, Instabilitäten und Begierden sind drei relativ sichere Mittel, Gauner aller Art anzulocken – übrigens auch Gaunerinnen. Sicheres, stabiles Auftreten und eine abgeklärte Haltung zur eigenen Sexualität helfen Ihnen, allzeit die Contenance zu bewahren.

Merken Sie sich also: Sie waren nie von einem Menschen enttäuscht, Sie sind niemals hereingelegt worden, Sie leiden unter nichts und niemandem und entbehren emotional und sexuell nichts – so jedenfalls müssen Sie im Gespräch wirken. Wenn Sie dann noch „das gewisse Gespür“ für die Ehrlichkeit des Anderen haben, dann sind sie schon fast perfekt.
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Sinnliches Dating: Drei-Gänge-Menü oder Fast Food?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Freitag, 30. März 2012


Haben Sie jemals die Geschichte von der Entscheidungspyramide eines Drei-Gänge-Menüs vor der Liebesnacht gelesen?

Es stammt von einer lustvollen jungen Dame, die relativ häufig erotisch erregende Dates wahrnahm. Zwar gab es damals noch kein „Casual Dating“, aber die Prozedur lief in jenen Zeiten (vor etwa 25 Jahren) schon genauso ab wie heute.

Die junge Dame sagte sinngemäß:

Bei der Vorspeise sehe ich mir an, ob mir das Gesamtbild des Mannes gefällt – beim Hautgericht interessiere ich mich dafür, welche Genüsse ich von ihm erwarten darf und beim Dessert entscheide ich mich dann, ob ich mit ihm ins Bett gehe oder nicht.


Auch heute könnte man Damen, die ein Casual Date eingehen wollen, ein kleines Menü vorab empfehlen – es muss nicht unbedingt drei schwere Gänge enthalten – aber genug Zeit, um sich gründlich zu überlegen, ob der Partner sich als Lover eignet.

Gerade beim Casual Dating wird ja dies missverstanden: Wer dort registriert ist, will angeblich Sex um jeden Preis. Das Gegenteil ist der Fall: Gerade beim schnellen körperlichen Kontakt muss wenigstens die Chemie halbwegs stimmen, um Genuss beim Sex zu empfinden – und die ist bekanntlich keinesfalls immer der Fall. Also: Nicht mit jedem, den man online ganz interessant fand, möchte man auch schlafen. Trotz mancher gegenteiliger Vermutungen, die von Teilen der Branche durchaus genährt werden, sind Casual Dates kein brauchbarer Bordellersatz. Es zeigt sich immer wieder, dass kein Datingportal, auch kein Portal für Erotik- oder Sexdating, das „Fast Food“ für den sexuellen Sofortverzehr liefern kann.

In einem Artikel der Thurgauer Zeitung sagt die Protagonistin, sie habe drei Dates gebraucht, um einen passenden Partner für eine Liebesnacht zu finden – und die sei dann auch sehr schön gewesen. Eine lustvolle Begegnung aus drei Dates – das klingt für mich wahrscheinlicher als „jeder Schuss ein Treffer“.
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Die Woche in Dating: 6000 Wahrheiten plus Treue und Klischees

Geschrieben von © Gebhard Roese •Freitag, 30. März 2012 • Kategorie: dating wochenschau


Das angebliche Topp-Thema der Presse ist ein Flop-Thema: Man wärmt wieder einmal Geschlechterrollen-Probleme auf – Gender-Probleme. Ich merke das vor allem daran, wenn meine Provinz-Zeitung so etwas schreibt. Frauen seien dabei, die „Rolle rückwärts“ zu machen, heißt es da in einem groß aufgemachten Artikel - zurück in alte Rollenklischees. Irgendwie ist dies typisch für die Presse: Sie verbreitet gewisse Rollenklischees, deren Bedeutung stets fragwürdig ist, um dann an anderer Stelle zu veröffentlichen, wie mies diese Klischees sind.

Macht setzt Sex durch – Frauenmacht und Zukunft

Was wäre, wenn … es gar keine Geschlechterprobleme wären, an denen wir uns reiben, sondern schlichtweg die Frage, wie man mit der Macht umgeht? Das darf selbstverständlich nicht sein, weil man dann Tausende von Genderforscherinnen (und Genderforschern) arbeitslos machen würde. Also schauen wir mal genau hin: Mit der Macht, die Frauen zuwächst, bestimmen sie auch, wann, wie wo und wie viel Sex sie für sich abfordern und konsumieren. Die Behauptung stammt nicht von mir, sondern von einer Frau: „Das reichere Geschlecht“ heißt das Buch. Auch ein Artikel über die Treue, erschienen in der ZEIT, erregte die Gemüter, weil er sogar nicht in das Klischee der „betrügerischen Scheißkerle“ und „edlen, tränenüberströmten betrogenen Frauen“ passt, das gegenwärtig von der Presse bis zum Erbrechen vermarktet wird.

Treue – Teil der romantischen Liebe und sonst gar nichts?

Reden wir Tacheles über Treue? Bei der ehelichen Treue könnte es sich um falsch verstandene Romantik handeln – und die Liebepur analysiert die Frage über drei Jahrhunderte hinweg. Frauen und Untreue wird als Thema dabei durchaus berücksichtigt, nur ob den Frauen die Resultate gefallen? Einer Branche wird der Artikel gar nicht ins Konzept passen: den Seitensprung-Agenturen. Wie die Sache mit der Treue und der Untreue sich nüchtern betrachtet verhält, lesen Sie ebenfalls in der Liebepur.

Singles schreiben sich das Leben schön

Beziehungen, auch wenn sie schwierig zu gestalten sind, geben uns im Endeffekt mehr Lebensfreude als das triste Singledasein – das ist mehrfach bewiesen, hätte aber eigentlich keines wissenschaftlichen Beweises bedurft. Doch da wäre noch die Fraktion der laut trommelnden Ideologinnen (es soll vereinzelte männliche Ideologen zu dem Thema geben, aber die schreiben offenbar kaum): die Glorifizierung des Single-Lebens, vor allem für Frauen. In Deutschland fühlt sich dafür eine gewisse Christiane Rösinger zuständig, die es geschafft hat, mit Ihrem diesbezüglichen Buch bis zur BILD-Zeitung durchzudringen.

Emotionaler Bürgerkrieg Singles gegen Paare?

In den USA erschien gerade Buch mit ähnlichen Aussagen: „Outdated“. Darin wird beschreiben, warum Dating für Frauen ganz schlecht ist - Schuld ist, wir wissen es ja, Freundinnen, die böse Gesellschaft, die immer an allem die Schuld trägt. Offenbar versuchen die Autorinnen, sich das Singledasein schön zu reden, was persönlich verständlich sein mag, aber dennoch wenig glaubwürdig erscheint. Singleverherrlichung und Pärchenbeschimpfung? Parallelwelten, in denen man einander nicht nur nicht mehr versteht, sondern gegeneinander arbeitet? Der Bürgerkrieg der Geschlechter? Singles gegen Paare ausspielen, um Unfrieden zu stiften? Liebe Freundinnen, der Bumerang kommt zurück, da bin ich ganz sicher.

Nischen-Dating und Chancen für Gründer

Eine der letzten Nachlesen von Barcelona: Nischen-Datingseiten. Sie werden oft verlacht – aber selten als Geschäftsidee zum Erfolg gebracht. Eine der Nischen ist zweifellos der gesamten Bereich des „Christlichen Datings“ und an seinem Beispiel habe ich auch bereits in der Vergangenheit gezeigt, wie und warum solche Seiten funktionieren. Nun noch einmal ein Artikel darüber, wie man damit Erfolg hat und ein weiterer Artikel, warum auch neue Dating-Seiten trotz aller Unkenrufe erfolgreich sein können. Bevor Sie jetzt frohlocken, ich hätte schon mal das Gegenteil behauptet: Lesen Sie erst mal den Artikel, bitte.

FACEBOOK-Dating ist in aller Munde: Die einen freuen sich über verdiente Dollars, die anderen ärgern sich über verlorene Dollars. Inzwischen ist kein Geheimnis mehr, dass sich ein deutscher Presskonzern auch schon über verlorene Euros mit FACEBOOK-Dating ärgert. Etwas über den Hintergrund gefällig? Dann lesen Sie mal, warum man eine Orange nur solange ausquetschen kann, wie sie Saft hat – und was das mit FACEBOOK-Dating zu tun hat.

Mehr Umsatz trotz Schieflage: Die Dating-Branche

Wie kann man eigentlich mit einer Idee, die längst in Schieflage gekommen ist, immer mehr Umsatz machen? Vor allem deshalb, weil die betroffene Branche in andere Richtungen wächst, als die bisher der Fall war. Die Dating-Branche setzt immer mehr auf „Fun and Sex“ – also Spaß-Dating und Sex-Dating – und generiert daraus erhebliche Umsätze. Übrigens: Je mehr jemand mit „kostenlos“ wirbt, umso mehr ist er daran interessiert, möglich viel am Mitglied zu verdienen. Das funktioniert ganz prächtig – und wer eine Schnuppermitgliedschaft eingeht, bekommt oftmals etwas auf die Schnuppernase gehauen.

Marginalien und in eigener Sache

Ab und an tauche ich ab in richtig gewöhnlich Zustände richtig normaler Menschen. Früher gab es noch richtig romantische Hochzeit? Auch so eine Behauptung. Lesen Sie bitte, was die Heiratswilligen der 1950er Jahre darüber dachten.

Blogger haben angeblich positiven Einfluss auf die Wahrheiten dieser Erde - aber sie haben natürlich auch ebenso viel Einfluss auf die Verbreitung von Unfug, wie aus diesem Beispiel hervorgeht.

Das Fernsehen hat bei mir angeklopft, um einen Aufruf unterzubringen – das mache ich gerne. Überhaupt beantworte ich gerne und ausführlich die Anfragen seriöser Rundfunk-und Fernsehsender.

In eigener Sache: Die Liebe wird zum Frühlingsthema der Liebeszeitung … mit „liebe an sich“, und dieser Artikel, den Sie gerade lesen, trägt die Nummer 6000 der veröffentlichten Artikel. Bei etwa 60 Artikeln blieb es beim Entwurf.
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Die neueste Masche: Dating ist schlecht für Frauen

Geschrieben von © Gebhard Roese •Donnerstag, 29. März 2012 • Kategorie: männer und frauen


Los, Kröte! Lass dich küssen!


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Der Frosch kann sich eine Krone aufsetzen: Tausende von Frauen tanzen um ihn herum und versuchen ihn zu küssen. Das bringt die Hardliner-Feministinnen, Single-Aktivistinnen und andere Ideologinnen auf die Palme: Frauen hungern sich schlank, tragen im Frühling kaum noch mehr als Dessous, stelzen auf High Heels herum und warum das alles? Nur um so einen blöden Frosch zu knutschen, der nicht von selbst aus dem Teich heraus will? Bah … das machen „wir Frauen“ nicht mehr mit. Dating ist „outdated“. Das Wortspiel sagt uns: Frauen, die noch Männer daten, sind total altmodisch. Frauen brauchen keine Dates, keine Dating-Agenturen – sie brauchen eigentlich gar nichts, weil sie gerne Single sind. Basta Männer, hört ihr? Männer verpisst euch, keiner vermisst euch. Das ist werde neu noch originell, aber in diese Tröte darf man heute offenbar wieder blasen.

Männer sind nicht so, wie (manche) Frauen sie gerne hätten

Am selben Tag, an dem ich dies lese, kommt mir abermals das Lamento zu Ohren, das mir inzwischen sattsam bekannt ist: Frauen zwischen 30 und 45 beschweren sich, dass „Männer so schwer zu finden sind“. Die einen wollen nur Sex – die anderen sind langweilig“, sagen Frauen, die eigentlich selbstbewusst sein müssen: Akademikerinnen, mitten im Leben stehend, klagen Männer an, nicht so zu sein, wie sie sie gerne hätten.

Der Geschlechterkampf wird aus Sensationslust angeheizt

Kein Wunder, dass der Geschlechterkampf von der Presse wieder munter angeheizt wird. Zwar haben Forscher kaum Unterschiede in den Lebensbedürfnissen von Männern und Frauen gefunden, aber je weniger sie finden, umso mehr schwappt eine Welle der Ideologie über die Welt. Die lamentierenden Frauen, so der Tenor, trügen keine Verantwortung für ihre Unfähigkeit, sich auf die Realitäten einzustellen – die Umstände, die sind es, die Frauen hindern, glücklich zu werden. Man hätte auch gleich motorisierte Gebetsmühlen aufstellen können – wahrer wären die Behauptungen dadurch nicht geworden.

Gerade schreibt Gregor Philipp Lindner in seinem Buch „Die individuelle Liebe“, dass wir so gut wie alle die Möglichkeiten einer wirklich „individuellen Liebe“ noch nicht ausgelotet haben. Er führt dies drauf zurück, dass dazu langfristige Lernprozesse nötig wären, die noch nicht stattgefunden haben.

Lösungen wären vorhanden - aber Schuldzuweisungen sind ja so bequem

Selbstveränderung, individuelle Kommunikation, öffentliche Aufklärung und Einsicht in die Prozesse, die am Wandel beteiligt sind – das wäre die Lösung für manches Problem. Doch dies findet nicht statt, und auch dafür steht der Grund im Buch: Wir erwarten schnelle Erfüllungen, und diese sind mit Vernunft und Kommunikation nicht zu erreichen. Das Interessante: Lindner sagt es geschlechtsneutral, und er setzt auf den Lerneffekt. Die Feministinnen und ihr Anhang sagen, dass es keine Verantwortung für diesen Zustand seitens der Frauen gibt – also müssen wohl die Anderen schuld sein.

Sie ahnen, was einfacher ist? Gesellschaft ist schuld, Staat ist schuld, Kapitalismus ist schuld, Männer sind schuld. Vor allem Letztere müssen gegenwärtig viel aushalten – freilich nur dann, wenn sie den Wind von vorne bekommen – und das geschieht so gut wie nur noch in den Medien, die sich immer freuen, wenn die Fetzen fliegen. Es wäre wirklich sinnreicher, einmal den Hintergrund zu beleuchten, vor dem die Unfähigkeit entsteht. Wenn es ein fast unbedeutender Autor wie Gregor Philipp Lindner kann, warum können es dann die großspurig auftretenden Forscher an unseren Universitäten nicht?

Frauen und Männer müssen sich damit abfinden, dass sie neu lernen müssen

Kommen wir zurück zum Anfang: Der Frosch, um den tausend Frauen in verführerischen Dessous herumtanzen, damit er sie küsst, ist eine schwachsinnige Erfindung. Ihn gibt es bestenfalls in einzelnen Exemplaren, die man suchen muss wie die Nadel im Heuhaufen. Tatsächlich beklagen sich immer mehr „Froschmänner“, dass sie erst gar nicht zum Küssen eingeladen werden – aber das wäre ein anderes Thema, denn auch diese Frösche müssen sich mit den Gegebenheiten der Partnerwahl abfinden. Wir müssen aneinander lernen, und dies möglichst rasch - damit die "individuelle Liebe" sich nun endlich durchsetzen kann.

Bild: Striktes © 2011 by rosinentexte.de
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dating experte

Was ist eigentlich Dating? Was ist eigentlich "Dating"? Sie wollen es genau wissen? Dann sind Sie hier goldrichtig. Unser Autor und Dating-Experte Gebhard Roese erläutert Ihnen den Begriff.

Erfahrung zählt: der Dating-Experte
Dating ist eine aus dem englischen Sprachbereich stammende Bezeichnung, die aus dem Begriff des "Dates", also der Verabredung, abgeleitet wurde. Mit einem Date bezeichnet man im Englischen zunächst jede Art von Treffen. Im US-amerikanischen Sprachgebrauch wird das Wort "Dating" oft als das Treffen eines Paares zum gegenseitigen Kennenlernen benutzt. In den USA wurde das Zusammentreffen von Frauen und Männern in eine ganze Dating-Kultur verwandelt, die bis in die heutige Zeit nach festen Regeln abläuft. Allerdings halten sich die Bewohner von modernen Metropolen wie zum Beispiel New York immer weniger an die überkommenen Regeln.

Das Wort „Dating“ wurde in den deutschen Sprachgebrauch übernommen, wo es ausschließlich für das Treffen eines Paares zum Kennenlernen verwendet wird.

Dating in Deutsch

Das deutsche Wort für den Prozess des "Datings" ist die Partnersuche, für ein einzelnes Date sagt man "ein Treffen". Nach neuester Definition im Duden ist Dating im Deutschen immer das Verabreden mit wechselnden Partnern. Der Duden lässt offen, zu welchem Zweck solche Verabredungen stattfinden.

Man unterscheidet mittlerweile verschiedene Arten von Dating. Im nächsten Absatz werden zunächst zwei Arten nach der Vorgehensweise unterschieden.

Paralleldating oder Seriendating?

- Paralleldating ist eine Art, die aus den USA kommt und besagt, dass man sich parallel mit unterschiedlichen Partnern trifft. Es dürfen nach US-Vorstellung aber nicht zu viele sein und man sollte während des Parallel-Datings noch keinen Sex mit ihnen haben.
- Serielles Dating ist die in Europa übliche Art, eine Weile zuerproben, on man auch langfristig zueinanderpasst – oder wieder auseinanderzugehen, wenn sie sich keine dauerhafte Harmonie einstellt.

Neuer Begriff: Downdating

Downdating ist eine Sonderform der Partnersuche. Dabei entscheidet man sich bewusst, einen Partner auf der nächstniedrigeren sozialen/gesellschaftlichen/finanziellen Ebene zu suchen. Diese Art der Partnersuche entsteht überall dort, wo der Anteil weiblicher Akademiker am Partnermarkt zunimmt.

Dating nach dem Medium

Online-Dating oder Internet-Dating bezeichnet die Art, über das Medium „Internet“ zusammenzukommen. Alle anderen Dating-Formen heißen seither „Offline-Dating“ oder einfach nur „Dating“. Das deutsche Wort „Partnersuche“ ist hier allerdings bei Weitem aussagefähiger. Außerdem bezeichnen die Begriffe „Proximity Dating“, „Speed Dating“ und „Social Dating“ besondere Arten, die man mit den Medien oder Lokationen verbindet. Dabei ist:

- Speed Dating eine Veranstaltung „im richtigen Leben“, bei der sich mehrere interessierte Singles vorstellen – in der Regel hat man etwa sieben Minuten dazu Zeit.
- Proximity Dating ist Dating per Handy (Mobiltelefon), bei dem man den Ort, an dem sich der Partner befindet, per GPS lokalisieren kann.
- Social Dating bedeutet, sich innerhalb einer Internet-Gemeinschaft, also aufgrund künstlicher sozialer Verbindungen, kennenzulernen und später zu treffen.

Dating nach dem gewünschten Erfolg

Das gewöhnliche Online-Dating oder die Partnersuche an sich sollte als Ziel haben, einen dauerhaften Partner zu finden. Es wird nicht näher bezeichnet. Früher waren Begriffe wie „Ehegesuche“ oder „Suche nach einer dauerhaften Beziehung“ üblich. Im Englischen sagte man auch „Long Term“. Im Internet sind es „Online-Partnervermittler“ oder „Online-Partneragenturen“, die dergleichen dauerhafte Beziehung stiften wollen.
Andere Datingformen, die darauf abzielen, einen Partner für „kurze Zeit“ zu finden, heißen (in Europa, in den USA ist dies geringfügig anders) „Casual Dating“ oder „Sex Dating“. „Casual Dating“ zielt in der Regel auf auf Affären (kurze Beziehungen, die von Leidenschaft geprägt sind) , Sex Dating auf ONS (einmaligen Sex).

Wenn Sie Fragen haben: Ich beantworte so gut wie alle Fragen persönlich am Telefon oder per Email.