Online-Dating: Kommen die „großen Veränderungen“?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 1. Februar 2012 • Kategorie: dating news


Für einen fremden Menschen online attraktiv zu werden, ist gar nicht so einfach. Aber es ist manchmal ebenso schwierig, von einem Menschen online begehrt zu werden, den man lieber von sich fernhalten würde. Das ist die Ausgangslage. Es geht also darum, Menschen kennenzulernen, die man wirklich will – online wie auch sonst.

Onlien-Dating: Nackter Körper, nackte Persönlichkeit?

Wie, um Himmels willen, sollte das Online-Dating der Zukunft sein? Ist es „ich offenbare alles von mir außer meinem nackten Körper?“, wie es die Jüngerinnen und Jünger der neuen religionsähnlichen Erweckungsbewegung „lege alles von dir offen“ vorschlagen? Oder ist es das Gegenteil: „Ich zeige alles von meinem Körper, aber ich sage nichts über eine Identität“, wie man es im Casual Dating oft erlebt? Oder sollten wir uns alle der dritten Variante hingeben, die für viele derzeit der Favorit ist: „Ich lasse feststellen, wer zu mir passt und glaube daran?“

Oh, ein Wespennest? Nein, nicht wirklich. Alles wuselt gegenwärtig herum, um den besseren Weg zum Online Dating zu finden, und nur die PR-Leute sagen, sie hätten ihn schon gefunden.

Die Distanz zum Nächsten - und seine Anziehungskraft

Das Problem am Online-Dating ist der Mensch, der nicht so ist, wie man ihn gerne hätte – im Grunde nichts wirklich Neues. Jeder, vor allem aber der Partnersuchende, muss die Distanz zu seinem „Nächsten“ überwinden, und dennoch will er etwas Abstand von ihm halten. Er hätte ihn gerne als Bruder und Schwester aus gleichem Holze, weiß aber doch, dass dies auf Dauer entsetzlich langweilig wird. Kompatibel? Wie denn? Psychisch, physisch, sozial oder bei Sexualpraktiken? Glaubt jemand wirklich, dass „italienisch essen“ oder „Rosenstolz mögen“ ein Merkmal für Kompatibilität ist?

Schwieriger als man denkt - der Weg zum Partner

Nein – das alles ist eine mögliche Form, Kontakt miteinander aufzunehmen, und kaum mehr. Gleich sein, anders sein, interessant sein, ruhig sein, verwegen sein – irgendwie zieht es uns immer wieder mal zu diesen, mal zu jenen Menschen. Sie interessieren uns, weil sie irgendetwas haben, was wir mögen, aber wir müssen uns erst sicher sein, dass sie es auch mit uns gemeinsam umsetzen können.

Hat Nerve (New York) die Lösung?

Doch wie nimmt man Kontakte miteinander auf? Nerve ist der Frage nachgegangen und behauptet, eine neue Lösung zu haben: Man diskutiert online Dinge, die man mag, und kommt darüber zusammen – oder auch nicht. Das klingt nach „Web 2.0“ und „Social Community“, ist aber doch etwas anderes. Denn wichtig scheint zu sein, dass gepflegte, urbane Charaktere der gleichen Stadt zusammenkommen, und nicht irgendwelche eitlen Wichtigtuer, die auch gerne mal ihr Häufchen bei den großen Hunden absetzen würden. (Man verzeihe mir die Verhochdeutschung dieses Schwabenspruchs).

Vielleicht hat es Nerve geschafft – man wird sehen. Nachahmern sei gesagt: New York ist nicht Berlin, nicht München und erst recht nicht Bielefeld, und so sage ich hier und heute: Es mag sein, dass es Alterativen zu den heutigen Singlebörsen gibt – aber bestimmt nicht als „große soziale Netzwerke für die ganze Republik“ –oder gar die ganze Welt.
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Erpressung nach Online-Dating?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 1. Februar 2012 • Kategorie: psychologie und lifestyle


Unschuldiges Aussehen? Verlassen Sie sich lieber nicht darauf.


Rufmord, Bedrohung und Erpressung – wie passt dies alles zu dem vergleichsweise ruhigen und beschaulichen Profil des Online-Datings?

Nun, eine Detektei machte vor kurzem mit einer Pressemitteilung von sich reden, und der Text auszugsweise lautete so:

Die Rede ist von Bedrohung und Erpressung nach dem Besuch von Seitensprungportalen, Flirt- und Date-Seiten, Sexportalen und Blind-Date-Erotik Angeboten im Internet. Die Opfer sind zumeist gut betuchte leitende Angestellte, Rechtsanwälte, Ärzte, Manager und Führungskräfte, Unternehmer aber auch der ganz normale Bürger.

Nun – eigentlich müsste jedem klar sein, dass Erotik-Angebote, vor allem freie und offenherzige Angebote immer ein gewisses Gefahrpotenzial beinhalten. Ob es nun wirklich ganze Banden sind oder Einzeltäter(innen), überlassen wir besser den Kriminalisten – aber die Bedrohung ist immer vorhanden, wenn jemanden nicht das „reine Interesse“ an der Person oder an ihren/seinen Sexkünsten treibt, sondern wenn „andere Erwägungen“ dahinterstehen.

Es ist nicht immer Geld – und man merkt es nicht immer

Nicht erst seit Christine Keeler weiß man, dass im Bett manche Geheimnisse ausgeplaudert werden. Es müssen nicht immer Geheimdienste sein, die hinter den vielen Damen und wenigen Herren stehen, die ins Bett geschickt werden, um Geheimnisse abzufragen – es reicht, wenn man den Entwicklungschef der Konkurrenz ausfragt, was demnächst geplant ist. „Vertrauen Sie einer Frau nicht deshalb, weil sie einmal mit Ihnen geschlafen hat“, ist ein gut gemeinter, aber selten beherzigter Rat.

Besonders gefährlich: Bi-Kontakte und Schmerzlust

Besondere Gefahrenpotenziale liegen neben den Seitensprüngen vor allem in abweichenden Sexualpraktiken, die immer noch nicht akzeptiert werden: insbesondere bei der Bisexualität, der Feminisierung (von Männern) und im Schmerzlust-Bereich. Bei Männern, so hat sich vielfach erweisen, führen sogar noch Kontakte zu Prostituierten zum Verlust der Reputation.

Frauen können auch Opfer werden

Je mehr Frauen in Spitzenpositionen kommen, umso gefährlicher ist es für sie, im Zusammenhang mit Erotik auch nur erwähnt zu werden. Wie ich bereits schrieb, gibt es bereits ein Gewerbe, das sich mit der „Wiederherstellung der Reputation“ beschäftigt – teils mit prominenten Kundinnen. Dabei sind die meisten Fälle so harmlos, ja, fast lächerlich, dass man sich wundert, wie schamvoll die Damen sind – oder wie die Gesellschaft auf nackte Brüste reagiert. Nimmt man diese (im Übrigen immer selbst verschuldeten) Fälle, so dürfte klar sein, wie groß das Bedrohungspotenzial wirklich ist.

Die Bedrohung wird unsichtbar

Der Rat, nicht mit einer Frau (oder auch einem Mann) in ein Zimmer zu gehen, dass sie zuvor ausgewählt hat, gilt sicher auch heute noch: Dann hatten die Komplizen Zeit, dort Kameras zu deponieren, die hernach ebenso schnell wieder entfernt werden können. In der ZDF-Sendung „Der Spion, den ich liebte“ vom gestrigen Tag wurde gezeigt, was viele Menschen einfach nicht glauben wollen: Die Kameras sind so klein und so leicht zu verbergen, dass man sie auch dann nicht auffindet, wenn man danach sucht. In einem Fall aus England wurden die Kameras einfach mitgebracht – im Outfit einer Domina. Das Opfer wurde damals monatelang in der Bürgerpresse auf übelste Weise verunglimpft, was wiederum zeigt: Nicht immer wird Geld gefordert – manchmal kalkuliert man haarscharf, dass die Reputation eines Menschen durch die Bürger- und Boulevardpresse zerstört wird.

Die Bedrohung betrifft Standard Online–Dating kaum


Ob man gegen diese Bedrohung etwas tun kann? Selbst der Rat, nur höchst professionelle Dienste anzunehmen und dies niemals kostenlos, ist bereits konterkariert worden. Wenn es denn ein Trost ist:Zumeist werden die Opfer nach der Pressemitteilung der Detektei zuvor sorgfältig ausbaldowert, sodass viele „einfache Seitenspringer“ die Chance haben, niemals in die Hände der Gaunerinnen und Gauner zu fallen. Gewöhnliches Online-Dating – auch das ist ein Trost – ist heute nicht mehr betroffen. Kein Mensch verliert mehr die Reputation, wenn er online einen Partner sucht.
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dating experte

Was ist eigentlich Dating? Was ist eigentlich "Dating"? Sie wollen es genau wissen? Dann sind Sie hier goldrichtig. Unser Autor und Dating-Experte Gebhard Roese erläutert Ihnen den Begriff.

Erfahrung zählt: der Dating-Experte
Dating ist eine aus dem englischen Sprachbereich stammende Bezeichnung, die aus dem Begriff des "Dates", also der Verabredung, abgeleitet wurde. Mit einem Date bezeichnet man im Englischen zunächst jede Art von Treffen. Im US-amerikanischen Sprachgebrauch wird das Wort "Dating" oft als das Treffen eines Paares zum gegenseitigen Kennenlernen benutzt. In den USA wurde das Zusammentreffen von Frauen und Männern in eine ganze Dating-Kultur verwandelt, die bis in die heutige Zeit nach festen Regeln abläuft. Allerdings halten sich die Bewohner von modernen Metropolen wie zum Beispiel New York immer weniger an die überkommenen Regeln.

Das Wort „Dating“ wurde in den deutschen Sprachgebrauch übernommen, wo es ausschließlich für das Treffen eines Paares zum Kennenlernen verwendet wird.

Dating in Deutsch

Das deutsche Wort für den Prozess des "Datings" ist die Partnersuche, für ein einzelnes Date sagt man "ein Treffen". Nach neuester Definition im Duden ist Dating im Deutschen immer das Verabreden mit wechselnden Partnern. Der Duden lässt offen, zu welchem Zweck solche Verabredungen stattfinden.

Man unterscheidet mittlerweile verschiedene Arten von Dating. Im nächsten Absatz werden zunächst zwei Arten nach der Vorgehensweise unterschieden.

Paralleldating oder Seriendating?

- Paralleldating ist eine Art, die aus den USA kommt und besagt, dass man sich parallel mit unterschiedlichen Partnern trifft. Es dürfen nach US-Vorstellung aber nicht zu viele sein und man sollte während des Parallel-Datings noch keinen Sex mit ihnen haben.
- Serielles Dating ist die in Europa übliche Art, eine Weile zuerproben, on man auch langfristig zueinanderpasst – oder wieder auseinanderzugehen, wenn sie sich keine dauerhafte Harmonie einstellt.

Neuer Begriff: Downdating

Downdating ist eine Sonderform der Partnersuche. Dabei entscheidet man sich bewusst, einen Partner auf der nächstniedrigeren sozialen/gesellschaftlichen/finanziellen Ebene zu suchen. Diese Art der Partnersuche entsteht überall dort, wo der Anteil weiblicher Akademiker am Partnermarkt zunimmt.

Dating nach dem Medium

Online-Dating oder Internet-Dating bezeichnet die Art, über das Medium „Internet“ zusammenzukommen. Alle anderen Dating-Formen heißen seither „Offline-Dating“ oder einfach nur „Dating“. Das deutsche Wort „Partnersuche“ ist hier allerdings bei Weitem aussagefähiger. Außerdem bezeichnen die Begriffe „Proximity Dating“, „Speed Dating“ und „Social Dating“ besondere Arten, die man mit den Medien oder Lokationen verbindet. Dabei ist:

- Speed Dating eine Veranstaltung „im richtigen Leben“, bei der sich mehrere interessierte Singles vorstellen – in der Regel hat man etwa sieben Minuten dazu Zeit.
- Proximity Dating ist Dating per Handy (Mobiltelefon), bei dem man den Ort, an dem sich der Partner befindet, per GPS lokalisieren kann.
- Social Dating bedeutet, sich innerhalb einer Internet-Gemeinschaft, also aufgrund künstlicher sozialer Verbindungen, kennenzulernen und später zu treffen.

Dating nach dem gewünschten Erfolg

Das gewöhnliche Online-Dating oder die Partnersuche an sich sollte als Ziel haben, einen dauerhaften Partner zu finden. Es wird nicht näher bezeichnet. Früher waren Begriffe wie „Ehegesuche“ oder „Suche nach einer dauerhaften Beziehung“ üblich. Im Englischen sagte man auch „Long Term“. Im Internet sind es „Online-Partnervermittler“ oder „Online-Partneragenturen“, die dergleichen dauerhafte Beziehung stiften wollen.
Andere Datingformen, die darauf abzielen, einen Partner für „kurze Zeit“ zu finden, heißen (in Europa, in den USA ist dies geringfügig anders) „Casual Dating“ oder „Sex Dating“. „Casual Dating“ zielt in der Regel auf auf Affären (kurze Beziehungen, die von Leidenschaft geprägt sind) , Sex Dating auf ONS (einmaligen Sex).

Wenn Sie Fragen haben: Ich beantworte so gut wie alle Fragen persönlich am Telefon oder per Email.