Enttäuscht vom Dating? Fünf knallharte Fragen an Sie …

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 14. Dezember 2011 • Kategorie: tacheles - meinungen


Enttäuschungen gehören angeblich zum Online-Dating wie das Salz zur Suppe. Knallhart muss man dagegen halten: Enttäuschungen können nur dann entstehen, wenn es Erwartungen gibt. Tatsächlich beklagen viele Menschen, dass ihr Date ihre „Erwartungen nicht erfüllte“, und wer ist dafür verantwortlich? Nach Aussage der Frauen und Männer, die sich an den Schultern von Freundinnen, Briefkastentanten und anderen Trösterinnen und Tröstern ausweinen, sind es immer die anderen.

Falls es Sie als Tröster/in erwischt: Reden sie bloß kein Tacheles, wenn Sie nicht wollen, dass die Trostsuchenden Ihnen die Augen auskratzen.

Wenn Sie keinen Trost suchen sollten, sondern Lösungen, dann lesen Sie bitte weiter:

Wer sind Sie?

Na, haben Sie schon vergessen, wer Sie sind, nur weil Sie ein mieses Date hatten? Wussten Sie es jemals? Also: besinnen Sie sich jetzt darauf, wer Sie sind oder finden Sie es jetzt heraus. Bedenken Sie dabei, dass es nicht darauf ankommt, was Sie in Ihrer Vorstellungswelt gerne wären, sondern nur darauf, wie Sie dauerhaft auf andere wirken.

Was sind Sie?

Was macht Sie liebenswert, wenn sie nackt oder mit einem Sack bekleidet sind und sich niemand für Ihr Geld, Ihre Macht und ihre Bildung interessiert? Mit anderen Worten: Was strahlen Sie aus?

Welche Ihrer Eigenschaften interessieren andere?

Selbst, wenn Sie einzelne Eigenschaften Ihrer Person kennen sollten, wissen Sie nicht, ob andere einen Cent dafür zahlen würden. Finden Sie heraus, welche Eigenschaften Sie haben, die andere interessieren könnten – und setzen Sie dies dann bitte auch ein.

Was wollen Sie von anderen?

Überlegen Sie mal: Was wollen Sie eigentlich von so einer Sex- oder Beziehungskiste? Schon mal darüber nachgedacht, was Sie aufgeben könnten oder wo Sie Kompromisse machen sollten?

Wie wollen Sie leben?

Partnerschaften einzugehen, bedeutet das Leben generell zu verändern. Das muss Ihnen mit 18 nicht unbedingt klar werden – wenn Sie es mit 28 immer noch nicht wissen, dann wird es Zeit, jetzt darüber nachzudenken.

Konnten Sie alle Fragen hinreichend beantworten? Meinen herzlichen Glückwunsch! Es reicht übrigens, wenn Sie zumindest über die ersten drei Fragen wirklich nachgedacht haben, um Enttäuschungen in Zukunft zu vermeiden.

Inspiration zu diesem Artikel: The Washington Times.
Abstimmungszeitraum abgelaufen.
Derzeitige Beurteilung: keine, 0 Stimme(n) 1121 Klicks
Tags für diesen Artikel: , , , ,

Jugendliebe – echte Liebe?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 14. Dezember 2011 • Kategorie: dating und wissenschaft


Manchmal reibe ich mir die Augen über „neue wissenschaftliche Erkenntnisse“. Da will eine gewisse Nancy Kalisch herausgefunden haben, dass „alte Liebe nicht rostet“ und versucht dies anhand einer Langzeitstudie zu beweisen.

Das angeblich so tolle Ergebnis laut Zeit-Magazin:

In meiner Studie von 2005 hatten 62 Prozent der Leute, die ihre Jugendliebe wiedertrafen, dann auch eine Affäre, aber nur fünf Prozent von ihnen kamen tatsächlich wieder zusammen, wenn einer von beiden verheiratet war.


Tolles Ergebnis? Sinnvolle Studie? Ich überlasse das Urteil gerne Ihrem Urteil - und ich empfehle Ihnen, die Zahlen einmal nachzurechnen und dann erneut festzustellen, wie viele tatsächlich "wieder zusammen kamen". Um dies zu ermitteln, müssen Sie noch wissen, dass nur 44 Prozent der Teilnehmer an der Studie ihre angebliche „alte Liebe“ wirklich wiedersehen wollten. Bei der relativen hohen Quote der Affären könnte es einfach so sein, dass eine Affäre mit jemandem, den man bereits kennt, und der einem nicht unsympathisch war, viel wahrscheinlicher ist als eine Affäre mit einer/einem Unbekannten. Mit anderen Worten: Die Studie sagt gar nichts aus.

Frau Kalisch hat übrigens ein Buch darüber geschrieben, das 1997 zum ersten Mal erschien. Inzwischen gibt es eine Neuauflage, und dies war möglicherweise auch der Grund, warum das Zeit-Magazin auf diese wertlose Studie aufmerksam wurde.
Abstimmungszeitraum abgelaufen.
Derzeitige Beurteilung: keine, 0 Stimme(n) 1108 Klicks

dating experte

Was ist eigentlich Dating? Was ist eigentlich "Dating"? Sie wollen es genau wissen? Dann sind Sie hier goldrichtig. Unser Autor und Dating-Experte Gebhard Roese erläutert Ihnen den Begriff.

Erfahrung zählt: der Dating-Experte
Dating ist eine aus dem englischen Sprachbereich stammende Bezeichnung, die aus dem Begriff des "Dates", also der Verabredung, abgeleitet wurde. Mit einem Date bezeichnet man im Englischen zunächst jede Art von Treffen. Im US-amerikanischen Sprachgebrauch wird das Wort "Dating" oft als das Treffen eines Paares zum gegenseitigen Kennenlernen benutzt. In den USA wurde das Zusammentreffen von Frauen und Männern in eine ganze Dating-Kultur verwandelt, die bis in die heutige Zeit nach festen Regeln abläuft. Allerdings halten sich die Bewohner von modernen Metropolen wie zum Beispiel New York immer weniger an die überkommenen Regeln.

Das Wort „Dating“ wurde in den deutschen Sprachgebrauch übernommen, wo es ausschließlich für das Treffen eines Paares zum Kennenlernen verwendet wird.

Dating in Deutsch

Das deutsche Wort für den Prozess des "Datings" ist die Partnersuche, für ein einzelnes Date sagt man "ein Treffen". Nach neuester Definition im Duden ist Dating im Deutschen immer das Verabreden mit wechselnden Partnern. Der Duden lässt offen, zu welchem Zweck solche Verabredungen stattfinden.

Man unterscheidet mittlerweile verschiedene Arten von Dating. Im nächsten Absatz werden zunächst zwei Arten nach der Vorgehensweise unterschieden.

Paralleldating oder Seriendating?

- Paralleldating ist eine Art, die aus den USA kommt und besagt, dass man sich parallel mit unterschiedlichen Partnern trifft. Es dürfen nach US-Vorstellung aber nicht zu viele sein und man sollte während des Parallel-Datings noch keinen Sex mit ihnen haben.
- Serielles Dating ist die in Europa übliche Art, eine Weile zuerproben, on man auch langfristig zueinanderpasst – oder wieder auseinanderzugehen, wenn sie sich keine dauerhafte Harmonie einstellt.

Neuer Begriff: Downdating

Downdating ist eine Sonderform der Partnersuche. Dabei entscheidet man sich bewusst, einen Partner auf der nächstniedrigeren sozialen/gesellschaftlichen/finanziellen Ebene zu suchen. Diese Art der Partnersuche entsteht überall dort, wo der Anteil weiblicher Akademiker am Partnermarkt zunimmt.

Dating nach dem Medium

Online-Dating oder Internet-Dating bezeichnet die Art, über das Medium „Internet“ zusammenzukommen. Alle anderen Dating-Formen heißen seither „Offline-Dating“ oder einfach nur „Dating“. Das deutsche Wort „Partnersuche“ ist hier allerdings bei Weitem aussagefähiger. Außerdem bezeichnen die Begriffe „Proximity Dating“, „Speed Dating“ und „Social Dating“ besondere Arten, die man mit den Medien oder Lokationen verbindet. Dabei ist:

- Speed Dating eine Veranstaltung „im richtigen Leben“, bei der sich mehrere interessierte Singles vorstellen – in der Regel hat man etwa sieben Minuten dazu Zeit.
- Proximity Dating ist Dating per Handy (Mobiltelefon), bei dem man den Ort, an dem sich der Partner befindet, per GPS lokalisieren kann.
- Social Dating bedeutet, sich innerhalb einer Internet-Gemeinschaft, also aufgrund künstlicher sozialer Verbindungen, kennenzulernen und später zu treffen.

Dating nach dem gewünschten Erfolg

Das gewöhnliche Online-Dating oder die Partnersuche an sich sollte als Ziel haben, einen dauerhaften Partner zu finden. Es wird nicht näher bezeichnet. Früher waren Begriffe wie „Ehegesuche“ oder „Suche nach einer dauerhaften Beziehung“ üblich. Im Englischen sagte man auch „Long Term“. Im Internet sind es „Online-Partnervermittler“ oder „Online-Partneragenturen“, die dergleichen dauerhafte Beziehung stiften wollen.
Andere Datingformen, die darauf abzielen, einen Partner für „kurze Zeit“ zu finden, heißen (in Europa, in den USA ist dies geringfügig anders) „Casual Dating“ oder „Sex Dating“. „Casual Dating“ zielt in der Regel auf auf Affären (kurze Beziehungen, die von Leidenschaft geprägt sind) , Sex Dating auf ONS (einmaligen Sex).

Wenn Sie Fragen haben: Ich beantworte so gut wie alle Fragen persönlich am Telefon oder per Email.